DE3709869A1 - Ausnehmevorrichtung einer automatisch arbeitenden verarbeitungsanlage fuer gefluegeltiere - Google Patents
Ausnehmevorrichtung einer automatisch arbeitenden verarbeitungsanlage fuer gefluegeltiereInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine
Ausnehmevorrichtung einer automatisch arbeitenden
Verarbeitungsanlage für Geflügeltiere jeder Art,
insbesondere aber für Hähnchen oder Puten, mit einem
für das Einschieben in die Körperhöhle des Tieres
bestimmten bewegbaren Eingeweide-Ausnehmer, der an
seinem freien Ende mit einer Eingeweide-
Greifeinrichtung versehen ist.
Bekannt ist eine Ausnehmevorrichtung, die aus einem
länglichen Bügel besteht. Dieser Bügel ist, eine
mittige Ausnehmung bildend, aus einem Stangenmaterial
hergestellt und an seinem freien Ende ausgerundet. An
diesem ausgerundeten Ende befindet sich eine
Eingeweide-Greifeinrichtung. Eine derartige
Ausnehmevorrichtung wird entlang einer Stangenführung
bewegt und in die Körperhöhle eines Geflügeltieres
eingeführt. Dabei wird auf das Geflügeltier so
eingewirkt, daß sich das ausgerundete Ende des
Ausnehmebügels entlang dem Rücken nach unten bewegt
und dabei die Innereien durch die mittige Ausnehmung
gelangen, während das ausgerundete Ende sich zum Ende
der Körperhöhle hin bewegt. Dabei schlägt sich häufig
der Magen um das ausgerundete Ende herum und befindet
sich auf der gegenüberliegenden Seite des Darms.
Dabei schlingt sich der Darm um das ausgerundete Ende
des Ausnehmebügels. Wenn in diesem Zustand die
Ausnehmevorrichtung aus der Körperhöhle herausgezogen
wird, so reißt der Bügel häufig zu stark am Darm, da
der Magen sich nicht über das ausgerundete Ende in
die Ausnehmung lageverändern kann, d. h. der Magen
fördert die Reißbewegung am Darm, was häufig dazu
führt, daß der Darm abgerissen wird und somit das
gesamte Eingeweide-Innereien-Bündel sich vom Tier
trennen kann. Dies ist jedoch nicht erwünscht.
Vielmehr soll der Bügel lediglich dieses Bündel aus
der Körperhöhle herausholen und dann so zur Seite auf
den Rücken des Tieres fallen lassen, daß dieses
Bündel außerhalb der Körperhöhle hängenbleibt und
somit leicht von den Veterinärmedizinern inspiziert
werden kann. Verstärkt wird dieses Reißen am Darm
noch dadurch, daß der umgeschlagene Magen an der die
Körperhöhlenöffnung verengenden Haut hängenbleibt.
Außerdem wirken auf den Ausnehmebügel über einen
relativ langen Hebelarm durch das Zurechtrücken des
Geflügeltieres relativ hohe Kräfte, die unmittelbar
auf die Führung des Ausnehmebügels sich auswirken und
somit die gesamte Anlage derart beschädigen können,
so daß ein funktionseinwandfreier Ablauf nicht mehr
gewährleistet ist.
Der zuvor beschriebene Sachverhalt im Zusammenhang
mit dem bisher bekannten Ausnehmelöffel wird anhand
von Fig. 5 und 6 der Zeichnungen beschrieben. Fig. 5
zeigt in einer schematischen Schnittdarstellung der
mit einer mittigen Öffnung versehenen, vollständig in
die Körperhöhle (56) eingedrungenen Ausnehmelöffel
(58). Dieser Ausnehmelöffel wurde durch
entsprechendes Einwirken auf die Brustseite (60) so
in die Körperhöhle (56) eingeführt, daß das freie
Ende (64) mit der Greifeinrichtung (66) der
brustseitigen Innenwand (68) entlang zum vorderen
Ende der Körperhöhle (60) gleitet und dabei mit der
mittigen Ausnehmung die gesamten Innereien erfaßt.
Dann wird die Rückendrückplatte (70) in Richtung des
Pfeiles (72) gedrückt, so daß bei dem Herausziehen
des Ausnehmelöffels (58) die Greifeinrichtung (66)
entlang der rückenseitigen Innenwand (74) gleitet.
