-
Diese Erfindung betrifft ein beschichtetes Metall,
hauptsächlich Korrosionsschutzstahl, und insbesondere schweißbaren
beschichteten Stahl mit ausgezeichneter
Korrosionsbeständigkeit.
-
Verschiedene Sorten von Korrosionsschutzstahl sind zur
Verwendung in stark korrodierenden Umgebungen vorgeschlagen
worden. Zum Beispiel sind mit Metall plattierter Stahl, wie
etwa galvanisierter Stahl oder mit Zinklegierung plattierter
Stahl und schweißbarer beschichteter Stahl, der durch
Beschichten von Stahl mit einem "Zincrometal" genannten
zinkreichen Beschichtungsmaterial hergestellt wird (Japanese Patent
Publication No. 904/77), als korrosionsbeständiger,
oberflächenbehandelter Stahl für Automobile verwendet worden. Im Fall
von beschichtetem Stahl unter Verwendung des zinkreichen
Beschichtungsmaterials wird die Bearbeitungsfähigkeit, der
Zusammenhalt und der Korrosionsschutz der Schicht durch den
Zinkstaubgehalt im Beschichtungsmaterial stark beeinflußt. Ein
hoher Zinkstaubgehalt wird für die Schweißfähigkeit bevorzugt,
führt aber zur Verringerung der Bearbeitungsfähigkeit und des
Zusammenhalts der Schicht. Es ist bekannt, daß, wenn der
Zinkstaubgehalt etwa 80 Gew.-% übersteigt, ein Phänomen, das
Pulverisierung oder Ausfallen der Schicht in Pulverform genannt
wird, übermäßig während der Preßformung auftritt. Andererseits
wird, wie gut bekannt ist, kein gewünschter zufriedenstellender
Korrosionsschutzeffekt erhalten, solange der Zinkstaubgehalt 90
Gew.-% nicht übersteigt, aber ein derartig hoher
Zinkstaubgehalt (Übersteigen von 90 Gew.-%) beeinflußt nachteilig
die Preßformbarkeit des beschichteten Stahls.
-
Folglich ist es schwierig, ein schweißbares Stahlblech zu
erhalten, das mit einem Zinkstaub enthaltendem
Beschichtungsmaterial beschichtet ist, das allen Anforderungen der
Bearbeitungsfähigkeit,
des Zusammenhalts, der Schweißfähigkeit und der
Korrosionsbeständigkeit genügen kann. Bei einem Versuch, dieses
Problem zu überwinden, haben die Erfinder der vorliegenden
Erfindung früher beschichtete Stahlbleche, die durch
Beschichten von galvanisiertem Stahl mit einem
Beschichtungsmaterial mit einem niedrigen Zinkstaubgehalt hergestellt werden
(siehe japanische Kokoku Veröffentlichung nach Prüfung Nr.
11331/79), mit Zinklegierung plattierten Stahl ohne Blasen auf
der Schicht und mit Verbundwerkstoff galvanisierten und mit
einem Beschichtungsmaterial beschichteten Stahl mit einem
niedrigen Zinkstaubgehalt (siehe japanische Kokai
Offenlegungsschrift Nr. 189842/82 oder 157995/83) vorgeschlagen.
-
In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach längerer
Lebensdauer von Karosserien durch weitere Verbesserungen der
Korrosionsbeständigkeit aufgekommen. Jedoch waren die bislang
vorgeschlagenen Sorten an oberflächenbehandeltem Stahl, wie
oben erwähnt, noch nicht zufriedenstellend, die geäußerte
Anforderung nach langzeitiger Korrosionsbeständigkeit, wie etwa
10-jähriger Widerstandsfähigkeit gegen Zerfressen durch Rost,
zu erfüllen, besonders, wenn derartiger Stahl für Teile
verwendet wurde, die einer sehr stark korrodierenden Umgebung
ausgesetzt waren, zum Beispiel der Innenseite der Autotür, wo Wasser
und Salz sich leicht ansammeln.
