DE3802139C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft den Aufbau eines Flügels für einen
Ventilator zum Fördern von Kühlluft oder dergl. in
Automobilmotoren oder verschiedenen anderen Arten von
Vorrichtungen, mit zwei auf dem Flügel angeordneten
plattenförmigen Teilen, die einen gegenüber dem Flügel
unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten aufweisen,
wobei zumindest eines der plattenförmigen Teile auf der
Saugseite des Ventilatorflügels angebracht ist.
Eine typische herkömmliche variierbare Blattschrägstellung
bei Ventilatoren ist beispielsweise in den Fig. 5 und 6
gezeigt. Die Flügel 12 sind auf einem Gußteil 11 derart
angeordnet, daß sie nach außen von der äußeren
Umfangsfläche des Gußteils 11 gerichtet sind. Ein Bimetall
15 ist im wesentlichen auf der ganzen druckseitigen
Oberfläche eines jeden Flügels 12 angeordnet, so daß, wenn
sich die Temperatur der durch den Ventilator geförderten
Luft erhöht, sich das Bimetall 15 verformt, um das Maß der
Wölbung C des Flügels 12 zu vergrößern. Hierdurch wird die
Menge der geförderten Luft erhöht, wenn die Lufttemperatur
relativ hoch ist, während, wenn die Temperatur der
geförderten Luft relativ niedrig ist, das Wölbungsmaß C
reduziert wird, um die Menge der geförderten Luft zu
vermindern, wodurch die Ventilatorantriebskraft und der
Ventilatorlärm vermindert werden.
Diese bekannte Flügelanordnung weist jedoch folgende
Nachteile auf:
Die Verformung des Flügels 12 wird durch die Verformung des
Bimetalls 15 verursacht, die in Abhängigkeit von einem
Wechsel der Temperatur der geförderten Luft eintritt und
hauptsächlich das Wölbungsmaß C ändert, aber im
wesentlichen keine Änderung des Ausgangswinkels α , wie in
Fig. 7 gezeigt, herbeiführt. Folglich ist es unmöglich,
allein mit einer Vergrößerung des Wölbungsmaßes C eine
wesentliche Erhöhung der geförderten Luftmenge zu
erreichen. Insofern wird das angestrebte Ziel nicht
erreicht.
Die DE-OS 22 27 049 betrifft einen selbsttätig
verstellenden Lüfterflügel für ein Axialgebläse für
Verbrennungskraftmaschinen, der fertigungstechnisch äußerst
aufwendig zu realisieren ist, indem ein relativ
kompliziertes Metallgitter nur auf der Strömungsseite des
Lüfterflügels, das sich gleichmäßig über die gesamte
strömungsseitige Oberfläche des Flügels erstreckt,
eingebracht ist. Dieses Metallgitter weist einen höheren
thermischen Ausdehnungskoeffizienten auf als der des
Flügelmaterials. Der Flügel selbst ist derart ausgebildet,
daß dessen Verstellbarkeit um seine vordere
Lufteintrittskante erfolgt. Diese Lüfterflügel sind bewußt
auf das Verdrehen im unmittelbaren Bereich der
Lufteintrittskante an dem dem Rotor am nächsten liegenden
Punkt abgestellt, so daß sich eine Verstellung der
Flügelwölbung lediglich um seine Längsachse, nicht jedoch
um seine Querachse ergibt. Das resultiert im wesentlichen
daraus, daß der Lüfterflügel im Bereich der
Lufteintrittskante einen verdickten, sich nicht
verbiegenden schmalen Teil aufweist.
Diese Lösung führt zu einer hohen Wölbungsmaßänderung und
diese ist dafür verantwortlich, daß die Lüfterflügel bei
ihrer Verstellung bei hoher Umgebungstemperatur viel
unerwünschten Lärm und hohe Vibrationen erzeugen.
Die DE-PS 5 59 674 betrifft die Veränderung der Steigung
eines Propellers, bei dem die Flügel aus Eisenblech
bestehen. Auf dieses Eisenblech sind Streifen aus Metall
aufgebracht, die einen höheren
Wärmeausdehnungskoeffizienten als das Flügelmaterial
aufweisen. Diese Streifen sind achsparallel zur
Propellerachse und beabstandet zueinander lediglich auf der
Saugseite des Propellerflügels angebracht, wodurch eine
Bimetallwirkung erzielt werden soll.
