DE3720522A1 - Verfahren zur katalytischen reformierung - Google Patents
Verfahren zur katalytischen reformierungInfo
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Description
Verfahren zur katalytischen Reformierung mittels wenigstens zweier
Katalysatorbetten.
Die katalytische Reformierung oder Hydroreformierung ist ein in der
Raffinerieindustrie wohlbekanntes Verfahren, deren Gegenstand im
allgemeinen die Verbesserung des Oktanindex schwerer Treibstoffe
oder direkter Destillationsbenzine von Petrolium ist und/oder die
Herstellung aromatischer Kohlenwasserstoffe. Dieses Verfahren muß
im industriellen Maßstab mit dem der höchsten möglichen Ausbeute
an gewünschten Produkten durchgeführt werden: Grundstoff für Verbrennungstreibstoffe
oder aromatische Verbindungen für die Petro-
Chemie. Üblicherweise wird die Ausbeute gemessen durch die Menge an
Treibstoff, die produziert wird, welche Kohlenwasserstoffe mit 5
Kohlenstoffatomen enthält und darüber hinaus mit Bezug auf die eingeführte
Charge, im allgemeinen genannt C5⁺ Benzin. Tatsächlich
nimmt ein anderer direkt mit dem vorhergehenden verknüpfter Faktor
eine wachsende Bedeutung ein: Die Herstellung von Wasserstoff. Das
Ziel das man mit allen Kräften erreichen muß, ist der Erhalt von Ausbeute
an C5⁺ Benzincharge und von Wasserstoff in höchstmöglicher
Menge.
In der nahen Zukunft wird die Anwendung von Normen gegen Umweltverschmutzung
zu einer Verringerung des Bleigehaltes in den Benzinen
führen, zur Erreichung des Zieles der Unterdrückung bleiorganischer
Additive in Verbrennungskohlenwasserstoffen der Automobile für Verbrennungsmotoren.
Diese Regulierung bedeutet für die Raffinerien
eine Verstärkung der Strenge der Betriebsbedingungen der Reformierungseinheiten,
um die Qualitätskriterien zu erfüllen, die für ein befriedigendes
Funktionieren von Automobil-Motoren erforderlich sind.
Darüber hinaus wird die Restrukturierung der Raffinierung mit Bezug
auf eine steigende Rolle, die von Konversionseinheiten und Hydrobehandlungseinheiten
eingenommen wird, den Bedarf an Wasserstoff in den
Raffinerien erhöhen. Die Befriedigung dieser zusätzlichen Bedürfnisse
an Wasserstoff obliegt zum großen Teil der katalytischen Reformierung
oder Hydroreformierung deren Betriebsbedingungen angepaßt werden
müssen, um diesem Bedarf zu Antworten.
Die Reformierungsbedingungen werden im allgemeinen, z. B., durchgeführt
bei einer Temperatur zwischen 400 und 600°C, unter einem absoluten
Druck zwischen einem und 35 bar (ungefähr) bei einer stündlichen
Geschwindigkeit zwischen 0,1 und 10 Volumen flüssiger Charge
pro Volumen Katalysator, wobei das molare Verhältnis Wasserstoff/
Kohlenwasserstoffe zwischen 1 und 20 liegt.
Die strengen Bedingungen der Hydroreformierungsreaktionen oder der
katalytischen Hydroreformierung sind insbesondere die folgenden, insbesondere
wenn man wünscht ein Benzin mit einem Oktanindex zu
erhalten, der gleich oder höher als 100 ist:
Die mittlere Temperatur liegt zwischen etwa 480 und 550°C, der Druck
liegt zwischen etwa 5 und 18 bar, vorzugsweise 6 und 14 bar, und insbesondere
geringer als 12 bar, die stündliche Geschwindigkeit liegt
zwischen 1 und 10 Volumen flüssiger Charge pro Volumen Katalysator
und der Grad der Rezyklisierung liegt zwischen 6 und 10 Molen
Wasserstoff pro Mol Charge. Die Charge ist im allgemeinen ein Naphtha,
destillierend zwischen ungefähr 60°C und ungefähr 220°C, insbesondere
ein Naphtha aus direkter Destillation.
Heutzutage versucht man ständig die katalytischen Reformierungsverfahren
zu verbessern um die Ausbeuten zu erhöhen, also die Aktivität und
Stabilität der Katalysatoren bei Verwendung ständig strengerer
Betriebsbedingungen zu verbessern. Die Zunahme der Strenge der Operationsbedingungen
des Betriebs industrieller Anlagen, z. B. Verringerung des
Betriebsdruckes und wenn nötig, verstärkt Erhöhung der Temperatur, ist
thermodynamisch günstig für Reaktionen, die zu den gesuchten Produkten
(Aromaten und Wasserstoff) führen, aber beeinträchtigt stark die
Stabilität der Katalysatoren. Tatsächlich nimmt bei Bedingungen
steigender Strenge die Geschwindigkeit der Ablagerung von Kohlenstoff
in Form von Koks auf dem Katalysator zu, was zur Konsequenz
eine raschere Abnahme der Aktivität des Katalysators hat.
Diese Entwicklung beinhaltet eine Zunahme der Häufigkeit der Regeneration
von Katalysatoren und demzufolge eine Verringerung der
Funktionszeit und also der gesamten Behandlungskapazität industrieller
Anlagen. Es ist klar, daß jede Verbesserung der Katalysatorstabilität,
die sich in eine Reduzierung der Regenerierungsfrequenz umsetzt oder
anders gesagt durch eine Verlängerung der Funktionsdauer zwischen
zwei aufeinander folgende Regenerationen, einen signifikanten Fortschritt
darstellt zur Ansteuerung der rationellsten möglichen
Nutzung industrieller Anlagen.