Beim Herausziehen des Ausnehmelöffels (58) in
Richtung des Pfeiles (76) schlägt sich der Magen (78)
um das geschlossene Ende (80) des Ausnehmelöffels
(58) und vollzieht dann die zuvor beschriebene
Wirkung.
Daher besteht die Aufgabe der Erfindung darin, eine
Ausnehmevorrichtung der eingangs genannten Art
dahingehend weiterzubilden, daß dauerhaft ein
einwandfreier Betrieb gewährleistet ist, ohne daß die
Gefahr besteht, daß die Ausnehmevorrichtung den Darm
abreißt, aber zuverlässig das Bündel aus Innereien
und Darm aus der Körperhöhle des Geflügeltieres
herausholt und an die Außenseite des Geflügeltieres
legt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß dem freien Ende des Ausnehmers im Abstand auf der
der Greifeinrichtung abgewandten Seite eine
Stützeinrichtung zugeordnet ist, die auf den
Ausnehmer zu und von diesem weg bewegbar ist.
Beim Hineinfahren dieses Ausnehmers in die
Körperhöhle des Tieres setzt sich der Magen in eine
günstige Stellung zwischen Ausnehmer und
Stützeinrichtung, so daß beim Herausziehen des
Ausnehmers nicht unmittelbar auf den Darm eingewirkt
wird bzw. die Krafteinwirkung auf den Darm durch den
Magen nicht mehr verstäkt wird. Dies hat zur Folge,
daß der Darm nicht mehr abreißen kann und somit ein
zuverlässiger Ausnehmebetrieb gewährleistet ist.
Durch die Bewegung des Ausnehmers und der
Stützeinrichtung aufeinander zu und voneinander weg
besteht die Möglichkeit, beide Teile beim Einführen
in die Körperhöhle sehr nahe aneinander zu bringen,
so daß ein besseres, ungestörteres und nicht
verletzendes Einfahren in die Körperhöhle möglich
ist. Durch das Auseinanderbewegen besteht eine
Möglichkeit der Einstellung derart, daß der Magen auf
die beschriebene Weise festgehalten werden kann, wenn
der Ausnehmer herausgezogen wird. Aus dieser Stellung
kann dann der Magen sich vollständig aus der
Halteeinrichtung befreien, wenn sich der Ausnehmer
von dem Geflügeltier löst. Außerdem wird die Haut im
Bereich der Körperhöhlenöffnung zur Seite geschoben
und dadurch der Herausholvorgang der Innereien
gefördert.
Zur Verbesserung der Haltefunktion des Magens ist die
Stützeinrichtung in entgegengesetzter Richtung der
Vorbewegungsrichtung des Ausnehmers versetzt zur
Greifeinrichtung angeordnet.
Zweckmäßigerweise ist die Stützeinrichtung als
stangenähnliches Teil entsprechend einem
stangenähnlichen Teil des Ausnehmers ausgebildet und
um eine am Ausnehmer angebrachte Schwenkachse
kontinuierlich zwischen einer Spreizstellung und
einer angenäherten Stellung schwenkbar, wobei in der
Spreizstellung die Haltefunktion vollzogen wird und
in der angenäherten Stellung das bessere Einführen in
die Körperhöhle möglich ist.
Vorzugsweise wird der Ausnehmer und die
Stützeinrichtung durch Federkraft
auseinandergedrückt, wobei ein gegebenenfalls
einstellbarer Anschlag bestimmt, wie groß die
Spreizung sein kann.
Vorteilhafterweise ist der Ausnehmer und die
Stützeinrichtung in der Spreizstellung und in der
angenäherten Stellung lagegesteuert arretierbar. Dies
bedeutet, daß beim Einfahren beide Einrichtungen
aneinanderliegen und somit beim Einschieben in die
Körperhöhle einen geringstmöglichen Widerstand
bieten. Diese angenäherte Stellung wird dann in die
Spreizstellung überführt, wenn die Einrichtungen voll
in die Körperhöhle eingeführt sind. Dabei drückt die
Stützeinrichtung aufgrund der genannten Federkraft
gegen die Brust des Geflügeltieres. Eine dabei
auftretende Reaktionskraft wirkt auf den Ausnehmer
und drückt diesen automatisch gegen den Rücken, ohne
daß auf die Einrichtung im Bereich der Führung Kräfte
einwirken können. Dieses Aufspreizen erfolgt in der
voll eingeschobenen Stellung nur teilweise, wobei die
Stützeinrichtung an der brustseitigen Wand der
Körperhöhle und der Ausnehmer an der rückenseitigen
Innenwand der Körperhöhle anliegt. Beim gemeinsamen
Herausziehen beider Einrichtungen kann sich die
Spreizung automatisch vergrößern, wenn der
Innenabstand in der Körperhöhle zwischen
brustseitiger Innenwand und rückenseitiger Innenwand
zunimmt.
