DE368252C - Verfahren und Einrichtung zur Leistungsmessung an Kolbenkraftmaschinen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Leistungsmessung an Kolbenkraftmaschinen

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DE368252C DEF45484D DEF0045484D DE368252C DE 368252 C DE368252 C DE 368252C DE F45484 D DEF45484 D DE F45484D DE F0045484 D DEF0045484 D DE F0045484D DE 368252 C DE368252 C DE 368252C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L3/00Measuring torque, work, mechanical power, or mechanical efficiency, in general
    • G01L3/24Devices for determining the value of power, e.g. by measuring and simultaneously multiplying the values of torque and revolutions per unit of time, by multiplying the values of tractive or propulsive force and velocity

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Description

  • Verfahren und Einrichtung zur Leistungsmessung an Kolbenkraftmaschinen. Die Erfindung bezieht sich .auf ein Verfahren und eine Einrichtung zur Leistungsmessung an Kolbenkraftmaschinen.
  • Bekanntlich wird für gewöhnlich die r.eitung einer Kolbenkraftmaschine unter Zuhilfenahme eines Indikators gemessen, der le-i Druckverlauf im Zylinder in Funktion -.les Kolbenweges aufzeichnet, so ,daß dann der mittlere indizierte Druck und damit die indizierte Leistung rechnerisch bestimmt werden können.
  • Es sind bereits Verfahren und Einrichtungen bekannt, zum Zwecke der Messung der indizierten Leistung von Kolbenkraftmaschinen, welche einen von der zu messenden Maschine erzeugten, unter dem Einflusse des Zylinderdruckes stehenden Wechselstrom sowie ein in den Stromkreis geschaltetes Meßinstrument zur Angabe der Leistung verwenden.
  • Den bis jetzt bekannten Verfahren haftete der Mangel an, daß der Einfluß der endlichen Pleuelstangenlänge nicht berücksichtigt werden konnte. Hierdurch entstand eine Fehlerquelle, die io Prozent und mehr Unterschied vom, wirklichen Resultat ergab und daher solche Messungen unzulänglich machte.
  • Zweck vorliegender Erfindung ist nun, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, bei welchen der Einfluß ,der endlichen Pleuelstangenlänge berücksichtigt wird.
  • Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß im Sinne des Brixschen Verfahrens eine Verschiebung der Dynamowelle gegen die Kurbelwelle nach .dem Zylinder zu um, .den .2 Betrag von 21 vorgenommen w 'rd, wodurch bei dem nun mit veränderlicher Winkelgeschwindigkeit erfolgenden Antrieb der Dynamomaschine der erzeugte Strom der Kolbengeschwindigkeit bei endlicher Pleuelstangenlänge proportional ist. ' Bei der Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens ist zwischen der Kraftmaschinenwelle und der Antriebswelle eines Wechselstromerzeugers mit sinusoidalem Stromverlauf eine Mitnehmerkupplung eingebaut.
  • Ferner wird gemäß der Erfindung .der Strom, zur Erzeugung,der elektrischen Größe, welche dem Zylinderdruck entspricht, einer besonderen Stromquelle entnommen und das Produkt der .beiden elektrischen Größen in einem Wattmeter ,gemessen.
  • Auf -der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht, und zwar zeigt: Abb. i schematisch. .die Einrichtung zur Leistungsmessung an einer Dampfmaschine; Abb. 2 ist ein Schnitt nach der Linie II-II der Abb. i Abb.3 zeigt, zum Teil mehr konstruktiv ausgebildet, gewisse Teile dieser Einrichtung in einem größeren. Maßstäbe.
