DE378533C - Vorrichtung zum Einschiessen von Schmutzbogen an Druckereimaschinen - Google Patents

Vorrichtung zum Einschiessen von Schmutzbogen an Druckereimaschinen

Info

Publication number
DE378533C
DE378533C DEM77022D DEM0077022D DE378533C DE 378533 C DE378533 C DE 378533C DE M77022 D DEM77022 D DE M77022D DE M0077022 D DEM0077022 D DE M0077022D DE 378533 C DE378533 C DE 378533C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sheet
dirt
gripper
movement
depositing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM77022D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AUGSBURG NUERBERG A G MASCHF
Original Assignee
AUGSBURG NUERBERG A G MASCHF
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by AUGSBURG NUERBERG A G MASCHF filed Critical AUGSBURG NUERBERG A G MASCHF
Priority to DEM77022D priority Critical patent/DE378533C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE378533C publication Critical patent/DE378533C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F13/00Common details of rotary presses or machines
    • B41F13/54Auxiliary folding, cutting, collecting or depositing of sheets or webs
    • B41F13/70Depositing
    • B41F13/705Interleaving slip sheets

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Discharge By Other Means (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN
AM 16. JULI 1923
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 15 d GRUPPE
(M 77022 XII/is d)
Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg A. G. in Augsburg.
Vorrichtung zum Einschießen von Schmutzbogen an Druckereimaschinen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. März 1922 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Vorrichtung zum Einschießen von Schmutztogen an Druckereimaschinen. Die bekannten Vorrichtungen dieser Art arbeiten beim Ablegen des Schmutzbogens nicht mit der. wünschenswerten Genaugkeit, Störungen, deren Ursache das ungenaue Ablegen bildet, sind ziemlich häufig. Insbesondere kommt es bei denjenigen Ausführvorrichtungen, bei denen der Hauptbogen durch einen hin und her gehenden Ablegewagen abgelegt wird, leicht vor, daß der Schmutzbogen infolge des Luft-
Widerstandes nicht rasch genug herabfällt und infolgedessen von der zurückgehenden Tragspindel des Hauptbogens erfaßt wird. Auch erfordert das Herabfallen des Schmutzbogens ziemlich viel Zeit; die Vorrichtung vermag infolgedessen nur bei einer verhältnismäßig sehr geringen Leistung störungsfrei zu arbeiten. Beim Gegenstand der Erfindung sollen diese Nachteile vermieden werden, ίο Erfindungsgetnäß .wird der Schmutzbogen durch eine Greifervorrichtung abgelegt, die zweckmäßig auf dem hin und her gehenden Ablegeschlitten selbst angeordnet ist und die am Ende der Ablegebewegung eine Schwenkbewegung nach dem Ablegetisch hin ausführt und sich dabei öffnet. Die Schmutzbogenablegegreifer sind so lang, daß sie den Schmutzbogen erst unterhalb der Tragspindel des Hauptbogens freigeben; ein Hängenbleiben des Schmutzbogens an der Tragspindel des Hauptbogens ist ausgeschlossen. Die Greiferbewegung führt demnach am Ende der Ablegebewegung eine Schwingbewegung derart aus, daß der Bogen einen Flug annähernd in Richtung seiner Ebene erhält. Das Ablegen des Schmutzbogens erfordert daher erheblich weniger Zeit als bei den bekannten \Orrichtungen. Zweckmäßig ordnet j man am Ablegetisch eine Vorrichtung an, die das hintere Ende des Bogens etwas abbremst, kurz bevor der Greifer ihn freigibt, so daß er : vor dem Herabfallen etwas gestreckt wird. Außerdem kann auf dem Ablegetisch erfin- ; dungsgemäß eine Tragspindel angeordnet werden, auf die sich das hintere Ende des Bogens beim Herabfallen einen Augenblick auflegt, so daß der Bogen sich erst dann in seiner ganzen Länge auf den vorhergehenden Hauptbogen auflegt, wenn die Geschwindigkeit in Richtung der Ablegebewegung herabgemindert worden ist. Ein Verschmieren des frischen Druckes auf dem darunterliegenden Hauptbogen wird dadurch vermieden.
Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsformen der Erfindung, und zwar zeigen die Abb. i, 2 und 3 den hin und her gehenden Ablegewagen mit den Schmutzbogengreifern in drei verschiedenen Phasen der Ablegebewegung in Seitenansicht. Abb. 4 zeigt die Ablegevorrichtung in Aufsicht. Abb. 5 zeigt einen bedruckten Bogen, der gerade auf den Ablegetisch herunterfällt und den nächstfolgenden Abschmutzbogen, der gerade noch von den Greifern gehalten wird. Abb. 3 zeigt eine gegenüber den Abb. 1 und 2 etwas abgeänderte Ausführungsform.
Der auf dem Stapeltisch α (Abb. 2 und 5) : liegende Abschmutzbogen wird von der Einlegerin an die Anlegemarken b angelegt. Die Schmutzbogengreifer bestehen aus einem Oberteil c, das mit der Welle d, und aus einem , j Unterteil e, das mit der Welle / starr ver- : bunden ist. Die Welle/ ist in den beiden Verbindungsstücken g (Abb. 4) gelagert, die auch die Welle d umgreifen, und schwingt gemeinsam mit dem Oberteil c um die Welle d.
j Wenn sich nun der Ablegewagen in Rich-