Durch die gewölbte Ausbildung des vorderen Bereichs des
Ventilatorflügels ist eine Verstellung nur im hinteren
Bereich des Ventilatorflügels beabsichtigt, in dem auch nur
die Streifen angebracht sind. Damit weist diese Lösung die
gleichen Nachteile wie die DE-OS 22 27 049 auf.
Dadurch wird eine temperaturempfindliche Ventilatorkupplung
erzeugt, bei der sich Schwierigkeiten im Steuermechanismus,
eine allseitige Vergrößerung der Vorrichtung und auch eine
Vergrößerung des Gewichts des Erzeugnisses ergeben.
Aus der US-PS 21 14 567 wiederum ist ein Flügelrad für eine
Pumpe bekannt, das an den jeweiligen radialen Flügelkanten
jeweils ein parallel dazu verlaufendes plattenförmiges
Bimetallteil aufweist. Diese Ausführung führt dazu, daß die
Flügelaußenkante keinen Bogen bildet, so daß der Flügel
erhebliche Lärmgeräusche erzeugt.
Unter Berücksichtigung dieser Umstände ist es eine Aufgabe
der vorliegenden Erfindung, einen Flügel zu schaffen, der
derart ausgebildet ist, daß der Anstellwinkel ohne
wesentliche Änderung des Wölbungsmaßes variiert werden
kann, wodurch die oben beschriebene temperaturempfindliche
Ventilatorkupplung entfallen kann, so daß, wenn die
Temperatur der geförderten Luft höher ist, ein Maximum an
Luftmenge erreicht wird, wohingegen, wenn die
Lufttemperatur niedrig ist, die Menge der geförderten Luft
bei einem niedrigen Geräuschpegel vermindert wird.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt derart, daß das andere
plattenförmige Teil auf der druckseitigen Fläche des
Flügels angeordnet ist, derart, daß es sich vom hinteren
Randabschnitt am radial äußeren Ende des Flügels hin zum
vorderen Randabschnitt am radial inneren Ende des Flügels
erstreckt und daß sich das auf der saugseitigen Fläche des
Flügels angeordnete plattenförmige Teil vom vorderen
Randabschnitt am radial äußeren Ende des Flügels hin zum
hinteren Randabschnitt am radial inneren Ende des Flügels
erstreckt, so daß sich die zwei plattenförmigen Teile, die
einen geringeren Wärmeausdehnungskoeffizienten als der
Flügel aufweisen, im wesentlichen x-förmig kreuzen. Dabei
ist der Anstellwinkel des Flügels variierbar ausgebildet in
Abhängigkeit von einem Temperaturwechsel der durch den
Ventilator geförderten Luft.
Der vorstehend beschriebene Flügel kann aus einem
Kunststoffmaterial hergestellt sein, während die
plattenförmigen Teile aus einem Metall bestehen können.
Die Erfindung wird
in der folgenden Beschreibung von bevorzugten
Ausführungsformen in Verbindung mit den Begleitzeichnungen
erläutert, in denen gleiche Bezugszeichen die gleichen
Elemente bedeuten.
Die Zeichnung zeigt in
Fig. 1 eine teilweise Vorderansicht einer
Ventilatorschaufel, bestehend aus einem
Kunststoffmaterial gemäß einer Ausführung nach der
vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 eine Vorderansicht der Ventilatorschaufel gemäß
Fig. 1 zu einem Zeitpunkt, bei dem die Temperatur
der geförderten Luft relativ niedrig ist;
Fig. 3 eine Vorderansicht der Ventilatorschaufel nach
Fig. 1 zu einem Zeitpunkt, bei dem die Temperatur
der geförderten Luft relativ hoch ist;
Fig. 4 eine teilweise Vorderansicht einer anderen
Ausführung der vorliegenden Erfindung, die der
Fig. 1 ähnlich ist und
Fig. 5-7 zeigen eine Zusammenstellung des Standes der
Technik, bezogen auf die entsprechenden Fig. 1-3.
