DE19009C - Neuerung in der Befeuerungsweise zweier mit einander verbundener Schachtöfen - Google Patents

Neuerung in der Befeuerungsweise zweier mit einander verbundener Schachtöfen

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DE19009C
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DENDAT19009D
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M. J. SACHS in Breslau, Gartenstr. 7
Publication of DE19009C publication Critical patent/DE19009C/de
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B1/00Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
    • F27B1/005Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces wherein no smelting of the charge occurs, e.g. calcining or sintering furnaces

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)
  • Furnace Details (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

KAISERLICHES.
PATENTAMT.
Der Ofen bezweckt, in ökonomischer Weise Kalk und Cement zu brennen oder Magnesite und Dolomite derartig zu calciniren und todt zu brennen, wie es zur Herstellung basischer Steine für den Entphosphorungsprocefs des Eisens ,verlangt wird. Auch zum Glühen von Th on schiefer, Quarz und anderen Mineralien und zum Rösten von Erzen kann er vortheilhafte Verwendung finden.
Der Ofen besteht, wie aus den beiliegenden Zeichnungen ersichtlich, aus zwei nach unten etwas erweiterten Schächten S und S1. In der gewölbten Decke befinden sich die Chargirungsöffnungen O und O1, am Fufs der Schächte die Entleerungsthüren T und T1.
Der Ofen wird durch Gas geheizt, welches in einem daneben befindlichen oder mit dem Ofen in directem Zusammenhang stehenden Generator H von beliebiger Construction erzeugt wird.
Je nach den Zwecken, welchen der Ofen dienen soll, führt man das Gas aus dem Generator Jt durch Kanäle K K1 und die Mundstücke Hi entweder, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist, unten oder, wie es in Fig. 2 dargestellt ist, oben in die Schächte .S und S1 ein.
Im ersteren Falle (s. Fig. 1) findet der Verbrennungsprocefs, je nach der Stellung der Gasventile V V1 und der Drosselklappe W, im unteren Raum des einen oder anderen Schachtes statt und streicht die Flamme nach oben, wo sie durch die Wechselklappe W in den auf dem Ofen aufgebauten oder frei daneben stehenden Schornstein entweicht.
Im anderen Falle (s. Fig. 2), wo das Gas oben eingeführt wird, also auch dicht unterhalb des Gewölbes der Verbrennungsprocefs stattfindet, wird die Flamme durch den Zug des getrennt vom Ofen oder auf dem Ofen aufgemauerten Schornsteines gezwungen, je nach der Stellung der Wechselklappe W den einen oder den anderen Schacht von oben nach unten zu durchstreichen, bevor sie in den Schornstein entweicht.
In beiden Fällen werden der andere Schacht, der' nicht im Feuer steht, sowie die in demselben enthaltenen glühenden Materialien von der Verbrennungsluft durchstrichen und diese dabei vorwärmen.
Die Inbetriebsetzung des Ofens gestaltet sich folgendermafsen:
Sind beide Schächte mit den zu glühenden Materialien gefüllt, so läfst man das Gas in den Schacht 5 einströmen, während die Verbrennungsluft zuerst den Schacht S1 durchstreicht, dann im Schacht 5 das Gas entzündet und die Verbrennung unterhält. Die Verbrennungsgase durchstreichen den Schacht S und entweichen durch die Wechselklappe W in den Schornstein. Ist die Verbrennung kürzere oder längere Zeit hindurch, je nach der Temperatur, die man erzielen will, erfolgt, so stellt man die Wechselklappe W und die Gasventile Fund V1 um, und die Verbrennung geschieht jetzt im Schacht S1, während die Verbrennungsluft durch den Schacht 5 zuströmt. Ist nach mehrmaligem Wechsel der regelmäfsige Betrieb hergestellt, so öffnet man jedesmal, wenn der Schacht S genügend lange Zeit im Feuer gestanden hat, unmittelbar vor dem Umstellen
der Wechselklappe W und der Gasventile VV1 die Thür T1 im Schacht .S1 und zieht so viel Material heraus, wie bei einer Charge gar gebrannt ist, und giebt oben durch die Einfüllöffnung O1 ein entsprechendes Quantum wieder auf. Steht dann der Schacht ,S1 im Feuer, so zieht und beschickt man kurz vor dem Umstellen den Schacht S.
Der Gang des Processes im Ofen ist demnach folgender:
1. Ziehen der gargebrannten Masse eines Schachtes aus der unteren Thür desselben.
2. Aufgeben neuen Rohmaterials durch die obere Chargirungsöffnung desselben Schachtes.
3. Umstellen der Wechselklappe und der Gasventile.
4. Garbrennen des Schachtes.
Die ersten Chargen nach Inbetriebsetzung des Ofens werden voraussichtlich nicht gargebrannt sein, und auch während des regelmäfsigen Betriebes kann es vorkommen, dafs ungare Stücke mit herausgezogen werden. Diese Stücke werden nochmals mit dem Rohmaterial zusammen oben aufgegeben.
Je nach den Zwecken, denen der Ofen dienen soll,, wird sein Inneres mit Chamotten, Dinassteinen, Magnesiaziegeln oder Magnesiapise ausgekleidet.
Da verschiedene Materialien, u. A. Dolomit, Cement etc., beim Brennen etwas zusammensintern, wird man, wenn es sich um diese handelt, in verschiedenen Höhenlagen der Schächte gut verschliefsbare Oeffnungen anbringen, um etwaige Verstopfungen durch dieselben zu beseitigen.
Die Vortheile dieses Ofens sind folgende:
r. Die Production erfolgt continuirlich.
2; Die Materialien werden durch Kohlenasche und Kohlenschlacke nicht verunreinigt.
3. Die Vorwärmung der Verbrennungsluft ist eine intensive, und begründet dies die ökonomische Wirkung des Ofens.
4. Durch Wärmeabgabe an die Verbrennungsluft werden die Materialien, bevor sie aus dem Ofen gezogen werden, bis zu einem gewissen Grade abgekühlt.
5. Durch die Menge des zugeführten Gases und die Länge der Zeitdauer des einzelnen Brennprocesses läfst sich bei der reichlichen Vorwärmung der Verbrennungsluft selbst der höchste, zum Calciniren und vollständigen Todtbrennen der Magnesite und Dolomite erforderliche Temperaturgrad erreichen, während andererseits bei geringerer Gaszufuhr und kürzeren Brennperioden mäfsige Temperaturen, wie sie das Brennen von Kalk und Cement erfordert, innegehalten werden können.

Claims (1)

  1. PATENT-Anspruch:
    Zwei in der Art verbundene Schächte, dafs in der Mittelwand an der Gasausströmungsstelle eine Luftführung und an der entgegengesetzten Stelle abwechselnd für Luftzuführung und Feuergasableitung zu benutzende Kanäle angeordnet sind, und die Befeuerung dieser Schächte in der Art, dafs abwechselnd der eine befeuert wird, während in dem anderen die Verbrennungsluft beim Durchstreichen durch die glühenden Materialien vorgewärmt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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