Damit dieser Betrieb besonders einwandfrei vonstatten
geht, ist die Einheit aus Ausnehmer und
Stützeinrichtung entlang einer Führung bewegbar. In
der jeweiligen Endlage befindet sich an der
Führungseinrichtung ein Betätigungsnocken, der die
Relativlage zwischen Ausnehmer und Stützeinrichtung
beeinflußt. Dies erfolgt vorzugsweise dadurch, daß
ein sich mitbewegender Totpunkt-Kipphebel gegen die
Betätigungsnocken zur Anlage kommt.
Vorzugsweise sind der Ausnehmer und/oder die
Stützeinrichtung als stangenähnliches Teil entlang
ihrer Länge mittig mit einer Ausnehmung versehen, die
allseits geschlossen ist, wobei gegebenenfalls die
Ausnehmung des Ausnehmers und die der
Stützeinrichtung miteinander fluchten. Durch diese
Ausnehmungen können die Innereien und Eingeweide
außerhalb des Geflügeltieres leicht nach außen fallen.
Vorzugsweise ist der Ausnehmer und/oder die
Stützeinrichtung als ein aus einer Rundstange
gebildeter Bügel ausgebildet, der am der
Greifeinrichtung zugeordneten Ende ausgerundet ist.
Die Bügelausrundung der Stützeinrichtung ist
gegenüber dem Ausnehmer nach hinten versetzt
angeordnet und gegebenenfalls auch in Richtung auf
den Ausnehmer zusätzlich konkav ausgebildet. Dies
fördert weiterhin die Festhaltefunktion des Magens,
so daß sich der Darm nicht um die Bügelausrundung
schlingen kann. Aus dieser Haltelage kann der Magen
auch leicht durch die Ausnehmung des Ausnehmers nach
außen fallen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den
Zeichnungen rein schematisch dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Ausnehmevorrichtung
in der oberen Endlage,
Fig. 2 eine Vorderansicht der Ausnehmevorrichtung
gemäß Fig. 1 ebenfalls in der oberen Endlage,
Fig. 3 eine der Fig. 1 entsprechenden Seitenansicht
der Ausnehmevorrichtung, jedoch in der unteren
Endlage,
Fig. 4 eine Stirnansicht auf die freien Enden der
Ausnehmevorrichtung in Richtung des Pfeiles A
in Fig. 1,
Fig. 5 eine schematische Schnittansicht durch die
Körperhöhle eines Tieres mit der Darstellung
des herkömmlichen Ausnehmelöffels,
Fig. 6 eine schematische Teilansicht mit der
Darstellung des umgeschlagenen Magens,
Fig. 7 eine der Fig. 6 ähnliche Darstellung, jedoch
im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen
Ausnehmelöffel, und
Fig. 8 eine schematische Gesamtansicht eines Tieres
mit dem außen am Rücken des Tieres hängenden
Innereienpaket.
Die in den Zeichnungen detailliert dargestellte
Ausnehmevorrichtung ist ein Teil einer sogenannten
Karussellmaschine, bei der eine ganze Reihe
derartiger Ausnehmevorrichtungen auf einem Kreis
angeordnet sind. Während der Bewegung der Ausnehmer
auf einem Kreis um eine Achse im wesentlichen
parallel zur Längserstreckung der Ausnehmevorrichtung
steuern feststehende Nockenbahnen die
Einschiebebewegung der Ausnehmevorrichtung in die
Körperhöhle des Geflügeltieres und aus dieser heraus.
