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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung für die Zuführung von stangenartigen
Artikeln, insbesondere von stangenartigen Artikeln wie Zigaretten, Filterhülsen usw. zu
einem Trichter.
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In der Vergangenheit, wie z.B. im Stand der Technik, der angeführten europäischen
Patentanmeldung Nr. EP-F-0160290 gezeigt, war zum Zuführen von Filterhülsen zu einer
Mehrzl von Zigarettenherstellungsmaschinen eine Mehrzahl von hülsenzführenden
Vorrichtungen unter einem Trichter vorgesehen, in dem Filterhülsen in einer Richtung
angeordnet waren und als Anhäufung aufgenommen wurden, wobei jede der Vorrichtungen
zum Zuführen von Hülsen mit den Zigarettenherstellungsmaschinen verbunden war.
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Vorzugsweise sollten Filterhülsen so in dem Trichter aufgenommen werden, daß die
Oberfläche der Hülsenmenge eben ist. Die Verbrauchsrate der Filterhülsen durch die
jeweilige Zuführungsvorrichtung ist jedoch je nach der Herstellungsgeschwindigkeit oder
Betriebsrate der jeweiligen Zigarettenherstellungsmaschinen anders bzw. unterschiedlich;
die Verbrauchsrate von Filterhülsen ist daher in bezug auf die gesamte Masse nicht
gleichmäßig, so daß deren Oberfläche holprig und uneben wird.
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Filterhülsen werden dem Trichter normalerweise in großen Mengen aus einer im
allgemeinen rechteckigen parallelfiachen Schachtel zugeführt und sind als parallel liegende
Menge angeordnet; die Filterhülsen werden dem Trichter über eine Zuführungsvorrichtung,
deren Konstruktion nachfolgend erläutert wird, aus der Schachtel zugeführt.
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Die Zuführungsvorrichtung besteht aus einem Montagerahmen, der zwischen Auf- und
Abwärtspositionen umschaltbar ist und auf dem die genannte Schachtel montiert wird.
Außerdem ist ein zu öffnender und schließender Bodendeckel vorhanden, mit dem die
ansonsten offene Unterseite der Schachtel geschlossen werden kann. Zunächst wird die
Schachtel so auf dem in der Abwärtsposition befindlichen Montagerahmen montiert, daß
die offene Unterste der Schachtel nach oben gerichtet ist, wobei die offene Unterseite der
Schachtel von einem Bodendeckel der Zuführungsvorrichtung geschlossen wird. Als
nächstes wird die Schachtel umgekehrt, um den genannten Bodendeckel neben die
Oberfläche des Trichters zu bringen, und anschließend wird der Bodendeckel
herausgezogen und/oder geöffnet, so daß die Filterhülsen aus der Schachtel in den Trichter
fallen.
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Der zuvor genannte Bodendeckel besteht aus einer einzelnen Platte, die waagerecht
herausgezogen wird. Dabei entsteht ein extrem großer Hub, so daß die gesamte Anlage
sehr umfangreich wird.
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Bei einer solchen Zuführung der Filterhülsen ist die Oberfläche der in dem Trichter
enthaltenen Filterhülsenmenge aufgrund der hierin erläuterten unterschiedlichen
Verbrauchsgeschwindigkeiten unweigerlich holprig und uneben, wobei einige der aus der
Schachtel fallenden Fiherhülsen von einem erhabenen Abschnitt der genannten Oberfläche
schräg zu einem tiefliegenden Abschnitt rollen, was zu einem Lageverlust führen kann, der
insofern Schwierigkeiten bereitet, als die Filterhülsen, deren Lage durcheinandergebracht
ist, dazu neigen, die Zuführung der stangenartigen Artikel zu beeinträchtigen und einen
Leistungsverlust herbeizuführen.
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Die vorliegende Erfindung möchte die oben beschriebenen Nachteile umgehen, und es ist
eine Aufgabe der Erfindung, eine Zuführungsvorrichtung bereitzustellen, die den
Lageverlust von stangenartigen Artikeln auf ein Minimum reduziert.