-
Auch wenn Zinkstaub als leitfähiges Pulver in einem
Beschichtungsmaterial wie Zincrometal verwendet wird, ist die
erzeugte Schicht als Ganzes wegen der geringen Härte von
Zinkstaub äußerst weich und die beschichtete Oberfläche des Stahls
würde zur Zeit des Preßvorgangs stark schmierend werden, was
eine ansteigende Fließgeschwindigkeit des Stahl in die Preßform
beim Preßvorgang bewirken würde, und es unmöglich machen würde,
Zieharbeit, wie bei kaltwalztem Stahl, zu verrichten, so daß es
nötig wird, zum Durchführen der gewünschten Arbeit die Wulste
oder Ränder der Form zu schärfen (zum Beispiel: Änderung der
runden Sorte in eine quadratische Sorte), oder die
Niederhaltkraft zu erhöhen. Die geschärften Wulste bergen
jedoch ein größeres Risiko, daß die Schicht durch die Form
abgeschlagen wird, und der Aufbau von abgeschlagenen Stückchen
würde zu solchen Problemen wie Verkratzen und Verunreinigung
des Produkts führen.
-
Andererseits enthält die Schicht aus "schweißbarem
beschichtetem" Stahl ein hartes, leitfähiges Pulver, wie etwa
TiC, WC oder nichtrostendes Stahlpulver, gemischt mit weichem
Zinkstaub, um gute Schweißfähigkeit und Beschichtbarkeit von
Stahl bei der galvanischen Metallabscheidung zu gewähren, aber
wegen der Anwesenheit des harten Pulvers in der Schicht wird
derartiger schweißbarer beschichteter Stahl im Vergleich zu
normalem Stahl geringere Fließgeschwindigkeit in die Form beim
Preßverfahren haben und anfälliger für Rißbildung beim
Preßvorgang sein. Wenn außerdem der Preßvorgang derartigen Stahls mit
einer Metallform verrichtet wird, die keinen harten Überzug hat
oder keine härtende Oberflächenbehandlung erfahren hat, wird
die Abnutzung der Form beschleunigt.
-
Die Erfinder der vorliegenden Erfindung haben
herausgefunden, daß die Korrosionsbeständigkeit von Stahl durch
Einstellen der Sauerstoffkonzentration in einer im
Beschichtungsmaterial enthaltenen Eisenlegierung oder Eisenlegierungspulver
auf höchstens 1,0 Gew.-% verbessert werden konnte. Die
vorliegende Erfindung stellt ein schweißbares beschichtetes
Stahlblech zur Verfügung, welches einen Überzug aus Zink, einer
Zinklegierung oder einem Zink-Verbundwerkstoff und ein auf dem
Überzug ausgebildetes Beschichtungsmaterial aufweist, wobei das
Beschichtungsmaterial ein Gemisch aus mindestens einer Sorte
eines Eisenlegierungspulvers mit einem Sauerstoffgehalt von
höchstens 1,0 Gew.-%, einer Vickers-Härte von 80 bis 200, einem
mittleren Teilchendurchmesser von höchstens 15 um und einem
maximalen Teilchendurchmesser von höchstens 30 um und Zinkstaub
aufweist, wobei das Gemisch 0,2 bis 3,0 Teile des
Eisenlegierungspulvers bezogen auf ein Teil Zinkstaub enthält. Das
schweißbare beschichtete Stahlblech der Erfindung zeigt
ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit. Die Erfindung stellt
ebenfalls die Verwendung eines schweißbaren beschichteten
Stahlblechs gemäß der Erfindung zur Herstellung einer
schweißbaren Struktur und ein Fahrzeug, das solch ein Blech aufweist,
bereit.
-
In den zugehörigen Zeichnungen:
-
ist Fig. 1 ein Diagramm, das die Beziehung zwischen der
Beschichtungsdicke und der Übergangsrate des Pulvers in die
Beschichtung veranschaulicht, wobei die Teilchen des leitfähigen
Pulvers grob sind; und
-
ist Fig. 2 ein Diagramm, das die Beziehung zwischen dem
Pulverteilchendurchmesser und der Beschichtungsdicke und der
Übergangsrate des Pulvers in die Beschichtung bei einer
Ausführungsform dieser Erfindung veranschaulicht.
