DE3718440C2 - Verkehrsbake - Google Patents

Verkehrsbake

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Description

Die Erfindung betrifft eine Verkehrsbake mit einem Bakenfuß und einem mit diesem lösbar verbundenen Bakenkörper, wobei das dem Bakenfuß zugekehrte Ende des Bakenkörpers mindestens ein Steckteil besitzt, das mit einer in die Oberseite des Bakenfußes auslaufenden Steckaufnahme lösbar verbunden ist.
Eine Verkehrsbake dieser Art ist bereits durch das DE-GM 82 23 255 bekannt. Nachteilig ist dabei, daß sich beim Anfahren der Verkehrsbake der Bakenkörper leicht von dem Bakenfuß lösen kann, was nicht nur zu erheblichen Beschädigungen des Fahrzeuges führen kann, sondern auch erhebliche Verletzungsgefahren für die Fahrzeuginsassen verursacht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße Verkehrsbake so weiterzubilden, daß bei deren Anfahren die Beschädigungen sowohl an ihr selbst als auch am Fahrzeug herabgesetzt werden können.
Gelöst wird die gestellte Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß das Steckteil an seinem unteren Ende jeweils einen sich quer zur Schwenkebene des bakenkörpers erstreckenden Gelenkkörper und die Steckaufnahme zwischen jeweils einer den oberen Bereich der Steckaufnahme bildenden Einsteckaufnahme und einer den unteren Bereich der Steckaufnahme bildenden Steckpartie eine bezüglich der Breite der Einsteckabschnittaufnahme und der Breite der Steckpartie verbreiterte Gelenkkörperaufnahme besitzt, derart, daß in einer innerhalb der Steckaufnahme nach oben versetzten Position des Steckteiles und verschwenkter Lage des Bakenkörpers der Gelenkkörper in der Gelenkkörperaufnahme gelagert ist sowie den Bakenkörper mit dem Bakenfuß gelenkig verbindet und festhält, und daß in der Betriebsstellung des Bakenkörpers jeweils das untere Ende des Steckteils mit der Steckpartie formschlüssig verbunden ist.
Erreicht wird durch diese Maßnahmen, daß der Bakenkörper im wesentlichen zwei stabilde Positionen einnehmen kann, nämlich die erste, in der er aufrechtsteht und von den Verkehrsteilnehmern wahrgenommen werden kann (Betriebsstellung), und die zweite, die er einnimmt, wenn die Verkehrsbake überfahren wird. Hierbei wird die ursprüngliche Steckverbindung durch die der Bakenkörper mit dem Bakenfuß verbunden ist, in eine Gelenkverbindung umgewandelt, und zwar derart, daß der Gelenkkörper in die Gelenkkörperaufnahme versetzt wird. In dieser relativen Lage des Gelenkkörpers mit Bezug auf die Gelenkkörperaufnahme besteht keine Steckverbindung mehr zwischen dem Bakenkörper und dem Bakenfuß. Durch die Erfindung wird erreicht, daß eine feste Verbindung zwischen dem Bakenkörper und dem Bakenfuß dann besteht, wenn der Bakenkörper in seiner wirksamen Lage ist, während er in seiner unwirksamen (horizontalen) Lage mit dem Bakenfuß über eine Gelenkverbindung verbunden ist. Die Herstellung der Verbindung zwischen dem Bakenkörper und dem Bakenfuß ist einfach, weil die Steckaufnahme so geformt ist, daß sie das Steckteil ohne weiteres aufnehmen kann. Wird nun der Bakenkörper mit Kräften belastet, die quer zur Längsrichtung des Bakenkörpers einwirken, dann wird das Steckteil aus der Steckaufnahme teilweise herausgezogen und in die Gelenkkörperaufnahme versetzt, wodurch eine Gelenkverbindung zwischen dem Steckteil und der Gelenkkörperaufnahme hergestellt wird. Diese Gelenkverbindung verhält sich nun wie ein Scharnier, so daß zwischen dem Bakenfuß und dem Bakenkörper keine anderen Kräfte wirken. Der Bakenkörper leistet daher keinen Widerstand mehr mit Bezug auf die auf ihn einwirkenden Kräfte (Fahrzeug). Der umgekippte Bakenkörper kann selbstverständlich ohne weiteres aufgestellt werden, in dem er in seine ursprüngliche Lage verschwenkt oder versetzt wird. Nimmt er die vertikale Position ein, dann wird die gelenkige Verbindung zwischen dem Bakenkörper und dem Bakenfuß in eine Steckverbindung umgewandelt, weil das Steckteil sich innerhalb der Steckaufnahme geringfügig nach unten versetzt, wodurch die Steckkupplung eintritt. Beim Anfahren der Verkehrsbake ist ein Lösen des Bakenkörpers vom Bakenfuß sicher verhindert.
