DE3709869A1 - Ausnehmevorrichtung einer automatisch arbeitenden verarbeitungsanlage fuer gefluegeltiere - Google Patents

Ausnehmevorrichtung einer automatisch arbeitenden verarbeitungsanlage fuer gefluegeltiere

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Ausnehmevorrichtung einer automatisch arbeitenden Verarbeitungsanlage für Geflügeltiere jeder Art, insbesondere aber für Hähnchen oder Puten, mit einem für das Einschieben in die Körperhöhle des Tieres bestimmten bewegbaren Eingeweide-Ausnehmer, der an seinem freien Ende mit einer Eingeweide- Greifeinrichtung versehen ist.
Bekannt ist eine Ausnehmevorrichtung, die aus einem länglichen Bügel besteht. Dieser Bügel ist, eine mittige Ausnehmung bildend, aus einem Stangenmaterial hergestellt und an seinem freien Ende ausgerundet. An diesem ausgerundeten Ende befindet sich eine Eingeweide-Greifeinrichtung. Eine derartige Ausnehmevorrichtung wird entlang einer Stangenführung bewegt und in die Körperhöhle eines Geflügeltieres eingeführt. Dabei wird auf das Geflügeltier so eingewirkt, daß sich das ausgerundete Ende des Ausnehmebügels entlang dem Rücken nach unten bewegt und dabei die Innereien durch die mittige Ausnehmung gelangen, während das ausgerundete Ende sich zum Ende der Körperhöhle hin bewegt. Dabei schlägt sich häufig der Magen um das ausgerundete Ende herum und befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite des Darms. Dabei schlingt sich der Darm um das ausgerundete Ende des Ausnehmebügels. Wenn in diesem Zustand die Ausnehmevorrichtung aus der Körperhöhle herausgezogen wird, so reißt der Bügel häufig zu stark am Darm, da der Magen sich nicht über das ausgerundete Ende in die Ausnehmung lageverändern kann, d. h. der Magen fördert die Reißbewegung am Darm, was häufig dazu führt, daß der Darm abgerissen wird und somit das gesamte Eingeweide-Innereien-Bündel sich vom Tier trennen kann. Dies ist jedoch nicht erwünscht. Vielmehr soll der Bügel lediglich dieses Bündel aus der Körperhöhle herausholen und dann so zur Seite auf den Rücken des Tieres fallen lassen, daß dieses Bündel außerhalb der Körperhöhle hängenbleibt und somit leicht von den Veterinärmedizinern inspiziert werden kann. Verstärkt wird dieses Reißen am Darm noch dadurch, daß der umgeschlagene Magen an der die Körperhöhlenöffnung verengenden Haut hängenbleibt.
Außerdem wirken auf den Ausnehmebügel über einen relativ langen Hebelarm durch das Zurechtrücken des Geflügeltieres relativ hohe Kräfte, die unmittelbar auf die Führung des Ausnehmebügels sich auswirken und somit die gesamte Anlage derart beschädigen können, so daß ein funktionseinwandfreier Ablauf nicht mehr gewährleistet ist.
Der zuvor beschriebene Sachverhalt im Zusammenhang mit dem bisher bekannten Ausnehmelöffel wird anhand von Fig. 5 und 6 der Zeichnungen beschrieben. Fig. 5 zeigt in einer schematischen Schnittdarstellung der mit einer mittigen Öffnung versehenen, vollständig in die Körperhöhle (56) eingedrungenen Ausnehmelöffel (58). Dieser Ausnehmelöffel wurde durch entsprechendes Einwirken auf die Brustseite (60) so in die Körperhöhle (56) eingeführt, daß das freie Ende (64) mit der Greifeinrichtung (66) der brustseitigen Innenwand (68) entlang zum vorderen Ende der Körperhöhle (60) gleitet und dabei mit der mittigen Ausnehmung die gesamten Innereien erfaßt. Dann wird die Rückendrückplatte (70) in Richtung des Pfeiles (72) gedrückt, so daß bei dem Herausziehen des Ausnehmelöffels (58) die Greifeinrichtung (66) entlang der rückenseitigen Innenwand (74) gleitet. Beim Herausziehen des Ausnehmelöffels (58) in Richtung des Pfeiles (76) schlägt sich der Magen (78) um das geschlossene Ende (80) des Ausnehmelöffels (58) und vollzieht dann die zuvor beschriebene Wirkung.
