DE37653C - Verbindung von Luft-und Speisepumpe für Dampfmaschinen mit Oberflächen-Kondensator - Google Patents

Verbindung von Luft-und Speisepumpe für Dampfmaschinen mit Oberflächen-Kondensator

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DE37653C
DE37653C DE188637653D DE37653DD DE37653C DE 37653 C DE37653 C DE 37653C DE 188637653 D DE188637653 D DE 188637653D DE 37653D D DE37653D D DE 37653DD DE 37653 C DE37653 C DE 37653C
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Germany
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valve
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water
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Expired
Application number
DE188637653D
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English (en)
Original Assignee
FR. HAMM in Darmstadt, Wald-Strafse 50
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Publication of DE37653C publication Critical patent/DE37653C/de
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D19/00Degasification of liquids
    • B01D19/0063Regulation, control including valves and floats

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Details Of Reciprocating Pumps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei Motoren, deren Abdampf durch Oberflächenkühlung condensirt und wieder in den Kessel gedrückt wird, ist es wünschenswerth, das sich im Condensator bildende Gemisch von Wasser und Luft derartig abzusaugen, dafs das Wasser in den Kessel gelangt, während die Luft in die freie Atmosphäre ausgestofsen wird.
Zu diesem Zwecke verwendete man in der Regel eine Luftpumpe und eine besondere Wasserpumpe. Durch vorliegende Einrichtung wird nun erreicht, dafs die Function der Luftpumpe durch die Speisepumpe selbst verrichtet wird, so dafs eine einzige Pumpe genügt, um das Wasser anzusaugen, in den Kessel zu drücken und gleichzeitig hierbei die Luft aus dem Wasser zu entfernen, so dafs im Condensator ein Vacuum entsteht. Das wird in erster Linie durch ein eigenthümlich eingerichtetes Luftauslafsventil erzielt.
Beiliegende Zeichnung veranschaulicht in Fig. ι eine mit einem solchen Ventil versehene Speisepumpe im Verticalschnitt; Fig. 2 stellt das Ventil in gröfserem Mafsstabe dar; Fig. 3 bis 5 sind Schnitte nach a-b, c-d und e-f.
Bei seinem Aufwärtsgange saugt Kolben A das Gemisch von Wasser und Luft aus dem Condensator an, wobei sich der Pumpencylinder nur zum kleinen Theil mit Wasser, zum weitaus gröfseren Theil dagegen mit verdünnter Luft anfüllt. In einer Entfernung vom Boden des Cylinders B, die gröfser ist als der höchste Wasserstand im Cylinder bei hochstehendem Kolben, ist das Luftauslafsrohr D angesetzt, welches mit zwei über einander liegenden Ventilkörpern ausgestattet ist, Fig. 2 bis 5. Der untere Ventilkörper a, der, wie aus dem Schnitt e-f ersichtlich, einen Cylinder darstellt, dessen verstärkte Enden mit einzelnen Riefen versehen sind, trägt sowohl an seiner unteren als auch an seiner oberen Fläche ein Ventil und bildet das eigentliche Abschlufsorgan, während der obere mit Stegen (Schnitt c-d) ausgestattete Ventilkörper b ein Rückschlagventil ist und erst die wirkliche Sicherung gegen das Eindringen der Aufsenluft in den Pumpenzylinder herstellt.
Geht der Pumpenkolben A herab, so trifft er zuerst nur die Luft im oberen Cylindertheil, comprimirt dieselbe und drückt sie in das Rohr D. Hat die comprimirte Luft die gehörige Spannung erhalten, so hebt sie das Ventil α und strömt durch die feinen Riefen unter das Rückschlagventil b, nach dessen Anheben der Weg ins Freie geöffnet ist. Bei seinem weiteren Niedergange stöfst der Kolben A auf das Wasser in dem Cylinder B, und da von dem Cylinderboden ein seitlicher Kanal c in der inneren Cylinderfläche bis zum Luftauslafsrohr D führt, so wird das Wasser in das Rohr D gedrückt, treibt die Luft vor sich her, hebt, sobald es bis zum Ventil α gelangt, letzteres in die Höhe und verschliefst so· den Austritt zum Rückschlagventil b. Beim weiteren Niedergange drückt dann der Kolben A das Wasser aus dem Cylinder B in die nach dem Kessel führende Rohrleitung.
Geht darauf der Kolben A wieder in die Höhe, so fliefst das Wasser aus dem Rohr D in den Cylinder B zurück und die Ventile a und b schliefsen sich.

