DE169239C - - Google Patents

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DE169239C
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DE
Germany
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gas
cement
gas generator
rotary kiln
fuel
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B7/00Rotary-drum furnaces, i.e. horizontal or slightly inclined

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
JVl 169239 KLASSE 80 c.
HENNING & WREDE in DRESDEN.
Verfahren zur Erzeugung von Wassergas, das zum Beheizen von Drehrohröfen dienen soll.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. Oktober 1904 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Erzeugung von Wassergas, das. zum Beheizen, von Drehrohröfen dienen soll. In der Zeichnung ist eine Drehrohrofenanlage gemäß der Erfindung, und zwar im Längsschnitt dargestellt. Es ist α eine Trockentrommel zum Trocknen von Rohgut; b ist der eigentliche Drehrohrofen, mit feuerfester Auskleidung und eiserner Ummantelung versehen;
ίο c ist der Generator zur Erzeugung des Wassergases, welcher vor dem niedrigeren Ende des Drehrohrofens derart angeordnet ist, daß der aus dem Ofen fallende heiße, gebrannte Zement darin aufgenommen wird. Der bis fast auf den Boden reichende Schacht d dient zur Aufnahme des Zements, welcher mittels Dampfstrahlgebläses e durch Einblasen von Wasserdampf und Luft in den unteren Teil des Generators abgekühlt wird; f ist ein Trichter oberhalb des Gaserzeugers, durch den mit der Schaufel oder mittels mechanischer Vorrichtung Brennstoff in passender Menge in den Gaserzeuger eingeführt wird. Durch den Trichter g kann Brenngut in den Ofen b eingefüllt werden.
Der Betrieb dieses Drehrohrofens gestaltet sich wie folgt:
Man zündet in dem Gaserzeuger c Holz und Kohle an und erzeugt zunächst gewöhnliches Generatorgas. Dieses Gas wird beim Eintritt in den Drehrohrofen entzündet und erhitzt den Mantel in kurzer Zeit bis zur Rotglut. Alsdann werden durch den Trichter g kleine Stücke Kalk oder ungebrannten Zements in den Brennofen b eingeführt, weleher sich langsam dreht. In dem Maße nun, wie diese Stücke sich erhitzen und in den Gaserzeuger c fallen, führen sie diesem viele Wärmeeinheiten zu, welche es ermöglichen, allmählich Wasserdampf und Luft mittels des Gebläses e einzublasen. Wenn der Gaserzeuger mit diesem Gemisch von glühendem Zement und Kohle angefüllt ist, kann man denselben mit Wasserdampf allein, fast ohne Luftzuführung betreiben. Das auf diese Weise erzeugte Wassergas, welches nur mit einem geringen Teile gewöhnlichen Generatorgases gemischt ist, besitzt eine bedeutende Heizkraft, so daß die Temperatur im Brennofen in kurzer Zeit auf die zum Brennen des Zements nötige Höhe steigt. Hierauf wird der Brennofen, .welcher jetzt ununterbrochen mit Wassergas beheizt wird, durch den Trichter g mit Rohmasse beschickt.
Die zur Verbrennung des Gases bestimmte sekundäre Luft wird durch einen Ventilator eingeblasen oder durch den Schornstein angesaugt und trifft bei h mit dem Wassergas zusammen, nachdem sie in geeigneter Weise in oder an der Wandung des Brennofens oder in einem Rekuperator durch die Abhitze erhitzt worden ist.
Der Gaserzeuger wird also durch ein Gemisch von Kohle und glühendem gebrannten Zement gespeist, durch welches mittels des Dampfstrahlgebläses e Wasserdampf und Luft geblasen wird zwecks Erzeugung reichen Gases und gleichzeitiger Abkühlung des
vom Gaserzeuger aufgenommenen gebrannten Zements.
Der abgekühlte Zement fällt allmählich in den Schacht d, aus welchem er mittels Schaufel oder mechanischer Vorrichtung ununterbrochen gezogen werden kann. Die besondere Form dieses Gaserzeugers mit dem bis fast auf den Boden reichenden Schacht d zur Aufnahme des abgekühlten Zements gestattet, den Betrieb mit geöffnetem Aschenfall durchzuführen, ohne daß das Gas durch denselben zurücktreten kann.

Claims (2)

  1. Pate nt-A N Sprüche:
    i. Verfahren zur Erzeugung von Wassergas, das zum Beheizen von Drehrohrofen dienen soll, dadurch gekennzeichnet, daß der heiße, gebrannte Zement aus dem Drehrohrofen zusammen mit dem Brennstoff in den Gaserzeuger eingeführt wird, woselbst der Brennstoff unter der Einwirkung eines Gemisches von Wasserdampf und Luft und der Wärme des heißen Zements vergast wird.
  2. 2. Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an das niedrigere Ende eines Drehrohrofens (b) ein Wassergaserzeuger (c) derart angebaut ist, daß der heiße Zementklinker (aus dem Drehrohrofen) zusammen mit dem Brennstoff (aus dem Trichter/) unmittelbar in den Gaserzeuger (c) fällt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4443589A1 (de) * 1994-12-07 1996-06-13 Doumet Joseph E Verfahren und Anlage zum Kühlen und Herstellen von Schüttgut

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4443589A1 (de) * 1994-12-07 1996-06-13 Doumet Joseph E Verfahren und Anlage zum Kühlen und Herstellen von Schüttgut

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