Die Träger von in der vorliegenden Erfindung verwendeten Katalysatoren
werden im allgemeinen gewählt aus den Oxiden von Metallen der Gruppen
2, 3 und/oder 4 des Periodensystems der Elemente, wie z. B. der Oxide
von Magnesium, Aluminium, Titan, Zirkon, Thorium oder Silizium, die
allein oder als Gemisch miteinander oder mit Oxiden anderer Elemente
des Periodensystems verwendet werden, wie z. B. dem Bor. Man kann auch
Kohle verwenden. Man kann gleichermaßen Zeolithe oder Molekularsiebe
vom Typ X oder Y verwenden oder vom Typ Mordenit oder Vaujasit oder
vom Typ ZSM 5, ZSM 4, ZSM 8L, usw., ebenso wie Gemische von Metalloxiden
der Gruppe II, III oder IV des periodischen Systems der Elemente
mit zeolithischem Material.
In einer bevorzugten Weise verwendet man einen Träger der hauptsächlich
aus Tonerde gebildet wird, d. h. bei dem Tonerde wenigstens 50 Gew.-%
bezogen auf das Gesamtgewicht des Trägers darstellt und vorzugsweise
wenigstens 80 Gew.-%, und in besonders bevorzugter Weise verwendet man
Tonerde allein.
Die verwendeten Reformierungskatalysatoren enthalten ein Edelmetall
der Gruppe VIII des Periodensystems der Elemente, im allgemeinen
Platin für Katalysatoren der ersten Generation, wie z. B. die durch
V.-Haensel in Oil and Gas Journal, Volium 48, Nr. 47, Seite 82 ff.,
(1950) beschriebene. Eine zweite Generation von Katalysatoren ist
erschienen, in der ein Promotor genanntes Element einem Metall der
Gruppe VIII zugefügt wurde. Unter den am meisten verwendeten Promotoren
nennt man z. B. das Rhenium (US-PS 34 15 737), das Zinn (US-PS
37 00 588) und das Iridium (US-PS 28 48 377). Die Zugabe dieser
verschiedenen Promotoren hat wichtige Steigerungen der Stabilität
und/oder der Selektivität verglichen mit den genannten Katalysatoren
der ersten Generation erlaubt.
Diese Katalysatoren wurden getestet und verwendet für sehr lange
Zeiträume, in der Größenordnung von 1 Jahr beispielsweise, und es
hat sich erwiesen, daß der Platin-Rhenium-Katalysator eine ausgezeichnete
Stabilität besitzt, aber es nicht gestattet, eine maximale
Selektivität beim Erhalten von Benzinen guter Qualität zu beobachten.
Umgekehrt erlauben die Platin-Zinn- (oder Platin-Irridium)-Katalysatoren,
eine ausgezeichnete Selektivität zu erhalten, aber die Stabilität
dieser Katalysatoren läßt zu wünschen übrig.
Es erschien daher angebracht, Katalysatoren zu verwenden, die neben
Platin zwei Promotoren gleichzeitig enthalten, z. B. Rhenium und
Zinn (US-PS 37 02 294). Jedoch hat es sich mit diesem Typ von
Katalysator gezeigt, daß einerseits die Selektivität dieses Katalysatortyps
geringer bleibt als diejenigen, die mit einem Platin-Zinn-
(oder Platin-Indium)-Katalysator erhaltene und andererseits, daß die
Stabilität dieses Katalysators sich als gleichermaßen weniger gut als
die des Platin-Rhenium-Katalysators erwies.
Verschiedene Verbesserungen wurden noch angestrebt: Die europäische
Patentschrift 1 53 891 beschreibt Associationen von Platin-Rhenium
und Platin-Zinn, aber lediglich in Festbetten. Man hatte gleichermaßen
vorgeschlagen, in der GB-PS 14 69 681, Associationen von
Festbetten und mobilen Betten ohne Wahl spezifischer Katalysatoren.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein verbessertes Verfahren
zur katalytischen Reformierung von Kohlenwasserstoffen, das
es erlaubt, Benzine von hoher Qualität während langer Zeiträume,
also mit guter Stabilität, zu erhalten und mit einer sehr befriedigenden
Selektivität.
Dieses Verfahren besteht darin, eine Kohlenwasserstoffcharge durch
wenigstens zwei Katalysatorbetten zirkulieren zu lassen, wobei das
oder die ersten Betten des Katalysators ein festes Bett oder feste
Betten darstellen, eines ersten Katalysators der
- a) einen Träger,
- b) wenigstens ein Edelmetall der Platinfamilie, wobei wenigstens eines dieser Edelmetalle Platin ist,
- c) Rhenium und
- d) wenigstens ein Halogen und wenigstens das enthält und wenigstens
das oder die letzten Betten von genannter Charge durchquertem
Katalysator ein oder mehrere mobile Betten eines zweiten Katalysators
darstellen, verschieden vom ersten, enthaltend
- a) einen Träger,
- b) wenigstens ein Edelmetall der Platinfamilie, wobei wenigstens eines dieser Edelmetalle Platin ist,
- c) wenigstens ein zusätzliches Metall M enthält, gewählt aus der Gruppe dargestellt durch Zinn und Indium und
- d) wenigstens ein Halogen.