Claims (2)

von a dafs bei Offensein Bevor aber der Verschlufs am unteren Ventil hergestellt ist, wird ein Moment eintreten, in dem beide Ventilsitze des Ventils a frei sind, so dafs Luft in das Innere der Pumpe eintreten könnte. Dies wird durch das oberhalb des Ventils α angeordnete Ventil b verhindert. Sobald das Ventil α seinen oberen Ventilsitz verläfst, schliefst sich Ventil b, so dem jetzt eintretenden gleichzeitigen beider Ventile von α die äufsere Luft in das Rohr D nicht eindringen kann. Aufser diesem nothwendigen Sicherheitsverschlufs während der Bewegung des Ventils a gewährt Ventil b aber auch einen Schutz gegen undichten Schlufs des Ventils a. Der Abdampf reifst Theile des Schmiermaterials mit sich, die dann in dem condensirten Wasser enthalten sind. Diese Schmiertheilchen setzen sich leicht einseitig an das untere Ventil α und verhindern einen luftdichten Verschlufs desselben. Da nun das Rückschlagventil b mit dem Condensationswasser nicht in Berührung kommen kann, sondern lediglich von der nicht verunreinigten Luft in Thätigkeit versetzt wird, so mufs das Ventil b stets arbeitsfähig bleiben und dadurch etwaige Unregelmäfsigkeiten in der Function des Ventils α ausgleichen. Ventil b regelt ferner die Hubhöhe des Ventilkörpers α und verhindert, dafs die aus dem Cylinder B hinausgedrückte Luft das obere Ventil von α gegen seinen Sitz drückt und dadurch den Luftaustritt sperrt. Ist das Ventil α von der geprefsten Luft gehoben, so mufs diese auch das Ventil b heben, und da der zwischen Ventilkörper α und Ventil b vorhandene Kanal einen etwas kleineren Querschnitt zeigt, als die untere Ventilöffnung für den Körper a, so entsteht in dem erwähnten Kanal eine Luftspannung, die den Hub des Ventilkörpers a, so lange er nur von der Luft veranlafst ist, begrenzt. Um dem Wasser den Eintritt in den Kanal c zu erleichtern und um ein Einpressen der Luft in das Wasser zu verhindern, der Luft vielmehr einen bequemen Weg nach dem Kanal c und dadurch in das Rohr D anzuweisen, ist die untere Fläche de's Kolbens A abgeschrägt und an der dem Kanal c zugekehrten Seite abgerundet. Der Hauptvortheil, der in dieser Anordnung liegt, beruht in der erwähnten vollständigen Entfernung der Luft, und da hierdurch der aufsteigende Kolben A eine möglichst grofse Saugwirkung ausüben kann, so bedingt dies eine gröfsere Leistungsfähigkeit gegenüber den Pumpen mit gerade abgeschnittenem Kolben. Vortheilhaft ist es ferner, die Röhre D der Luftventile nach dem Pumpencylinder hin schräg abfallen zu lassen und die Einmündungsöffnung in den Cylinder weiter zu halten als die Ventilöffnung. Aus dem Angeführten geht hervor, dafs die Pumpe nur während des kleinsten Theiles des Kolbenhubes Wasser fördert, dementsprechend ist auch der Pumpencylinder zu bemessen. In der beiliegenden Zeichnung ist die Entlüftungsvorrichtung an einer stehenden Pumpe angeordnet dargestellt, doch können die geschilderten Neuerungen auch bei einer liegenden Pumpe Verwendung finden. Patenτ-AnSprüche:
1. Bei einer Speisepumpe eine unmittelbar oberhalb des Normalwasserstandes der Pumpe angeordnete Ventileinrichtung zum beständigen Austreiben der Luft aus dem vom Condensator angesaugten Gemisch von Wasser und Luft und damit zur Herstellung und Erhaltung eines Vacuums, bestehend aus zwei über einander liegenden Ventilkörpern α und b, von denen der obere b, als Rückschlagventil ausgebildet, die Thätigkeit des unteren doppeltwirkenden Ventils a unterstützt und regelt und einen sicheren Abschlufs des Luftauslasses gegen zurücktretende Luft herstellt.
2. Bei der unter i. genannten Einrichtung der in der inneren Wandung des Pumpencylinders angeordnete Kanal c in Verbindung mit dem an seiner Grundfläche abgeschrägten und abgerundeten Kolben A, zum Zweck, der Luft den Eintritt in den nach den Ventilen führenden Kanal zu erleichtern.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE188637653D 1886-06-01 1886-06-01 Verbindung von Luft-und Speisepumpe für Dampfmaschinen mit Oberflächen-Kondensator Expired DE37653C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3539879A (en) * 1968-09-06 1970-11-10 Hewlett Packard Ltd Retaining clip and guide for a circuit board

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US3539879A (en) * 1968-09-06 1970-11-10 Hewlett Packard Ltd Retaining clip and guide for a circuit board

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