Daher besteht die Aufgabe der Erfindung darin, eine Ausnehmevorrichtung der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, daß dauerhaft ein einwandfreier Betrieb gewährleistet ist, ohne daß die Gefahr besteht, daß die Ausnehmevorrichtung den Darm abreißt, aber zuverlässig das Bündel aus Innereien und Darm aus der Körperhöhle des Geflügeltieres herausholt und an die Außenseite des Geflügeltieres legt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß dem freien Ende des Ausnehmers im Abstand auf der der Greifeinrichtung abgewandten Seite eine Stützeinrichtung zugeordnet ist, die auf den Ausnehmer zu und von diesem weg bewegbar ist.
Beim Hineinfahren dieses Ausnehmers in die Körperhöhle des Tieres setzt sich der Magen in eine günstige Stellung zwischen Ausnehmer und Stützeinrichtung, so daß beim Herausziehen des Ausnehmers nicht unmittelbar auf den Darm eingewirkt wird bzw. die Krafteinwirkung auf den Darm durch den Magen nicht mehr verstäkt wird. Dies hat zur Folge, daß der Darm nicht mehr abreißen kann und somit ein zuverlässiger Ausnehmebetrieb gewährleistet ist.
Durch die Bewegung des Ausnehmers und der Stützeinrichtung aufeinander zu und voneinander weg besteht die Möglichkeit, beide Teile beim Einführen in die Körperhöhle sehr nahe aneinander zu bringen, so daß ein besseres, ungestörteres und nicht verletzendes Einfahren in die Körperhöhle möglich ist. Durch das Auseinanderbewegen besteht eine Möglichkeit der Einstellung derart, daß der Magen auf die beschriebene Weise festgehalten werden kann, wenn der Ausnehmer herausgezogen wird. Aus dieser Stellung kann dann der Magen sich vollständig aus der Halteeinrichtung befreien, wenn sich der Ausnehmer von dem Geflügeltier löst. Außerdem wird die Haut im Bereich der Körperhöhlenöffnung zur Seite geschoben und dadurch der Herausholvorgang der Innereien gefördert.
Zur Verbesserung der Haltefunktion des Magens ist die Stützeinrichtung in entgegengesetzter Richtung der Vorbewegungsrichtung des Ausnehmers versetzt zur Greifeinrichtung angeordnet.
Zweckmäßigerweise ist die Stützeinrichtung als stangenähnliches Teil entsprechend einem stangenähnlichen Teil des Ausnehmers ausgebildet und um eine am Ausnehmer angebrachte Schwenkachse kontinuierlich zwischen einer Spreizstellung und einer angenäherten Stellung schwenkbar, wobei in der Spreizstellung die Haltefunktion vollzogen wird und in der angenäherten Stellung das bessere Einführen in die Körperhöhle möglich ist.
Vorzugsweise wird der Ausnehmer und die Stützeinrichtung durch Federkraft auseinandergedrückt, wobei ein gegebenenfalls einstellbarer Anschlag bestimmt, wie groß die Spreizung sein kann.