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Erfindungsgemäß wird eine Zuführungsvorrichtung für die Zuführung von stangenartigen
Artikeln zu einem Trichter bereitgestellt, umfassend Mittel zur Authahme einer Schachtel,
die die genannten stangenartigen Artikel enthält, so daß die Schachtel mit geöffneter
Unterseite über dem Trichter positioniert werden kann, wobei ein Boden die genannte
offene Unterseite der Schachtel schließt und verhindert, daß die genannten stangenartigen
Artikel aus der Schachtel in den Trichter fallen, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte
Boden Rotationswellen enthält, die an einer Mehrzahl von Bodendeckeln befestigt sind, die
rotierbar auf einer Bodenplafte in einer vorgegebenen Abstandsbeziehung getragen werden,
und zwischen einer geschlossenen Position, in der die Bodendeckel verhindern, daß die
stangenartigen Artikel aus der Schachtel in den Trichter gelangen, und einer geöffneten
Position bewegbar sind, in der die stangenartigen Artikel zwischen den Bodendeckeln
durchgelangen können, wobei die Vorrichtung ferner ein Mittel urnfaßt, das so ausgerichtet
und angeordnet ist, daß es die Bodendeckel in der geöffneten Position hin und her bewegt,
um den Übergang der stangenartigen Artikel aus der Schachtel in den Trichter zu
unterstützen.
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Das französische Patent Nr. FR-A-1395392 zeigt eine Anordnung, bei der Filterhülsen so
angeordnet sind, daß sie durch eine Grundplatte fallen, die aus kleinen rotierbaren Platten
besteht. Allerdings sind die Platten in dieser Anordnung nicht darauf ausgerichtet, sich in
der geöffneten Position hin und her zu bewegen.
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Gemaß der bevorzugten Zuführungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung wird die durch
Aufteilen des Bodendeckels erhaltene Mehrzahl kleiner Bodendeckel jeweils um parallel zu
den stangenartigen Artikeln angeordnete Achsen rotiert, um die stangenartigen Artikel
durch die Öffnungen zuzuführen, die durch Rotieren der kleinen Bodendeckel entstehen.
Der zum Schwenken der kleinen Bodendeckel erforderliche Bewegungshub wird im
Vergleich zum Stand der Technik, bei dem der Bodendeckel in der Form einer einzelnen
Platte in einer horizontalen Richtung zu stangenartigen Artikeln bewegt und herausgezogen
wird, äußerst gering. Die Erfindung ermöglicht eine Miniaturisierung der gesamten
Vorrichtung, und da stangenartige Artikel direkt auf den tiefliegenden Abschnitt der
Oberfläche der Menge der stangenartigen Artikel in dem Trichter fallen, wird die
Oberfläche der Menge der stangenartigen Artikel in dem Trichter fast eben gehalten, so daß
stangenartige Artikel nicht schräg von dem erhabenen Abschnitt zu dem tiefliegenden
Abschnitt der genannten Obertläche rollen und Störungen der Lage und der stangenartigen
Artikel vermieden werden.
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Neben der zuvor genannten Wirkung stellt die Erfindung ferner eine Anordnung bereit, bei
der jeder der kleinen Bodendeckel in der geöffneten Position gerüttelt wird, um die
stangenartigen Artikel in der Schachtel gleichmäßig zu verteilen, wodurch stangenartige
Artikel dem Trichter sehr schnell und ordentlich aus der Schachtel zugeführt werden, so
daß genügend Zeit vorhanden ist, um die nachfolgende Schachtel einzusetzen und es zu
keiner Arbeitsverzögerung kommt.
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Eine Ausgestajstg der Erfindung wird nachfolgend beispielhaft unter Bezugnahme auf die
Begleitzeichnungen beschrieben. Dabei zeigt:
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Fig. 1 eine Frontansicht einer Zuführungsvorrichtung für stangenartige Artikel gemäß der
europäischen Patentanmeldung Nr. 87104599.3, von der die vorliegende Anmeldung
ausgeschieden wird und die für eine Erläuterung der erfindungsgemäßen Ausgestaltung von
Nutzen ist;
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Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung von Fig. 1;
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Fig. 3 einen vergrößerten Längsschnitt der Vorrichtung von Fig. 1;
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Fig. 4 eine Draufsicht der Vorrichtung von Fig. 1 im Querschnitt;
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Fig. 5 eine Frontansicht, die einen Bodendeckel der erfindungsgemäßen Ausgestaltung
zeigt; und
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Fig. 6 eine Ansicht des Bodendeckels von Fig. 5 in geöffneter Position.
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Bezugnehmend auf die Figuren 1 bis 6, in Fig. list ein Trichter mit 1 bezeichnet, eine
Zuführungsvorrichtung mit 2, eine Steuereinheit mit 3 und eine Zuführungsvorrichtung mit
10.
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Der Trichter 1 umfaßt, wie in Fig. 3 gezeigt, zwei Platten 1 a, die parallel zueinander
angeordnet und etwa in der Länge der Filterhülsen B in lateraler Richtung voneinander
beabstandet sind, und eine V-Form definierende, darunterliegende Bodenplatten 1b, wobei
eine Mehrzahl von Zuführungsvorrichtungen 2 nebeneinanderliegend unter den
Bodenplatten 2b angeordnet sind. Trennplatten definieren Vertiefungen, die zu den
jeweiligen Zuführungsvorrichtungen 2 führen.