' tung auf den Ablegetisch hin bewegt, stößt ! der Ansatz h, der auf der auf dem Ablege- ; wagen angeordneten Welled lose drehbar gej lagert ist, gegen den Anschlag i, der an einem feststehenden Maschinenteil angeordnet ist.
Infolgedessen dreht sich die mit dem An- ! schlag h fest verbundene Sperrklinke k gegen die Wirkung der Torsionsfeder /, die mit ! ihrem einen Ende an der Welle d befestigt ist (Abb. 4), um die Welle d und gibt die mit der Welle / fest verbundene Gegenklinke m frei. Diese Klinke war bis dahin, wie Abb. 1 zeigt, durch die Klinke k festgehalten, so daß der Greifer geöffnet war. Wenn nun die Klinke m infolge des Auftreffens des Ansatzes h auf den Anschlag i durch die Klinke k freigegeben wird, wird die Welle/ durch die Torsionsfeder η gedreht, die mit ihrem einen Ende an dem Verbindungsteil g, mit ihrem anderen Ende an der Welle/ befestigt ist, und der Greifer wird infolgedessen geschlossen und faßt den Schmutzbogen 0. Die Anlegemarken b werden nun durch eine in Abb. 4 dargestellte Vorrichtung«1 nach unten geschwungen. Der Wagen, auf dem die Abschmutzbogengreifer sitzen und der sich unter dem Einfluß der Kette p hin und her bewegt, kehrt nun seine Bewegungsrichtung um, und der Abschmutzbogen 0 wird über den Ablegetisch q geführt, wobei sein freies Ende zunächst noch auf dem Stapeltisch α bzw. auf den Anlegemarken b aufliegt. Kurz bevor das freie Ende des Schmutzbogens von den Ablegegreifern heruntergezogen wird, stößt die Kulisse r, die auf der Welle d fest angeordnet ist, gegen den an einem feststehenden Maschinenteil angeordneten Anschlagzapfen 5. Infolge der hierdurch veranlaßten Drehung der Welle d schwingen auch der auf ihr befestigte Greiferoberteil c und die Welle / in die in Abb. 1 dargestellte Lage.
Eine Zwischenstellung zwischen Abb. 1 und Abb. 2 zeigt Abb. 3. Bei der in dieser Ab- no bildung dargestellten Anordnung wird die Drehung der Welle d nicht durch eine Kulisser hervorgerufen, sondern durch eine an einem feststehenden Maschinenteil angeordnete schräge Fläche t, gegen die eine auf einem auf der Welle d befestigten Hebelarm angeordnete Rolle u stößt. Im übrigen ist die Anordnung nach Abb. 3 die gleiche, wie die Anordnung nach den Abb. 1 und 2.
λ^οη der Welle ei aus wird durch Zahnradübertragung ein Rädchen g1, welches lose auf der Spindel ν sitzt, angetrieben; mit dem
Rädchen ist fest verbunden eine Nocke w. ' Unmittelbar bevor die Welle/ und der Greiferoberteil in die in Abb. ι dargestellte Lage gelangen, stößt die Nocke w gegen den Hebel x. Infolgedessen schwingen dieser Hebel χ und der mit ihm starr verbundene Greiferunterteil e um die Welle /; der Schmutzbogengreifer öffnet sich und läßt den Bogen auf den Ablegetisch q herabfallen.
ίο Hierbei schnappt die Klinke k in die Gegenklinke m ein, und der Greifer bleibt infolgedessen beim Rückgang des Ablegewagens geöffnet.
Die Welle d wird nun während des Rückganges des Ablegewagens unter dem Einfluß der Kulisser, die wiederum gegen den Anschlagstift s stößt, und unter der Wirkung der Torsionsfeder y, die mit ihrem einen Ende an dem Verbindüngsteil g, mit ihrem anderen Ende an dem Schilde des Ablegewagens befestigt ist, in die in Abb. 2 gezeichnete Lage zurückgeführt. Sobald der Ansatz h wiederum gegen den Anschlagt stößt, wird der Greifer wieder geschlossen und faßt den nächsten Schmutzbogen, der unterdessen an die Anlegemarken b angelegt worden ist.
Der Druckbogen d1 wird bei dem in den Abbildungen dargestellten Ausführungsbeispiel in bekannter Weise, wie aus Abb. 5 zu ersehen ist, durch ein B ander system b1 abgelegt, dessen Tragspindel c1 sich beim Ablegen vom Schmutzbogenanlegetisch wegbewegt und dadurch den Druckbogen d1 freigibt. Die Schmutzbogengreifer sind so lang ausgebildet, daß sie den Bogen erst unterhalb der Tragspindel c1 des Druckbogens freigeben. Ein Hängenbleiben des Schmutzbogens an dieser Spindel bei der Rückkehr des Ablegewagens ist daher ausgeschlossen.
Zweckmäßig ordnet man an dem Schmutzbogenanlegetisch α eine Bremsvorrichtung an, die das rückwärtigee Ende ds Schmutzbogens etwas zurückhält, unmittelbar bevor dieser von den Schmutzbogengreifern losgelassen wird. Der Bogen wird daher beim Ablegen etwas straff gezogen und gleitet in annähernd gestreckter Lage nach abwärts. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird diese Bremsung durch eine Blattfeder ex erreicht, die unmittelbar über den Schmutzbogenanlegemarken b angeordnet ist. Gegen diese Feder e1 drücken die Anlegemarken -b beim Hochgehen das hintere Ende des Bogens. Hierdurch wird dieser etwas zurückgehalten.
Schräg unter den Anlegemarken b ist ferner eine Spindel/1 angeordnet, auf die sich das hintere Ende des Bogens beim Ablegen einen Augenblick auflegt, um im weiteren Verlauf der Ablegebewegung wieder davon abzugleiten. Der Schmutzbogen legt sich infolgedessen nicht sofort mit seiner ganzen Länge auf den darunterliegenden Druckbogen auf, sondern erst nachdem er den Flug in Richtung seiner Ebene, der ihm durch die Schwingbewegung der Greifer erteilt wurde, etwas verloren hat. Ein Verwischen des Druckes des darunterliegenden Druckbogens wird hierdurch vermieden.

