DE3727C - Strafsenhydrant mit selbstdichtendem, leicht herausnehmbarem Ventil und Vorrichtungen zur Verminderung der Stofswirkungen des Wassers - Google Patents

Strafsenhydrant mit selbstdichtendem, leicht herausnehmbarem Ventil und Vorrichtungen zur Verminderung der Stofswirkungen des Wassers

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DE3727C
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hydrant
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DENDAT3727D
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FR. REESE, Direktor der Wasserwerke in Dortmund
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E03WATER SUPPLY; SEWERAGE
    • E03BINSTALLATIONS OR METHODS FOR OBTAINING, COLLECTING, OR DISTRIBUTING WATER
    • E03B9/00Methods or installations for drawing-off water
    • E03B9/02Hydrants; Arrangements of valves therein; Keys for hydrants
    • E03B9/14Draining devices for hydrants

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Description

1877.
Klasse 85.
FR. REESE in DORTMUND.
Strafsenhydrant mit selbstdichtendem, leicht herausnehmbaren Ventil und Vorrichtungen zur Verminderung der Storswirkungen des Wassers.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 31. Juli 1877 ab.
Der Hydrant, welcher auf der beiliegenden Zeichnung in Fig. 1 im Längenschnitt dargestellt ist, besteht der Hauptsache nach aus drei Theilen, nämlich aus dem Gehäuse, dem eigentlichen Hydrantenventil und dem Auslaufrohr nebst Deckel mit Bajonetverschlufs und Vorrichtung zum Oeffnen und Schliefsen des Hydranten.
Das Gehäuse, welches in heller Schraffirung erscheint, besteht aus einem gufseisernen Cylinder mit birnenförmiger Verjüngung am unteren Ende und ist oben und unten mit je einer Flantsche versehen. Die untere Plantsche dient zur Verbindung mit dem Wasseiieitungsrohr, während die obere Flantsche den Zweck hat, das Auslaufrohr mit dem Gehäuse zu verbinden bezw. das mit dem Auslaufrohr verbundene Hydrantenventil gegen das Gehäuse abzudichten. Zu letzterem Zweck hat das Gehäuse bei aa, bb eine bearbeitete Fläche, mit welcher die ebenfalls bearbeitete Fläche des Hydrantenventils correspondirt.
Das Hydrantenventil besteht aus vier Theilen:
1. dem Ventilkasten;
2. der Ventilstange B mit dem Teller C und der Gegendruckplatte D;
3. dem halbeiförmigen Körper E mit Vorrichtung zur Verhinderung des schädlichen Rückstofses beim Schliefsen des Hydranten;
4. dem selbsttätigen Entwässerimgsventil F.
Der Ventilkasten ist aus Gufseisen gearbeitet, er enthält die bearbeiteten Sitzflächen für das Ventil und die Gegendruckplatte, sowie die bearbeitete Fläche bei aa, bb zur Verdichtung des Ventils gegen das Gehäuse, welche entweder durch Einschleifen der Flächen, oder durch Zwischenlegung eines Dichtmittels und Zusammenziehen der entsprechenden Flantschen des Gehäuses und des Auslaufrohres erfolgt. Zwischen der Fläche a a, b b und der Fläche für die Gegendruckplatte ist der Ventilkasten durchbrochen, wie in den Fig. 1 und 3 dargestellt ist. Durch die auf diese Weise entstandenen Oeffnungen strömt das Wasser aus dem Gehäuse in das Innere des Ventils und gelangt beim Oeffnen desselben in das Auslaufrohr. An seinem oberen Ende ist der Ventilkasten mit einer Flantsche versehen, durch welche er mit dem Auslaufrohr verbunden wird.
Die cylindrische Ventilstange enthält die Führungsflügel, sowie die Ansätze und Gewinde zum Befestigen des Ventiltellers und der Gegendruckplätte. Es ist hier die bei fast allen Hydranten übliche Gummi- oder Lederdichtung angeordnet, welche selbst bei nicht ganz reinem Wasser noch einen dichten Verschlufs des Ventiles gestattet, während die Metalldichtung in solchem Falle schon eher den Dienst versagt. Aus diesem Grunde ist der Ventilteller mit der Stange nicht aus einem Stück gearbeitet, sondern besonders hergestellt und mit der zur Dichtung bestimmten Platte auf die Stange geschoben und durch eine Mutter befestigt und verdichtet.