Darüberhinaus funktionieren gemäß der Erfindung alle Reaktionszonen
unter einem Druck zwischen 7 und 14 bar, vorzugsweise 7 bis 12 bar,
und das Verhältnis Wasserstoff/Kohlenwasserstoff (H2/HC) in der oder
den Reaktionszonen, die ein Katalysatorbett mit Pt-Metall M enthalten,
ist größer als das Verhältnis Wasserstoff/Kohlenwasserstoff,
in dem oder den Reaktionszonen, die einen Katalysator Pt-Re enthalten,
wobei dieses Verhältnis vorzugsweise zwischen 1,5 und 5 bei
dem Pt-Re-Betten, und zwischen 2 und 8 bei den Pt-Metall M-Betten
liegt.
Man kann sich bei der vorliegenden Erfindung eine Anordnung vorstellen,
in welcher der erste Katalysatortyp bei schwacher Strenge (gesuchte
Oktanzahl (Nombre Doctan Recherche (NOR)) des erhaltenen Produktes
am Ende der ersten Katalysatorbetten liegt bei 85 bis 95 und insbesondere
bei 87-92) und bei dem der zweite Katalysatortyp in einen
letzten Regenerierungsreaktor plaziert wird zur kontinuierlichen
Regenerierung des Katalysators und bei hoher Strenge funktioniert, was
es erlaubt, ein Endreformat mit erhöhtem NOR zu erhalten, im
allgemeinen größer als 95 und in der Mehrzahl der Fälle größer als 98
und sogar 100.
Die Gesamtheit der Reaktoren funktioniert bei schwachem Druck, um die
Ausbeutesteigerungen zu nutzen, die man erzielen kann beim Betrieb
bei niedrigem Druck.
Der erste in dem oder den ersten Festbetten, die durch die Charge
durchquert werden, verwendeten Katalysatoren umfaßt:
- a) einen Träger.
- b) Im allgemeinen von 0,01 bis 2 Gew.-% wenigstens eines Edelmetalls der Platinfamilie mit Bezug auf den Träger, wobei das Platin immer anwesend ist, vorzugsweise 0,05 bis 0,8% und insbesondere 0,1 bis 0,6 Gew.-%.
- c) Im allgemeinen von 0,005 bis 3 Gew.-% Rhenium, bezogen auf den Träger, vorzugsweise 0,05 bis 2 Gew.-% und insbesondere 0,1 bis 0,6 Gew.-%.
- d) Im allgemeinen 0,1 bis 15 Gew.-% wenigstens eines Halogens, Gewichts-% bezogen auf den Träger, vorzugsweise 0,5 bis 3 Gew.-% und insbesondere 0,9 bis 2,5 Gew.-%.
Der zweite verwendete Katalysatortyp in wenigstens dem letzten
katalytischen Bett (Bett vom mobilen Typ), der (die) durch die
Charge durchströmt werden, umfaßt:
- a) Einen Träger der identisch oder verschieden von dem des ersten Katalysators ist.
- b) Vorzugsweise von 0,01 bis 2 Gew.-% wenigstens eines Edelmetalls der Platinfamilie bezogen auf den Träger, wobei Platin immer anwesend ist, vorzugsweise 0,05 bis 0,8 Gew.-% und insbesondere 0,1 bis 0,6 Gew.-%.
- c) Vorzugssweise, wenn das Metall M Zinn oder Indium ist, von 0,05 bis 3 Gew.-% dieses zusätzlichen Metalles oder Promotors, vorzugsweise 0,07 bis 2 Gew.-%.
- d) Im allgemeinen 0,1 bis 15 Gew.-% eines Halogens, bezogen auf den Träger, vorzugsweise 0,5 bis 3 Gew.-% und insbesondere 0,9 bis 2,5 Gew.-%.
Das Gewichtsverhältnis des Katalysators, der wenigstens das genannte
Metall M enthält, ist 15 bis 70% mit Bezug auf die gesamte totale
katalytische verwendete Masse in der Gesamtheit der katalytischen
Betten (gegebenenfalls 25 bis 55%).
In beispielhafter Weise kann man die folgenden Anordnungen verwenden:
- - Zwei in Serie geschaltete Reaktoren, wobei der erste Reaktor zwei Festbetten des ersten Katalysators, enthaltend Platin und Rhenium, enthält und der zweite Reaktor, zur kontinuierlichen Regenerierung des Katalysators, ein mobiles Bett des zweiten Katalysators, enthaltend Platin und wenigstens ein zusätzliches Metall M, enthält,
- - drei in Serie geschaltete Reaktoren, die ersten beiden mit Festbetten, Seite an Seite oder übereinander angeordnet, jeder enthaltend ein oder mehrere Betten des ersten Katalysators enthaltend Platin und Rhenium und der dritte Reaktor zur kontinuierlichen Regenerierung des Katalysators enthaltend ein mobiles Bett des zweiten Katalysators, enthaltend Platin und wenigstens ein zusätzliches Metall M.
Die verschiedenen Anordnungen katalytischer Betten, die dem Fachmann
bekannt sind, können vorgesehen werden; eine der essentiellen Punkte
ist, daß die Kohlenwasserstoffcharge nacheinander wenigstens ein
Festbett des ersten Katalysators, enthaltend Platin und Rheium,
durchquert.
Die verwendeten Festbetten in den Beispielen 1 bis 12 sind Festbetten
axialer Art. Aber es ist auch möglich, gleichermaßen Festbetten
radialer Art zu verwenden. Bestimmte Autoren (GB-PS 14 69 681)
assoziieren radiale Festbetten in Kombination mit wenigestens einem
mobilen Bett.
Jedoch hat man gleichermaßen in der vorliegenden Erfindung
gefunden, daß es vorteilhaft ist, eine Assoziation von zwei
Festbetten, enthaltend Platin-Rhenium, zu verwenden, wobei das erste
Festbett durch die Charge axial durchquert wird, und das zweite Festbett
durch die Charge radial durchquert wird, wobei die zwei Betten
gefolgt werden von einem mobilen Bett, enthaltend den Platin-Zinn-
oder Platin-Indium-Katalysator.
