DE38018C - Abdampfapparat für Schwefelsäure - Google Patents

Abdampfapparat für Schwefelsäure

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DE38018C
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DENDAT38018D
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C. kurtz in Köln, Eigelstein 24
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/69Sulfur trioxide; Sulfuric acid
    • C01B17/88Concentration of sulfuric acid

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12: Chemische Apparate und Processe.
CARL KURTZ in CÖLN. Abdampfapparat für Schwefelsäure.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Februar 1886 ab.
Die Erfindung hat zum Zweck, ein rationelles, cöntinuirliches Eindampfen verdünnter Schwefelsäure bis zu einer Concention von 66° B. zu ermöglichen.
Es werden dazu offene oder geschlossene Gefäfse aus verbleitem Eisen mit darin liegenden Heizrohren aus Blei für gespannten oder Abdampf verwendet. Namentlich wird auch das Abdampfen in der Luftleere in den geschlossenen Gefäfsen beabsichtigt.
Gegenstand der Erfindung ist im wesentlichen die Anordnung und Construction der Bleiröhren und die Führung des Dampfes in denselben, sowie auch die Leitung der Strömung der Schwefelsäure.
Fig. i, 2 und 3 zeigen im Querschnitt, Längenschnitt und Grundrifs eine Construction des Apparates, Fig. 7 und 8 die Detailzeichnung der Heizrohre in demselben.
Diese Heizrohre sind sogenannte Field-Rohre und bestehen aus einem äufseren Rohr aus Blei und einem Einlagerohr aus Eisen.
Die Einlagerohre stehen an dem offenen Ende des Bleirohres ein Stück vor und reichen mit dem anderen Ende nahe bis auf den geschlossenen Boden desselben, Fig. 7. Das ursprünglich runde, eiserne Einlagerohr ist, so weit es im Bleirohr liegt, elliptisch zusammengedrückt, so dafs der gröfsere Durchmesser der Ellipse gleich dem inneren Rohrdurchmesser ist, wie es Fig. 8 zeigt. Es dient so dem Bleirohr als Träger und verhindert dessen Durchbiegung.
Die hier beschriebenen Heizrohre sind in dem Apparat in zwei getrennten Gruppen angeordnet. Die Bleirohre einer jeden Gruppe münden mit ihrem offenen Ende in besondere Kammern I und IV, Fig. 3, ebenso die Eisenrohre jeder Gruppe in besondere Kammern II und III, Fig. 3. Im Innern des Kessels sind die beiden Rohrgruppen durch eine Scheidewand abgetrennt.
Der Heizdampf tritt durch den Stutzen a in die Bleirohrkammer I und aus- dieser in die einmündenden Bleirohre, an deren hinteren Enden er in die Einlagerohre eintritt und, nach vorn zurückkehrend, in die Kammer II gelangt. Aus der Kammer II geht der Dampf in die Kammer III über, tritt aus dieser in die Einlagerohre der zweiten Gruppe und kehrt durch die Bleirohre dieser Gruppe nach vorn zurück und gelangt in die Kammer IV, welche durch den Stutzen b mit der Atmosphäre oder ■einen Condensationswasserabschlufs in Verbindung steht.
Es ersieht sich, dafs der Dampf in den Bleirohren der beiden auf einander folgenden Gruppen die Richtung der Bewegung wechselt. In den Bleirohren der ersten Gruppe strömt er nach hinten, in den Bleirohren der zweiten Gruppe nach vorn.
Die Schwefelsäure tritt durch den Stutzen c in den Kessel ein und bewegt sich in der Richtung des Pfeiles nach dem Ausgangsstutzen d. Die Schwefelsäure bewegt sich hiernach im Gegenstrom zur Dampfströmung.
Die Anzahl der Gruppen der Heizrohre kann nach Bedarf vermehrt werden. Fig. 4, 5 und 6 zeigen im Querschnitt, Längenschnitt und Grundrifs einen Apparat mit vier getrennten Gruppen. Hier ist die Anordnung getroffen, dafs der Heizdampf durch einen Stutzen e in
die Kammer I für die Einlagerohre und in . letztere, also nicht wie beim Apparat Fig. ι ; bis 3 zunächst in die Bleirohre eintritt. Der | Dampf geht in den Einlagerohren nach hinten ' und kehrt in den Bleirohren nach vorn in die Kammer II zurück, geht dann aus dieser Kam- ; mer II in die Kammer III und in den Bleirohren nach hinten, dann wieder durch die Einlagerohrkammern IV und V in die .dritte Gruppe, in deren Bleirohren er nach vorn und durch die Kammern VI und VII in die vierte Gruppe, in deren Bleirohren er nach hinten strömt, und endlich durch die Einlagerohre der vierten Gruppe in die letzte Kammer VIII gelangt, aus der er durch f abgeht.
Die Säure wird, wie aus Fig. 6 ersichtlich und durch die Pfeile angedeutet ist, auch hier im Gegenstrom zum Dampfstrom geführt;, sie tritt bei g ein bei h aus.
Es ersieht sich, dafs ein principieller Unterschied in der Construction für die Dampf- und Säureführung bei den beiden Apparaten Fig. ι und 2 und Fig. 4 bis 6 nicht besteht.
Die Bleirohre, welche bei allen beschriebenen Constructionen vorn in der Wand der Kammer befestigt und gehalten sind, werden am hinteren Ende durch Querstäbe s, Fig. 9 und 10, oder eine sonstige Unterstützung getragen.
Die Dichtung der Bleirohre in der Wand der Kammern wird, wie Fig. 7 zeigt, durch einen Konus η bewirkt.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    'Bei Abdampfapparaten für Schwefelsäure, für welche Field-Rohre mit bleiernen Aufsen- und eisernen Einlagerohren verwendet werden, von denen die Aufsenrohre in besondere Kammern und die Einlagerohre in besondere Kammern münden, die Anordnung der Field-Rohre in Gruppen und die Verbindung der Kammern der einzelnen Gruppen derart, dafs der Heizdampf die Aufsenrohre der auf einander folgenden, durch Scheidewände in der Flüssigkeit getrennten Gruppen in entgegengesetzter Richtung durchströmt, indem entweder nach Fig. ι bis 3 der Heizdampf vorn in die Aufsenrohre der ersten Gruppe eintritt, sich darin nach hinten bewegt, in den Einlagerohren nach vorn zurückkehrt und nun in die Einlagerohre der zweiten Gruppe gelangt, in welchen er seinen Weg nach hinten nimmt, sodann sich in den Aufsenrohren dieser Gruppe nach vom, also entgegengesetzt wie in den Aufsenrohren der ersten Gruppe bewegt, oder indem nach Fig. 4 bis 6 der Eintritt des Heizdampfes zuerst in den Einlagerohren, nicht in den Aufsenrohren der ersten Gruppe stattfindet. Die Construction der Field-Rohre in der Weise, dafs das äufsere Bleirohr durch das elliptisch zusammengedrückte Einlagerohr getragen und vor Durchbiegung geschützt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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