Weitere zweckmäßige und vorteilhafte Maßnahmen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor. Hierbei ist es zweckmäßig, wenn das untere Ende des Steckteils im vertikalen Querschnitt kreisrund oder oval ist. Im Rahmen diese Erfindungsgedankens ist es vorteilhaft, wenn das Steckteil in Vorderansicht O-, U- oder L-förmig ist. Wird das Steckteil eines derartigen Bakenkörpers in die Steckaufnahme lotrecht eingeführt, dann wird eine Steckverbindung zwischen den beiden Teilen hergestellt. Eine weitere Verbesserung dieser Verbindung ist dadurch erreichbar, daß mindestens zwei quer zur Schwenkachse des Bakenkörpers sich erstreckende Steckteile vorgesehen sind. Diese Ausgestaltungsform der Erfindung kann z. B. dann in Betracht kommen, wenn die Breite des Bakenkörpers relativ groß ist.
Zwischen jeweils zwei Steckteilen ist es möglich, mindestens eine in Richtung des Bakenkörpers sich ertreckende Ausnehmung auszubilden, deren Innenumriß vorzugsweise rechteck- oder trapezförmig ist.
Im Rahmen des Erfindungsgedankens ist es zweckmäßig, wenn die in Richtung des Bakenkörpers gemessene Höhe des Gelenkkörpers größer als die Breite der Einsteckabschnittaufnahme ist. Bezüglich der weiteren Verbesserung der Gelenkverbindung kann vorgesehen sein, daß die Höhe der Einsteckabschnittaufnahme etwa der Höhe eines in der Betriebsstellung des Bakenkörpers in die Einsteckabschnittaufnahme eingesteckten Einsteckabschnittes entspricht und geringer ist als die Wanddicke der Steckaufnahme. Sie muß aber geringer sein als der Abstand des Gelenkkörpers von dem Einsteckabschnitt.
Wichtig ist auch, daß der Bakenfuß aus einem Material mit hohem spezifischen Gewicht besteht, während der Bakenkörper aus schlagfestem Kunststoff ausgebildet ist. Im Bakenfuß können Ausnehmungen für weitere Bauteile, z. B. für eine Stromquelle, vorgesehen sein.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Verkehrsbake ist erreichbar, daß diese mit wenigen Handgriffen zerlegbar und stapelbar ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine Verkehrsbake in Explosionsdarstellung,
Fig. 2 den mit II bezeichneten Teil des Bakenkörpers nach Fig. 1 vergrößert dargestellt, und
Fig. 3 einen Teil eines vertikalen Querschnitts durch eine Verkehrsbake.