Für die Reformierungsreaktion oder die Herstellung von aromatischen
Kohlenwasserstoffen bevorzugt man im allgemeinen die Verwendung von
Tonerde als Katalysatorträger. Die verwendete Tonerde kann verschiedener
Art sein, aber man verwendet im allgemeinen kubische Gamma-Tonerde oder
Eta-Tonerde oder ein Gemisch dieser beiden Formen. In einer gemäß
vorliegender Erfindung bevorzugten Form verwendet man den gleichen
Träger für den ersten und für den zweiten Katalysatortyp und wählt
vorzugsweise Tonerde der gammakubischen Art.
In der Tat bewirkt bei den Reformierungsreaktionen das Fehlen von
Selektivität allgemein eine schlechte Ausbeute in der Dehydrogenierung
von Naphthenen zu aromatischen Kohlenwasserstoffen, und insbesondere
von alkylzyklopentanischen Naphthenen, und durch eine Nebencrackung von
Paraffinen unter Bildung sekundärer olefinischer Kohlenwasserstoffe,
die zum Teil Ursprung der Bildung von Koks sind. Das vorliegende Verfahren
erlaubt es, naphthenische Kohlenwasserstoffe maximal zu
aromatischen Kohlenwasserstoffen zu dehydrogenieren, die Crackung von
Paraffinen zu minimieren und keine leichten Kohlenwasserstoffe so
zu erhalten. Ebenso, in dem oder den ersten Festbetten der Reaktion,
wo man einen Katalysator ausgezeichneter Stabilität verwendet, verfährt
man im wesentlichen zur Dehydrogenierung von Kohlenwasserstoffen,
insbesondere von Naphtenen zu aromatischen Kohlenwasserstoffen,
und in der letzten Reaktionszone, aufgrund der Selektivität, die durch
die entsprechende Wahl des Katalysators erlaubt wird, verfährt man
insbesondere zu Reaktionen der Zyklisierung von Paraffinen ohne
Crackung der letzteren.
Die in der vorliegenden Erfindung verwendeten Katalysatoren zur
katalytischen Reformierung sind im allgemeinen hergestellt gemäß
klassischen Methoden, die bestehen aus Imprägnierung des Trägers
mittels Lösungen von Metallverbindungen, die man einzuführen
wünscht. Man verwendet entweder eine gemeinsame Lösung dieser
Metalle, oder verschiedene Lösungen für jedes Metall.
Das Platin und das Indium können in den Träger durch Imprägnierung
dieses Trägers mit Hilfe einer entsprechenden Lösung, wäßrig oder
nicht, eingeführt werden, enthaltend ein Salz oder eine Verbindung
des Edelmetalls der Platinfamilie.
Das Rhenium kann inkorporiert werden in den Träger durch
Imprägnierung dieses Trägers mit Hilfe einer entsprechenden wäßrigen
Lösung, enthaltend ein Salz oder eine Verbindung von Rhenium. Die
zwei bevorzugten Vorläufer sind Ammoniumperperrhenat und perrhenische
Säuren.
Das Halogen des Katalysators kann von einem der Metall-Halogenide
stammen, wenn man wenigstens eines der Metalle in Form eines Halogenids
einführt, oder kann eingeführt sein in Form von Halogenwasserstoffsäure,
Ammoniumhalogenid, gasförmigem Halogen, oder organischen Halogenverbindungen.
Das Halogen ist vorzugsweise Chlor oder Fluor.
Das Zinn wird in den Träger des zweiten Katalysators eingeführt, entweder
in Form einer organischen oder anorganischen Lösung dieses Metalls
oder mittels einer Lösung in einem organischen Lösungsmittel einer
organischen Verbindung dieses Metalls, gewählt aus der Gruppe dargestellt
durch die Hydrocarbylmetalle, die Halogenhydrocarbylmetalle und
polyketonischen Komplexe von Zinn. (Halogenhydrocarbyl bedeutet Kohlenwasserstoff).
Unter den organischen Verbindungen von Zinn kann man nennen die
Alkyl-Verbindungen, die Zykloalkyl-Verbindungen, die Aryl-Verbindungen,
die Alkyl-Aryl-Verbindungen und die Aryl-Alkyl-Metalle von Zinn und
die Acetyl-Acetonate von Zinn.
Man kann gleichermaßen Organo-Halogen-Verbindungen von Zinn verwenden.
Als Beispiel der bevorzugten Verbindungen kann man nennen das Tetrabutylzinn,
das Tetramethylzinn, das Diphenylzinn, verwendet in einer
Imprägnierungslösung, gewählt im allgemeinen aus der Gruppe dargestellt
durch die paraffinischen Kohlenwasserstoffe, naphtenischen
oder aromatischen Kohlenwasserstoffen, enthaltend 6 bis 12 Kohlenstoffatome
pro Molekül und durch die halogenierten Kohlenwasserstoffe
mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen pro Molekül.
Als Beispiel organischer Lösungsmittel kann man das n-Heptan, das
Methylzyklohexan, das Toluol und das Chloroform nennen. Man kann
gleichermaßen Mischungen der oben definierten Lösungsmittel verwenden.