-
Typische Faktoren, die auf die Leistungsfähigkeit von
schweißbarem beschichtetem Stahl Einfluß haben, sind die
Eigenschaften der Überzugsauflage und die Eigenschaften des darauf
aufgebrachten Beschichtungsmaterials. Soweit es
Korrosionsbeständigkeit anbelangt, ist schweißbarer beschichteter Stahl,
der durch Beschichten von plattiertem Stahl mit einem ein
leitfähiges Pulver enthaltenden Beschichtungsmaterial hergestellt
wird, weit besser als einfach plattierter Stahl, und angesichts
dieser Tatsache kann leicht abgeleitet werden, daß die
Leistungsfähigkeit des beschichteten Stahls stark von den
Eigenschaften des Beschichtungsmaterials, insbesondere dem darin
enthaltenen leitfähigen Pulver, beeinflußt werden würde.
-
Für weitere Forschung auf diesem Gebiet haben die Erfinder
der vorliegenden Erfindung verschiedene Untersuchungen und
Studien über das im Beschichtungsmaterial enthaltene leitfähige
Pulver, das auf Stahl aufgebracht wird, durchgeführt.
-
Es heißt, daß unter den für Karosserien verwendeten
Stahlblechen diejenigen, die eine beutelähnliche Struktur bilden,
wie etwa Autotüren, bei der Verwendung der stärksten
korrodierenden Umgebung ausgesetzt sind. Bei derartigen beutelähnlichen
Strukturen ist es schwierig, genügend Beschichtungsmaterial
aufzutragen, so daß bei derartigen Teilen das Stahlblech
unbedeckt bleiben könnte. Ferner neigen derartige Teile wegen
ihrer beutelähnlichen Struktur dazu, Wasser und andere
korrosionsfördernde Faktoren, wie etwa Salz zum Schmelzen von
Schnee, das im Winter auf die Straße gestreut wird,
anzusammeln.
-
Die Korrosionsbeständigkeit von schweißbarem beschichtetem
Stahl, der plattierten Stahl und darauf eine Beschichtung
enthält, hängt, wie oben erwähnt, weitgehend von dem
Korrosionsschutzeffekt der Schicht selbst ab, aber was den Grund
betrifft, weshalb die Korrosionsbeständigkeit durch die Schicht
erhöht wird, wird dieser der Sperrwirkung der Schicht
zugeschrieben, die das Eindringen der korrodierenden Faktoren, wie
etwa Wasser und C1-Ionen, zurückhält.
-
Die Erfinder der vorliegenden Erfindung erwogen, daß eine
derartige Sperrwirkung gegen die korrodierenden Faktoren durch
Verstärken des Zusammenhalts zwischen dem leitfähigen Pulver
und dem organischen Harz, das einer der Schichtbestandteile
ist, vergrößert werden würde, indem die
Oberflächenbeschaffenheit des leitfähigen Pulvers geändert wird, und dies würde zu
einer weiteren Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit führen.
Es wurde bestätigt, daß diese Idee richtig ist. Folglich haben
die Erfinder der vorliegenden Erfindung die neue Tatsache
beschrieben, daß es ein bemerkenswert wirksames Mittel zur
Erhöhung der Korrosionsbeständigkeit von schweißbarem
beschichtetem Stahl ist, den Oberflächenoxidfilm des im
Beschichtungsmaterial enthaltenen leitfähigen Pulvers zu verringern.
-
Verschiedene Arten von leitfähigen Materialien, wie etwa
Metallpulver und Carbide, würden als leitfähiges Pulver
verwendbar sein, das in der auf Stahl gebildeten schweißbaren
Schicht enthalten ist, aber hinsichtlich der Schweißfähigkeit
wird ein Material mit einem Schmelzpunkt nahe dem von Stahl,
das heißt Eisenlegierungspulver, bevorzugt. Zum Beispiel wird
Zinkstaub, ein Metall mit niedrigem Schmelzpunkt, während des
Schweißens mit der aus Kupfer bestehenden Elektrode legiert,
was eine übermäßige Zunahme des Abbrands der Elektrode bewirkt,
und so die fortlaufende Punktschweißfähigkeit schädigt, die ein
wichtiger Kennwert von schweißbarem Stahl ist.
