DE35499C - Neuerungen an Wasserröhrenkesseln - Google Patents
Neuerungen an WasserröhrenkesselnInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F22—STEAM GENERATION
- F22B—METHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
- F22B17/00—Water-tube boilers of horizontally-inclined type, i.e. the water-tube sets being inclined slightly with respect to the horizontal plane
- F22B17/02—Water-tube boilers of horizontally-inclined type, i.e. the water-tube sets being inclined slightly with respect to the horizontal plane built-up from water-tube sets in abutting connection with two header boxes in common for all sets, e.g. with flat header boxes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 13: Dampfkessel nebst Ausrüstung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom al. Juni 1885 ab.
Dampfkessel aus engen Wasserröhren werden
in der Regel von Mauerwerk umgeben, und dieser Umstand macht ihre Verwendung auf Schiffen und überall dort, wo nur ein beschränkter
Raum für ihre Aufstellung zur Verfügung steht, ungeeignet. Der Gedanke lag nahe, für solche Kessel die die Umwandung
bildenden Röhren G, Fig. 1 bis 5, welche den Weg der Feuergase um das oder die Röhrenbündel
D D1 D2 herum begrenzen, dicht neben
oder über einander zu legen, dabei aber in gemeinschaftliche Wasserräume 4JJC münden
zu lassen, damit auch in ihnen das Wasser circuliren kann. Diejenigen Constructionen
solcher Wasserröhrenwände, welche wegen der nöthigen Zugänglichkeit zu den Rohranschlüssen
an die Wasserräume eine theilweise Entfernung der Seitenwände oder die Anbringung von
Oeffnungen in denselben nothwendig machen, sind nicht brauchbar bei beschränktem Raum,
also z. B. nicht geeignet für Schiffskessel, weil bei diesen mehrere Kessel dicht neben einander
liegen müssen. Ferner sind solche Constructionen dann wenig brauchbar, wenn sie nicht
die Auswechselung der Rohre von der vorderen, d. h. von der Seite des Kessels ermöglichen,
von welcher er gefeuert wird.
Dies soll mit den hier vorliegenden Neuerungen erreicht werden.
Eine Wasserrohrwand, gebildet aus einer Reihe oder aus zwei Reihen dicht an einander
schliefsender, an einem Ende kegelförmiger Röhren, je nachdem die Heizgase an einer
Seite oder an beiden Seiten der Wand hinstreichen sollen, ist hier in der Weise hergestellt,
dafs abwechselnd zwischen je zwei geraden Rohrenden ein konisches Rohrende zu
liegen kommt. Dann kann ein Rohr, welches das konische Ende vorn hat, ebenfalls nach
vorn herausgenommen werden, wenn man erst das nächstgelegene Rohr mit cylindrischem
Ende nach vorn auswechselt und das Rohr mit konischem Ende α so weit nach hinten
schlägt oder schraubt, dafs man am hinteren Ende einige Centimeter davon abschneiden
kann, so dafs die aufgetriebenen Wulste des Röhrendes abfallen. Dann läfst sich das Rohr
durch die weitere Oeffnung b, Fig. 4, des vorher entfernten Rohres nach vorn herausnehmen
und das Ersatzrohr ebenso wieder einsetzen, vorausgesetzt, dafs die Löcher etwas weiter
gebohrt sind, als dem Rohrdurchmesser entspricht.
Bei dieser Anordnung der Wasserrohrwände wird die vordere Wasserkammer, event, auch
die hintere, in ihrer bisherigen rechteckigen geschlossenen Form dahin verändert, dafs sie
nach unten an mehreren Stellen verlängert wird und zwei oder mehrere Seitenlappen B C,
Fig. 2, auch convergirend oder devergirend zur Rostfläche, erhält, die diejenigen Rohre aufnehmen,
welche die Umfassungs- oder Trennungswände bilden, also den Feuerraum oder die Feuerzüge begrenzen sollen. Der Querschnitt
durch einen solchen Kessel bildet nunmehr keine geschlossene Figur.