Die in den Zeichnungen dargestellte
Ausnehmevorrichtung (10) besteht als Grundelement aus
einem Ausnehmer (12), der an ihrem oberen Ende (14)
mit einem Schlitten (16) fest verbunden ist. Dieser
Schlitten (16) ist entlang von Führungsstangen (18)
in Richtung des Pfeiles (B) in Fig. 1 nach oben bzw.
in Richtung des Pfeiles (C) in Fig. 3 nach unten
bewegbar. Dabei ist in Fig. 1 die obere Lage des
Schlittens (16) und der Ausnehmevorrichtung (10) und
in Fig. 3 die untere Lage dargestellt.
Dem Ausnehmer (12), der, wie insbesondere aus Fig. 2
ersichtlich ist, aus einem eine mittige Ausnehmung
(20) bildenden Bügel aus stangenförmigem Material
besteht, ist als Stützeinrichtung ein weiterer Bügel
(22) zugeordnet, der ebenfalls mit einer mittigen
Ausnehmung (24) versehen ist, die mit der mittigen
Ausnehmung (20) fluchtet. An den freien Enden dieser
Bügel befindet sich jeweils eine Ausrundung (21) bzw.
(23). An der Ausrundung (21) befindet sich
entsprechend der Darstellung in Fig. 1 eine
Eingeweide-Greifeinrichtung (26), die aus Fig. 4
besser ersichtlich ist, und aus zwei im Abstand
zueinander angeordneten Höckern (28) und einer
dazwischenliegenden ausgerundeten Vertiefung (30)
besteht. Eine derartige Greifeinrichtung ist
grundsätzlich bekannt und bedarf keiner näheren
Erläuterung. Wie insbesondere aus Fig. 1 und 2
ersichtlich ist, liegt die Ausrundung (23) versetzt
gegenüber der Ausrundung (21). Der Bügel (22) ist
über eine Schwenkachse (32) am Bügel (20) angelenkt.
Zwischen den beiden Bügeln befindet sich eine
Schraubenfeder (34), die bestrebt ist, die beiden
Bügel gemäß dem Pfeil (D) in Fig. 3
auseinanderzudrücken. Dabei begrenzt ein
einstellbarer Anschlag im Bereich des oberen Endes
(36) des Bügels (22) die Spreizbewegung. Am hinteren
Ende des Bügels (22) befindet sich weiterhin eine
Verlängerung (40), die mit einem Totpunkt-Kipphebel
(42) im Wirkzusammenhang steht. Der Kipphebel ist um
eine Drehachse (44) drehbar und weist einen
Betätigungsfortsatz (46) auf. Begrenzt ist die
jeweilige Drehbewegung des Kipphebels durch Anschläge
(48). Im oberen Bereich der Führungsstange (18)
befindet sich ein Betätigungsnocken (50) und im
unteren Bereich ein weiterer Betätigungsnocken (52).
Aus Fig. 4 ist ersichtlich, daß die Ausrundung (23)
des Bügels (22) in Richtung auf die
Erfassungseinrichtung (28, 30) konvex ausgebildet
ist. Fig. 4 ist dabei eine Vergrößerung, die für
Puten dem Maßstab 1:1 entspricht. Neben den Höckern
(28) befinden sich noch Zähne (54), die dazu dienen,
die Lungenschutzhäute aufzutrennen, wenn sich die
Ausnehmevorrichtung in die Körperhöhle des Tieres
bewegt. Dadurch ist ein besseres Lösen der Lungen
möglich.
Nachfolgend wird nunmehr die Funktionsweise der
Vorrichtung beschrieben.
Die Ausgangslage der Ausnehmevorrichtung ist in Fig.
1 dargestellt. Hier hat der Betätigungsnocken (50)
bei der zuvor erfolgten Aufwärtsbewegung den
Totpunkt-Kipphebel (42) in die eine Totpunktlage
gegen den Anschlag (48) bewegt, wobei der Kipphebel
die Verlängerung (40) in Fig. 1 nach rechts gedrückt
hat, was eine Schwenkung des Bügels (22) in Richtung
des Pfeiles (E) zur Folge hatte. Durch dieses
Verschwenken legt sich der Bügel (22) auf den Bügel
(12). Wenn dabei die Bügel entsprechend der
Darstellung in Fig. 1 gleichsinnig abgeknickt sind,
können die Bügel so dicht beieinander liegen, daß sie
beim Einführen in die Körperhöhle wenig Raum
einnehmen und der Einführbewegung wenig Widerstand
bieten.