-
Die Bezeichnung "Eisenlegierungspulver" wird in dieser
Patentschrift verwendet, um auf Pulver aus Eisenlegierungen mit
Ni, Cr, Co, Mo, Mn oder anderen ähnlichen Metallen Bezug zu
nehmen, und derartige Legierungen umfassen Ni-haltigen Stahl,
Cr-haltigen Stahl und nichtrostenden Stahl, wie etwa SUS 410 L,
SUS 304 L, SUS 316 L, SUS 317 L, etc.. Korrosionsbeständigkeit
kann durch Verringern der Dicke des Oxidfilms derartigen
Eisenlegierungspulvers auf einen Grad von höchstens 1,0 Gew.-%
hinsichtlich der Sauerstoffkonzentration verbessert werden.
Derartiges Pulver kann durch Zerstäuben des geschmolzenen
Metalls in einer Atmosphäre erhalten werden, die mit Stickstoff
und anderen reinen Elementen durch Absperrung der Außenluft auf
eine gewünschte Sauerstoffkonzentration eingestellt wird. Die
Härte des Pulvers liegt angesichts der Fließgeschwindigkeit des
Stahls in die Form beim Preßvorgang und der Abnutzung der
vorher erwähnten Form zwischen 80 und 200, ausgedrückt als
Vickers-Härte. Wenn Eisenlegierungspulver durch das gewöhnliche
Zerstäubungsverfahren hergestellt wird, übersteigt die Vickers-
Härte der erzeugten Legierung den Wert 200, so daß (1) das
erzeugte Legierungspulver durch eine Wärmebehandlung enthärtet
wird, um eine Vickers-Härte von 80 bis 200 zu erreichen, (2)
die Legierungszusammensetzung zuvor geeignet eingestellt wird
oder beide obigen Mittel (1) und (2) kombiniert werden, um
Legierungspulver mit einer Vickers-Härte im Bereich von 80 bis
200 zu erhalten.
-
Als in das Beschichtungsmaterial gemischtes leitfähiges
Pulver wird, wie oben bemerkt, vom Standpunkt der
Schweißfähigkeit her die Verwendung von Eisenlegierungspulver allein
bevorzugt. Zur Verwendung für Automobile wird Stahlblech zu
verschiedenen Größen und Formen verarbeitet, und wenn es an einem
Automobilteil verwendet wird, das einer starken Reibungskraft
unterworfen ist, wie etwa das Teil, das durch die Zugwalze
geht, wird das leitfähige Pulver in der Schicht zerdrückt und
direkt auf der Schichtoberfläche abgesetzt. Bei solch einem
Teil wird eher vorgezogen, einen Teil des leitfähigen Pulvers
durch Zinkstaub zu ersetzen, als Eisenlegierungspulver allein
als leitfähiges Pulver in der Schicht zu verwenden, um höhere
Korrosionsbeständigkeit zu liefern. Gemäß der Erfindung wird in
Hinblick auf die Preßbearbeitungsfähigkeit und
Korrosionsbeständigkeit des bearbeiteten Teils Zinkstaub in einem
Verhältnis von 0,2 bis 3,0 mit Eisenlegierungspulver gemischt. Es ist
ebenfalls möglich, zum Zweck der Färbung, weiterer Verbesserung
der Korrosionsbeständigkeit, etc. eine kleine Menge an Pulver
aus Aluminium, Kohlenstoff, Titan, Magnesium oder dergleichen
als dritte Komponente hinzuzufügen.
-
Bei der vorliegenden Erfindung können verschiedene Sorten
von Zink- oder auf Zink basierenden Überzügen, zum Beispiel ein
Überzug aus einer Zinklegierung, wie etwa ein Überzug aus einer
Zn-Ni- oder Zn-Fe-Legierung, ein Überzug aus einem
Zink-Verbundwerkstoff, wie etwa ein Überzug aus einem
Zn-Al-Verbundwerkstoff, ein Mehrschichtenüberzug auf Zinkbasis und
Kombinationen daraus als geeigneter korrosionsverhütender Überzug für
den Grundstahl verwendet werden, aber unter ihnen ist ein
Überzug aus einer Zn-Ni-Legierung hinsichtlich der
Korrosionsbeständigkeit, besonders Beständigkeit gegen roten Rost, als
bester anzusehen. Durch Verwendung eines derartigen Überzugs
aus einer Zn-Ni-Legierung ist es möglich, zum Verbessern des
Beschichtungszusammenhalts und der Korrosionsbeständigkeit oder
für andere Zwecke der Legierung eine dritte oder vierte
Komponente hinzuzufügen. Als solche dritte oder vierte Komponente
können Metalle, wie Co, Cr, Fe, Sn, etc., und Nichtmetalle, wie
SiO&sub2;, Al&sub2;O&sub3;, TiO&sub2;, NbO&sub2;, V&sub2;O&sub5;, ZrO&sub2;, Ta&sub2;O&sub5;, etc., verwendet
werden. Die Aufbaumasse eines derartigen Überzugs ist bei
dieser Erfindung nicht kritisch, aber sie beträgt in Anbetracht
der Korrosionsbeständigkeit vorzugsweise nicht weniger als
g/m². Jedoch ist eine Auflage über 60 g/m² in der Praxis nicht
nötig. Der bevorzugte Bereich des Aufbaus liegt zwischen 5 und
30 g/m².
