DE371997C - Anordnung zur Phasen- und Periodenvergleichung mit einem Anzeigegeraet nach Art eines Asynchronmotors mit zwei oder mehreren raeumlich versetzten Wicklungsabteilungen im Staender - Google Patents

Anordnung zur Phasen- und Periodenvergleichung mit einem Anzeigegeraet nach Art eines Asynchronmotors mit zwei oder mehreren raeumlich versetzten Wicklungsabteilungen im Staender

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DE371997C
DE371997C DES59345D DES0059345D DE371997C DE 371997 C DE371997 C DE 371997C DE S59345 D DES59345 D DE S59345D DE S0059345 D DES0059345 D DE S0059345D DE 371997 C DE371997 C DE 371997C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R25/00Arrangements for measuring phase angle between a voltage and a current or between voltages or currents

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Control Of Motors That Do Not Use Commutators (AREA)

Description

  • Anordnung zur Phasen- und Periodenvergleichung mit einem Anzeigegerät nach Art eines Asynchronmotors mit zwei oder mehreren räumlich versetzten Wicklungsabteilungen im Ständer. Um zwei Wechselstromgeneratoren parallel zu schalten, müssen sie gleiche Spannung, gleiche Phase und gleiche Frequenz haben. Das Einstellen auf gleiche Spannung macht keine Schwierigkeiten. Für Mehrphasengeneratoren gibt es eine Anzahl von Phasen- und Periodenvergleichern, die sich mit großer Richtkraft und genügender Genauigkeit einstellen, so daß sie geeignet sind, auch die selbsttätige Parallelschaltung zu übernehmen. Da derartige Phasen- und Periodenvergleicher für Drehstrom sechs Anschlußklemmen besitzen, so können bei einer größeren Anzahl von parallel zu schaltenden :'Maschinen die Umschaltvorrichtungen und Zuführungsleitungen unerwünscht umfangreich werden. Ferner sind diese Einrichtungen nicht ohne weiteres auch für Einphasenmaschinen verwendbar. Es besteht daher ein Bedürfnis nach derartigen Meßgeräten für Einphasenstrom, die außerdem nur vier Anschlußklemmen erfordern.
  • Werden die Spannungen zweier Netze miteinander verglichen, so haben sie bei gleicher Frequenz einen feststehenden Phasenunterschied. Eine Änderung dieses Unterschiedes im voreilenden oder zurückbleibenden Sinne erfolgt nach zeitweiser Erhöhung oder Erniedrigung der Frequenz des einen Netzes. Die Phase des einen Netzes verschiebt sich gegen die des anderen entsprechend dem Unterschied der Frequenzen. Sy@nchronismuszeiger sind daher als Phasenzeiger anzusprechen. Aul den Phasenunterschied stellen sich Meßgeräte mit mehrphasiger M'icklung ein, wenn die einzelnen Wicklungen mit gleichphasigen Strömen gespeist werden, die ein feststehendes Wechselfeld erzeugen, dessen räumliche Stellung dem Phasenunterschied entspricht. Dies ist z. B. der Fall, wenn bei einem Meßgerät mit zweiphasiger Wicklung der Strom in der einen Wicklung sich mit dem Kosinus, in der anderen Wicklung mit dem Sinus eines der Phasenverschiebung entsprechenden Winkels ändert. Steht nur Einphasenstrom zur Verfügung, so können Hilfsphasen, die im oder am Meßgerät erzeugt werden, die erforderlichen phasenverschobenen Ströme liefern. Ein Phasen- und Periodenvergleicher, wie er in seiner inneren Ausführung für Drehstrombetrieb bekannt ist, ist in Abb. Z durch die eigenartige Schaltung unter Erzeugung von Hilfsphasen für Einphasenstrom verwendbar gemacht. R, S, und R, S. sind die beiden parallel zu schaltenden Netze. An die sekundären Wicklungen der Transformatoren ti und t2 sind Drosselspulen d, und d., und Wirkwiderstände r1 und r., angeschlossen, durch die die Spannungen in um etwa 6o ° gegeneinander verschobene Komponenten geteilt sind. Das Diagramm ist aus Abb. 2 zu ersehen. Die Spannung e1 wird gespalten in die beiden Spannungen e,. und e,(. Wie aus dem Diagramm zu ersehen, sind hierbei e,. und ei (das sind die Spannungen an dem Wirkwiderstand