Wenn beispielsweise eine von der Kloake befreite Pute
in die geeignete Stellung des Karussells gelangt, so
steuert die Karusselldrehbewegung durch die
feststehenden Nockenbahnen automatisch den Schlitten
(16) in Richtung des Pfeiles (C) nach unten. Dabei
verbleibt der Kipphebel (42) in der in Fig. 1
gezeigten Stellung und der Ausnehmer bewegt sich nach
unten in die Körperhöhle der Pute, wobei das freie
Ende des Ausnehmers (12) an der Innenwand (68) der
Brust (60) entlanggleitet. Wenn die
Ausnehmevorrichtung die Lage gemäß Fig. 3 eingenommen
hat, d. h. die unterste Lage, so gelangt der Fortsatz
(46) des Kipphebels (42) gegen den
Betätigungsanschlag (52) und schwenkt den Kipphebel
in Richtung des Pfeiles (F) im Uhrzeigersinn, so daß
die Verlängerung (40) in Fig. 3 sich nach links
bewegen kann und dadurch die Feder (34) den Bügel
(22) in Richtung des Pfeiles (D) in Richtung auf die
Innenwand (68) der Brust (60) der Pute (62) drückt.
Als Reaktion dieser Kraft wird die Greifeinrichtung
(28) gegen die Innenwand (74) des Rückens der Pute
gedrückt, ohne daß auf die gesamte
Ausnehmevorrichtung irgendwelche Reaktionskräfte
einwirken, die sich auf die Führungsstange (16) und
den daran entlang gleitenden Schlitten (16)
übertragen könnten. Dann wird die Ausnehmevorrichtung
in Richtung des Pfeiles (A) in Fig. 1
karussellgesteuert nach oben bewegt, wobei die
Ausnehmevorrichtung die Innereien mitnimmt. Dabei
legt sich vorteilhafterweise der Magen (78) an die
Ausrundungen der Bügel zwischen die beiden Bügel mit
der Folge, daß der Magen nicht auf die der
Greifeinrichtung entgegengesetzten Seite des Bügels
(siehe Fig. 6) schlagen kann. Der Magen verbleibt
vielmehr in einer günstigen Lage zwischen den
Ausrundungen (siehe Fig. 7) und kann später mit dem
Innereienpaket (82) aus dieser Lage leicht durch die
mittige Ausnehmung (20) des Bügels (12) auf die
Außenseite des Tieres fallen, wie dies aus Fig. 8
ersichtlich ist. Dadurch wird vermieden, daß der Darm
sich um die Ausrundung (21) des Bügels (12) schlägt
und somit die Ausziehkraft direkt auf den Darm wirkt.
Dadurch, daß dies vermieden wird, wird auch ein
unbeabsichtigtes Abreißen des Darms praktisch
ausgeschlossen.
Wenn sich die Ausnehmevorrichtung (10) in die Lage
gemäß Fig. 1 bewegt hat, so fällt in der noch
gespreizten Lage der Magen und die gesamten Innereien
auf die Seite des Bügels (12), an der sich der
Greifhöcker (28) befinden. Sobald der Fortsatz (46)
des Kipphebels (42) am Anschlag (50) anschlägt,
schnappt der Kipphebel wieder in die entsprechende
Totpunktlage und die Bügel liegen wieder entsprechend
Fig. 1 aneinander.
Die gemäß Fig. 1 und 2 versetzte Anordnung der
Bügelrundungen (21) und (23) sowie die Konvexität der
Ausrundung (23) gemäß Fig. 4 fördern ein optimales
Halten des Magens in der gewünschten Lage.
Es sei noch erwähnt, daß die Spreizung in Richtung
des Pfeiles (D) in Fig. 3 in der untersten Lage der
Ausnehmevorrichtung nicht bis zu dem im Bereich (36)
liegenden Anschlag erfolgt, da dort der Wandabstand
der Körperhöhle geringer ist und daher die
Ausspreizung nicht in vollem Ausmaß erfolgen kann.