-
Um für einen guten Zusammenhalt zwischen dem plattierten
Stahl und der Schicht zu sorgen, wird vorzugsweise eine
Vorbehandlung, wie etwa eine Chrombehandlung, angewendet, um eine
Unterschicht zu erzeugen. Eine derartige Chrombehandlung kann
entweder mit Beschichtungs- oder mit elektrolytischen Verfahren
durchgeführt werden. Der Cr-Gehalt des Chromfilms liegt bei
Verwendung von Chromsäure allein vorzugsweise zwischen 1 und
200 mg/m², aber er liegt bei Verwendung eines Gemischs aus
Chromsäure und einem leitfähigen Pulver, wie etwa Metallpulver,
vorzugsweise zwischen etwa 200 bis 500 mg/m².
-
Das Beschichtungsmaterial, das auf den plattierten Stahl
aufgebracht wird, ist ein Gemisch aus dem Eisenlegierungspulver
mit einer Sauerstoffkonzentration von höchstens 1,0 Gew.-% und
Zinkstaub. Der Gehalt an dabei beigemischtem leitfähigem Pulver
ist bei dieser Erfindung nicht besonders definiert; er wird
aber hauptsächlich unter Berücksichtigung der Schweißfähigkeit
und der Bearbeitungsfähigkeit bestimmt. In der Praxis ist der
Gesamtgehalt an leitfähigem Pulver jedoch vorzugsweise etwa 60
bis 80 Gew.-% auf der Grundlage des gesamten nichtflüchtigen
Gehalts des Beschichtungsmaterials. Der Beschichtungsträger
wird ebenfalls bei dieser Erfindung nicht spezifiziert. Es ist
möglich, zum Beispiel synthetische Harze, wie etwa Epoxidharz,
Acryl, Urethan, Polyester, Alkyd, Butadien, Vinyl, Phthalsäure,
etc., andere natürliche Harze, Ölbindemittel und ihre
modifizierten Harze zu verwenden. Die Beschichtungsdicke liegt
vorzugsweise zwischen etwa 3 und 20 um.
-
Falls ein Stahlblech mit dem Beschichtungsmaterial unter
Verwendung eines Walzenbeschichters beschichtet wird, wird es,
wenn die Teilchen des leitfähigen Pulvers grob sind, für das
leitfähige Pulver immer schwieriger, in den Beschichtungsfilm
einzudringen, wenn die Filmdicke kleiner wird, wie in Fig. 1
gezeigt ist. Dies führt zu einer entsprechenden Verringerung
der Schweißfähigkeit und der Korrosionsbeständigkeit. Die
Erfinder der vorliegenden Erfindung untersuchten die Beziehung
zwischen dem Teilchendurchmesser des leitfähigen Pulvers und
der Schichtdicke und der Übergangsrate des leitfähigen Pulvers
vom Beschichtungsmaterial in die Schicht und fanden, daß der
Teilchendurchmesser des leitfähigen Pulvers folgende Formel
erfüllen muß, um eine 100%ige Übergangsrate zu sichern:
-
maximaler Teilchendurchmesser (um) < 1
Beschichtungsdicke (um)
Die Übergangsrate ist wie folgt gegeben:
-
Übungsrate = Gehalt an leitfähigem Pulver in der
Schicht/
Gehalt an leitfähigem Pulver im
Beschichtungsmaterial · 100.