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Jede Bodenplatte 1b besteht aus zwei kleinen, übereinanderliegenden Bodenplatten; werden
nur zwei Zuführungsvorrichtungen 2 verwendet, dann können die kleinen Bodenplatten
erweitert werden, um die Vorrichtungen 2, wie durch die unterbrochenen Linien
dargestellt, abzusperren.
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Jede Zuführungsvorrichtung 2 besteht, wie in Fig. 3 im Schnitt gezeigt, aus zwei
zylindrischen Körpern 2a, die die Form von Zahnrädem haben und auf- und abbeweglich
sind. In die Filterhülsen B greifen nacheinander die Zahneinschnitte 2b der zylindrischen
Körper 2 ein, und schließlich werden die Filterhülsen nacheinander aus einer Öffnung 2c am
Boden der Zufüngsvorrichtung 2 ausgegeben. Jede Zuführungsvorrichtung ist mit einer
entsprechenden Zigarettenherstellungsmaschine (nicht dargestellt) verbunden.
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Schwenkarme 11 sind jeweils auf den gegenüberliegenden Seiten des Trichters 1
vorgesehen (siehe Fig. 1 und 2), wobei die genannten Arme nach auf- und abgeschwenkt
werden können, und über das vordere Ende der Schwenkarme 11 erstreckt sich eine
Zuführungsvorrichtung 10. Die Schwenkarme 11 werden so betrieben, daß, wenn sich die
Schwenkarme 11 in einem oberen Abschnitt befinden, die Zuführungsvorrichtung 10, wie
durch die durchgezogenen Linien in den Figuren 1 und 2 dargestellt, eine Position über dem
Trichter 1 einnirnmt, während die Zuführungsvorrichtung 10, wenn sich die Schwenkarme,
wie durch die gestrichelten Linien in Fig. 2 dargestellt, in einer unteren Position befinden,
eine Position vor dem Trichter 1 einnimmt.
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Die Zufühüngsvorrichtung 10 uintäßt, wie in den Figuren 1,4 und 5 gezeigt, grundsätzlich
eine Bodenplatte 12, einen Bodendeckel A, eine Montageplatte 13, einen Montagerahmen
14, einen Luftzylinder 15 und eine Ankerplatte 16.
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Die Bodenpiatte 12 ist so konstruiert, daß sich, wie in den Figuren 4 und 5 gezeigt, eine
längliche Platte 12b, die im Schnitt die Form einer Schranke hat, über Seitenplatten 12a
erstreckt, die schwenkbar an den Schwenkarmen 11 montiert sind. Rotationswellen 17 sind
in vorgegebenen Abständen auf der länglichen Platte 12b nebeneinander angeordnet, und an
einem vorstehenden Ende jeder Welle 17 befindet sich ein kleiner Bodendeckel, wobei die
kleinen Bodendeckel insgesamt einen Bodendeckel A ergeben.
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Betätigungsarme 18 sind, wie in den Figuren 5 und 6 jeweils dargestellt, jeweils mit den
Rotationswellen 17 verbunden, und an den Enden der Betätigungsarme 18 sind jeweils
Einrückrollen 19 vorgesehen.
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Die Eilililckplatte 16 umfaßt Einrückst"icke 16c, die parallel zueinander liegen und in
vorgegebenen Abständen auf einer horizontalen Platte 16a voneinander beabstandet
angeordnet sind. Die Platte 16a liegt parallel zu und unterhalb der Bodenpiatte 12, wobei
die horizontale Platte 16a ein Ende aufweist, das mit einem am Ende der Bodenplatte 12
vorgesehenen Luftzylinder 15 verbunden ist.
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Der Luftzylinder 15 ist so konstruiert, daß er, wenn er sich an seinem, einer AUS-Position
entsprechenden Hubende befindet, ausgefahren ist und jedes Einrückstück 16c jede
Einrückrolle 19 drängt, den Arm 18 in einer Position zu halten, in der jeder kleine
Bodendeckel die Lücke zu seinen Nachbarn schließt (Fig. 5); wird der Kolben an sein
anderes Hubende, das einer EIN-Position entspricht, zurückgezogen, so bewegt sich jeder
kleine Bodendeckel in eine geöffiiete Position (Fig. 6).
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Wie in den Figuren 1 und 2 gezeigt, steht eine Montageplatte 13 aufrecht auf der
Bodenplatte 12, und ein Montagerahmen 14 erstreckt sich über die Montageplatte 13.
