DE375657C - Verfahren zur Entschwefelung von Erdalkalisulfaten unter Gewinnung von deren Oxyden oder Carbiden - Google Patents

Verfahren zur Entschwefelung von Erdalkalisulfaten unter Gewinnung von deren Oxyden oder Carbiden

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DE375657C
DE375657C DET23800D DET0023800D DE375657C DE 375657 C DE375657 C DE 375657C DE T23800 D DET23800 D DE T23800D DE T0023800 D DET0023800 D DE T0023800D DE 375657 C DE375657 C DE 375657C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/48Sulfur dioxide; Sulfurous acid
    • C01B17/50Preparation of sulfur dioxide
    • C01B17/501Preparation of sulfur dioxide by reduction of sulfur compounds
    • C01B17/506Preparation of sulfur dioxide by reduction of sulfur compounds of calcium sulfates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zur Entschwefelung von Erdalkalisulfaten unter Gewinnung von deren Oxyden oder Carbiden. E. J. J a k o b s e n hat bereits 1895 versucht, aus Erdalkalisulfaten, -stilfiden oder -polysulfiden Carbid und zugleich Schwefelverbindungen oder Schwefel zu gewinnen. Er hat sich seinerzeit ' die Verschmelzung der :Sulfate (bzw. Sulfide oder Polysulfide) mit Kohle im elektrischen Ofen patentieren lassen (Patentschrift 89959) Dabei sollte unter Luftabschluß, etwa im Kohlensäurestrom, Schwefel, im Luftstrom aber Schwefeldioxyd erhalten werden. Die Verfahren haben keinen Eingang in die Technik gefunden. Sie haben folgende Nachteile.
  • Das Carbid bleibt sulfidhaltig, was bekanntlich seine technische Hochwertigkeit vernichtet, weil das daraus gewonnene Azetylen schwefelhaltig wird. Ferner bestehen die Reaktionsgase neben CO, CO.= und Luftstickstoff nie aus Schwefeldioxyd allein, sondern sind dann Gemische verschiedener schwefelhaltiger #,-erbindungen, enthalten wohl auch Schwefeldampf. Dies bei Luftabschluß erhaltene Ergebnis ist ungünstig. Bläst man aber genug Luft ein, um nur noch Schwefeldioxyd zu erhalten, so verbrennt ein großer Teil der zugemischten Kohle und des entstandenen Carbids. Das führt zu großen Verlusten, und dabei wird auch das Schwefeldioxvd allzu stark verdünnt. Diese Nachteile rühren nach Untersuchungen des Erfinders vorliegenden Patents davon her, daß die Sulfatzersetzung und die Carbidbildung nicht getrennt voneinander verlaufen. Man kann sie aber unter anderem in folgender Weise trennen, ohne den «-ärmeökonomischen Vorteil aufzugeben, der in der Verknüpfung der beiden Vorgänge liegt.
  • Versuche haben erwiesen, daß z. B. ein Geinisch von entwässertem Gips mit Kohle geeigneter Korngröße - letztere im Überschuß über die für bloße C0_ und CaO-Bildung berechnete Menge - in einem Strom gegen SO., indifferenter Gase, vorteilhaft von Stickstoff oder Kohlensäure, auf i ooo° bis i 2oo° erhitzt, ohne zu schmelzen, seinen Schwefel praktisch quantitativ in Form von Schwefeldioxyd abgibt, wobei reiner Kalk zurückbleibt. Dabei spielen sich die Reaktionen ab: Ca S04 + C =-Ca O + CO -I- SO@ und 2CaS0,+C=2Cu0+M +2S0_. Am Schluß der Entschwefelung muß man mit etwas mehr Gas bespülen, so daß man zwar nicht die aus der Gleichung folgende Konzentration an SO, erhält, aber bei geeigneter Wahl der Bedingungen doch ein Gas, das für alle technischen Zwecke weitaus konzentriert genug ist.
  • Arbeitet man in Ausübung vorliegenden Entschwefelungsverfahrens stärker reduzierend, so kann man sein Endprodukt statt in Form von SO., in Form von Schwefel erhalten.
  • Mit diesen- Vorgängen läßt sich nun auch ein Verfahren zur technischen Carbidgewinnung aus Gips u. dgl. verknüpfen. Kohle, je nach ihrer Schwerverbrennlichkeit feiner oder gröber gekörnt, gebrochen bzw. gemahlen, wird im Überschuß mit dem zerkleinerten Sulfat gemischt oder ihm beigefügt oder mit ihm brikce'tiert. @ Kohleknrnung und Erhitzungsgeschwindigkeit im Ofen muß derart ,gestuft sein, daß zuerst in einen kälteren Teil bei i 00o° bis i 200= die Entschwefelung bewirkt wird, der ent-,#cliwefelte Kalk mit dein noch verbliebenen unverbrannten Rest grober Kohle, der zur Carbidhildung ausreicht, alsdann in die heiße Lichthogenzone fällt, sich die C@irliidl>ildung vollzieht nach: Ca 0 -f- 3 C = Ca C= -+- CO.
  • Das hier entbundene Kohlenoxyd wird zweckmäßig für die Entschwefelung verwendet.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Entschwefelung von Erd.ilkalisulfaten unter Gewinnung von deren Oxyden neben Schwefel oder dessen Oxvden, dadurch gekennzeichnet, daß das Sulfat mit geeigneter Kohle gemischt oder brikettiert, erhitzt und mittels eines gegen SO., indifferenten Gasstromes, z. B. von Stickstoff oder von Kohlensäure entschwefelt wird.
  2. 2. Verfahren zur Entschwefelung von Erdalkalisulfaten unter Gewinnung von deren Carbiden neben Schwefel oder dessen Oxvden, dadurch gekennzeichnet, claß unter Ausübung des Verfahrens gemäß Anspruch i von vornherein noch nrobstückige Kohle in zur Carbidbildung ausreichender Menge zug,°_setzt wird, worauf das Ofengut nach stattgehabter Entschwefelung in den Bereich des elektrischen Flammenbogens geführt wird.
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