Dies hat bei der Aufwärtsbewegung die Folge, daß sich
aufgrund der Wirkung der Feder (34) die Spreizung
während des Nach-Oben-Bewegens vergrößern kann, so
daß stets durch die Aktion des Bügels (22) gegen die
Innenwand des Brustbereiches ein Anliegen des
Ausnehmebügels (12) an der Innenwandung des
Rückenbereiches der Pute sichergestellt ist.
Claims (12)
1. Ausnehmevorrichtung einer automatisch
arbeitenden Verarbeitungsanlage für Geflügeltiere,
mit einem für das Einschieben in die Körperhöhle des
Tieres bestimmten bewegbaren Eingeweide-Ausnehmer,
der an seinem freien Ende mit einer
Eingeweide-Greifeinrichtung versehen ist, dadurch
gekennzeichnet, daß dem freien Ende
des Ausnehmers (12) im Abstand auf der der
Greifeinrichtung (28, 30) abgewandten Seite eine
Stützeinrichtung (22) zugeordnet ist, die auf den
Ausnehmer zu und von diesem weg bewegbar ist.
2. Ausnehmevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die
Stützeinrichtung (22) in entgegengesetzter Richtung
der Vorbewegungsrichtung des Ausnehmers (12) versetzt
zur Greifeinrichtung (28, 30) angeordnet ist.
3. Ausnehmevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Stützeinrichtung (22) als stangenähnliches Teil
entsprechend einem stangenähnlichen Teil des
Ausnehmers (12) um eine am Ausnehmer angebrachte
Schwenkachse (32) kontinuierlich zwischen einer
Spreizstellung (Fig. 3) und einer angenäherten
Stellung (Fig. 1) schwenkbar ist.
4. Ausnehmevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ausnehmer
(12) und die Stützeinrichtung (22) unter einer diese
beiden Einrichtungen voneinander weg drückenden
Federbelastung (34) stehen, die durch einen Anschlag
(36) begrenzt ist.
5. Ausnehmevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Anschlag (36)
einstellbar ist.
6. Ausnehmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ausnehmer (12) und die Stützeinrichtung (22) in
der Spreizstellung und der angenäherten Stellung
lagegesteuert arretierbar ist.
7. Ausnehmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Einheit aus Ausnehmer (12) und Stützeinrichtung
(22) entlang einer Führung (18) bewegbar ist, und daß
in der jeweiligen Endlage ein Betätigungsnocken (50,
52) vorhanden ist, der die Relativlage zwischen
Ausnehmer und Stützeinrichtung beeinflußt.
8. Ausnehmevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß ein sich
mitbewegender Totpunkt-Kipphebel (42) gegen die
Betätigungsnocken (50, 52) zur Anlage kommt.
9. Ausnehmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ausnehmer (12) und/oder die Stützeinrichtung (22)
als stangenähnliches Teil entlang seiner Länge mittig
mit einer Ausnehmung (20; 24) versehen ist, die
allseits geschlossen ist.
10. Ausnehmevorrichtung nach Anspruch 9, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ausnehmer
(12) und/oder die Stützeinrichtung (22) als ein aus
einer Rundstange gebildeter Bügel ausgebildet ist,
der am der Greifeinrichtung (28, 30) zugeordneten
Ende ausgerundet ist.
11. Ausnehmevorrichtung nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die
Bügelausrundung (23) der Stützeinrichtung (22)
gegenüber der des Ausnehmers (12) nach hinten
versetzt ist.
12. Ausnehmevorrichtung nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Bügelausrundung (23) der Stützeinrichtung (22) in
Richtung auf die Greifeinrichtung (28, 30) zusätzlich
konvex ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873709869 DE3709869A1 (de) | 1987-03-26 | 1987-03-26 | Ausnehmevorrichtung einer automatisch arbeitenden verarbeitungsanlage fuer gefluegeltiere |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873709869 DE3709869A1 (de) | 1987-03-26 | 1987-03-26 | Ausnehmevorrichtung einer automatisch arbeitenden verarbeitungsanlage fuer gefluegeltiere |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3709869A1 true DE3709869A1 (de) | 1988-10-13 |
| DE3709869C2 DE3709869C2 (de) | 1989-03-30 |
Family
ID=6323981
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873709869 Granted DE3709869A1 (de) | 1987-03-26 | 1987-03-26 | Ausnehmevorrichtung einer automatisch arbeitenden verarbeitungsanlage fuer gefluegeltiere |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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