  • i bezeichnet den Zylinder einer Kalbendampfm,aschine, deren Kolben 2 unter Vermittlung einer Kolbenstange 3, eines Kreuzkopfes. q., einer Pleuelstange 5 und eines Kurbelarmes 6 eine Kurbelwelle 7 antreibt. 8 bezeichnet einen als Dynamo ausgebildeten und in einer weiter unten noch näher beschriebenen Weise von der Kurbelwelle 7 angetriebenen Wechselstromerzeuger, dessen Wi-cklungs- und Magnetverhältnisse so gewählt sind, ,daß er bei gleichförmigem Gang einen dem Sinus des Kurbelwinkels proportionalen Strom liefert, der in den Augenblicken, wo die Kurbel .durch die Totlagen geht, die Richtung ändert un-d demnach der bei unendlicher Pleuelstangenlänge sich ebenfalls mit dem Sinus. des Kurbelwinkels verändernden Kolbengeschwindigkeit proportional ist.
  • Um auch bei endlicher Pleuelstangenlänge in der Dynamo 8 einen der veränderlichen Kolbengeschwindigkeit proportionalen Strom zu erhalten, ,ist- bei der dargestellten Einrichtung zwischen Kurbel 6 und Dynamowelle 9 eine Mitnehmerkupplung eingebaut, welche eine dem Brixschen bizentrischen Verfahren entsprechende Verschiebung der Dynamomaschine 8 gegen die Kurbelwelle 7 nach dem Zylinder i der Kolbenmaschine hin gestattet. Diese Mitnehmerkupplung weist im wesentlichen zwei Kurbelarme io, i i auf, von denen der Kurbelarm io, welcher mit .der Welle 7 der Maschinenkurbel 6 gleichlaufend gekuppelt ist, den andern auf der Dynamovvelle 9 sitzenden Arm z i derart mitnimmt, daß bei der ,gezeigten Verschiebung der Dynamowille 9 gegen idie Kurbelwelle 7 um den z Betrag e = 2 - (worin y den Halbmesser der Kurbel 6 und l die Pleuelstangenlänge bezeichnet) der Zapfen 12 des. getriebenen Armes i i in dem gabelförmigen Ende des treibenden Armes. io beim Kalben@hingange relativ nach innen, beim Kolbenhergange nach außen gleitet. Der Arm m erhält somit eine relativ verzögerte und auch beschleunigte Drehbewegung ,mitgeteilt, und die Längen. von den Fußpunkten der Projektionen- des Zapfens - i2 auf eine durch die Achsen der Wellen 7 und 9 und @die Kurbeltotlagen hindurchgehendenEbene bis. zu einer Totpunktlage des Zapfens 12 -entsprechen den Kolbenwegen für die jeweilige Kurbelstellung. Diese Längen werden von den Projektionsfußpunkten mit einer der Kolbengeschwindigkeit proportionalen Geschwindigkeit durchlaufen.. Wird nun ein homogenes magnetisches. Feld so vorgesehen, daß seine Kraftlinien senkrecht zur Ebene durch die Wellenachsen und Kurbeltotpunktlagen verlaufen, so werden in einem in Richtung der Achse des Zapfens 12 gedachten elektrischen Leiter 13 (Abb. 3) Ströme .erzeugt, die, da sie den senkrecht durchschnittenen Kraftlinien proportional sind, der Geschwindigkeitskomponente 14 (Abb. i) des Leiters und somit auch den Kolbengeschwindigkeiten proportional sind und m-it dem Hubwechsel die Richtung ändern. E's gestattet somit diese Anordnung, die Kolbengeschwindigkeit in einen mit dem Kolbenhubwechsel das Vorzeichen ändernden .elektrischen Strom zu verwandeln. Der in der Dynamomaschine 8 erzeugte Strom fließt durch einen Leiter 15.
  • Am Zylinder der Dampfmaschine i ist ein Stutzen 16 angebracht, in dem ein be-,veglicher Indikatorkolben 17 angeordnet- ist. Dieser Kolben 17 ist ,auf der unteren Seite dem Druck ausgesetzt, der jeweils in dem. auf der linken Seite des Kolbens 2 gelegenen Zylinderraum herrscht, und auf der oberen Seite .dem Atmosphärendruck. Der Indikatorkolben 17 ist an. einer Stange 18 angebracht, an deren anderem Ende ein Ende einer Feder i9 befestigt ist. Das zweite Ende der Feder i9 ist mit einem feststehenden Teil 2o verbunden.
