DE3813309A1 - Verfahren zur transportsicheren verpackung von kommissionen, hierdurch erreichte verpackungseinheit sowie eine anordnung zum verpacken - Google Patents

Verfahren zur transportsicheren verpackung von kommissionen, hierdurch erreichte verpackungseinheit sowie eine anordnung zum verpacken

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur transportsicheren Ver­ packung von Kommissionsgütern gemäß dem Oberbegriff des An­ spruchs 1, eine hierdurch erreichte Verpackungseinheit nach dem Oberbegriff des Anspruchs 12 sowie eine Anordnung zum Verpacken von Kommissionsgütern in Kartons oder dgl. gemäß dem Oberbe­ griff des Anspruchs 17.
Auf vielen Gebieten ist es erforderlich, mehre Teile unter­ schiedlicher Abmessungen, die nach bestimmten Vorgaben zusam­ mengestellt sind, sogenannte Kommissionsgüter, in Kartons, Schachteln oder dgl. mit vorgegebenen zumindest innerhalb be­ stimmter Gruppen gleichen Abmessungen so zu verpacken, daß wäh­ rend der Transportes die einzelnen Kommissionsgut-Teile nicht durcheinanderpurzeln und beschädigt werden. Dieses Problem tritt insbesondere beim Versand von Kosmetikartikeln nach den Vorgaben des Kunden bzw. der Kundin auf. Daraus folgt, daß bei vorgegebener Größe des Kartons häufig der Inhalt aufgefüllt werden muß, wozu herkömmlich geeignetes Füllmaterial verwen­ det wird wie Holzwolle, Plastikteile, Schaumstoffteile und dgl. Diese Verpackungsweise ist außerordentlich ungünstig, schon bereits aus Lagerhaltungsgründen und aus Abfallbeseitigungs­ gründen. Ferner eignet sie sich nicht besonders für automati­ sche Verpackung.
Zu diesem Zweck ist bereits vorgeschlagen worden (vgl. DE-PS 26 53 589), an den Innenseiten des Kartons Schrumpffolien an­ zukleben, die Schrumpffolien nach dem Einfüllen des jeweiligen Kommissionsgutes miteinander zu verbinden, insbesondere zu ver­ schweißen und anschließend durch eine Wärmebehandlung den Schrumpfvorgang auszulösen, derart, daß sich die Schrumpffolie um die Kommissionsgut-Teile legt und diese in ihrer Lage fixiert. Anschließend wird der Deckel in herkömmlicher Weise verschlossen, beispielsweise mittels eines Heißschmelzklebers verklebt. Diese Vorgehensweise ist nicht nur relativ aufwen­ dig, sondern steht auch einer geeigneten Abfallverwertung ent­ gegen, da Kunststoffolien und Kartonmaterialien getrennt zu verwerten sind. Ferner muß beim Öffnen der Verpackung mittels eines scharfkantigen Gegenstandes (einem Messer oder einer Schere) die aufgeschrumpfte Folie zerschnitten werden, was aufgrund der engen Anlage an den Kommissionsgut-Teilen zu Schwierigkeiten führt und häufig auch zu Beschädigungen der Kommissionsgut-Teile führen kann.
Ausgehend hiervon ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, das Verfahren der eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß bei einfachem Verpackungsvorgang eine leichte Entsorgung sowie ein einfaches Auspacken ermöglicht sind.
Ferner sollen eine entsprechend ausgebildete Verpackungsein­ heit und eine Anordnung zur Verpackung angegeben werden, die die gleichen Bedingungen erfüllen.
Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des An­ spruchs 1 gelöst. Eine entsprechend ausgebildete Verpackungs­ einheit ergibt sich aufgrund der Merkmale des Anspruches 12. Eine Anordnung zum Verpacken von Kommissionsgütern ergibt sich aus dem Anspruch 17.
Die Erfindung wird durch die Merkmale der Unteransprüche wei­ tergebildet.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß die gewünschte Verpackung dadurch erzielt werden kann, daß ein aufblasbarer Folienbeutel eingelegt wird, wobei das Aufblasen erst erfolgt, wenn der Karton endgültig (versandfertig) verschlossen ist.