Die Verwendung, in Form eines mobilen Bettes, eines Katalysators mit
Zinn, eingeführt mit Hilfe einer organischen Verbindung, erlaubt
das Funktionieren der Einheit während längerer Perioden mit verstärkter
Selektivität bezogen auf Durchführungen des Standes der Technik. Darüberhinaus
erlaubt die Verwendung eines Pt-Sn-Katalysators, in dem
ein Teil des Zinns eingeführt ist mit Hilfe einer organischen Verbindung
(insbesondere Butylzinn), und andererseits das Platin gleichermaßen
eingeführt ist in Form einer organischen Platinverbindung
(Polyketonischer Komplex von Platin, halogen-polyketonischer Komplex
von Platin, Aminkomplexe von Platin, Halogenaminkomplexe von Platin
und Salze dieser Verbindungen), die Verwendung eines Teils des genannten
Katalysators, mit Bezug auf die Gesamtheit der gesamten verwendeten
katalytischen Masse in der Einheit, in geringerem Maße, was
gleichermaßen ein wichtiger Vorteil darstellt, weil es sich
um Katalysator geringerer Stabilität ( der Anteil an Katalysator
enthaltend Zinn kann auf 30 Gew.-% bezogen auf die gesamte verwendete
katalytische Masse in der Gesamtheit der katalytischen
Betten reduziert werden) handelt.
Kurz, bei vorliegender Erfindung sucht man die Strenge in dem oder
den letzten Reaktoren zu verstärken, bei gleichzeitiger Reduzierung
der Strenge in den anderen Reaktoren. Dies wird möglich gemacht durch
ein spezielles Verfahren, das darin besteht, mehrere Reaktoren zu
verwenden, wobei jeder Reaktor ein Katalysator auf Trägerbasis enthält,
auf welchem Platin abgelagert ist. Bei diesem Verfahren verwendet
man zwei Typen von Katalysator, von denen einer enthält, als
Promotormetall, Rhenium, und der andere als Promotormetall Zinn
(oder Indium oder ein Gemisch von Zinn und Indium). Die
Assoziation Platin-Rhenium verleiht dem Katalysator eine ausgezeichnete
Stabilität, was sich in ausgezeichneten Ausbeuten an C 5⁺
niederschlägt. Die Assoziation Platin-Zinn oder Platin-Indium verleiht
dem Katalysator Qualitäten, die es erlauben, eine ausgezeichnete
Selektivität zu erhalten, begleitet von einer Ausbeute
an Wasserstoff, die besser ist als mit der Assoziation Platin-Rhenium.
Aber, im Gegenteil, dieser Katalysatortyp ist weniger stabil als
ein Katalysator von Platin-Rhenium-Typ. Jedoch beruht das Verfahren
der Erfindung überraschenderweise auf der Idee unter den strengeren
Bedingungen den weniger stabilen Katalysator (Pt-Sn oder Pt-In oder
Pt-In-Sn) zu behandeln. Das Arbeiten unter diesen Bedingungen erlaubt
es tatsächlich, die Strenge im letzten oder den letzten Reaktoren,
wo der Katalysator die Assoziation Pt-Sn oder Pt-In oder Pt-Sn-In
umfaßt, zu verstärken, unter gleichzeitiger Reduzierung der Strenge
in den ersten Reaktoren, die den stabileren Katalysator (Pt-Re) enthalten.
Das Verfahren gemäß der Erfindung impliziert:
- a) Die Verwendung des letzten Reaktors oder der letzten Reaktoren in Form eines mobilen Bettes (mit Regenerierung des Katalysators, abgezogen von diesem oder diesen Reaktoren).
- b) Verwendung für den ersten Reaktor oder die ersten Reaktoren, wenigstens ein Festbett von Katalysator, das bei niedrigem oder bei niedriger oder schwacher Strenge arbeitet, wobei der hier verwendete Katalysator ein Pt-Re-Katalysator ist, der sich in diesen ersten Betten als stabiler erweist, als Teil der Arbeit, die von ihm verlangt werden kann, durch den Katalysator auf der Basis von Pt-Sn (oder Pt-In oder Pt-Sn-In), der bei hoher Strenge funktioniert.
Die Erfindung wird durch mehrere Beispiele illustriert, die den
fortschreitenden Durchgang zeigen von einer klassischen katalytischen
Reformierungseinheit zu einer Einheit, die einerseits eine Original-
Kombination von Reaktoren mit Festbett verwendet und von Reaktoren
mit mobilem Bett mit verschiedenen Katalysatoren und von gleichen
oder verschiedenen Drücken zur Verbesserung der Ausbeuten an
flüssigen Kohlenwasserstoffen.
In allen folgenden Beispielen besitzt die Charge die folgenden
charakteristischen Eigenschaften
d = 0,741
Startpunkt 90
5% 95
50%118
95%150
Endpunkt159
Paraffine 62
Naphthene 27
Aromaten 11
Der Strom der Charge beträgt 105 m3/Stunde. In allen Beispielen hat
man drei aufeinanderfolgende (in Serie) Reaktoren verwendet, die
9 m3, 18 m3 und 33 m3 Katalysator enthalten, außer in Beispiel 12 ,
wo nur 22 m3 Katalysator im dritten Reaktor sind. Der Träger des
Katalysators ist eine Tonerde mit einer spezifischen Oberfläche von
220 m2/g und einem Porenvolumen von 0,57 cm3/g. Alle verwendeten
Katalysatoren besitzen 1,12% Chlor. In den Beispielen 1 bis 11
wird das Platin in den Katalysator in Form von Chlorplatinsäure eingeführt.
Die spezifische Oberfläche und das Porenvolumen der Katalysatoren
selbst sind 210 m2/g und 0,54 cm3/g.
Die drei Reaktoren enthalten jeder ein Festbett mit einem Katalysator
enthaltend 0,35 Gew.-% Platin und 0,25 Gew.-% Rhenium.
