DE37033C - Neuerung an kontinuirlichen Kammeröfen - Google Patents
Neuerung an kontinuirlichen KammeröfenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27B—FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
- F27B13/00—Furnaces with both stationary charge and progression of heating, e.g. of ring type or of the type in which a segmental kiln moves over a stationary charge
- F27B13/06—Details, accessories or equipment specially adapted for furnaces of this type
- F27B13/12—Arrangements of heating devices
Landscapes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 80: Thon- und Steinwaaren-Industrie.
THEODOR SCHLEGEL in DÜSSELDORF. Neuerung an continuirlichen Kammeröfen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. Februar 1886 ab.
Die Neuerungen bestehen in der Anlage von Heizschä'chten ( Kohleneinwurföffnungen ) a,
welche sich in den Umfassungswänden und Zwischenwänden der Kammern befinden, Fig. 1
und 2; unter diesen Schächten liegen längliche Generatoren b, welche in der Sohle kleine
Rostflächen aus Chamottesteinen c zur Zuführung der nöthigen Verbrennungsluft besitzen,
Fig. 2 und 4. Die Generatoren b werden durch die Flammenzüge d mit einander
verbunden, durch welche auch ein Theil hocherhitzter Luft aus den abkühlenden Kammern
zu den Brenngasen zugeführt wird. Bei Beginn des Brennprecesses in den Kammern müssen
dieselben schon von den vorliegenden Kammern vorgeglüht sein; bei Beschickung des
Brennschachtes mit Kohle bezw. der Generatoren b entwickeln sich die Brenngase in den
letzteren, strömen zuerst durch die Schlitze e senkrecht in das Brenngut ein und kommen
in den vorgeglühten Schichten zur Verbrennung, Fig 3 und 4.
Ist einmal der untere Theil der Brennkammer genügend in Vollfeuer, so erfolgt die
Beschickung der Generatoren mit Kohle schneller, und steigt die Aufschüttung bis auf
2/3 Höhe der Heizschächte. Die in diesen
glühenden Schächten sich entwickelnden Gase kommen nun in den höher gelegenen Schichten
des Einsatzes zur Verbrennung, und tritt die Flamme durch die Ritzen f in das Brenngut
ein, Fig. 3 und 7.
Die entstehenden Dämpfe und andere Destillate haben den Abzug durch die Kanäle g
und Schächte h zum Schornstein; der Brennpro cefs, die Entwickelung und Verbrennung
der Gase sind durch den Schieber i zu reguliren, Fig. 2 und 6.
Den Brennprocefs kann man durch die Schaulöcher k, welche im Scheitel des Ofengewölbes
angebracht sind, beobachten, Fig. 5 und 7.
Die oberen Verbindungen der Kammern werden durch Papierschieber geschlossen und
die unteren Verbindungen der Luftkanäle d mit Abschlufssteinen / vorgestellt; letztere
können später mit einer eisernen Stange durch die Oeffnungen m wieder entfernt werden,
Fig. 2 und 3.
Die Art der Feuerung ist eine Halbgasfeuerung und stellt der Generator b eine längliche
Retorte dar, deren Inhalt gasproducirend, aber auch zugleich direct feuerspendend zur Gasverbrennung
wirkt. Durch die Zuführung der heifsen Luft aus den abkühlenden Kammern, welche beim Eintritt durch die glühenden
Schächte mit den Brenngasen in Verbindung kommt j wird jeder Wärmeverlust vermieden,
und bedingt diese Manipulation eine rationelle vollständige Verbrennung der Gase.
Die Betriebsführung ist eine einfache. Der Einsatz des Brenngutes ist derartig, dafs die
Waare kreuzweise über einander liegend zu stehen kommt. Die Brennstoffe werden einfach
von oben durch die Kohleneinwürfe a alle halbe Stunden aufgegeben und kommen
dieselben mit dem Brenngut nicht zusammen,
weshalb das Schmelzen und Verschlacken von letzterem nicht stattfinden kann.
Zweck und Benutzung der Kanäle gh.
Die Kanäle g h haben den Zweck, im Scheitel des Ofengewölbes nach Belieben die
verschiedenen Stellen der Brennkammer abzuscbmauchen bezw. die Dämpfe und anderen
Destillate nach dem Schornstein abzusaugen; ferner kann auch die Regulirung des Brennprocesses
durch diese Züge mittelst Absperrung des Schiebers i bewirkt werden.
Die Züge stehen mit den Schauöffnungen über α im Gewölbe in Verbindung, und wird
es durch diese Oeffnungen möglich gemacht, durch Vorlegen von Thonplatten jeden einzelnen
Schacht für sich absaugen zu lassen. Steht z. B. die innere Seite der Kammer besser
in Glut und in höherer Temperatur als wie die äufsere Seite, so deckt der Brenner die
inneren Schächte ab und die äufseren Schächte saugen allein; durch diese Manipulation wird
bedingt, dafs sich die Temperatur in den Kammern wieder gleichmäfsig stellt.
Claims (3)
1. Anlage der länglichen Gasretorten b unter den Ümfassungs- und Zwischenwänden der
Kammern.
2. Die Beschickung derselben mit Brennmaterial durch die Kohleneinwürfe a, welche letztere
auch zugleich zur Vergasung und Verbrennung der Brennstoffe dienen.
3. Die Verbindung der Retorten und deren Luftzuführung durch Kanäle d, sowie Abführung
durch die Abzugschächte zu dem Schornstein durch Kanäle g und la.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE37033C true DE37033C (de) |
Family
ID=312815
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT37033D Expired - Lifetime DE37033C (de) | Neuerung an kontinuirlichen Kammeröfen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE37033C (de) |
-
0
- DE DENDAT37033D patent/DE37033C/de not_active Expired - Lifetime
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