-
Das spezifische Gewicht sowohl des Eisenlegierungspulvers
als auch des Zinkstaubs liegt vorzugsweise bei etwa 7. Wenn
ihre Teilchengröße groß ist, werden sie sich im
Beschichtungsmaterial absetzen. Das leitfähige Pulver sollte aus diesem
Grund ebenfalls fein sein. Da die untere Grenze der
Beschichtungsdicke bei etwa 30 um liegt, ist in der Praxis der mittlere
Teilchendurchmesser des leitfähigen Pulvers günstigerweise etwa
15 um, der maximale Teilchendurchmesser ist vorzugsweise
höchstens 30 um.
Beispiele
-
Die Wirkung der Ausführungsformen dieser Erfindung in der
Praxis wird in den Tabellen 1-5 gezeigt. Bei den gezeigten
Ausführungsformen wurde ein vorgefärbter Epoxidlack,
hergestellt von Nippon Yushi K.K., als Beschichtungsharz verwendet,
und es wurde 60 Sekunden lang bei 250ºC getrocknet. Das
beschichtete Stahlblech wurde folgenden Tests unterworfen, um den
Zusammenhalt (Kohäsion), die Preßformbarkeit, die
Formabnutzung, die Korrosionsbeständigkeit und die Schweißfähigkeit
zu bewerten.
(1) Zusammenhaltstest (Kohäsionstest)
-
Das beschichtete Stahlblech wurde unter 0 T oder 2 T
gebogen, und ein Zellophanklebeband wurde fest an die Schicht
geheftet und dann abgezogen. Die verbleibende Schichtmenge wurde
gemessen, um den Zusammenhalt zu bewerten.
(2) Preßformbarkeitstest
-
Unter Verwendung einer 250 T-Presse wurde ein Modell im
Maßstab 1:2 einer realen Autotür geformt, und die Ziehbarkeit
des Stahls in die Preßform und die Rißbildung des Stahlblechs
unter Druck wurden untersucht.
(3) Formabnutzungstest
-
100 Stücke zylindrischer Schalen mit 50 mm Durchmesser
wurden fortlaufend geformt und dann wurde der Abnutzungs- und
Fehlergrad der Preßform bestimmt.
(4) Korrosionsbeständigkeitstest
-
Der fehlerlose Teil des flachen Blechs, der
querdurchschnittene Teil des flachen Blechs und der durch den Wulst
gezogene Teil wurden einem Salzsprühtest unterworfen, und der
Rostgrad wurde gemessen.
(5) Schweißfähigkeitstest
-
Punktschweißen wurde unter Verwendung von Elektroden mit 6
mm Durchmesser unter den Bedingungen einer Preßkraft von 200
kgs, einer Schweißzeit von 10 Zyklen und einem Schweißstrom von
8500 A durchgeführt, und die Anzahl der Teile, die nach und
nach punktgeschweißt werden konnten, wurde untersucht.
-
Die Sauerstoffkonzentration des Eisenlegierungspulvers
wurde gemäß JIS Z-2613 gemessen. Die Pulverhärte wurde unter
Verwendung eines Mikro-Vickers-Härteprüfers mit einer Belastung
von 25 g bestimmt. Wie in Tabelle 5 zu sehen ist, ist, falls
Zinkstaub allein als leitfähiges Pulver (Vergleichsbeispiel 6)
verwendet wird, die Fließgeschwindigkeit des Stahls in die Form
hoch (geringe Preßformbarkeit) und weißer Rost kann sich leicht
auf dem durch den Wulst gezogenen Teil ausbilden. Die
fortlaufende Punktschweißfähigkeit ist ebenfalls nicht
zufriedenstellend.
-
Falls gemischtes leitfähiges Pulver mit einer
Sauerstoffkonzentration im Eisenlegierungspulver von mehr als 1,0 Gew.-%
und einer Vickers-Härte über 200 (Vergleichsbeispiel 4)
verwendet wird, kann weißer Rost sich leicht ausbilden, obwohl die
Schweißfähigkeit der Schicht verbessert ist. Wegen der hohen
Pulverhärte ist auch die Wahrscheinlichkeit zur Verursachung
von Druckrißbildung hoch und die Formabnutzung ist auch
schlecht. Die Korrosionsbeständigkeit wird durch Verringerung
der Sauerstoffkonzentration des Pulvers unter 1,0 Gew.-%
außerordentlich verbessert, aber Preßformbarkeit und Formabnutzung
werden nicht verbessert (Vergleichsbeispiel 5).