Vorteilhafterweise ist der Ausnehmer und die Stützeinrichtung in der Spreizstellung und in der angenäherten Stellung lagegesteuert arretierbar. Dies bedeutet, daß beim Einfahren beide Einrichtungen aneinanderliegen und somit beim Einschieben in die Körperhöhle einen geringstmöglichen Widerstand bieten. Diese angenäherte Stellung wird dann in die Spreizstellung überführt, wenn die Einrichtungen voll in die Körperhöhle eingeführt sind. Dabei drückt die Stützeinrichtung aufgrund der genannten Federkraft gegen die Brust des Geflügeltieres. Eine dabei auftretende Reaktionskraft wirkt auf den Ausnehmer und drückt diesen automatisch gegen den Rücken, ohne daß auf die Einrichtung im Bereich der Führung Kräfte einwirken können. Dieses Aufspreizen erfolgt in der voll eingeschobenen Stellung nur teilweise, wobei die Stützeinrichtung an der brustseitigen Wand der Körperhöhle und der Ausnehmer an der rückenseitigen Innenwand der Körperhöhle anliegt. Beim gemeinsamen Herausziehen beider Einrichtungen kann sich die Spreizung automatisch vergrößern, wenn der Innenabstand in der Körperhöhle zwischen brustseitiger Innenwand und rückenseitiger Innenwand zunimmt.
Damit dieser Betrieb besonders einwandfrei vonstatten geht, ist die Einheit aus Ausnehmer und Stützeinrichtung entlang einer Führung bewegbar. In der jeweiligen Endlage befindet sich an der Führungseinrichtung ein Betätigungsnocken, der die Relativlage zwischen Ausnehmer und Stützeinrichtung beeinflußt. Dies erfolgt vorzugsweise dadurch, daß ein sich mitbewegender Totpunkt-Kipphebel gegen die Betätigungsnocken zur Anlage kommt.
Vorzugsweise sind der Ausnehmer und/oder die Stützeinrichtung als stangenähnliches Teil entlang ihrer Länge mittig mit einer Ausnehmung versehen, die allseits geschlossen ist, wobei gegebenenfalls die Ausnehmung des Ausnehmers und die der Stützeinrichtung miteinander fluchten. Durch diese Ausnehmungen können die Innereien und Eingeweide außerhalb des Geflügeltieres leicht nach außen fallen.
Vorzugsweise ist der Ausnehmer und/oder die Stützeinrichtung als ein aus einer Rundstange gebildeter Bügel ausgebildet, der am der Greifeinrichtung zugeordneten Ende ausgerundet ist.
Die Bügelausrundung der Stützeinrichtung ist gegenüber dem Ausnehmer nach hinten versetzt angeordnet und gegebenenfalls auch in Richtung auf den Ausnehmer zusätzlich konkav ausgebildet. Dies fördert weiterhin die Festhaltefunktion des Magens, so daß sich der Darm nicht um die Bügelausrundung schlingen kann. Aus dieser Haltelage kann der Magen auch leicht durch die Ausnehmung des Ausnehmers nach außen fallen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den Zeichnungen rein schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Ausnehmevorrichtung in der oberen Endlage,
Fig. 2 eine Vorderansicht der Ausnehmevorrichtung gemäß Fig. 1 ebenfalls in der oberen Endlage,
Fig. 3 eine der Fig. 1 entsprechenden Seitenansicht der Ausnehmevorrichtung, jedoch in der unteren Endlage,
Fig. 4 eine Stirnansicht auf die freien Enden der Ausnehmevorrichtung in Richtung des Pfeiles A in Fig. 1,
Fig. 5 eine schematische Schnittansicht durch die Körperhöhle eines Tieres mit der Darstellung des herkömmlichen Ausnehmelöffels,
Fig. 6 eine schematische Teilansicht mit der Darstellung des umgeschlagenen Magens,
Fig. 7 eine der Fig. 6 ähnliche Darstellung, jedoch im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Ausnehmelöffel, und
Fig. 8 eine schematische Gesamtansicht eines Tieres mit dem außen am Rücken des Tieres hängenden Innereienpaket.
