DE368133C - Vorrichtung zur Rueckgewinnung des Druckmittels - Google Patents

Vorrichtung zur Rueckgewinnung des Druckmittels

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DE368133C
DE368133C DESCH62441D DESC062441D DE368133C DE 368133 C DE368133 C DE 368133C DE SCH62441 D DESCH62441 D DE SCH62441D DE SC062441 D DESC062441 D DE SC062441D DE 368133 C DE368133 C DE 368133C
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LORENZ SCHLECHTER
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LORENZ SCHLECHTER
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67DDISPENSING, DELIVERING OR TRANSFERRING LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B67D1/00Apparatus or devices for dispensing beverages on draught
    • B67D1/04Apparatus utilising compressed air or other gas acting directly or indirectly on beverages in storage containers
    • B67D1/0468Apparatus utilising compressed air or other gas acting directly or indirectly on beverages in storage containers comprising means for the recovery of the gas acting on beverages

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  • Devices For Dispensing Beverages (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Rückgewinnung des Druckmittels. Die bekannten Vorrichtungen zur Rückgewinnung des Druckmittels bei Bier- u. dgl. Druckapparaten mit Druckmittelsammelgefäß und Druckwasseranschluß sind insofern nachteilig, als sie teils mit Pumpen betrieben werden müssen, teils eine Mehrzahl von Sammelgefäßen erfordern und teils beim Faßwechsel oder während des Betriebes ein Auswechseln und Umstellen von- Leitungsteilen notwendig machen. Bei einer bekannten Ausführungsform der letzteren Art ist an die Druckmittelzuleitung zum Faß eine Druckrnittelrückleitung zum-Sammelgefäß angeschlossen. Das Druckmittel tritt dabei durch eine Wassersäule von bestimmter Höhe hindurch in das letztere ein und auch durch die Druckmittelrückleitung in dasselbe zurück. Im letzteren Fall wird es hierbei gleichzeitig einer Reinigung durch das Wasser unterzogen. Diese Wassersäule bildet einen Wasserverschluß, der verhindert, - daß Druckmittel aus dem Sammelgefäß in die Druckmittelrückleitung wieder entweichen kann. Die Notwendigkeit dieser Wassersäule und die Tatsache, daß sie gleichzeitig zur Reinigung des in sie zurücktretenden Druckmittels verwendet wird,-bringt den Mißstand mit sich, daß umständliche Mittel, insbesondere eine eigene ein-und ausschaltbare Druckwasserleitung, vorgesehen werden müssen, um die Flüssigkeitssäule von Zeit zu Zeit zu erneuern. Diese eigene Druckwasserleitung wird in diesem Fall auch dazu verwendet, um vor Inbetriebsetzung des Apparates die Luft aus dem Sammelgefäß auszutreiben. Außerdem wird bei dieser Einrichtung Druckmittel und Druckwasser in je zwei voneinander getrennten öffnungen in das Faß eingeführt, so daß zwei Anschlußorgane notwendig sind. Infolge all dieser Anordnungen ist eine solche Vielzahl von gesteuerten Organen beim Gegenstand der eben behandelten Einrichtung notwendig, daß die letztere teuer wird und umständlich zu bedienen ist, worunter ihre Betriebssicherheit leidet.
  • Alle diese Mißstände zu vermeiden, ist Zweck vorliegender Erfindung. Dieselbe besteht im wesentlichen darin, daß bei bekannten Vorrichtungen zur Rückgewinnung des Druckmittels bei Bier- u. dgl. Druckapparaten mit Druckmittelsammelgefäß und Druckwasseranschluß, wobei an die Druckmittelzuleitung zum Faß eine Druckmittelrückleitung zum Sammelgefäß angeschlossen ist, zwischen der Druckmittelzuleitung und der mit Wasserablaßhahn versehenen Druckmittelrückleitung ein Dreiweghahn eingeschaltet ist, durch welchen die Druckmittelzuleitung zum F aß und die Druckwasserzuleitung aus diesem zur Druckmittelrückleitung gesteuert wird. Ferner wird in