Versand- und Transportbehälter mit aufblasbaren Folienteilen bzw. Folienbeuteln zu versehen, ist bereits an sich bekannt. Das DE-GM 66 09 223 beschreibt einen kastenförmigen Trans­ portbehälter, der eine stoßschützende Auskleidung aufweisen kann. Im Boden und/oder Deckel ist ein Foliensack, oder bei dichter Ausbildung des Bodens oder des Deckels nur ein Folienblatt befestigt, wobei Zugang zum Inneren des Foliensacks bzw. des zwischen Behälter und Folienblatt gebildeten Raums über ein Füll- und Entleerungsventil erfolgt. Daraus folgt, daß der Transportbehälter zum mehrmaligen Gebrauch konzipiert ist, weshalb er für den anmeldungsgemäßen Zweck nicht infrage kommt. Aus dem DE-GM 18 90 171 ist ein in einen Versandbehälter ein­ legbarer Folienbeutel bekannt, der so gestaltet ist, daß er an allen Wänden des Transportbehälters zur Anlage kommt, wobei ein Ventilstutzen nach außen führen kann. Der Folienbeutel muß da­ her zwangsläufig vor dem Einfüllen der Kommissions-Gutteile eingelegt werden. Nach dem Einfüllen des Kommissionsgutes wird der Behälter mit herausragendem Ventil verschlossen und an­ schließend wird aufgepumpt.
Abgesehen davon, daß eine komplizierte Fertigung der Folien­ beutel erforderlich ist und auch die Handhabung bei den ein­ zelnen Verfahrensschritten kompliziert ist, also die Ver­ packung insgesamt kostspielig ist, besteht die Gefahr einer Verletzung des Ventils während des Transportes. Darüber hinaus ist der Kunststoffabfall ziemlich groß, wobei zu berücksichti­ gen ist, daß die Verwertung von Kunststoffabfällen noch kaum verbreitet ist.
Dagegen erlaubt die erfindungsgemäße Vorgehensweise die Ver­ wendung äußerst einfach ausgebildeter flacher Folienbeutel, wobei dadurch, daß nur ein einziger flächiger Beutel verwen­ det und in den Karton nach dem Füllen mit dem Kommissionsgut eingelegt wird, nur die Grundflächenabmessungen des Kartons für die Größe des Folienbeutels entscheidend ist, also die Lager­ haltung einfach ist. Ferner kann die erfindungsgemäße Vorge­ hensweise auch bei sehr kleinen Kartons angewendet werden. Schließlich ist auch wesentlich, daß eine voll-automatische Verpackung möglich ist, insbesondere weil auch eine Überwachung hinsichtlich der Dichtigkeit des aufgeblasenen Folienbeutels möglich ist, wobei es ferner möglich ist, die Verpackung so zu gestalten, daß während des Transportes das zur Füllung erforderliche Mundstück nicht mehr nach außen ragt und daher gegen Beschädigungen geschützt ist.
Die Erfindung wird anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 bis 7 die einzelnen Verfahrensschritte sowie wesent­ liche Teile der Anordnung zum transportsicheren Ver­ packen,
Fig. 8 bis 12 Einzelheiten des Verfahrens und der Anordnung bei sehr kleinen Kartons,
Fig. 13 ein Fließschema der erfindungsgemäßen Vorgehensweise.
Zunächst sind die einzelnen Kommissionsgut-Teile jeder Bestell­ kommission zusammenzustellen, ein Karton geeigneter Größe be­ reitzustellen und ist ferner ein Folienbeutel geeigneter Größe bereitzustellen. Falls, wie bei den Ausführungsbeispielen, ein gesonderter Deckel verwendet wird, ist dieser ebenfalls bereit­ zustellen.
Der oben offene Karton 1, oder ein anderer Verpackungsbehälter, wird auf einem Fließband 2 oder einer anderen geeigneten För­ dereinrichtungen bereitgestellt. In einer ersten Station werden die der zugehörigen Bestellkommission zugeordneten Kommissions­ gut-Teile 3 in den Karton 1 auf dessen Boden abgesetzt. Dies kann vollautomatisch erfolgen. Wenn alle Kommissionsgut-Teile 3 in den Karton 1 eingegeben sind, wird, vgl. Fig. 2, ein flacher Folienbeutel 4 in den Karton 1 eingelegt. Der Folienbeutel 4 besteht zweckmäßig aus zwei einzelnen miteinander verbundenen Folienblättern, wobei die Folienblattgröße derart ist, daß sie etwas größer als die Grundfläche des füllenden Kartons 1 ist. Ferner weist der Folienbeutel 4 an einem seiner Ränder ein ebenfalls flaches schlauchartiges Mundstück 5 auf. Das Mund­ stück 5 ragt bei in den Karton 1 eingelegtem Folienbeutel 4 nach außen. Zweckmäßig ist eine entsprechende Vertiefung oder flache Ausweitung 6 im deckelseitigen Rand einer Seitenwand vorgesehen. Bei dem Ausführungsbeispiel gem. den Fig. 1 bis 7 ist diese flache Ausweitung 6 ein Ausschnitt in einer Stirn­ wand 7. Bei kleinen Kartons ist diese Ausweitung in einer Längsseitenwand 9. Bei dem Ausführungsbeispiel gem. den Fig. 8 bis 12 ist darüber hinaus ein Laschenteil 8 an dem Oberrand einer Längsseitenwand 9 durch Einschneiden und Falten erreicht.