-
Falls die Härte des Eisenlegierungspulvers allein,
ausgedrückt in Vickers-Härte, niedriger als 200 (Vergleichsbeispiel
1) eingestellt wird, werden nur Preßformbarkeit und
Formabnutzung verbessert. Von diesen Ergebnissen kann gelernt werden,
daß die Korrosionsbeständigkeit durch die
Sauerstoffkonzentration im Eisenlegierungspulver beeinflußt wird, während
Preßformbarkeit und Formabnutzung durch die Härte des
Eisenlegierungspulvers beeinflußt werden.
-
Gemäß den Beispielen 1-20 dieser Erfindung, wobei ein
Gemisch aus Eisenlegierungspulver mit einem mittleren
Teilchendurchmesser kleiner als 15 um, einem maximalen
Teilchendurchmesser kleiner als 30 um, einer Sauerstoffkonzentration von
höchstens 1,0 Gew.-% und einer Vickers-Härte von 80 bis 200 und
Zinkstaub verwendet wird, wird die Korrosionsbeständigkeit
außerordentlich verbessert, und die Preßformbarkeit und die
Formabnutzung werden ebenfalls verbessert. Wenn jedoch das
Mischverhältnis von Zinkstaub zu Eisenlegierungspulver 3,0
übersteigt (Vergleichsbeispiel 2), steigt die Einzugslänge, und
wenn das Mischverhältnis kleiner als 0,2 wird
(Vergleichsbeispiel 3), wird die Korrosionsbeständigkeit des
durch den Wulst gezogenen Teils verschlechtert.
-
Falls Eisenlegierungspulver mit einem mittleren
Teilchendurchmesser von 30 um verwendet wurde, bei dem 50% des Pulvers
einen Teilchendurchmesser von 30 um hatte, wurde der
Eisenlegierungsgehalt, der im Beschichtungsmaterial 30% betrug, auf
15% in der Schicht vermindert und die Schweißfähigkeit
verschlechterte sich (Vergleichsbeispiel 7).
-
Wie aus der vorhergehenden Beschreibung ersichtlich ist,
zeigt der schweißbare beschichtete Stahl gemäß dieser Erfindung
ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit,
Preßbearbeitungsfähigkeit, Formabnutzung und Schweißfähigkeit, so daß er vorteilhaft
als korrosionsverhütender Stahl für Automobile verwendet werden
kann, der hochpräziser Bearbeitung unterworfen und in stark
korrodierenden Umgebungen verwendet wird.
-
Die Definitionen der in den folgenden Tabellen verwendeten
Symbole sind am Ende der Tabellen aufgelistet.
Tabelle 1
Beispiel 1 Überzugszusammensetzung (Gew.-%) (Rest: Zn) Aufbau Chromat elektrolytisches Chromat Beschichtungsdicke (um) Zinkstaub Gehalt in der Schicht (%) Art der Eisenlegierung Härte Sauerstoffgehalt
Tabelle 1 (Fortsetzung)
Haftvermögen Preßformbarkeit Formabnutzung Korrosionsbeständigkeit fehlerloser Teil des flachen Blechs (3000 Std.) querdurchschnittener Teil des flachen Blechs (3000 Std.) durch den Wulst gezogener Teil (1000 Std.) Schweißfähigkeit
Tabelle 2
Beispiel 6 Überzugszusammensetzung (Gew.-%) (Rest: Zn) Aufbau Chromat elektrolytisches Chromat Beschichtungsdicke (um) Zinkstaub Gehalt in der Schicht (%) Art der Eisenlegierung Härte Sauerstoffgehalt
Tabelle 2 (Fortsetzung)
Haftvermögen Preßformbarkeit Formabnutzung Korrosionsbeständigkeit fehlerloser Teil des flachen Blechs (3000 Std.) querdurchschnittener Teil des flachen Blechs (3000 Std.) durch den Wulst gezogener Teil (1000 Std.) Schweißfähigkeit
Tabelle 3
Beispiel 11 Überzugszusammensetzung (Gew.-%) (Rest: Zn) Aufbau Chromat elektrolytisches Chromat