Der mittlere Druck in den Reaktoren ist 18 bar. Man injiziert die
Charge und den Wasserstoff in den ersten Reaktor in einem Molverhältnis
Wasserstoff/Kohlenwasserstoff gleich 3, bei einer Temperatur
von 495°C. Das Ausströmende des ersten Reaktors durchquert einen
Ofen, bevor es (mit dem gleichen Verhältnis Wasserstoff/Kohlenwasserstoff
von 3) bei 495°C in den zweiten Reaktor geschickt wird. Das
Ausströmende des zweiten Reaktors durchquert einen Ofen, bevor es
bei 495°C in den dritten Reaktor (Verhältnis Wasserstoff/Kohlenwasserstoff
= 3) geschickt wird. Der stündliche Strom von flüssiger
Charge ist drei mal das Gesamtvolumen des Katalysators (in jedem
Reaktor).
Der Betrieb wird für 300 Stunden ohne jegliche Regeneration von
Katalysator durchgeführt. Man erkennt, daß bei dieser Durchführung
der Referenzkatalysator Pt-Re für 300 Stunden eine relative
Stabilität von 1 hat. Diese Stabilität stellt die Zeiten dar, während
der die Ausbeute an C5⁺ sich nicht mehr als 1% in Bezug auf den
mittleren Wert ändert.
Nach Abkühlung und Destillation des Ausströmenden vom dritten
Reaktor beobachtet man die folgenden Resultate (am Ende von 300 Stunden
von Funktion der Reaktoren).
Ausbeute an C5⁺82 Gew.-%
Ausbeute an Wasserstoff 2,2 Gew.-%
(Gewichtsprozent mit Bezug auf die Charge).
Die Stabilität des Pt-Re Katalysators in den drei Reaktoren wird als
Referenz genommen und ist mit 1 benannt, als wie oben angezeigt.
Man wiederholt Beispiel 1 wobei man den Platin-Rhenium-Katalysator
durch einen Platin-Zinn-Katalysator (0,35 Gew.-% Platin und 0,25 Gew.-%
Zinn) ersetzt, wobei das Zinn eingeführt wurde in Form von Zinnchlorid
und das Platin in Form von Chlorplatinsäure.
In diesem Fall beträgt die Ausbeute an C5⁺ 82,4 Gew.-% und die
Ausbeute an Wasserstoff 2,4 Gew.-%. Die Stabilität des Pt-Sn-
Katalysators ist 0,9 (dies zeigt an, daß man hier während 300 ×
0,9 = 270 Stunden arbeiten kann, ohne die Notwendigkeit, den
Katalysator zu regenerieren).
Dieses Beispiel ist die Kombination der Beispiele 1 und 2 unter
Verwendung des Pt-Re-Katalysators des ersten Beispiels in einem
ersten Reaktor mit Festbett und unter Verwendung des Pt-Sn-
Katalysators des zweiten Beispiels in zweiten und dritten Reaktoren,
gleichermaßen mit Festbett.
Man arbeitet wie in Beispiel 1 mit einem Pt-Re-Katalysator. Man verwendet
dieselbe Charge, die gleichen Betriebsbedingungen, die gleichen
Reaktoren und Katalysatoren, aber man injiziiert einen zusätzlichen
Gehalt an Wasserstoff am Eingang des dritten Reaktors, so daß
das Verhältnis Wasserstoff/Kohlenwasserstoff gleich 6 ist.
Man erhält dann die folgenden Ausbeuten:
Ausbeute C5⁺82,8 Gew.-%
Ausbeute Wasserstoff 2,3 Gew.-%.
Die Stabilität des Katalysators ist gesteigert und findet sich
als 1,5. (Das heißt 450 Arbeitsstunden ohne daß es notwendig ist,
den Katalysator zu regenerieren).
Man wiederholt Beispiel 3 aber unter Verwendung in den Reaktoren
des Pt-Sn-Katalysators von Beispiel 2. Die Ausbeute an C5⁺ ist
83,0 Gew.-%, die Ausbeute an Wasserstoff 2,5 Gew.-% und die
Stabilität ist 1,4.
Man ersetzt den Reaktor 3 mit Festbett durch einen Radialreaktor,
der das gleiche Volumen an Katalysator enthält, wie inn den vorhergehenden
Beispielen. Der Katalysator (Pt-Re) zirkuliert hier in
Form eines Mobilbettes wie im Beispiel der US-PS 42 10 519 (gleicher
Anmelder) beschrieben. Man zieht den Katalysator kontinuierliche
von diesem dritten Reaktor mit einer Geschwindigkeit von 94 kg/Stunde
ab, das heißt einer Geschwindigkeit kalkuliert damit die Gesamtheit
des Katalysators des dritten Reaktors vollständig abgezogen, regeneriert
und kontinuierlich wieder eingeführt wird in diesem
Katalysator innerhalb von 300 Stunden.
Der Katalysator wird regeneriert wie in der US-PS 42 10 519 angegeben
(Oxychlorierung), und wird dann in den dritten Reaktor zurückgeschickt.
Die gleiche Charge wird in diese Einheit injiziiert unter den gleichen
Bedingungen wie in Beispiel 1 und liefert die folgenden Resultate:
Ausbeute C5⁺84,0 Gew.-%
Ausbeute H2 2,6 Gew.-%
Die Stabilität des verwendeten Pt-Re-Katalysators in den beiden
ersten Reaktoren mit festem Bett ist hier 2,5, das heißt diese
Katalysatoren sind regeneriert am Ende von 300 × 2,5 = 750 Stunden.