Anschließend wird (Fig. 3) der Deckel verschlossen. Beispiels­ weise kann ein gesondertes Deckelteil 10, wie bei den Ausfüh­ rungsbeispielen, mittels eines Heißschmelzklebers auf deckel­ seitigen Randleisten 11 der Seitenwände 7, 9 fest aufgeklebt werden. Selbstverständlich kann das Deckelteil 10 auch an den Seitenwänden 7, 9 festgeklebt werden oder kann das Deckelteil Teil des Kartonzuschnittes sein, so daß lediglich eine Faltung und Verklebung an einer Seitenwand oder einer deckelseitigen Randleiste 11 erfolgen muß. Der soweit vorbereitete Karton 1 mit Füllung, nämlich Kommissionsgut-Teilen 3 und Folienbeutel 4, ist in Fig. 4 dargestellt.
Es erfolgt nun das Aufblasen des Folienbeutels 4 in einer an­ hand Fig. 5 zu erläuternden Weise.
Fig. 5 zeigt eine Behandlungsstation 12 mit einer Aufblasein­ richtung 13, einer Schweißeinrichtung 14 und einer Druckmeß­ einrichtung 15. Die Aufblaseinrichtung 13 weist dabei Vakuum­ sauger, die die beiden das Mundstück 5 bildenden Folienteile vertikal auseinanderziehen, sowie eine Blasdüse auf, die in die so gebildete Öffnung einfährt, wobei darüber hinaus eine luft­ dichte Abschließung nach außen erfolgt. Aufblaseinrichtungen dieser Art sind grundsätzlich bekannt und brauchen daher nicht näher erläutert zu werden. Sobald die Blasdüse eingeführt ist und die Luftdichtigkeit erzielt ist, wird der in dem verschlos­ senen Karton 1 befindliche Folienbeutel 4 aufgeblasen. Beim Aufblasen breitet sich der Folienbeutel 4 im Inneren des Kar­ tons 1 auf, umschließt dabei die Kommissionsgut-Teile 3 und stützt die einzelnen Teile gegeneinander dadurch ab, daß er sich selbst gegen das Deckelteil 10 und die Seitenwände 7, 9 des Kartons 1 abstützt. Dadurch verhindert er seitliche Bewe­ gung der Kommissionsgut-Teile 3 beim Transport und gleicht selbst Verschiebungen der einzelnen Kommissionsgut-Teile 3 im Inneren des Kartons 1 gegenseitig aus. Die Druckmeßeinrich­ tung 15 weist einen Druckmeßfühler 16 auf, der am Deckelteil 10 in Anlage ist. Sobald beim Aufblasen des Folienbeutels 4 mit Druckluft mit beispielsweise 0,3 bar ein Ausbeulen des Deckel­ teils 10 durch den Druckmeßfühler 16 erfaßt wird, ist davon auszugehen, daß der erforderliche Druck im Inneren des Kartons 1 erreicht ist. Dieser Druck muß einerseits ausreichend hoch sein um die Abstützung des luftgefüllten Folienbeutels 4 gegen das Deckelteil 10 und die Seitenwände 7, 9 einerseits und die Kommissionsgut-Teile 3 andererseits sicherzustellen, darf jedoch andererseits nicht so groß sein, daß beim Transport durch zu großen Druck oder Stoß ein Zerplatzen des Beutels auftreten könnte.
Selbstverständlich kann dieser Druck auch auf andere Weise bestimmt werden, etwa mittels eines Druckmeßfühlers, der dem Mundstück zugeordnet ist und den sich langsam aufbauenden Gegendruck gegen die Blasdüse erfaßt. Sobald die Druckmeß­ einrichtung 15 den erwähnten vorgegebenen Druck erfaßt, wird nicht nur die Zufuhr von Luft beendet, sondern auch die Schweißeinrichtung 14 in Betrieb gesetzt, die nahe dem Karton 1 die beiden Folienteile des Mundstückes 5 fest und luftdicht miteinander verschweißt. Die Aufblaseinrichtung 13 und die Schweißeinrichtung 14 sowie die Druckmeßeinrichtung 15 können nun entfernt werden.
