DE375654C - Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Torf - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von TorfInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21C—MINING OR QUARRYING
- E21C49/00—Obtaining peat; Machines therefor
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- Mining & Mineral Resources (AREA)
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- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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- Geology (AREA)
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Description
Zum Ausbaggern von Kanälen und anderen Erdwerken verwendet man vielfach Bagger
mit an der Wand des herzustellenden Einschnittes entlang schleifenden Eimerketten.
Der untere Turas d'er Eimerkette wird gewöhnlich von einem Balkengerüst getragen,
welches mittels Ketten an der Baggermaschine oder an einer auf der anderen. Seite des herzustellenden
Kanals befindlichen Stütze getragen to wird. Derartige Baggermaschinen werden infolge
dieser Anordnung sehr schwer, und wenn man solche Maschinen zu der an sieb verwandten
Aufgabe des Torfbaggerns verwenden will, so stößt man auf Schwierigkeiten, weil die schwere Bag-germaschiine auf dem ι?
weichen Torfmoor keinen genügenden Halt findet und öfters versackt. Anderseits muß
auch die Eimerkette eine gewisse Nachgiebigkeit haben, um den im Torf vorhandenen Holzeinschlüssen
o. dgl. leiclit auszuweichen. Aus diesen Gründen hat in der großen Praxis die
Baggermaschine die Arbeit der Torfstecher nicht verdrängen: können.
Gemäß der Erfindung wird nun die an sich
bekannte obere und untere Abstützung der Baggerkette in der Weise für ein besonderes
Torfbaggerverfahren nutzbar gemacht, daß die Durchhängung des unteren, grabend wir-
kenden Kettenlaufs, der durch sein Eigengewicht in die zu lösende Torf schicht eingedrückt
wird, zunächst weniger stark bemessen und sodann, entsprechend dem Fortschreiten
der Baggerarbeit, mittels einer Nachlaß- 'bzw. Spannvorrichtung vergrößert wird, worauf
nach Ausbaggerung einer bestimmten Schichttiefe die Kette wieder wie vorher gespannt
wird und die obere und die untere Abstützung ίο vorgerückt werden.
Die Torfstecher verwenden schmale spitze Schaufeln. Gemäß der Erfindung besitzt
ferner die Baggermaschine Eimer, an denen Grabschaufeln angebracht sind, die die Torfmasse
ähnlich wie die Handschaufeln lösen und in den Eimer hineinbefördern. Die Schaufeln
sind1 gegeneinander versetzt, um die ganze Breite der Eimerkette allmählich zu bestreichen.
Da es bei Torfbaggern auf die Form der entstehenden Böschung der Putte nicht ankommt,
kann der ganze untere Lauf der Eimerkette auf der Torfmasse aufliegen und, wie angegeben, durch Veränderung der Kettenspannung
das allmähliche Fortschreiten der Arbeit in die Tiefe ermöglicht werden, so daß die Torfmaschine selbst von dem Gewicht des
Baggers größtenteils entlastet ist. Der untere Turas des Baggers wird von einem am Boden
der Püttengrube laufenden Fahrgestell getragen, an dem auch die Vorrichtung zur Änderung
der Durchhängung angebracht sein kann. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel
eines zur Durchführung des Verfahrens geeigneten Baggers dargestellt, welcher mit
einer Torfmaschine üblicher Bauart verbunden ist.
Abb. ι zeigt schematisch eine Seitenansicht. Abb. 2 zeigt die verschiedenen Formen der
aufeinanderfolgenden Baggereimer. Die auf einem Geleis fahrbare. Maschine 1
besitzt einen Trichter 2, in welchen der von dem Bagger 3 geförderte Torf eingeworfen
wird. Der Bagger besitzt eine Kette 4, an welcher in regelmäßigen Abständen die
Eimer 5, 6, 7 angebracht sind. Der Eimers
(s. Abb. 2) hat an der schneidenden Seite eine Spitzschaufel 8 in der Mitte; der Eimer 6 hat
zwei seitlichliegende Spitzschaufeln 9, während der Eimer 7 eine am Ende befindliche
Spitzschaufel 10 und eine gleichzeitig nach der vSeite schneidende Spitzschaufel 11 trägt. Derartige
Eimer folgen regelmäßig aufeinander, so daß die ganze Breite des Baggers, die etwa
ι m betragen kann, von den Spitzschaufeln bestrichen
und zugleich! an der Stirnseite die Torfmasse gelöst wird. Der untere Turas 12
ist an einem Fahrgestell 13 gelagert, der mit 1 auf dem Boden der Stichgrube laufenden
I Rollen 14 vefsehen ist. Eine Strebe 15 verbindet
das Fahrgestell 13 mit dem Gestell 1 j der Maschine. Die Lager des Turas können in
■ der Längsrichtung der Strebe 15 bequem verstellt
werden, z. B. durch Schraubenspindeln ! 16, die mittels eines Handrades 17 gedreht
! werden können und in. Muttern, eingreifen, I welche mit dier Achse des Turas verbunden
sind. Der obere Turas 18 ist am Fahrgestell 1
derart gelagert, daß die Umkebrstelle der Eimerkette über dem Trichter 2 liegt. In bekannter
Weise erfolgt an dieser Stelle die Entleerung der Eimer durch bewegliche Bod-enj
klappen, die sich beim Umbiegen der Eimer-I kette öffnen.
j Der untere Lauf der Kette schleift an der j schrägen Wand' der Stichgrube entlang, so daß
ί die Eimer sich in die Torfmasse einwühlen, ; bis der natürliche Durchgang der Eimerkette
erreicht ist. Nunmehr wird die Spannung der ; Eimerkette vermindert, indem· das Handrad 17
gedreht wird, so daß eine größere Durchhän-, gung des unteren Kettenlaufes erreicht wird
j und eine weitere Grabearbeit möglich ist. Auf 1 diese Weise kann etwa eine Torfmasse entfernt
werden, die zwischen der punktiert gezeichneten Linie χ und der mit vollen Linien
gezeichneten Linie y liegt. Nachdem dies geschehen, wird die Kette wieder gespannt und
das Fahrgestell um die Baggerbreite seitlich versetzt, worauf die Arbeit von neuem beginnt.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Verfahren zur Gewinnung von Torf 0. dgl. mittels eines Baggers mit unterer und oberer Abstützung der Baggerkette, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchhängung des unteren, grabend) wirkenden Kettenlaufs, der durch sein Eigengewicht in die zu lösende Torfschicht eingedrückt wird, zunächst weniger stark bemessen und, entsprechend dem Fortschreiten der Arbeit, durch Nachlassen einer Spannvorrichtung allmählich vergrößert wird, worauf nach Ausbaggern einer bestimmten Schichttiefe die Kette wieder gespannt wird und die obere und die untere Abstützung vorgerückt werden.
- 2. Bagger zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Kette bildenden . Eimer an der Vorderkante bzw. den Seitenkanten mit schmalen Grabschaufeln, entsprechend der Form der Handgrabschaufel, versehen sind, welche die Torfmasse lösen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH86360D DE375654C (de) | 1921-07-23 | 1921-07-23 | Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Torf |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH86360D DE375654C (de) | 1921-07-23 | 1921-07-23 | Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Torf |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE375654C true DE375654C (de) | 1923-05-17 |
Family
ID=7164650
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH86360D Expired DE375654C (de) | 1921-07-23 | 1921-07-23 | Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Torf |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE375654C (de) |
-
1921
- 1921-07-23 DE DEH86360D patent/DE375654C/de not_active Expired
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