DE36819C - Verfahren zur Herstellung von Spitzen, Borten, Tressen u. s. w - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Spitzen, Borten, Tressen u. s. w

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DE36819C
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Germany
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braids
embroidery
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laces
percha
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DENDAT36819D
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F. CH. juncker in Paris, 48 Rue de Bondy
Publication of DE36819C publication Critical patent/DE36819C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C29/00Finishing or dressing, of textile fabrics, not provided for in the preceding groups

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Braiding, Manufacturing Of Bobbin-Net Or Lace, And Manufacturing Of Nets By Knotting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Nach vorliegender Erfindung sollen Spitzen, Borten, Tressen und andere ähnliche durch Stickerei herzustellende Artikel dadurch erzeugt werden, dafs man den Stoff, auf welchem die Spitze gestickt worden ist, nach Herstellung der Arbeit verschwinden läfst, so dafs die Stickerei aussieht, als ob sie frei gearbeitet worden wäre. Man verfährt zu diesem Zweck folgendermafsen:
Auf einem ganz dünnen Guttaperchablättchen wird zunächst die Zeichnung, so complicirt dieselbe auch sein mag, auf irgend eine Weise hergestellt und diese Zeichnung dann mittelst Maschine oder mit der Hand unter Anwendung beliebiger Fäden aus Leinen, Seide, Baumwolle, Metallfäden oder übersponnenen Fäden bestickt, so dafs die Stickerei in ihrer gesammten decorativen Wirkung auf dem Guttaperchablättchen erscheint. Es mufs hierbei nur Sorge getragen werden, die einzelnen Partien dieser Stickerei unter einander gut zu verbinden.
Die so hergestellte Stickerei kann nun dadurch in Spitze, Tresse, Borte etc. verwandelt werden, dafs man die ganze Arbeit während einiger Augenblicke in ein Schwefelkohlenstoffbad eintaucht, in welchem das Guttapercha sofort verschwindet, ohne eine Spur zurückzulassen, ohne in irgend einer Weise die Fäden der Stickerei zu verändern oder den Glanz der Metallfäden zu beeinträchtigen; die Arbeit bleibt vielmehr in ihrer ganzen Frische erhalten und sieht aus, als ob die Spitze frei gearbeitet worden wäre. Schwefelkohlenstoff kann durch andere wirksame Lösungsmittel, wie z. B. durch auf ca. 500C. erhitztes Benzin, ersetzt werden. Ebenso kann ein anderer Grundstoff als Guttapercha, der leicht zerstörbar ist, zur Herstellung der Stickerei verwendet werden.
Soll z. B. die Stickerei vollständig aus Metallfäden hergestellt werden, so kann man als Grundstoff ein leichtes Gewebe nehmen, das man schliefslich durch Verbrennen entfernt. Man kann dann die aus Metallfäden bestehende Spitze durch ein aus einer Gold- oder Silberlösung bestehendes Bad ziehen, um den Metallfäden den durch den Verbrennungsprocefs des Gewebes verloren gegangenen Glanz wiederzugeben. . ,
Die nach dem vorstehend beschriebenen System erzeugten Artikel haben aufser der ihnen eigenen Originalität in der Erscheinung, die durch keines der bekannten Verfahren zu erzielen ist, noch den weiteren Vortheil, dafs sie hinsichtlich des Materials und der Zeichnung in der vielfältigsten Weise und Combination zur Ausführung gelangen können, ohne dafs man irgend welche Vorbereitungen des Patronirens oder anderer Arbeiten zu Hülfe nehmen mufs.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Zur Herstellung von Spitzen, Borten, Tressen u. s. w. das Besticken von Blättern aus Guttapercha und das nachträgliche Auflösen derselben in Schwefelkohlenstoff oder Benzin.
DENDAT36819D Verfahren zur Herstellung von Spitzen, Borten, Tressen u. s. w Expired - Lifetime DE36819C (de)

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