Claims (6)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Einschießen von Schmutzbogen an Druckereimaschinen, dadurch gekennzeichnet,' daß der Schmutzbogen durch eine Greifervorrichtung abgelegt wird, die am Ende der Ablegebewegung eine Schwingbewegung ausführt, so daß der Bogen einen Flug annähernd in Richtung seiner Ebene erhält.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmutzbogen durch eine auf einem hin und her gehenden Ablegewagen angeordnete Greifervorrichtung abgelegt wird, die am Ende der Ablegebewegung eine Schwingbewegung nach dem Ablegetisch hin ausführt und den Bogen dabei freigibt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmutzbogen von der Greifervorrichtung unterhalb der Tragspindel des Druckbogens freigegeben wird, so daß ein Hängenbleiben des Schmutzbogens an dieser Spindel vermieden wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der am Ende der Ablegebewegung geöffnete Greiferunterteil während des Rückganges des Ablegewagens durch eine Verriegelung offen gehalten wird, die am Ende des Rückganges den Greiferunterteil wieder freigibt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das hintere Ende des Schmutzbogens unmittelbar vor dem öffnen der Greifer etwas abgebremst wird, so daß der Bogen beim Ablegen nicht zu sehr durchhängt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich das hintere Ende des Schmutzbogens beim Ablegen auf eine Spindel auflegt, die am hinteren Ende des Ablegetisches über diesem angeordnet ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DEM77022D 1922-03-14 1922-03-14 Vorrichtung zum Einschiessen von Schmutzbogen an Druckereimaschinen Expired DE378533C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM77022D DE378533C (de) 1922-03-14 1922-03-14 Vorrichtung zum Einschiessen von Schmutzbogen an Druckereimaschinen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM77022D DE378533C (de) 1922-03-14 1922-03-14 Vorrichtung zum Einschiessen von Schmutzbogen an Druckereimaschinen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE378533C true DE378533C (de) 1923-07-16