die Druckmittelrückleitung, zweckmäßig nächst dem Druckmittelsammelgefäß, ein doppelt wirkendes Ventil eingesetzt, welches das Entweichen von Druckmittel aus dem Druckmittelsammelgefäß in die Druckmittelrückleitung und den Eintritt von Druckwasser in das Druckmittelsammelgefäß verhindert. Außerdem mündet die in bekannter Weise mit Abschlußorgan versehene Druckwasserleitung dauernd in die Bier- u. dgl. Steigleitung, so daß ein Umstellen beweglicher Leitungsteile ausgeschlossen wird. Endlich ist in die in das Bier- o. dgl. Steigrohr führende Druckwasserleitung zweckmäßig ein Behälter eingebaut, welcher mit lösenden oder desinfizierenden Mitteln gefüllt wird, ehe man Druckwasser zur Desinfizierung und Reinigung des Steigrohres einleitet.
  • In der Zeichnung ist eine Ausführungsform eines Kohlensäuredruckapparates zum Ausschank von Bier in Ansicht zur Darstellung gebracht. Hierbei ist ein Apparat gezeigt, der zur gleichzeitigen Bedienung dreier Fässer I, II, III gedacht ist. Von diesen steht jeweils eines (I) unter Schankbetrieb, während die beiden anderen entleert sind. Hierbei kann während des Ausschankes von Faß I die im Faß II zurückgebliebene Kohlensäure wiedergewonnen werden; ebenso aber kann die zum Faß III führende Bierleitung gereinigt werden.
  • Hierbei ist A ein Kohlensäuresammelgefäß mit Kontrollhahn 5 und Ablaßhahn 6 für etwa entstandene Wasserniederschläge. Kohlensäuresammelgefäß A wird von der Kohlensäureflasche b unter gleichzeitigem Abblasen der Luft mit Kohlensäure gefüllt. Diese tritt durch das Steigrohr des Sammelgefäßes A, durch Filter B und Reduzierventil C durch die Leitungen E, F und G in den Anstichkörper H über, der auf bekannte Art gebaut und im Spundloch des Schankfasses abgedichtet ist. Durch den Anstichkörper führt das Steigrohr J nach oben zum Ausschankhahn K.
  • An dieser an sich bekannten Einrichtung ist nun die Neuerung getroffen, daß zwischen die Leitungen F und G ein Dreiweghahn 3 eingeschaltet ist, von welchem eine weitere Leitung L, M zum Kohlensäuresammelbehälter A führt. In diese Leitung ist eine Laterne D eingebaut, in welcher ein doppelt wirkendes Ventil N angeordnet ist. Dieses besteht zweckmäßig aus einer Gummi- o. dgl. Kugel, welche für gewöhnlich unter dem Druck der über ihr stehenden Kohlensäure auf den Sitz 0 gepreßt wird. Entgegengesetzt dem Sitz 0 ist in der Laterne D ein zweiter . Sitz P für das Kugelventil N vorgesehen. ist ein Hahn, welcher die Entleerung der Leitungen L und M gestattet.
  • In das Steigrohr J mündet oben die Druckwasserleitung O ein, welche mit dem Durchlaßhahn a versehen ist. Vor diesem Hahn geht die Druckwasserleitung O in ein Rohr p, welches von einem Fülltrichter k zu einem Behälter S führt. Eine vom letzteren unten abzweigende Röhre q geht wieder zur Druckwasserleitung 0. Unterhalb des Fülltrichters Il ist ein Hahn t oberhalb der Einmündungsstelle der Druckwasserleitung D in das Rohr p eingebaut. Röhre q ist mit einem-Hahn ia versehen. Ferner ist ein Ablaßhahn o in die Druckwasserleitung O am Knie unterhalb des Hahns n eingebaut.
  • Der Bierausschank mittels des beschriebenen Apparates geht in der üblichen Weise vor sich. Es ist hierbei angenommen, daß die Fässer II und III bereits entleert sind und daß der Inhalt des Fasses I ausgeschenkt werden soll. Hierbei ist der die Verbindung von dessen Steigleitung J mit der Druckwasserleitung O herstellende Hahn 2 geschlossen. -Dreiwegbahn 3 wird so eingestellt, daß die Kohlensäure den Weg durch die Leitungen E, F und G über den Stechkörper H in das Schankfaß I nimmt und das in demselben j enthaltende Bier durch das Steigrohr J nach oben zum Ausschankhahn K fördert. Leitung List in diesem Fall durch den Dreiweghahn 3 abgesperrt.