Es ist zweckmäßig, wenn die Behandlungsstation 12 eine Zeitmeß­ einrichtung enthält. Mit dieser wird die Zeit erfaßt, während der die Aufblaseinrichtung 13 einen Folienbeutel 4 füllt. Wenn nach Verstreichen einer vorgegebenen Zeit die Druckmeßeinrich­ tung 15 noch kein Signal abgibt, gemäß dem der vorgegebene Druck erreicht ist, so wird davon ausgegangen, daß der Folien­ beutel 4 nicht luftdicht ist, also ein Leck enthält. Dies wird zur Anzeige gebracht, der Kartom 1 kann vom Fließband 2 abge­ setzt und zwecks Eingebens eines anderen Folienbeutels zum Beginn des Fließbandes 2 zurückgeführt werden.
Es ist ungünstig, wenn das verschweißte Mundstück 5 auch wahrend des Versands und des Transports nach außen ragt. Gemäß Fig. 6 wird mittels eines Schiebers 17 das Mundstück 5 nach dem Verschweißen in den Karton 1 hineingeschoben.
Wie bereits in Fig. 3 angedeutet und in den Fig. 4, 5 und 6 dargestellt, weist das Deckelteil 10 randseitig ein Laschen­ teil 18 auf, das derart positioniert ist, daß es bei ver­ schlossenem Karton 1 im Bereich der flachen Ausweitung 6 ist. Wie in Fig. 6 dargestellt, wird nach Hineinschieben des Mund­ stückes 5 dieser Laschenteil 18 mit einem Kleber versehen und durch ein Klappteil 21 geklappt und gegen die entsprechende Seitenwand, in Fig. 6 die eine Stirnwand 7, gedrückt, derart, daß, wie in Fig. 7 dargestellt, ein fertiger Karton 1 der allseits verschlossen ist und aus dem keine Teile nach außen ragen, für den Versand zur Verfügung steht.
Die andere Ausführungsform der Vorgehensweise beim Verpacken und die dadurch sich ergebende andere Ausbildung des Kartons 1 ist in den Fig. 8 bis 12 dargestellt. Eine Einzelheit, nämlich das Laschenteil 8 im Bereich der flachen Ausweitung 6 wurde bereits erläutert. Dieses Laschenteil wird zunächst nach außen gebogen, anschließend wird (vgl. Fig. 9) der Folienbeutel 4 eingelegt und das Deckelteil 10 aufgeklebt. Nach dem Füllen und Verschweißen wird ebenfalls mittels des Schiebers 17 das Mund­ stück 5 in das Innere des Kartons 1 verschoben. Ein Teil des Laschenteils 8 wird um einen Falz 19 geklappt und das Laschen­ teil 8 wird dann in das Kartoninnere gesteckt, und zwar mittels eines Schiebers 20 (vgl. Fig. 11). Ein Kleben, etwa mittels eines Heißschmelzklebers ist hier nicht mehr erforderlich. Da­ durch kann auch das Auspacken auf Seiten des Empfängers er­ leichtert werden.
Selbstverständlich sind noch andere Ausführungsformen möglich. Beispielsweise ist es möglich, die Folienbeutel 4 nicht von einem Lager abzurufen, sondern von Endlosfolien oder Endlos­ folienschläuchen bei Bedarf abzutrennen mittels geeigneter Ver­ schweiß- und Trenneinrichtungen, deren Aufbau grundsätzlich be­ kannt ist. Dies bietet sich an, wenn Kartons 1 verwendet wer­ den, die quer zur Förderrichtung des Fließbandes gleiche Ab­ messungen besitzen, sich jedoch sonst, etwa in den Abmessungen in Längsrichtung des Förderbandes wesentlich unterscheiden können.
Ferner können die anhand Fig. 6 und anhand Fig. 10 und 11 er­ läuterten Einrichtungen der Behandlungsstation 12 gem. Fig. 5 unmittelbar zugeordnet sein.
Aus Umweltschutzgründen ist es zweckmäßig, als Material für den Folienbeutel Polyethylen oder Polyamid zu verwenden, da diese Kunststoffe in einfacher Weise entsorgt werden können.
In den Fig. sind die bewegten Teile als durch Pneumatik- oder Hydraulikzylinder bewegbar dargestellt. Jedoch kann auch eine andere Bewegungseinrichtung, etwa mittels Schrittmotoren oder dgl. verwendet werden.