Man arbeitet wie im Beispiel 5 mit zwei Reaktoren mit festem Bett
und einem letzten Reaktor mit mobilem Bett, aber man verwendet in
den drei Reaktoren Platin-Zinn anstelle von Platin-Rhenium.
Die Ausbeute an C5⁺ ist84,6 Gew.-%
Die Ausbeute an H2 ist 2,7 Gew.-%
Die Stabilität des
Pt-Sn-Katalysators in den zwei ersten
Reaktoren mit festem Bett ist 2,3.
Pt-Sn-Katalysators in den zwei ersten
Reaktoren mit festem Bett ist 2,3.
Man wiederholt das Beispiel 5: Der Katalysator ist Pt-Re, die beiden
ersten Betten sind Festbetten, das dritte ist ein mobiles Bett; aber
in diesem Beispiel beträgt der Druck 10 bar in den drei Reaktoren
anstelle von 18 bar in den vorhergehenden Beispielen.
Man beobachtet eine C5⁺ Ausbeute von 86,0 Gew.-%, eine Wasserstoffausbeute
von 3,0 Gew.-% und eine Stabilität von 1,5 (für die
Katalysatoren mit festem Bett, Pt-Re).
Man wiederholt Beispiel 6: Der Katalysator ist Pt-Sn, die beiden
ersten Betten sind Festbetten, das dritte Bett ist ein mobiles Bett,
aber in diesem Beispiel ist der Druck 10 bar in den drei Reaktoren
(wie in Beispiel 7) anstelle der 18 bar in den Beispielen 1 bis 6.
Man beobachtet eine Ausbeute an C5⁺ von 86,7 Gew.-%, eine Ausbeute
an Wasserstoff von 3,2 Gew.-% und eine Stabilität von 1,4 für die
Katalysatoren (Pt-Sn) in festem Bett.
Man arbeitet wie im Beispiel 7, wobei man in den ersten beiden
Reaktoren (mit festem Bett) den Pt-Re-Katalysator durch Pt-Sn-
Katalysator ersetzt. Der Druck beträgt in den drei Reaktoren 10 bar.
Der dritte Reaktor, mit mobilem Bett, enthält hier Pt-Re.
Man erhält eine Ausbeute an C5⁺ von 83,8 Gew.-%, eine Ausbeute an
Wasserstoff von 2,6 Gew.-% und eine Stabilität von 1 für die
Katalysatoren mit festem Bett (Pt-Sn).
Man arbeitet wie im Beispiel 7 oder Beispiel 8, aber mit Platin-
Rhenium, mit festem Bett, in den beiden ersten Reaktoren und mit
Platin-Zinn, in mobilem Bett, im dritten Reaktor. Der Druck beträgt
10 bar in den drei Reaktoren. Die Ausbeute an C5⁺ ist 87,3 Gew.-%,
die Ausbeute an Wasserstoff 3,3 Gew.-% und die Stabilität 1,1 für
die Katalysatoren (Pt-Re) in festem Bett.
In diesem Beispiel arbeitet man wie im Beispiel 10, aber das Verhältnis
Wasserstoff/Kohlenwasserstoff wird bei 6 gehalten im
dritten Reaktor anstelle von 3 in den beiden ersten Reaktoren.
Die Ausbeute an C5⁺ ist 87,8 Gew.-%, die Ausbeute an Wasserstoff
3,5 Gew.-% und die Stabilität 2,3.
Man hat hier verwendet, im dritten Reaktor, als Katalysator mit
mobilem Bett, 22 m3 eines Katalysators enthaltend 0,25 Gew.-%
Platin eingeführt in Form von Platinacetylacetonat, und 0,35 Gew.-%
Zinn, eingeführt in Form von Tetrabutylzinn. Die Versuche haben
gezeigt, daß man bessere Ausbeuten an C5⁺ und Wasserstoff verglichen
mit dem Beispiel 11 erhält (mit einer besseren Stabilität)
mit hier nur 22 m3 Katalysator anstelle der 33 m3 Katalysator im
dritten Reaktor des Beispiels 11.
Die in diesen 13 Beispielen erhaltenen Resultate sind in der folgenden
Tabelle 1 zusammengefaßt:
Aufgrund all dieser Beispiele erscheint es, daß die Verwendung von
Pt-Re in drei festen Betten korrekte Resultate ergibt (Beispiel 1)
und daß dies auch gilt bei der Verwendung von Pt-Sn in drei festen
Betten (Beispiel 2). Man erhält die Ausbeute an C5⁺, die Ausbeute
an Wasserstoff und die Stabilität durch Erhöhen des Wasserstoffstrom
in dritten Reaktor (Beispiel 3 mit Pt-Re, Beispiel 4 mit
Pt-Sn), aber man verbessert auch diese Resultate durch Verwendung
eines mobilen Bettes von Pt-Re im dritten Reaktor (Beispiel 5) mit
Pt-Re in allen Reaktoren, gleichermaßen unter Verwendung eines
mobilen Bettes von Pt-Sn im dritten Reaktor (Beispiel 6) mit
Platin-Zinn in allen Reaktoren.
Wenn man ein mobiles Katalysatorbett im dritten Reaktor verwendet,
besteht eine andere Art der Verbesserung der Resultate darin, in den
ersten drei Reaktoren den Druck zu reduzieren (Beispiel 7 für die
Pt-Re-Katalysatoren, Beispiel 8 für die Pt-Sn-Katalysatoren) mit
jedoch einem Verlust an Stabilität.
Aber bei vorliegender Erfindung hat man eine besondere Synergie
festgestellt, die sich nur zeigt, wenn man Platin-Rhenium in festem
Bett in den zwei ersten Reaktoren und Platin-Zinn in mobilem Bett
im letzten Reaktor verwendet und bei Bedingungen in den Reaktoren
arbeitet, die einen relativ geringen Druck beinhalten (Beispiel 10).