Auf die beschriebene Weise wird jede Längseinmauerung und Ueberdeckung der Kessel
unnöthig. Man gewinnt vielmehr durch diese umhüllenden bezw. trennenden Wasserrohr-
Claims (3)
- wände noch vorzügliche Heizflächen, und die so allseitig umschlossene Kesselfeuerung nebst den Feuerzügen bedarf nur einer Umhüllung gegen den Abschlufs der äufseren Luft. Diese Umhüllung kann aus Blechwä'nden oder sonstigem Material bestehen.Die specielle Anordnung eines solchen Kessels kann sehr verschieden sein. Die Heizgase können oben zwischen den Röhren bei E austreten, Fig. 3, 6 und 7, oder sie können über eine Wasserrohrwand H und durch ein zweites Rohrbündel -D nach unten ziehen, Fig. 9, um dann durch eine zu diesem Zwecke vorgesehene Oeffhung in der hinteren Wasserkammer zu entweichen. Die Heizgase können aber auch von dem zweiten Röhrensystem aus um eine zweite Wasserrohrwand J und durch ein drittes Röhrensystem D2 wieder nach oben gehen, Fig. 9.Fig. ι bis 5 stellen die Umfassungswände, Fig. 6 bis 9 verschiedene Anordnungen von Dampfkesseln dar. A A sind die geschweifsten oder genieteten Wasserkammern, welche drei Lappen, einen C in der Mitte und je einen B zu beiden Seiten, besitzen; der Mittellappen kann auch wegfallen. Der Rost F füllt die ganze Fläche unter den Röhren aus, kann aber auch durch eine Wasserrohrwand, die in den Lappen C mündet, getheilt werden. Die Heizgase umstreichen das Röhrenbündel D und entweichen' durch die Räume zwischen den Rohren bei E. Die dicht an einander liegenden Wasserrohren G bilden die Seitenwände und theilweise auch die Decke des Kessels.Die Röhret) können an dem einen Ende auch noch in anderer Weise verengt werden, Fig. 10 bis 12, indem sie von zwei gegenüberliegenden Seiten g h eingedrückt werden, von den zwei rechtwinklig hierzu liegenden Seiten i k aber nicht. Der' betreffende Querschnitt nimmt dann eine ovale Form an; die grofse Achse entspricht dem normalen Rohrdurchmesser und die kleine Achse ist um die doppelte Stegbreite in den Wasserkammern kleiner.Patenτ-Aνsprüche:ι . Bei Wasserröhrenkesseln mit zwei Endkammern und mit Wänden, welche aus dicht auf oder neben einander liegenden, abwechselnd an dem einen' und dem anderen Ende verengten Wasserrohren gebildet werden, das Verfahren der Auswechselung der Wandröhren von einer Stirnwand des Kessels aus, bestehend darin, dafs für ein Rohr, dessen eingezogenes Ende in jener Stirnwand liegt, sowie für das entsprechende Ersatzrohr in der Weise ein Weg' durch die weite Einsatzöffnung des benachbarten Rohres geschaffen wird, dafs dies Nachbarrohr zuerst herausgenommen und also immer mit ausgewechselt wird.
- 2. Die Anordnung von ein- oder zweireihigen Trennungswänden, bestehend aus dicht auf einander liegenden, vorn und hinten in. Wasserkammern endenden Wasserrohren, derart, dafs das durch diese zwei Wasserkammern vereinigte Röhrensystem in zwei oder mehrere Röhrenbündel mit allseitig von Heizgasen bespülten Röhren getrennt wird, welche Bündel nach einander von den Heizgasen bestrichen werden, unter der Voraussetzung, dafs diese Röhren nur durch die Rohröffnungen selbst auswechselbar sind.
- 3. Die Verengung der Enden von Wasserrohren für Umfassungs- oder Trennungswände in der Weise, dafs das Rohrende von zwei gegenüberliegenden Seiten eingedrückt wird, während es an den hierzu rechtwinkligen Seiten gerade bleibt, so dafs die grofse Achse des ovalen. Querschnittes dem Rohrdurchmesser gleich wird und das Auswechselungsverfahren auch auf solche Rohre anwendbar ist.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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|---|---|---|---|
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Country Status (1)
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0
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