  • 21 bezeichnet ein elektrisch leitendes Kontaktsegment, das behufs proportionaler Übertragung und Vergrößerung .der gradlinigen Bewegung des, Indikatorkolbens 17 am Zentrum seines Stromab-nehmerkreisbogens 22 durch eine Gabel 23 der Stange 18 mitgenommen wird. Der Stromabnehmerkreisbogen 22 kann auf einer Kreisfläche 24 abrollen, welche durch Widerstandselemente 25, 26 gebildet wird. Das Kontaktsegment 21 ist aus, magnetischem Material hergestellt und kann behufs guter Kontaktherstellung zwischen dem Stromabnehmerkreisbogen 22 und den Widerstandselementen 25 und 26 durch einen Magnet 27" (A-bb. 2) gegen das berührende Kontaktelement gepreßt werden. Je nach .dem. in der linken Hälfte des Zylinders der Kolbenkraftmnaschine herrschenden Drucke wird der Indikatorkolben 17 mehr oder weniger in die Höhe bewegt, und infolge Abrollens des Segmentes 21 an der Fläche 24 werdcri dann mehr oder weniger Widerstandselemente 25 oder 26 in. einen eine Batterie 27 und einen Leitungsteil 28 aufweisenden Stromkreis zu- oder abgeschaltet. Auf diese Weise wird erreicht, daß die von der beschriebenen Kontaktvorrichtung beeinflußten und durch den Leitungs-teil28 fließenden Ströme sich jeweils .den unter dem Indikatorkolben 17 herrschenden Drucken proportional ändern. Die Anordnung ist dabei derart, daß .das Segment 21 so lange mit einem .der Widerstandselemente 25 in Kontakt steht, als. der Druck im Zylinder .größer als Atmosphärendruck ist. Der Strom fließt .dann von. der Batterie nach den Widerstandselementen 25, um ,an der Stelle, wo der Stromabnehmerkreisbogen 22 mit einem dieser Elemente 25 in Berührung kommt, in denselben überzufließen, von wo er dann in der in Abb: i durch den mit dem ---Zeichen versehenen Pfeil angedeuteten Richtung durch. den Leitungsteil 28 und somit durch .das Wattmeter 2,9 fließt, um über die Widerstandselemente 26 zurück in die Batterie 27 zu. gelangen. Sinkt dagegen der Druck in der linken Zylinderhälfte unter Atmosphärendruck, so arbeitet das Segment 21 mit -einem der . Widerstandselemente 26 zusammen. Der Strom fließt in diesem Falle von der Batterie 27 nach den Widerstandselementen 2.5, durch welche er von oben nach unten .hindurchtritt, dann -in .dem in Abb, i durch den mit dem -Zeichen: versehenen Pfeil angedeuteten Sinne durch denLeitungsteil 2$ und somit durch das Wattmeter 29, hierauf durch den Stromabnehmerkreisbogen 22, um von letzterem, da wo er mit einem der Widerstandselemente 26 in Berührung kommt, in das betreffende Element überzufließen und schließlich vom untersten dieser Elemente zurück in die Batterie 27.
  • Die durch die Leitung 15 und den Leitungsteil 28 fließenden Ströme wirken in dem Wattmeter 29 mit aperiodischer Dämpfung aufeinander ein. Da nun der von der Dvnamomaschine 8 erzeugte Strom der augenblicklichen Kolbengeschwindigkeit proportional ist, und anderseits die von der Kontaktvorrichtung 22, 24 beeinflußten Ströme je- weils den unter dem Indikatorkolben 17 herrschenden Drucken proportional sind, so erhellt, daß das Wattmeter 29 als Mittelwert einer Reihe von Produkten aus der Stromspannungdes durch die Leitung 15 fließenden Stromes und der Stromstärke des durch den L eitungsteil 28 fließenden Stromes die indizierte Leistung der Maschine anzeigen kann, die je nach :der Skalaeinteilung des, Wattmeters als Leistung pro Flächeneinheit des Maschinenkolbens oder als augenblickliche Gesamtleistung der Maschine .abgelesen werden kann.