Beschichtungsdicke (um) Zinkstaub Gehalt in der Schicht (%) Art der Eisenlegierung Härte Sauerstoffgehalt
Tabelle 3 (Fortsetzung)
Haftvermögen Preßformbarkeit Formabnutzung Korrosionsbeständigkeit fehlerloser Teil des flachen Blechs (3000 Std.) querdurchschnittener Teil des flachen Blechs (3000 Std.) durch den Wulst gezogener Teil (1000 Std.) Schweißfähigkeit
Tabelle 4
Beispiel 16 Überzugszusammensetzung (Gew.-%) (Rest: Zn) Aufbau Chromat elektrolytisches Chromat Beschichtungsdicke (um) Zinkstaub Gehalt in der Schicht (%) Art der Eisenlegierung Härte Sauerstoffgehalt
Tabelle 4 (Fortsetzung)
Haftvermögen Preßformbarkeit Formabnutzung Korrosionsbeständigkeit fehlerloser Teil des flachen Blechs (3000 Std.) (Blasen) (roter Rost) querdurchschnittener Teil des flachen Blechs (3000 Std.) durch den Wulst gezogener Teil (1000 Std.) Schweißfähigkeit
Tabelle 5
Vergl.-beispiel 1 Überzugszusammensetzung (Gew.-%) (Rest: Zn) Aufbau Chromat elektrolytisches Chromat Beschichtungsdicke (um) Zinkstaub Gehalt in der Schicht (%) Art der Eisenlegierung Härte Sauerstoffgehalt
Tabelle 5 (Fortsetzung)
Vergl.-beispiel 6 elektrolytisches Chromat
Tabelle 5 (Fortsetzung)
Haftvermögen Preßformbarkeit (Ziehen) (Druckrißbildung) Formabnutzung Korrosionsbeständigkeit fehlerloser Teil des flachen Blechs (3000 Std.) (weißer Rost) querdurchschnittener Teil des flachen Blechs (3000 Std.) (weißer Rost) durch den Wulst gezogener Teil (1000 Std.) (roter Rost) Schweißfähigkeit
Tabelle 5 (Fortsetzung)
(Ziehen) (weißer Rost)
-
Die in den Tabellen verwendeten Symbole haben folgende
Bedeutungen:
Zusammenhaltstest (Kohäsionstest)
-
Bewertung Bewertungskriterien
-
Doppelkreis nicht abgelöst
-
Doppelkreis - Einfachkreis abgelöste Fläche von
höchstens 1%
-
Einfachkreis abgelöste Fläche von
höchstens 5%
-
Dreieck abgelöste Fläche von
höchstens 25%
-
Kreuz abgelöste Fläche von
mindestens 50%
Preßformbarkeitstest
-
Bewertung Bewertungskriterien
-
Doppelkreis ebenso wie der Zustand von
kaltgewalztem Stahlblech
-
Dreieck (Ziehen) mindestens 5 mm größere
Einzugslänge als die von kaltgewalztem
Stahlblech
-
Kreuz (Ziehen) mindestens 10 mm größere
Einzugslänge als die von kaltgewalztem
Stahlblech
-
Dreieck (Druckrißbildung) beim Preßformen gerissen
Formabnutzungstest
-
Bewertung Bewertungskriterien
-
Doppelkreis Abkratzgrad der Form:
besser als der von
kaltgewalztem Stahlblech
-
Einfachkreis Abkratzgrad der Form:
gleich dem von
kaltgewalztem Stahlblech
-
Dreieck Abkratzgrad der Form:
schlechter als der von
kaltgewalztem Stahlblech
(kleine Menge von auf der
Form beobachteten Kratzern)
Kreuz Abkratzgrad der Form:
stark verkratzt
Korrosionsbeständigkeitstest
-
Bewertung Bewertungskriterien
-
Doppelkreis kein Rost und keine Blasen
-
Doppelkreis - Einfachkreis Fläche mit Rost oder Blasen
höchstens 1%
-
Einfachkreis Fläche mit Rost oder Blasen
höchstens 5%
-
Einfachkreis - Dreieck Fläche mit Rost oder Blasen
höchstens 10%
-
Dreieck Fläche mit Rost oder Blasen
höchstens 25%
-
Dreieck - Kreuz Fläche mit Rost oder Blasen
höchstens 50%
-
Kreuz Fläche mit Rost oder Blasen
mindestens 75%