DE369372C - Verfahren zur Darstellung von Benzoesaeuresulfinid - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Benzoesaeuresulfinid

Info

Publication number
DE369372C
DE369372C DEK74919D DEK0074919D DE369372C DE 369372 C DE369372 C DE 369372C DE K74919 D DEK74919 D DE K74919D DE K0074919 D DEK0074919 D DE K0074919D DE 369372 C DE369372 C DE 369372C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alkali
oxidation
partial
amount
released
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK74919D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE369372C publication Critical patent/DE369372C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D275/00Heterocyclic compounds containing 1,2-thiazole or hydrogenated 1,2-thiazole rings
    • C07D275/04Heterocyclic compounds containing 1,2-thiazole or hydrogenated 1,2-thiazole rings condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D275/06Heterocyclic compounds containing 1,2-thiazole or hydrogenated 1,2-thiazole rings condensed with carbocyclic rings or ring systems with hetero atoms directly attached to the ring sulfur atom

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Benzoesäuresulfinid. Die Herstellung von Sacharin erfolgt bekanntlich durch Oxydation von o-Toluolsulfamid. Bei den zumeist üblichen Verfahren wird die Oxydation in aAkalisicher Lösung mittels Kaliumpermanganat bewerkstellngt. Hierbei wird das o-Toluolsulfami@d in Ätzalkali o. dgl. gelöst und hierauf behufs Oxydation langsam Kaliumpermanganat o. dgl. eingetragen. Es hat sich nun gezeigt, d'aß das bei der Oxydation frei werdende Alkali, d. i. Kaliu:mhydroxyd bei der Verwendung von Kaliumpermanganat, die Ausbeute beeinträchtigt, einsbesondere wenn .die Temperatur durch eine zu heftig einsetzende Reaktion zu hoch wird.
  • Man hat versucht, diesen Übelstand dadurch zu beseitigen, daß man während der Oxydation mit Kaliumpermanganat die Oxydationsmischung stets neutral hält und in dem Grade, wie freies Alkali im Verlaufe des Prozesses entsteht, letzteres durch Zusatz von Säuren abstumpft. Gemäß .der vorliegenden Erfindung wird nun dlas bei der Oxydation frei werdende Alkali als Lösungsmittel für das Amid' .benutzt, und das Verfahren derart ausgeführt, @daß das bei der Oxydation frei werdende Alkali als Lösungsmittel für die nächste Oharge Arnid verwendet wird. Besondere Vorteile bietet eine Ausführungsform dieses Verfahrens, bei welcher die Oxydation einer Charge in Teilmengen bewerkstelligt wird, wobei das bei der Oxydation einer Teilmenge frei werdende Alkali als Lösungsmittel für die nächste Teilmenge ausgenutzt wird. Je kleiner die Teilmengen sind, die der Oxydation unterworfen wer-dien, um so geringer sind die in Betracht kommenden Alkalimengen und um so .günstiger ist der Enderfolg. Denn,dadurch, d aß durch die Oxydation in Teilmengen ermöglicht ist, mit einem beliebigen Bruchteil der sonst erforderhchenAlkalimenge :das Oxydationsverfahren auszuführen, wird erreicht, daß auch die frei werdende Alkalimenge nur einen Bruchteil der sonst frei werdenden Alkalimenge .ausmacht und während t des ganzen, aus Aden. einzelnen Teiloperationen sich zusam@mensetzendenOxydationsverfahrens7,nur jenem Bruchteil entspricht, welcher bei einer Teiloperation frei wird. Die frei werdende Alkalimenge bleibt also bei jeder Teiloperation gleich groß, währendi die Süßstoffmenge mit jeder Teiloperation größer wird., wodurch das Verhältnis des frei werdenden Alkali zur Süßstoffmenge bei jeder Teiloperation günstiger wird. Das Arbeiten mit geringen Alkalimengen hat dabei auch den weiteren Vorteil, daß an Alkali gespart wird und für das Verfahren die vorteilhafte Wirkung, däß man hei der Oxydation wegen der Reaktionstemperatur nicht so vorsichtig arbeiten muß.
  • Das schließlich bzw. bei der Ausführung in Teiloperationen :bei der letzten Teiloperation drei werdende Alkali kann @durch Zusatz eines Alkali absorbierenden Mittels gebunden werden. Als Alkali absorbierendes Mittel empfichlt sich insbesondere .der Zusatz von Braunstein." dessen Verwendung bei Kaliumpermanganat als Oxydationsmittel den Vorteil :bietet, däß kein Fremdkörper in das Verfahren gelangt. Dadurch, daß die Oxydationsrückstände wieder auf Kaliumpermanganat verarbeitet werden, kann beinahe das gesamte Alkali verwertet werden, welches für das Oxydationsverfahren erforderlich ist.
  • Bei Ausführung des Verfahrens ist darauf zu achten, daß das Alkali nicht vollständig absorbiert wird, da die Oxydation in alkalischer Lösung vor sich gehen muß.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung wird in der Weise daß ein .ganz geringer Teil der zu oxydierenden o-Toluolsulfa.midcharge in Alkali gelöst und dieser geringe Teil oxydiert wird. Das Alkali, welches bei der Oxydation frei wird, wird benutzt, um die nächste Partie o-Toluolsulfamid zu lösen, welches dann oxydiert wird. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, .bis -die ganze Charge oxydiert ist. Das bei der letzten Teiloperation frei werdende Alkali wird durch Zusatz von Braunstein absorbiert.
  • Die Verwendung alkakabsorbierender Mittel ermöglicht gegebenenfalls eine Ausführungsform des Verfahrens, bei welcher das frei werdende Alkali nicht als Lösungsmittel verwendet wird, sondern durch Absorption unschädlich gemacht wird, wobei durch Verarbeitung der Rückstände das Alkali zurückgewonnen werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Benzoesäuresulfinid aus o - Toluolsu ,lfamid, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxydationscharge in Teilmengen der Oxydation in alkalischer Lösung unterworfen wird, wobei das bei einer Teiloperation frei werdende Alkali als Lösungsmittel für die nächste Teilmenge verwendet wird.
DEK74919D 1920-10-13 1920-11-03 Verfahren zur Darstellung von Benzoesaeuresulfinid Expired DE369372C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT369372X 1920-10-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE369372C true DE369372C (de) 1923-02-17