und an der Drosselspule) um 6o ° verschoben, d. h. ei muß um (o ` gedreht werden, um in die Richtung von e, zu gelangen. Durch den Wandler t wird Spannung ed um i8o ° verschoben, so daß man je zwei Spannungen - e,( und -f- e, mit dem Phasenunterschied von 120 ' erhält, wie sie für Drehstrombetrieb in offener Schaltung (V-Schaltung) verwendbar sind. Auf diese Weise kann der Phasen- und Periodenvergleicher I lt in bekannter Weise betrieben werden, indem durch Kreuzung zweier Leitungen auf der einen Seite erreicht wird, daß die Ströme in den drei Wicklungen des Phasenvergleichers gleiche Phase besitzen und sich wechselnd so ändern, daß sie eine resultierende Magnetisierung von gleichbleibender Stärke erzeugen. Das Magnetfeld wandert mit einer Geschwindigkeit, die der Differenz der Frequenzen der beiden Netze entspricht. Der drehbare Teil des Phasenzeigers, der kurzgeschlossene Einphasenwicklung enthält, stellt sich auf den Mindestwert des Stromes dieser Wicklung ein, folgt also genau der Wanderung des Ständerfeldes. Bei der Einrichtung des Apparates mit einphasiger Kurzschlußwicklung im drehbaren Teil entsteht eine große Richtkraft, so daß das Gerät sich mit großer Genauigkeit einstellt und für das selbsttätige Parallelschalten vorteilhaft zu verwenden ist. In der beschriebenen Weise ist das bekannte Meßgerät, das im Drehstrombetrieb in bekannter Weise bereits Verwendung findet, für Einphasenstrom verwendbar gemacht.
  • Einfacher und auch in der Wirkungsweise übersichtlicher ist ein Meßgerät mit zwei senkrecht zueinander stehenden Wicklungen. Spaltet man die Netzspannung in zwei Spannungen, die gegeneinander eine Phasenverschiebung von 9o ° haben, z. B. durch Drosselspulen und (Ohmsehen) Widerstand, durch Kondensatoren, durch Einfügen einer Brücke, so seien ei und e. (Abb. 3) diese Spannungen auf der einen Netzseite. Die Spannungen auf der anderen mit der ersten zu vergleichenden Netzseite sei gespalten in die Spannungen Ei und E2. Wenn die beiden Netzseiten nicht frequenzgleich sind, ändert sich die Phasenverschiebung zwischen den Spannungen. Der veränderliche Phasenwinkel sei cp. Man kann nun die Spannungen ei und e2 mit den Spannungen Ei und E2 so verbinden, daß phasengleiche Spannungen entstehen. Wie aus Abb. 3 hervorgeht, ist ei - El e2 + E?, ei E2 i Ei - e2 ei E1 / E2 - e2, ei +E2@e2+Ei. Man kann jede der vier Kombinationen verwenden, um die Zweiphasenwicklung des Meßgerätes zu speisen. Da die Spannungen parallel sind, sind die von ihnen erzeugten Magnetisierungsströme phasengleich. Wie aus der Abb. 3 hervorgeht, ändern sich die Werte auf der einen Seite, beispielsweise ei - Ei, gegen die auf der anderen Seite angegebenen Spannungen, beispielsweise e2 + e2, wie der Sinus und der Kosinus von Die in den beiden Zweiphasenwicldungen des Meßgerätes erzeugten Magnetisierungen setzen sich daher zu einer resultierenden Magnetisieiung zusammen, die entsprechend der Änderung von wandert und in allen Stellungen gleich groß ist, so daß das 1VIeßgerät sich in jeder Phasenstellung mit gleicher Richtkraft einstellt. Vorausgesetzt wird nur, daß die Spannungen e1 und e, gleich sind.
  • In Abb. q. ist eine der nach Abb. 3 möglichen Ausführungsformen für die Kombination ei -E- E2 und e2 +. Ei dargestellt. Der Phasenvergleicher Ph trägt zwei um go ° versetzte Wicklungen. Der Läufer stimmt mit dem nach Abb. z überein. Bei Verschiebung der Spannung Ei gegen ei, ebenso s2 gegen e2 um den Winkel cp dreht sich teer Läufer um den Winkel Heirscht zwischen den beiden Spannungen ei und e2 nicht ein Winkel von go °, sondern ein Winkel a (Abb. 5), ebenso zwischen ei und e2, so kann man die Spannungen 6l, e2 und ei, e2 gleichfalls so kombinieren, daß die rosultierenden Spannungen und entsprechend die magnetisierenden Ströme phasengleich sind. Es ist ei - E2 Ei - e--, ei -I- E2 e2 + Ei.