Indem man das Platin-Zinn in die ersten beiden Reaktoren in festem
Bett einsetzt und unter Verwendung im dritten Reaktor von Platin-
Rhenium in Form von mobilem Bett sind die Ergebnisse nicht ebenso
gut (siehe Beispiel 9) wie im Beispiel 10. Darüberhinaus sind die
Resultate des Beispiels 10 noch verbessert, wenn man gleichermaßen
einen erhöhten Wasserstoffstrom im dritten Reaktor als in den beiden
ersten Reaktoren verwendet (einerseits Beispiel 11, und andererseits
Beispiel 12, wo das Platin und das Zinn in Form einer organischen
Verbindung eingeführt werden).
Man wiederholt das Beispiel 11, indem man anstelle des zweiten
axialen Festbettes ein festes Bett vom radialen Typ verwendet.
Das erste Festbett ist axial. Die Resultate werden in Tabelle 2
gegeben, in welcher man die im Beispiel 11 erhaltenen Resultate
wiederholt.
Claims (12)
1. Verfahren zur katalytischen Reformierung, bei welchem man eine
Kohlenwasserstoffcharge unter Reformierungsbedingungen in Anwesenheit
von Wasserstoff nacheinander durch wenigstens zwei
in Reihe befindlichen Reaktionszonen zirkulieren läßt, wobei
die erste(n) Reaktionszone(n), die von der Charge durchquert
wird, ein oder mehrere feste Katalysatorbetten umfaßt
(umfassen), die bestehen aus
- a) einem Träger
- b) Platin,
- c) Rhenium und
- d) einem Halogen,
wobei die letzte(n) Reaktionszone(n), die durch die Charge
durchströmt werden jede eine oder mehrere mobile Katalysatorbetten
besitzen,
die bestehen aus
- a) einem Träger
- b) Platin,
- c) wenigstens einem Metall M, gewählt aus der Gruppe bestehend aus Zinn und Indium und
- d) einem Halogen,
dadurch gekennzeichnet,
daß eienrseits in allen Reaktionszonen der Druck zwischen 7 und 14 bar liegt
und andererseits daß das Verhältnis Wasserstoff/Kohlenwasserstoff
(H2/HC) in der oder den Reaktionszonen mit mobilem Bett
größer ist als das Verhältnis Wasserstoff/Kohlenwasserstoff (H2/
HC) in der oder den Reaktionszonen mit festem Bett.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Reaktionszone oder den Reaktionszonen mit festem
Bett das Verhältnis Wasserstoff/Kohlenwasserstoff zwischen 1,5
und 5 liegt und in dem in der Reaktionszonen mit festem Bett das
Verhältnis Wasserstoff/Kohlenwasserstoff zwischen 2 und 8 liegt,
wobei der Druck in den Reaktoren geringer als 12 bar ist.
3. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Katalysator des oder jedes von der Charge durchquerten
festen Bettes von 0,01 bis 2 Gew.-% Platin (bezogen auf den Träger)
und von 0,005 bis 3 Gew.-% (bezogen auf den Träger) aufweist.
4. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Katalysator des oder jedes mobilen Bettes, das von der
Charge durchströmt wird, von 0,01 bis 2 Gew.-% Platin (bezogen auf
den Träger) umfaßt, wobei die Konzentration des Metalls M 0,05 bis
3 Gew.-% beträgt.
5. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Gewichtsanteil des Katalysators, der wenigstens ein
Metall M enthält, von 15 bis 70% beträgt, bezogen auf die gesamte
katalytische Menge, die in der Gesamtheit der katalytischen Betten
verwendet wird.
6. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der im mobilen Bett verwendete Katalysator Zinn enthält, wobei
das Zinn eingeführt wird auf den Träger mit Hilfe einer Lösung in
einem organischen Lösungsmittel von wenigstens einer organischen
Verbindung, gewählt aus der Gruppe dargestellt von den Hydrocarbylmetallen,
und den Halogenhydrocarbylmetallen und den Polyketonischen
Komplexen von Zinn (Halogenhydrocarbyl bedeutet Kohlenwasserstoff).
7. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der im mobilen Bett verwendete Katalysator erhalten ist
durch Einführung von Platin auf den Träger mit Hilfe wenigstens
einer organischen Verbindung von Platin.
8. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 6 und 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Zinn und das Platin beide in Form einer organischen
Verbindung eingeführt werden.
9. Verfahren gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Gewichtsanteil des im festen Bett verwendeten
Katalysators wenigstens 30% der gesamten totalen katalytischen
Masse, die in der Gesamtheit der katalytischen Betten verwendet
wird, darstellt.
10. Verfahren zur katalytischen Reformierung gemäß einem der Ansprüche 1
bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Charge nacheinander durch drei Katalysatorbetten zirkuliert,
durch ein erstes Bett, das fest und vom achsialen Typ ist,
ein zweites Bett das fest und von radialen Typ ist, wobei die in
diesen Betten angeordneten Katalysatoren auf der Basis von Platin
und Rhenium sinnd, dann ein drittes Bett das mobil und von radialen
Typ ist, wobei der in diesem dritten Bett angeordnete Katalysator
auf der Basis von Platin und Zinn oder von Platin und Indium ist.
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|---|---|---|---|
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Publications (1)
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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- 1987-06-25 CN CN 87104743 patent/CN1022253C/zh not_active Expired - Fee Related
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| FR2600668A1 (fr) | 1987-12-31 |
| FR2600668B1 (fr) | 1989-05-19 |
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