Eine Ausführung der vorliegenden Erfindung wird nachfolgend
detailliert mit Bezug auf die Fig. 1-3 beschrieben.
Bezüglich der Figuren bezeichnet Bezugszeichen 1 ein
ringförmiges Gußteil mit einer Trägerwandung 1′, die an
einem Drehteil R befestigt ist, beispielsweise einer
Gebläsewelle, die an einer Wasserpumpe durch eine
Riemenscheibe oder dergl. angeordnet ist. Eine Anzahl von
Ventilatorflügeln 2 sind an dem Gußteil 1 angeordnet, so
daß sie sich radial nach außen von der äußeren
Umfangsfläche des Gußteiles 1 erstrecken. Jeder Flügel 2
besteht beispielsweise aus Polypropylen, und plattenförmige
Teile 3 und 3′ sind beispielsweise starr befestigt an der
Vorderfläche und der Rückenfläche des Flügels 2,
beispielsweise mittels Nieten 4, derart, daß das
plattenförmige Teil an der saugseitigen Fläche S des
Flügels 2 angeordnet ist, so daß es sich vom vorderen
Randabschnitt 2 a am entfernten Ende des Flügels 2 hin zum
hinteren Randabschnitt 2 b am nahen Ende des Flügels
erstreckt, während das plattenförmige Teil 3′ an der
druckseitigen Fläche D derart angeordnet ist, daß es sich
vom hinteren Randabschnitt 2 b am entfernten Ende des
Flügels 2 hin zum vorderen Randabschnitt 2 a am nahen Ende
erstreckt. Die plattenförmigen Teile 3 und 3′ kreuzen sich
also im wesentlichen x-förmig, wie in Fig. 1 und 2 gezeigt,
und bestehen aus einem Material mit einem geringeren
Wärmeausdehnungskoeffizienten als der des Flügels 2,
beispielsweise aus Stahl.
Durch die vorstehend beschriebene Anordnung dieser
Ausführung ist es möglich, wenn die durch den Ventilator
geförderte Luft auf 50°C ansteigt, den Anstellwinkel α des
Flügels 2 um etwa 15° zu vergrößern, wie in Fig. 3 gezeigt.
Eine andere Ausführung der vorliegenden Erfindung wird
unter Bezugnahme auf Fig. 4 erläutert.
In Fig. 4 bezeichnet das Bezugszeichen 6 ein Drehkreuz mit
einer Trägerwandung 6′, die am Drehteil R befestigt ist,
und eine Anzahl von Ventilatorflügeln, die starr am äußeren
Umfang des Drehkreuzes mittels Nieten 7 durch besondere
Einsatzteile 5 (wird später beschrieben) befestigt sind,
wodurch sich die Flügel 2 radial nach außen erstrecken.
Jeder Flügel 2 besteht beispielsweise aus Nylon 66
(Polyamid 6,6). Die plattenförmigen Teile 3 und 3′ bestehen
aus Stahl und sind integriert mit den Flügeln 2 zusammen
mit den Flügeleinsatzteilen 5, wenn die Flügel in einem
Gießverfahren geformt werden, derart vorgesehen, daß das
plattenförmige Teil 3 auf der saugseitigen Fläche S des
Flügels 2 angeordnet ist und sich vom vorderen
Randabschnitt 2 a am entfernten Ende hin zum hinteren
Randabschnitt 2 b am nahen Ende des Flügels 2 erstreckt, und
das plattenförmige Teil 3′ an der druckseitigen Fläche D
angeordnet ist und sich vom hinteren Randabschnitt 2 b am
entfernten Ende hin zum vorderen Randabschnitt 2 a am nahen
Ende des Flügels 2 erstreckt, so daß sich die
plattenförmigen Teile 3 und 3′ einander im wesentlichen
x-förmig kreuzen, in der gleichen Art, wie in der Anordnung
gemäß Fig. 1 und 2.
In dieser Anordnung nach der vorstehend beschriebenen
Ausführung ist es möglich, wenn die Temperatur der durch
den Ventilator geförderten Luft auf 50°C ansteigt, den
Anstellwinkel α des Flügels 2 um etwa 10° zu vergrößern
und dadurch die Menge der geförderten Luft zu erhöhen.