Aus vorstehendem ergibt sich, daß eine vollständig automati­ sche Versandbereitstellung ermöglicht ist, was von besonderem Vorteil dann ist, wenn die Zusammenstellung der Kommissions­ gut-Teile für die einzelnen Bestellkommissionen bereits voll automatisch durchgeführt wird. In diesem Fall ist zweckmäßig der letzten Station ein Etikettier- und Versandaufkleberauto­ mat zugeordnet.
Erfindungsgemäß wird also die Verwendung von Kartons in Stan­ dardgröße ermöglicht, wobei sich das aufgrund unterschiedli­ cher Bestellkommissionsgrößen ergebende Leervolumen innerhalb geschlossener Kartons ausgeglichen wird, wobei eine Lagersi­ cherung der Kommissionsgut-Teile gewährleistet ist.

Claims (23)

1. Verfahren zur transportsicheren Verpackung von Kommissions­ gütern, bei dem
ein Karton oder dgl. mit offener Deckelwand vorgesehen wird,
die Kommissionsgut-Teile in dem Karton angeordnet werden,
ein Folienteil über dem Kommissionsgut angeordnet wird, und
ein Deckel die offene Deckelwand überdeckend zum festen Verschluß des Kartons angebracht wird,
wobei das Folienteil einer Behandlung unterworfen wird, aufgrund derer eine rutsch- und stoßfeste Sicherung der Kom­ missionsgut-Teile im Karton gewährleistet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Folienteil ein Folienbeutel (4) mit einem schlauch­ artigen Mundstück (5) ist, der leer und mit aus dem Karton (1) nach außen ragendem Mundstück (5) in den Karton (1) über das Kommissionsgut gelegt wird,
daß der Deckel geschlossen, insbesondere verklebt, wird,
daß der Folienbeutel (4) aufgeblasen wird und
daß bei aufgeblasenem Folienbeutel (4) das Mundstück (5) verschweißt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach Verschweißen des Mundstücks (5) dieses in den Karton hineingeschoben wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Karton (1) oder der Deckel ein Laschenteil (8; 18) aufweist, das nach Hineinschieben des Mundstücks (5) in den Karton (1), dort mit dem Karton (1) verbunden, insbesondere mit diesem verklebt oder in diesen eingesteckt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Seitenwand (7; 9) des Kartons (1) eine flache Ausnehmung (6) vorgesehen ist und der Folienbeutel (4) so eingelegt wird, daß das Mundstück (5) durch die Ausnehmung (6) nach außen ragt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß beim Aufblasen der Druck erfaßt und gemessen wird, den der Folienbeutel (4) gegen den Deckel ausübt, und daß bei Erreichen eines vorgegebenen Druckpegels das Aufblasen be­ endet und das Mundstück (5) verschweißt werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein flaches dem Folienbeutel-Verlauf entsprechendes Mundstück (5) vorgesehen ist, daß durch Vakuumansaugen dessen beide Flachseiten auseinandergezogen werden und daß dann aufgeblasen wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein flacher Folienbeutel (4) verwendet wird, dessen Außenabmessungen etwas größer sind als die Grundfläche des Kartons (1).
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Polyethylen- oder Polyamid-Folienbeutel verwendet wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Karton (1) auf einem Förderband (2) angeordnet wird und die einzelnen Verfahrensschritte an verschiedenen Sta­ tionen längs des Förderbandes (2) durchgeführt werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß festgestellt wird, ob sich der Folienbeutel (4) auf­ blasen läßt und im gegebenen Fall der Folienbeutel (4) als fehlerbehaftet erkannt und der Vorgang mit einem neuen Fo­ lienbeutel von neuem begonnen wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß dann, wenn nach einer vorgegebenen Zeit der vorgege­ bene Druck noch nicht erreicht ist, der Folienbeutel (4) als fehlerhaft erkannt wird.
12. Verpackungseinheit für Kommissionsgüter, bestehend aus einem Karton oder dgl., in diesem angeord­ neten Kommissionsgut-Teilen, einem darauf angeordneten Folienteil und einem den Karton verschließenden Deckel, wobei das Folienteil einer Behandlung unterwerfbar ist, aufgrund der eine rutsch- und stoßfeste Sicherung der Kommissionsgut-Teile im Karton gewährleistet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Folienteil ein Folienbeutel (4) ist, der bei ver­ schlossenem Deckel aufblasbar ist und nach außen dicht ver­ schließbar ist.