Die in den Zeichnungen detailliert dargestellte Ausnehmevorrichtung ist ein Teil einer sogenannten Karussellmaschine, bei der eine ganze Reihe derartiger Ausnehmevorrichtungen auf einem Kreis angeordnet sind. Während der Bewegung der Ausnehmer auf einem Kreis um eine Achse im wesentlichen parallel zur Längserstreckung der Ausnehmevorrichtung steuern feststehende Nockenbahnen die Einschiebebewegung der Ausnehmevorrichtung in die Körperhöhle des Geflügeltieres und aus dieser heraus.
Die in den Zeichnungen dargestellte Ausnehmevorrichtung (10) besteht als Grundelement aus einem Ausnehmer (12), der an ihrem oberen Ende (14) mit einem Schlitten (16) fest verbunden ist. Dieser Schlitten (16) ist entlang von Führungsstangen (18) in Richtung des Pfeiles (B) in Fig. 1 nach oben bzw. in Richtung des Pfeiles (C) in Fig. 3 nach unten bewegbar. Dabei ist in Fig. 1 die obere Lage des Schlittens (16) und der Ausnehmevorrichtung (10) und in Fig. 3 die untere Lage dargestellt.
Dem Ausnehmer (12), der, wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich ist, aus einem eine mittige Ausnehmung (20) bildenden Bügel aus stangenförmigem Material besteht, ist als Stützeinrichtung ein weiterer Bügel (22) zugeordnet, der ebenfalls mit einer mittigen Ausnehmung (24) versehen ist, die mit der mittigen Ausnehmung (20) fluchtet. An den freien Enden dieser Bügel befindet sich jeweils eine Ausrundung (21) bzw. (23). An der Ausrundung (21) befindet sich entsprechend der Darstellung in Fig. 1 eine Eingeweide-Greifeinrichtung (26), die aus Fig. 4 besser ersichtlich ist, und aus zwei im Abstand zueinander angeordneten Höckern (28) und einer dazwischenliegenden ausgerundeten Vertiefung (30) besteht. Eine derartige Greifeinrichtung ist grundsätzlich bekannt und bedarf keiner näheren Erläuterung. Wie insbesondere aus Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, liegt die Ausrundung (23) versetzt gegenüber der Ausrundung (21). Der Bügel (22) ist über eine Schwenkachse (32) am Bügel (20) angelenkt. Zwischen den beiden Bügeln befindet sich eine Schraubenfeder (34), die bestrebt ist, die beiden Bügel gemäß dem Pfeil (D) in Fig. 3 auseinanderzudrücken. Dabei begrenzt ein einstellbarer Anschlag im Bereich des oberen Endes (36) des Bügels (22) die Spreizbewegung. Am hinteren Ende des Bügels (22) befindet sich weiterhin eine Verlängerung (40), die mit einem Totpunkt-Kipphebel (42) im Wirkzusammenhang steht. Der Kipphebel ist um eine Drehachse (44) drehbar und weist einen Betätigungsfortsatz (46) auf. Begrenzt ist die jeweilige Drehbewegung des Kipphebels durch Anschläge (48). Im oberen Bereich der Führungsstange (18) befindet sich ein Betätigungsnocken (50) und im unteren Bereich ein weiterer Betätigungsnocken (52).
Aus Fig. 4 ist ersichtlich, daß die Ausrundung (23) des Bügels (22) in Richtung auf die Erfassungseinrichtung (28, 30) konvex ausgebildet ist. Fig. 4 ist dabei eine Vergrößerung, die für Puten dem Maßstab 1:1 entspricht. Neben den Höckern (28) befinden sich noch Zähne (54), die dazu dienen, die Lungenschutzhäute aufzutrennen, wenn sich die Ausnehmevorrichtung in die Körperhöhle des Tieres bewegt. Dadurch ist ein besseres Lösen der Lungen möglich.
Nachfolgend wird nunmehr die Funktionsweise der Vorrichtung beschrieben.