Dadurch kann die gestellte Aufgabe gelöst werden.
Entsprechend der vorliegenden Erfindung in der
vorbeschriebenen Anordnung dehnt sich bei Erhöhung der
Temperatur der durch den Ventilator geförderten Luft jeder
Flügel um einen wesentlichen Betrag durch die Erwärmung
aus, wohingegen die plattenförmigen Teile, die einen
relativ geringen Wärmeausdehnungskoeffizienten aufweisen,
sich nur geringfügig ausdehnen. Durch den unterschiedlichen
Grad der thermischen Ausdehnung zwischen den zwei
unterschiedlichen Arten von Teilen werden die Flügel
mittels zweier Zugkräfte verformt, die derart darauf
einwirken, daß an der saugseitigen Fläche des Flügels der
vordere Randabschnitt am entfernten Ende hin zum hinteren
Randabschnitt des nahen Endes des Flügels gezogen wird,
während an der druckseitigen Fläche des Flügels der hintere
Randabschnitt am entfernten Ende hin zum vorderen
Randabschnitt des nahen Endes des Flügels gezogen wird.
Durch diese beiden Zugkräfte, die in Form eines
Kräftepaares wirken, wird der Anstellwinkel α des Flügels
um einen wesentlichen Betrag geändert.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht folglich die
Verwendung unterschiedlicher Wärmeausdehnungskoeffizienten
zwischen dem Material des Ventilatorflügels und dem
Material der plattenförmigen Teile, die auf dem
Ventilatorflügel angeordnet sind, um den Anstellwinkel des
Ventilatorflügels um einen wesentlichen Betrag in
Abhängigkeit von der Erhöhung der Umgebungstemperatur,
beispielsweise der Temperatur der durch den Ventilator
geförderten Luft in wirksamer Weise zu ändern, wobei ein
Maximum an Luftmenge zu einem Zeitpunkt hoher Temperatur
gewährleistet wird, ohne das Erfordernis einer
temperaturempfindlichen Ventilatorverbindung zu verwenden,
die teuer und schwer ist. Es ist weiterhin auch möglich,
die plattenförmigen Teile in den Schraubenflügel integriert
im Gießverfahren einzuformen und dadurch den
Ventilatorflügel bei wesentlich niedrigeren Kosten leicht
auszubilden. Es ist dadurch möglich, nach der vorliegenden
Erfindung einen nützlichen und vorteilhaften
Ventilatorflügel zu erhalten.
Claims (5)
1. Ventilatorflügel mit zwei auf dem Flügel angeordneten
plattenförmigen Teilen, die einen gegenüber dem Flügel
unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten
aufweisen, wobei zumindest eines der plattenförmigen
Teile auf der Saugseite des Ventilatorflügels
angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß das andere
plattenförmige Teil (3′) auf der druckseitigen Fläche
(D) des Flügels (2) angeordnet ist, derart, daß es sich
vom hinteren Randabschnitt (2 b) am radial äußeren Ende
des Flügels (2) hin zum vorderen Randabschnitt (2 a) am
radial inneren Ende des Flügels (2) erstreckt und daß
sich das auf der saugseitigen Fläche (S) des Flügels
(2) angeordnete plattenförmige Teil (3) vom vorderen
Randabschnitt (2 a) am radial äußeren Ende des Flügels
(2) hin zum hinteren Randabschnitt (2 b) am radial
inneren Ende des Flügels (2) erstreckt, so daß sich die
zwei plattenförmigen Teile (3, 3′), die einen
geringeren Wärmeausdehnungskoeffizienten als der Flügel
(2) aufweisen, im wesentlichen x-förmig kreuzen.
2. Ventilatorflügel nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Flügel (2) aus einem Kunststoff
besteht.
3. Ventilatorflügel nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die plattenförmigen Teile (3, 3,)
aus einem Metall bestehen.
4. Ventilatorflügel nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kunststoff aus Polypropylen
oder Nylon 66 (Polyamid 6,6) besteht.
5. Ventilatorflügel nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Metall Stahl ist.
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
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