  • Die eine Vorbedingung, daß in den Spulen einer Zweiphasenstromwicklung einphasige Wechselfelder erzeugt werden sollen, ist also erfüllt. Es ist ferner wobei e die Spannung der beiden parallel zu schaltenden Netze bedeutet. Man erhält daher bei Frequenzunterschieden der beiden Netze auch ein Wanderfeld, aber nicht von gleichbleibender Stärke. Die Stärke der resultierenden Magnetisierung ändert sich von einem Werte 2 e bis 2 e Der Unterschied ist um so größer, je mehr der Winkel a von go ° abweicht. Wird die Differenz der Spannungen für den Phasenvergleicher verwandt, so erhält man den kleinsten Wert bei Phasengleichheit für cp = o. 'Wählt man die Kombination der Summe der Spannungen, so erhält man den größten Wert für cp = o. Da es zumeist darauf ankommt, in der Nullstellung die größte Richtkraft zu erhalten, so wird es im allgemeinen am vorteilhaftesten sein, die Summe der Spannungen zu verwenden.
  • Die Spannung ei - E2 steht auf der Spannung 6,+E2 senkrecht. Verschiebt man eine der beiden Spannungen um go °, so werden die Spannungen phasengleich, ändern sich aber mit dem Kosinus und dem Sinus von Man kann diese beiden Spannungen benutzen, um Magnetfelder von gleichbleibender Stärke, aber mit dem Winkelt' sichändernder Stellung zu erhalten.
  • Allgemein stehen Spannungen, die durch Addition und Subtraktion zweier phasenverschobener Spannungen erhalten werden, senkrecht aufeinander. Die beiden Spannungen ändern sich bei Änderung des Winkels der ursprünglichen Spannung. Ist dieser Winkel cp und sind die Spannungen gleich e, so sind die beiden aufeinander senkrechten Spannungen e sin und e cos Werden die Spannungen an die zwei um go ° verschiedenen Wicklungen des Phasenschiebers gelegt, so entstehen Wechselfelder, die abwechselnd zu- und abnehmen. Die beiden Spannungen können jedoch kein stehendes Wechselfeld erzeugen, da die Ströme phasenverschoben sind und ein rotierendes Drehfeld ergeben. Um ein entsprechend der Änderung des Winkels cp wanderndes Magnetfeld zu erhalten, ist es erforderlich, die eine der beiden Spannungen um go ° zu verdrehen.
  • Es seien in Abb. 6 0A = e1 und OB = e2 die beiden zu vergleichenden Netzspannungen, dann ist B A - ei - e2, C A = ei - e2. A B steht senkrecht auf A C. Wird die SpannungAB um go ° verschoben, so erhält man die Spannung A D = A B in Richtung von A C. Die Spannungen A D und A C erzeugen, da gleichphasig, ein feststehendes Wechselfeld. Die Spannung d D erzeugt in der einen Spule ein Feld F,- sin LV in der Feldrichtung F,, die Spannung .#i C in der zweiten Spule ein Feld F,. cos ü in der Feldrichtung F, (Abb. 7). Da die beiden Spannungen sich wie Sinus und Kosinus ändern und phasengleich sind, so setzen sie sich zu einem resultierenden Feld F,. zusammen, das mit dem Winkel 1L = wandert und unabhängig von dem M@inkel 41 in allen Phasenstellungen gleich stark ist.
  • In Abb. 8 ist diu Schaltung für einen hiernach hergestellten Phasen- und Periodenzeiger angegeben. Wenn die Leitungen R, und R;, verbunden sind, so herrscht zwischen den Leitungen S, und S. die Difierenz der beiden Netzspannungen e, - e." die an die Brücke Br, die aus induktionsfreien und induktiven Widerständen zusammengesetzt ist, angelegt ist, wodurch diese Spannung entsprechend obigen Ausführungen um 9o ° erschoben wird. Diese Spannung wird an das- eine Spulenpaar des Phasenvergleichers angelegt. Durch einen Meßwandler Z' ist die Spannung e, um i8o ° verdreht. Diese transformierte Spannung wird in Verbindung mit der Spannung e. an das andere Spulenpaar angelegt. Der Läufer des Phasenvergleichers besitzt, wie bei allen anderen Ausführungen, kurzgeschlosseneEinphasenwicklung. Entsprechend dem Frequenzunterschied der beiden Netze R, S, und R.., S., dreht sich der Läufer in einem oder dem anderenSinne mit einer Drehzahl, die dem Frequenzunterschied entspricht.