  • Erforderlichenfalls kann man durch das Kontaktsegment 21 anstatt Widerstandselemente eines Stromkreises auch Elemente einer Batterie zu- oder abschalten lassen.
  • Anstatt den Zylinderdruck durch Zu- und Abschalten von Ohmschen Widerständen in dem Stromkreis einer konstanten Batterie in proportionale elektrische Ströme und diese wiederum im Wattmeter in proportional mit diesen Strömen schwankende Kraftlinienflüsse zu verwandeln, könnte auch erforderlichenfalls der eine Kraftlinienstro.m des Wattmeters durch Veränderung des magnetischen Widerstandes eines vorhandenen Kraftlinienflusses direkt proportional dem Zvlind@e tdrucke verändert werden.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCHr: i. Verfahren zur Messung der indizierten Leistung von Kalbenkraftm-aschinen, bei welchem ein von der zu messenden Maschine erzeugter, unter dem Einfluß des Zylinderdruckes stehender Wechselstrom und ein in den Stromkreis geschaltetes Meßinstrument zur Angabe der Leistung verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Berücksichtigung der endlichen Pleuelstangenlänge im Sinne des Brixschen bizentrischen Verfahrens eine Verschiebung der Dynamowelle (9) gegen die Kurbelwelle (7) nach dem Zvlinder (i) zu um den Betrag von vorgenommen wird, wodurch bei dem nun mit veränderlicher Winkelgeschwindigkeit erfolgenden Antrieb dieser Dynamomaschine der .erzeugte Strom der Kolbengeschwindigkeit bei endlicher Pleuelstangenlänge proportional ist.
  2. 2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, d.aß zwischen der Kraftmaschinenw eile (7) und der Antriebswelle (9) des W Wechselstromerzeugers (8, 13) mit sinusoidalem Stromverlauf eine Mitnehmerkupplung (io, 11, 12) eingebaut ist, welche durch die Verschiebung der Dynamowelle (9) gegen die Kurbelwelle (7) um den Betrag den Antrieb des Wechselstromerzeugers (8, 13) mit veränderlicher. Winkelgeschwindigkeit gestattet.
  3. 3. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch ein mit einem Ind:ikatorkolben (17) in Verbindung stehendes bewegliches Kontaktsystem (22, 23, 2d.) entsprechend den im. Zylinder (i) der Kolbenkraftrnaschine herrschenden Drukken Widerstandselemente (25, 26) eines Stromkreises einer besonderen Stromquelle (27) zu- oder abgeschaltet werden, derart, daß die von dieser Kontaktvorrichtun- (22, 23, 2q.) beeinflußten und auf ein Wattmeter (29) gehenden Ströme sich jeweils den unter dem Indikatorkol'ben (17) herrschenden Druckwerten proportional ändern und beim über- oder Unterschreiten des Atmosphärendruckes durch den unter .dem Indikatorkolhen herrschenden Druck jeweils das Vorzeichen wechseln. d.. Einrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein auf den Widerstandselementen (25, 26) sich abrollendes Kontaktsegment (22) am Zentrum seines Stromabnehmerkreisbogens behufs proportionaler Übertragung und Vergrößerung der geradlinigen Indikatorkolbenbewegung durch eine Gabel einer Indikatorkolbenstange (18) mitgenommen wird und. das Kontaktsegment (22) behufs jeweiliger guter Kontaktherstellung mit einem der Widerstandselemente (25, 26) aus magnetischem Material hergestellt ist, so daß es durch einen Magnet (271) gegen den festen Teil (24) des Kontaktsystems gezogen werden kann.
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