Die Ausgangslage der Ausnehmevorrichtung ist in Fig. 1 dargestellt. Hier hat der Betätigungsnocken (50) bei der zuvor erfolgten Aufwärtsbewegung den Totpunkt-Kipphebel (42) in die eine Totpunktlage gegen den Anschlag (48) bewegt, wobei der Kipphebel die Verlängerung (40) in Fig. 1 nach rechts gedrückt hat, was eine Schwenkung des Bügels (22) in Richtung des Pfeiles (E) zur Folge hatte. Durch dieses Verschwenken legt sich der Bügel (22) auf den Bügel (12). Wenn dabei die Bügel entsprechend der Darstellung in Fig. 1 gleichsinnig abgeknickt sind, können die Bügel so dicht beieinander liegen, daß sie beim Einführen in die Körperhöhle wenig Raum einnehmen und der Einführbewegung wenig Widerstand bieten.
Wenn beispielsweise eine von der Kloake befreite Pute in die geeignete Stellung des Karussells gelangt, so steuert die Karusselldrehbewegung durch die feststehenden Nockenbahnen automatisch den Schlitten (16) in Richtung des Pfeiles (C) nach unten. Dabei verbleibt der Kipphebel (42) in der in Fig. 1 gezeigten Stellung und der Ausnehmer bewegt sich nach unten in die Körperhöhle der Pute, wobei das freie Ende des Ausnehmers (12) an der Innenwand (68) der Brust (60) entlanggleitet. Wenn die Ausnehmevorrichtung die Lage gemäß Fig. 3 eingenommen hat, d. h. die unterste Lage, so gelangt der Fortsatz (46) des Kipphebels (42) gegen den Betätigungsanschlag (52) und schwenkt den Kipphebel in Richtung des Pfeiles (F) im Uhrzeigersinn, so daß die Verlängerung (40) in Fig. 3 sich nach links bewegen kann und dadurch die Feder (34) den Bügel (22) in Richtung des Pfeiles (D) in Richtung auf die Innenwand (68) der Brust (60) der Pute (62) drückt. Als Reaktion dieser Kraft wird die Greifeinrichtung (28) gegen die Innenwand (74) des Rückens der Pute gedrückt, ohne daß auf die gesamte Ausnehmevorrichtung irgendwelche Reaktionskräfte einwirken, die sich auf die Führungsstange (16) und den daran entlang gleitenden Schlitten (16) übertragen könnten. Dann wird die Ausnehmevorrichtung in Richtung des Pfeiles (A) in Fig. 1 karussellgesteuert nach oben bewegt, wobei die Ausnehmevorrichtung die Innereien mitnimmt. Dabei legt sich vorteilhafterweise der Magen (78) an die Ausrundungen der Bügel zwischen die beiden Bügel mit der Folge, daß der Magen nicht auf die der Greifeinrichtung entgegengesetzten Seite des Bügels (siehe Fig. 6) schlagen kann. Der Magen verbleibt vielmehr in einer günstigen Lage zwischen den Ausrundungen (siehe Fig. 7) und kann später mit dem Innereienpaket (82) aus dieser Lage leicht durch die mittige Ausnehmung (20) des Bügels (12) auf die Außenseite des Tieres fallen, wie dies aus Fig. 8 ersichtlich ist. Dadurch wird vermieden, daß der Darm sich um die Ausrundung (21) des Bügels (12) schlägt und somit die Ausziehkraft direkt auf den Darm wirkt. Dadurch, daß dies vermieden wird, wird auch ein unbeabsichtigtes Abreißen des Darms praktisch ausgeschlossen.
Wenn sich die Ausnehmevorrichtung (10) in die Lage gemäß Fig. 1 bewegt hat, so fällt in der noch gespreizten Lage der Magen und die gesamten Innereien auf die Seite des Bügels (12), an der sich der Greifhöcker (28) befinden. Sobald der Fortsatz (46) des Kipphebels (42) am Anschlag (50) anschlägt,
schnappt der Kipphebel wieder in die entsprechende Totpunktlage und die Bügel liegen wieder entsprechend Fig. 1 aneinander.