13. Verpackungseinheit nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Karton (1) oder der Deckel ein Laschenteil (8; 18) aufweist, das nach Hineinschieben des Mundstücks (5) in den Karton (1), dort mit dem Karton (1) verbunden, insbesondere mit diesem verklebt oder in diesen eingesteckt ist.
14. Verpackungseinheit nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Seitenwand (7; 9) des Kartons (1) eine flache Ausnehmung (6) vorgesehen ist und der Folienbeutel (4) so eingelegt ist, daß das Mundstück (5) durch diese Ausneh­ mung (6) nach außen ragt.
15. Verpackungseinheit nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß ein flacher Folienbeutel (4) verwendet ist, dessen Außenabmessungen etwas größer sind als die Grundfläche des Kartons (1).
16. Verpackungseinheit nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß ein Polyethylen- oder Polyamid-Folienbeutel (4) ver­ wendet ist.
17. Anordnung zum Verpacken von Kommissionsgütern in Kartons oder dgl., bei der längs einer Fördereinrichtung mehrere Stationen angeordnet sind:
  • - eine Füllstation, in der Kommissionsgut-Teile in den offenen Karton einfüllbar sind,
  • - eine Folienteilstation, in der ein Folienteil über dem Kommissionsgut anordenbar ist,
  • - eine Verschließeinrichtung, in der ein Deckel mit dem Karton, diesen verschließend, verbindbar ist,
  • - sowie eine Behandlungsstation, in der das Folienteil einer Behandlung unterwerfbar ist, aufgrund der eine rutsch- und stoßfeste Sicherung der Kommissionsgut- Teile im Karton gewährleistet ist, dadurch gekennzeichnet,
    daß das Folienteil ein Folienbeutel (4) mit einem schlauch­ artigen Mundstück (5) ist, der leer und mit aus dem Karton (1) nach außen ragendem Mundstück (5) in diesen über das Kommissionsgut legbar ist,
    daß in der Verschließstation der Deckel so mit dem Karton (1) fest verbindbar, insbesondere verklebbar, ist, daß das Mundstück (5) weiterhin nach außen ragt,
    daß die Behandlungsstation (12) eine Aufblaseinrichtung (13) aufweist, die den Folienbeutel (4) über dessen Mund­ stück (5) aufbläst, bis ein vorgegebener Druck erreicht ist, und ferner eine Schweißeinrichtung (14) aufweist, die nach Erreichen des Druckes das Mundstück (5) verschweißt.
18. Anordnung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Folienbeutel (4) ein seinem Verlauf entsprechendes flaches Mundstück (5) aufweist, und daß die Aufblasein­ richtung (13) zwei Vakuumsauger aufweist, durch die die beiden Flachteile des Mundstücks (5) auseinander ziehbar sind, derart, daß eine Aufblasdüse einführbar ist.
19. Anordnung nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlungsstation (12) eine Druckmeßeinrichtung (15) aufweist, die den beim Aufblasen des Folienbeutels (4) gegen den Deckel des Kartons (1) ausgeübten Druck erfaßt und bei Erreichen des vorgegebenen Drucks die Schweißein­ richtung (14) auslöst.
20. Anordnung nach einem der Ansprüche 17 bis 19, gekennzeichnet durch eine Nacharbeitsstation, in der das verschweißte Mundstück (5) mittels eines Schiebers (17) in den Karton (1) hinein­ schiebbar ist.
21. Anordnung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Karton (1) oder dessen Deckelteil (10) ein La­ schenteil (8, 18) aufweist und daß mittels eines Schiebers (20) der Nacharbeitsstation nach Hineinschieben des Mund­ stücks (5) das Laschenteil (8, 18) mit dem Karton (1) fest verbindbar ist, insbesondere mit diesem verklebbar oder in diesen einsteckbar ist.
22. Anordnung nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Nacharbeitsstation der Behandlungsstation (15) zugeordnet ist.
23. Anordnung nach einem der Ansprüche 17 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufblaseinrichtung (13) eine Zeitmeßeinrichtung zugeordnet ist, mittels der erfaßbar ist, ob der vorge­ gebene Druck innerhalb einer vorgegebenen Zeit erreicht ist, und ferner eine Aussonderungseinrichtung zugeordnet ist, mittels der nach Verstreichen der vorgegebenen Zeit ohne Erfassen des vorgegebenen Drucks der jeweilige Kar­ ton (1) aussonderbar ist.
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