Die Gegendruckplatte ist aus einem elastischen Material, Leder, Gummi etc. hergestellt. Statt der Gegendruckplatte kann auch ein Gegendruckkolben zur Anwendung gebracht werden, wie solches in Fig. 2 dargestellt ist. Die Gegendruckplatte bezw. der Gegendruckkolben sind bestimmt, das Ventil zu entlasten, und haben in diesem speciellen Falle noch den Zweck, eine Selbstdichtung des Ventiles herbeizuführen, indem ihr Querschnitt etwas gröfser ist, als derjenige der Ventilöffnung.
Der Körper E hat einen dreifachen Zweck:
1. Soll er vermöge seiner Form das Wasser möglichst ohne Stofs in das Ventil gelangen lassen;
2. soll er die Gegendruckplatte gegen den Wasserdruck von unten schützen; was dadurch erreicht wird, dafs man ihn durch vier Schrauben ί mit Hülfe der Gegendruckplatte wasserdicht gegen die untere Fläche des Ventilkastens anschraubt, Fig. 1 und 3.
Bei Anwendung eines Gegenkolbens kann man zweckmäfsig die in Fig. 2 dargestellte Verbindung wählen.
3. Soll er der Ventilstange noch als Führung dienen und zugleich ermöglichen, dafs das Ventil sich nur ganz allmälig schliefse, damit ein Rückstofs vermieden werde. Zu diesem Zweck ist der Körper E an seinem unteren Ende mit einer Stopfbüchse versehen, deren Deckel eine kleine Oefmimg O hat, welche be-
stimmt ist, beim Oeffnen des Hydranten Wasser in den Stopfbüchsendeckel treten zu lassen, welches beim Schliefsen des Ventils wieder herausgedrückt werden mufs, wodurch ein gewisser Widerstand gegen das Schliefsen des Ventils hervorgebracht wird, dessen Gröfse von dem Durchmesser der kleinen Oeffnung O abhängig ist.
Durch passende Wahl der Dimensionen von Teller, Gegendruckplatte, Durchmesser der Stopfbüchse bezw. der Verlängerung der Ventilstange, sowie der Ausströmungsöffnung im Deckel der Stopfbüchse hat man es in der Gewalt, die Schliessung des Ventils mehr oder weniger langsam vor sich gehen zu lassen, also die Stofswirkung auf ein Minimum zu beschränken oder ganz aufzuheben, ohne von dem den Hydranten bedienenden Arbeiter irgend wie abhängig zu sein.
Die Construction des selbstthätigen Entwässerungsventiles F ist aus der Figur ersichtlich. Während der Hydrant geschlossen ist, hält die um die Ventilstange gelegte Spiralfeder das Ventilchen geöffnet. Sobald man den Hydranten öffnet, schliefst sich das Ventil durch den Wasserdruck. Man hat nun die Feder so stark zu machen, dafs sie bei einem Druck von i'/2 bis 2 m Wassersäule das Ventil offen hält, damit das in dem Auslaufrohr stehende Wasser nach Schlufs des Hydranten in die Erde sickern kann, und dafs bei einem stärkeren Druck als 2 m das Ventil sich von selbst schliefst, damit nicht während der Entnahme des Wassers aus dem Hydranten unnützer Weise Wasser aus F austritt.
Das Auslaufrohr ist mit dem Ventilkasten verbunden, es ist cylihdrisch und trägt . am oberen Ende eine schalenförmige Erweiterung, welche durch den Deckel geschlossen wird. Der Deckel enthält den Bajonetverschlufs, welcher eine bequeme Verbindung mit den sogenannten Hydrantenstandröhren behufs Entnahme des Wassers gestattet, und ferner die Vorrichtung zum Oeffnen und Schliefsen des Hydranten.

Claims (2)

P ATENT-Ansprüche:
1. Die Anordnung, vermöge welcher behufs notwendiger Reparatur das ganze Ventil incl. Ventilkasten aus dem Hydranten herausgenommen werden kann, ohne dafs es nöthig ist, den Hydranten aufzugraben.
2. Die Vorrichtungen zur allmäligen Schliefsung des Hydranten behufs Verminderung der Stofswirkung des Wassers.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT3727D Strafsenhydrant mit selbstdichtendem, leicht herausnehmbarem Ventil und Vorrichtungen zur Verminderung der Stofswirkungen des Wassers Active DE3727C (de)

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