Die gemäß Fig. 1 und 2 versetzte Anordnung der Bügelrundungen (21) und (23) sowie die Konvexität der Ausrundung (23) gemäß Fig. 4 fördern ein optimales Halten des Magens in der gewünschten Lage.
Es sei noch erwähnt, daß die Spreizung in Richtung des Pfeiles (D) in Fig. 3 in der untersten Lage der Ausnehmevorrichtung nicht bis zu dem im Bereich (36) liegenden Anschlag erfolgt, da dort der Wandabstand der Körperhöhle geringer ist und daher die Ausspreizung nicht in vollem Ausmaß erfolgen kann. Dies hat bei der Aufwärtsbewegung die Folge, daß sich aufgrund der Wirkung der Feder (34) die Spreizung während des Nach-Oben-Bewegens vergrößern kann, so daß stets durch die Aktion des Bügels (22) gegen die Innenwand des Brustbereiches ein Anliegen des Ausnehmebügels (12) an der Innenwandung des Rückenbereiches der Pute sichergestellt ist.

Claims (12)

1. Ausnehmevorrichtung einer automatisch arbeitenden Verarbeitungsanlage für Geflügeltiere, mit einem für das Einschieben in die Körperhöhle des Tieres bestimmten bewegbaren Eingeweide-Ausnehmer, der an seinem freien Ende mit einer Eingeweide-Greifeinrichtung versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß dem freien Ende des Ausnehmers (12) im Abstand auf der der Greifeinrichtung (28, 30) abgewandten Seite eine Stützeinrichtung (22) zugeordnet ist, die auf den Ausnehmer zu und von diesem weg bewegbar ist.
2. Ausnehmevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützeinrichtung (22) in entgegengesetzter Richtung der Vorbewegungsrichtung des Ausnehmers (12) versetzt zur Greifeinrichtung (28, 30) angeordnet ist.
3. Ausnehmevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützeinrichtung (22) als stangenähnliches Teil entsprechend einem stangenähnlichen Teil des Ausnehmers (12) um eine am Ausnehmer angebrachte Schwenkachse (32) kontinuierlich zwischen einer Spreizstellung (Fig. 3) und einer angenäherten Stellung (Fig. 1) schwenkbar ist.
4. Ausnehmevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausnehmer (12) und die Stützeinrichtung (22) unter einer diese beiden Einrichtungen voneinander weg drückenden Federbelastung (34) stehen, die durch einen Anschlag (36) begrenzt ist.
5. Ausnehmevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (36) einstellbar ist.
6. Ausnehmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausnehmer (12) und die Stützeinrichtung (22) in der Spreizstellung und der angenäherten Stellung lagegesteuert arretierbar ist.
7. Ausnehmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einheit aus Ausnehmer (12) und Stützeinrichtung (22) entlang einer Führung (18) bewegbar ist, und daß in der jeweiligen Endlage ein Betätigungsnocken (50, 52) vorhanden ist, der die Relativlage zwischen Ausnehmer und Stützeinrichtung beeinflußt.
8. Ausnehmevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein sich mitbewegender Totpunkt-Kipphebel (42) gegen die Betätigungsnocken (50, 52) zur Anlage kommt.
9. Ausnehmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausnehmer (12) und/oder die Stützeinrichtung (22) als stangenähnliches Teil entlang seiner Länge mittig mit einer Ausnehmung (20; 24) versehen ist, die allseits geschlossen ist.
10. Ausnehmevorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausnehmer (12) und/oder die Stützeinrichtung (22) als ein aus einer Rundstange gebildeter Bügel ausgebildet ist, der am der Greifeinrichtung (28, 30) zugeordneten Ende ausgerundet ist.
11. Ausnehmevorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Bügelausrundung (23) der Stützeinrichtung (22) gegenüber der des Ausnehmers (12) nach hinten versetzt ist.
12. Ausnehmevorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Bügelausrundung (23) der Stützeinrichtung (22) in Richtung auf die Greifeinrichtung (28, 30) zusätzlich konvex ausgebildet ist.
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