Wie aus den Fig. 1 und 3 hervorgeht, besteht die Verkehrsbake 10 aus einem Bakenfuß 12 und einem mit diesem lösbar verbindbaren Bakenkörper 13. Das dem Bakenfuß 12 zugekehrte Ende des Bakenkörpers 13 besitzt zwei Steckteile 15, die mit einer in die obere Partie des Bakenfußes 12 auslaufenden und eine Steckpartie 17 besitzenden Steckaufnahme 18 lösbar vebindbar sind. Jedes Steckteil 15 besitzt einen Gelenkkörper 20, 21, und die Steckaufnahme 18 weist zwei Gelenkkörperaufnahmen 24, 25 auf. Bei der in Fig. 3 dargestellten Verbindung zwischen dem Bakenkörper 13 und dem Bakenfuß 12 handelt es sich um eine Steckverbindung, da der Gelenkkörper 20 mit der Steckpartie 17 verbunden ist. Wird nun der Bakenkörper 13 in Richtung des Pfeiles 30 belastet, dann stützt sich der Bakenkörper 13 über seine Erweiterung 33 an der oberen Kante der Steckaufnahme 18 ab, wodurch eine Hebelwirkung erzeugt wird, die zur Folge hat, daß der Gelenkkörper 20 die Steckpartie 17 verläßt und in die Gelenkkörperaufnahme 24 versetzt wird. Beim weiteren Verschwenken (siehe Pfeil 100) des Bakenkörpers 13 wird die in Fig. 3 dargestellte Steckverbindung ganz gelöst und in eine Gelenkverbindung umgewandelt, da der Gelenkkörper 20 nur noch in der Gelenkkörperaufnahme 24 angeordnet ist. Die den Fuß 40 der Steckaufnahme 18 bildende Steckpartie 17 geht in vertikaler Richtung nach oben in die erweiterte Gelenkkörperaufnahme 24 über und läuft in eine Einsteckabschnittaufnahme 42 aus. Der Gelenkkörper 20 und die Steckpartie 17 sind miteinander lösbar verbindbar. Wie die Fig. 3 ferner erkennen läßt, ist der Übergang zwischen der Steckpartie 17 und der Gelenkkörperaufnahme 24 als eine stufenfreie Erweiterung ausgebildet, so daß die Umwandlung der Steckverbindung in eine Gelenkverbindung kontinuierlich erfolgen kann. Andererseits dient diese Erweiterung auch dazu, daß beim Verbinden des Steckteiles 15 mit der Steckaufnahme 18 der Gelenkkörper 20 in die Steckpartie 17 ohne weiteres eingesteckt werden kann.
Die Steckaufnahme 18 ist symmetrisch ausgebildet, und die Dicke d1 des Gelenkkörpers ist geringer als die Breite d2 der Einsteckabschnittaufnahme 42.
Die in Richtung 110 des Bakenkörpers 13 gemessene Höhe h1 des Gelenkkörpers 20 ist größer als die Breite d2 der Einsteckabschnittaufnahme 42 und kleiner als die Breite d3 der Gelenkkörperaufnahme 24. Die Wanddicke d4 der Steckaufnahme 18 ist geringer als der Abstand des Gelenkkörpers 20 von dem Einsteckabschnitt 55. Die Höhe der Einsteckabschnittaufnahme 42 entspricht etwa der Höhe des Einsteckabschnittes 55 und ist geringer als die Wanddicke d4 der Steckaufnahme 18.
Fig. 1 und 3 lassen erkennen, daß die Einsteckabschnittaufnahmen 42 durch Haken begrenzt sind, die mit den Durchbrüchen 90 und 91 der Steckteil 15 dann zusammenarbeiten, wenn der Bakenkörper 13 verschwenkt wird. Da diese Verbindung nur während der ausgeschwenkten Lage des Bakenkörpers 13 vorhanden ist, kann der Bakenkörper 13 vom Bakenfuß 12 ohne weiteres gelöst werden, indem er in Richtung des Pfeiles 110 vertikal nach oben versetzt wird. Die Krümmungsradien der oberen bzw. unteren Partie des Gelenkkörpers 20 entsprechen dem Krümmungsradius der Gelenkkörperaufnahme 24. Dies bringt den Vorteil mit sich, daß zum einen eine leicht lösbare Verbindung zwischen dem Gelenkkörper 20 und dem Fuß 40 herstellbar ist. Zum anderen kann der Gelenkkörper 20 im Bereich der Gelenkkörperaufnahme 24 gut gelagert werden. Der Bakenfuß 12 besitzt ferner (vgl. Fig. 1) weitere Aufnahmen 120, 121, die als Aufnahme für eine integrierte Stromquelle 122 dienen können. Diese Stromquelle 122 ist über nicht näher dargestellte Leitungen mit einer Warnleuchte 125, die mit dem Bakenkörper 13 lösbar verbindbar ist, elektrisch verbunden. Zwischen den Gelenkkörpern 20 und 21 ist eine in Richtung des Bakenkörpers 13 sich erstreckende Ausnehmung 130 ausgebildet, deren Innenumriß vorzugsweise rechteckförmig ist. Diese Ausnehmung 130 arbeitet mit weiteren Haltehaken 133 und 134 zusammen, und zwar dann, wenn der Bakenkörper 13 um die Gelenkkörper 20 und 21 verschwenkt ist. Ist der Bakenkörper 13 vertikal ausgerichtet, dann sind die Haltehaken 133 und 134 oberhalb der Ausnehmung 133 angeordnet und arbeiten mit dem Bakenkörper 13 zusammen. Da die Breite des Bakenkörpers 13 in diesem Bereich etwa dem Abstand der beiden Haltehaken 133 und 134 entspricht handelt es sich hier um eine formschlüssige Verbindung.