Family

ID=3672923

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK74919D Expired DE369372C (de) 1920-10-13 1920-11-03 Verfahren zur Darstellung von Benzoesaeuresulfinid

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE369372C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE369372C (de) Verfahren zur Darstellung von Benzoesaeuresulfinid
DE1237559B (de) Verfahren zur Herstellung von Estern von Oxyalkansulfonsaeuren mit hoeheren Fettsaeuren
DE379295C (de) Verfahren zur Darstellung von Pyrophosphaten
AT108285B (de) Verfahren zur Herstellung von Saccharin.
DE671334C (de) Zahnreinigungsmittel
DE767841C (de) Verfahren zur Herstellung von hoehermolekularen Fettsaeuren aus hoehermolekularen Olefinen
DE689373C (de) Verfahren zur Herstellung einer schwefelhaltigen Seife
DE719023C (de) Verfahren zur Herstellung von Viskosekunstseide
DE550877C (de) Verfahren zur Aufarbeitung stark verduennter kupferhaltiger Faellfluessigkeit der Kupferstreckseidenherstellung
DE358917C (de) Als Reinigungsmittel fuer Verbrennungskraftmaschinen u. dgl. dienendes, aus einem oxydierenden Mittel und einem Alkohol (AEthyl- oder Methylalkohol) oder einer alkoholischen Mischung bestehendes Fluessigkeitsgemenge
DE546943C (de) Verfahren zur Darstellung von Sulfonierungsprodukten aus den bei der Raffination von Mineraloelen mittels fluessigen Schwefeldioxyds anfallenden Abfalloelen
DE1009765B (de) Mittel zur Haarverformung im sauren Medium
DE378609C (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd
DE540588C (de) Verfahren zur Herstellung von Peroxyden organischer Saeuren
DE582552C (de) Verfahren zur Herstellung eines fuer Duengezwecke brauchbaren Doppelsalzes
DE413376C (de) Gewinnung von Schwefel und Schwefeldioxyd
DE416006C (de) Verfahren zur Kristallisation von Chromalaun
DE445503C (de) Verfahren zum Aufloesen und Wiederausfaellen von Keratinen (Hornsubstanzen)
DE593854C (de) Verfahren zum Herstellen von Metallbromiden
AT99195B (de) Verfahren zur Gewinnung von Chromalaun.
DE561559C (de) Verfahren zur Reinigung von Schwefelwasserstoff und gegebenenfalls Ammoniak enthaltenden Gasen
DE318625C (de)
DE623118C (de) Verfahren zur Herstellung von gefaerbten Gebilden, insbesondere Faeden und Filmen aus Viscose
DE367538C (de) Verfahren zur Gewinnung von reinem Acetonitril
DE332097C (de) Verfahren zum Roesten von Bastfaserpflanzen