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Der Montagerahmen 14 besteht aus einem Frontplattenabschnitt 14a, einem
Seitenplattenabschnitt 14b und einem oberen Plattenabschnitt 14c, so daß eine mit
Filterhülsen gefüllte Schachtel C, wie durch die unterbrochenen Linien in Fig. 2 dargestellt,
auf den Montagerahmen 14 gesetzt und so gehalten werden kann, daß sie in die durch die
durchgezogenen Linien dargestellte Position gewendet wird.
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Die beschriebene Vorrichtung fünktioniert wie folgt:
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Zunächst wird mit einem Detektor oder visuell ermittelt, wenn der Verbrauch der Menge
an Filterhülsen B in dem Trichter 1 so weit fortgeschritten ist, daß der Trichter nachgefüllt
werden muß. Anschließend wird die mit den Filterhülsen gefüllte Schachtel C, wie durch
die unterbrochenen Linien in Fig. 2 dargestellt, an dem Montagerahmen 14 befestigt und,
wie durch die durchgezogenen Linien dargestellt, umgedreht. Zu diesem Zeitpunkt befindet
sich der Luftzylinder 15 in der AUS-Position (siehe Fig. 5), und der Bodendeckel A ist
geschlossen und verhindert, daß Filterhülsen aus der Unterseite der Schachtel C
herausfallen, die ansonsten offen ist. Anschließend wird die Höhe der Schachtel C auf die
Oberfläche der in dem Trichter 1 befindlichen Filterhülsen B eingestellt und der
Luftzylinder 15 eingeschaltet. Wo die Oberfläche der Menge der Filterhülsen B so gestaltet
ist, daß eine Lücke zwischen einem kleinen Bodendeckel A und der Oberfläche der Hülsen
B vorhanden ist, wird dieser kleine Bodendeckel geöffiiet und Filterhülsen B fallen durch
solche Lücken.
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Im Vergleich zu der Vorrichtung gemaß der in der europäischen Patentanmeldung Nr.
87104599.3 beschriebenen Ausgestaltung, von der die vorliegende Ahmeldung
ausgeschieden wurde und bei der Fig. 1 mit der hierin enthaltenen Fig. 1 identisch ist, die
so konsruiert ist, daß jeder der kleinen Bodendeckel a durch sein eigenes Gewicht geöffnet
wird, stellt die vorliegende Erfindung eine alternative Anordnung dar.
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Die erfindungsgemäße Ausgestaltung wird nachfolgend ausführlicher unter Bezugnahme
auf die Figuren 5 und 6 beschrieben. In dieser Ausgestaltung sind anstelle der
Einrückstücke 16b in umgekehrter L-Form aus Fig. 1 U-förmige Einrückstucke 16c
vorgesehen, und jeder der kleinen Bodendeckel a hat die Form eines Vorsprungs, so daß
beim Öffnen der Enden, wie in Fig. 6 dargestellt, die oberen Enden a' der Schachtel C
gegenüberstehen oder in diese hineinragen.
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In der erfindungsgemaßen Ausgestaltung schaltet die Steuereinheit 3 darüber hinaus den
Luftzylinder 15 in regelmäßigen Abständen ein und aus, während die kleinen Bodendeckel
a geöffnet sind, und die Deckel a können über den Hub 5 in Fig. 6 kontinuierlich oder von
Zeit zu Zeit hin und her geschwenkt werden.
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In der erfindungsgemaßen Ausgestaltung wird der Luftzylinder 15 regelmäßig durch die
Steuereinheit 3 ein- und ausgeschaltet, wenn die Filterhülsen B durch offene kleine
Bodendeckel a zugeführt werden, und die kleinen Bodendeckel a werden mit dem Hub S
geschwenkt.
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Da die Oberfläche der Filterhülsen B in dem Trichter 1 durch die kleinen Bodendeckel a
unterteilt wird, werden die Filterhülsen B vorzugsweise dem tiefliegenden Abschnitt der
Obeeiläche der Hülsenmenge im Trichter zugeführt. Der Abschnitt, dem die Filterhülsen B
in der Schachtel C vorzugsweise zugeführt werden, entspricht dem genannten tiefliegenden
Abschntt, aber die kleinen Bodendeckel a werden geschwenkt, so daß die Filterhülsen B in
der Schachtel C zwangsweise verteilt werden und die Oberfläche der Filterhülsen B in dem
Trichter eben wird.
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Das regelmäßige Ein- und Ausschalten des Luftzylinders 15 führt nämlich zu einer
Schwenkbewegung der kleinen Bodendeckel a, wodurch die Filterhülsen B geschütteh
werden. Somlt rollen die Filterhülsen B in der Schachtel C nie in eine Schräglage, wodurch
eine reibungslose Zuführung von Hülsen aus der Schachtel C in den Trichter 1 erfolgt.