  • Bei allen diesen Ausführungen wird insbesondei e noch durch die kurzgeschlossene Einphasenwicklung des Läufers eine große Richtkraft in allen Phasenstellungen des Meßgerätes erreicht. Die Einstellung ist daher sehr genau, so daß sich derartige Apparate gut für selbsttätige Parallelschaltung, nötigenfalls auch für selbsttätige Regelung der Drehzahl der parallel zu schaltenden Maschinen, eignen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anordnung zur Phasen- und Periodenvergleichung mit einem Anzeigegerät nach Art eines Asvnchronmotors mit zwei oder mehreren räumlich versetzten Wicklungsabteilungen im Ständer, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigegerät dadurch für Einphasenstrom verwendbar gemacht wird, daß auf jeder der beiden zu vergleichenden Netzseiten phasenverschobene Spannungen erzeugt und so untereinander zusammengesetzt werden, daß den Wicklungen phasengleiche, in den einzelnen Stromleisen verschieden starke, bei Frequenzunterschied sich dauernd ändernde Ströme zugeführt werden, die ein Wechselfeld erzeugen, das mit einer Drehzahl entsprechend dem Frequenzunterschied der beiden Netze wandert und eine entsprechende Drehung des einphasigen kurzgeschlossenen Läufers verursacht, der sich daher bei Frequenzgleichheit entsprechend dem Phasenwinkel zwischen den Netzen einstellt. z. Anordnung nach Anspruch i unter Verwendung eines Anzeigegerätes mit drei Wicklungsabteilungen, dadurch gekennzeichnet, daß von drei mittels induktiver und induktionsfreier Widerstände erzeugten, phasenverschobenen Spannungen durch Kreuzung zweier Leitungen den `'Wicklungsabteilungen Ströme gleicher Phase, aber ungleicher veränderlicher Stärke zugeführt werden (Abb. i). 3. Anordnung nach Ansprach i unter Verwendung eines Anzeigegerätes mit zwei um go ° versetzten Wicklungsabteilungen, dadurch gekennzeichnet, daß auf beiden Netzseiten zwei um den gleichen Phasenwinkel gegen die Netzspannung verschobene Hilfsspannungen erzeugt werden und die Spannungen auf den beiden Netzseiten für die Speisung des Phasenvergleichers durch Addition und Subtraktion der Spannungen auf beiden Seiten so verknüpft werden, daß phasengleiche Ströme von verschiedener, bei Ungleichheit der Frequenz veränderlicher Stärke entstehen (Abb. 5). q. Ausführungsform der Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Verschiebungswinkel für die Hilfsphase 9o ° gewählt wird, um ein bei Ungleichheit der Frequenz wanderndes Feld zu erhalten, das in jeder Phasenstellung gleiche Stärke besitzt (Abb. 3). 5. Anordnung nach Anspruch i unter Verwendung eines Anzeigegerätes mit zwei um 9o ° versetzten Wicklungsabteilungen, dadurch gekennzeichnet, daß durch Addition und Subtraktion der beiden zu vergleichenden Netzspannungen zwei Spannungen erzeugt werden, von denen die eine mit dem Kosinus, die andere mit dem Sinus des halben zwischen den beiden Netzen vorhandenen Phasenverschiebungswinkels sich ändert, und die Gleichheit der Phase für die magnetisierenden Ströme durch Verschiebung der Summen- oder der Differenzspannung um 9o ° erreicht wird (Abb. 8). 6. Verwendung der Anordnungen nach Anspruch i bis 5 für den selbsttätigen Betrieb einer Parallelschaltvorrichtung von Wechselstrommaschinen.
DES59345D Anordnung zur Phasen- und Periodenvergleichung mit einem Anzeigegeraet nach Art eines Asynchronmotors mit zwei oder mehreren raeumlich versetzten Wicklungsabteilungen im Staender Expired DE371997C (de)

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