Family

ID=7317390

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM77022D Expired DE378533C (de) 1922-03-14 1922-03-14 Vorrichtung zum Einschiessen von Schmutzbogen an Druckereimaschinen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE378533C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE394052C (de) Vorrichtung zum Auslegen von Bogen an Bogendruckmaschinen
CH636824A5 (de) Foerdereinrichtung fuer flaechige erzeugnisse, insbesondere druckprodukte.
DE944857C (de) Vorrichtung zum Bogenablegen, insbesondere bei Druckmaschinen
DE2649394A1 (de) Vorrichtung zum befoerdern von mit eiern oder aehnlichen gegenstaenden gefuellten paletten
DE643980C (de) Auslegevorrichtung fuer Bogendruckmaschinen
DE2136810B1 (de) Steuerung für die Abnahmegreifer eines Bogenauslegers an Druckmaschinen
DE378533C (de) Vorrichtung zum Einschiessen von Schmutzbogen an Druckereimaschinen
DE4424970C2 (de) Pneumatisch arbeitende Leiteinrichtung zum Wenden von Bogen
DE400476C (de) Ablegetisch fuer Druckpressen mit einstellbaren Anschlaegen fuer den Bogenstapel
DE874917C (de) Blatt-Transportvorrichtung an Rotationsdruckmaschinen
DE666851C (de) Rotationsumdrucker mit einem seitlich verschiebbaren Traeger fuer den zeilen- bzw. abschnittbreiten Anfeuchter und die ebenso breite Andruckrolle
DE874453C (de) Bogenausrichtevorrichtung an Bogen verarbeitenden Maschinen, insbesondere Druckmaschinen
DE964146C (de) Bogenanlegemaschine fuer Druck- und andere Maschinen
DE551931C (de) Buero-Rotationsdrucker
DE1219045B (de) Steuerung fuer die Greifer von Kettenauslegern an Druckmaschinen
DE716368C (de) Pneumatisch wirkende Bogenbremse fuer Druckmaschinen mit einer zu beiden Seiten der Bogenbahn angeordneten Parallelfuehrung fuer den in der Bogenlaufrichtung verstellbaren Traeger der Bremsvorrichtung
DE455229C (de) Bogenanlegevorrichtung fuer Zylinderschnellpressen mit hin und her gehendem Bett
DE675821C (de) Bogenanlegevorrichtung fuer Druckmaschinen
DE913181C (de) Entnahmevorrichtung fuer Kontrollbogen aus schnellaufenden Druckmaschinen
DE922170C (de) Vorrichtung zum Ablegen der bedruckten Bogen an Bogendruckmaschinen
DE384370C (de) An- und Ablegevorrichtung fuer Tiegeldruckpressen
DE445779C (de) Vorrichtung zum Bewegen der Greifer an Haltzylinderschnellpressen
DE449611C (de) An- und Ablegevorrichtung fuer Tiegeldruckpressen mit den Tiegel umkreisenden Greifern
DE215253C (de)
DE180457C (de)