Schließlich lassen die Figuren erkennen, daß sowohl die Gelenkkörper 20 und 21 als auch die Einsteckabschnitte 55 und 56 der Steckteil 15 als stufenartige Verengungen ausgebildet sind, was den Vorteil mit sich bringt, daß sie quer zur Verschwenkrichtung 100 nicht bewegbar sind.

Claims (9)

1. Verkehrsbake mit einem Bakenfuß und einem mit diesem lösbar verbundenen Bakenkörper, wobei das dem Bakenfuß zugekehrte Ende des Bakenkörpers mindestens ein Steckteil besitzt, das mit einer in die Oberseite des Bakenfußes auslaufenden Steckaufnahme lösbar verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Steckteil (15) an seinem unteren Ende jeweils einen sich quer zur Schwenkebene des Bakenkörpers (13) erstreckenden Gelenkkörper (20, 21) und die Steckaufnahme (18) zwischen jeweils einer den oberen Bereich der Steckaufnahme (18) bildenden Einsteckabschnittaufnahme (42) und einer den unteren Bereich der Steckaufnahme (18) bildenden Steckpartie (17) mindestens eine bezüglich der Breite (d2) der Einsteckabschnittaufnahme (42) und der Breite der Steckpartie (17) verbreiterte Gelenkkörperaufnahme (24, 25) besitzt, derart, daß in einer innerhalb der Steckaufnahme (18) nach oben versetzten Position des Steckteiles (15) und verschwenkter Lage des Bakenkörpers (13) der Gelenkkörper (20, 21) in der Gelenkkörperaufnahme (24, 25) gelagert ist sowie den Bakenkörper (13) mit dem Bakenfuß (12) gelenkig verbindet und festhält, und daß in der Betriebsstellung des Bakenkörpers (13) jeweils das untere Ende des Steckteils (15) mit der Steckpartie (17) formschlüssig verbunden ist.
2. Verkehrsbake nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Ende des Steckteiles (15) im vertikalen Querschnitt kreisrund oder oval ist.
3. Verkehrsbake nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Steckteil (15) in Vorderansicht O-, U- oder L-förmig ist.
4. Verkehrsbake nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei, quer zur Schwenkachse des Bakenkörpers (13) sich erstreckende Steckteile (15) vorgesehen sind.
5. Verkehrsbake nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen jeweils zwei Steckteilen mindestens eine in Richtung des Bakenkörpers (13) sich erstreckende Ausnehmung (130) ausgebildet ist, deren Innenumriß vorzugsweise rechteck- oder trapezförmig ist.
6. Verkehrsbake nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die in Richtung (110) des Bakenkörpers gemessene Höhe (h1) des Gelenkkörpers (20) größer ist als die Breite (d2) der Einsteckabschnittaufnahme (42).
7. Verkehrbake nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der Einsteckabschnittaufnahme (42) etwa der Höhe eines in der Betriebsstellung des bakenkörpers (13) in die Einsteckabschnittaufnahme (42) eingesteckten Einsteckabschnittes (55) entspricht und geringer ist als die Wanddicke (d4) der Steckaufnahme (18).
8. Verkehrsbake nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Bakenfuß (12) aus einem Material mit hohem spezifischem Gewicht besteht, während der Bakenkörper (13) aus schlagfestem Kunststoff ausgebildet ist.
9. Verkehrsbake nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß im Bakenfuß (12) Ausnehmungen (120, 121) für weitere Bauteile, z. B. für eine Stromquelle (122), vorgesehen sind.
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