  • Während des Ausschankes von Faß I wird gleichzeitig die in dem vorher . entleerten Faß II zurückgebliebene Kohlensäure dadurch wiedergewonnen, daß man in die Steigleitung J dieses Fasses Druckwasser einläßt, nachdem man vorher den zugehörigen Dreiweghahn 3 so umgestellt hat, daß die Kohlen-' säurezuleitung F abgesperrt wird und die Leitungen L und G miteinander in Verbindung gesetzt werden. Zu diesem Zweck wird der nach der Steigleitung des Fasses II führende Hahn 2 geöffnet, ebenso auch Hähne i und za, während die Hähne t, o, k und q. geschlossen bleiben. Das in Faß II eintretende Druckwasser steigt in demselben und treibt die in ihm sich befindliche Kohlensäure vor sich her durch Anstichkörper H, Röhre G, Dreiweghahn 3, Röhren L und 11I nach der Laterne D, unter Abheben des Ventils N von dessen Sitz 0. Das Wasser dringt hierbei so weit vor, daß es in der Laterne D das Ventil N gegen seinen Sitz P preßt. Nun wird Hahn 2 der Steigleitung J des Fasses II wieder geschlossen, der Anstichkörper wird aus dem Bierfaß gehoben und Hahn q. geöffnet. Die Leitungen entleeren sich hierdurch, und Ventil N wird unter dem Druck der von A kommenden Kohlensäure wieder auf seinen Sitz 0 gepreßt. An Stelle des Fasses II kann nun ein neues Faß zum Anstich eingesetzt werden. Hahn ¢ wird nach dem Entleeren der Leitung M wieder geschlossen.
  • Zum Reinigen und Desinfizieren der Steig-Leitungen mit lösender und desinfizierender Flüssigkeit wird Faß III weggenommen und die untere Öffnung von dessen Steigleitung durch eine Verschlußkappe o. dgl. dicht verschlossen. Sodann wird die die Desinfizierung und LösungvermittelndeFlüssigkeit,durch den Fülltrichter k bei geschlossenen Hähnen i, n, o und k und bei geöffnetem Hahn t in den Behälter S eingebracht. Hierauf schließt man Hahn t und öffnet die Hähne i, n, und 2, so daß die Druckwasserleitung O nunmehr mit Behälter S und mit der Steigleitung J des Fasses III in Verbindung gebracht ist. Das Druckwasser nimmt nun seinen Weg durch Behälter S (wobei es den Inhalt des letzteren vor sich 'her treibt) in die Steigleitung J des Fasses III bis zum Schankhahn K und bis zum unteren Verschluß des Stechrohres der Bierleitung J. Die dabei in der Leitung eingeschlossene Luft kann man durch kurzes öffnen des Schankhahnes K ausblasen lassen.-Nachdem die Reinigungsflüssigkeit genügend gewirkt hat, wird nach öffnen des Hahnes K und nach Abnahme der Versühlußkappe am Stechrohr mit Wasser nachgespült.
  • In das Sammelgefäß A durch Füllen und Anzapfen etwa eindringende Luft wird von Zeit zu Zeit unter Kontrolle mit Reagenzpapier durch Hahn 5 abgelassen, während etwa entstandene Wässerniederschläge durch Hahn 6 entleert werden.
  • Bei Verwendung des Apparates für eine Einzelausschankstelle ändert sich gegenüber der oben beschriebenen Ausführungsform für drei Fässer im Prinzip nichts.

Claims (3)

  1. PATENT-ANsPRÜCHE: i. Vorrichtung zur Rückgewinnung des Druckmittels bei Bier- o. dgl. Druckapparaten mit Druckmittelsammelgefäß und Druckwasseranschluß, wobei an die Druckmittelzuleitung zum Faß o. dgl. eine Druckmittelrückleitung zum Sammelgefäß angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der - Druckmittelzuleitung (E, F, G) und der mit Wasserablaßhahn (q.) versehenen Druckmittelrückleitung (L, M) ein Dreiweghahn (3) eingeschaltet ist, durch welchen die Druckmittelzuleitung zum Faß und die Druckwasserzuleitung aus diesem zur Druckmittelrückleitung gesteuert wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in die Druckmittelrückleitung (L, M) zweckmäßig nächst dem Druckmittelsammelgefäß (A), ein doppelt wirkendes Ventil (D) eingesetzt ist, welches das Entweichen von Druckmittel aus dem Druckmittelsammelgefäß (A) in die Druckmittelrückleitung (L, M) und den Eintritt von Druckwasser in das Druckmittelsämmelgefäß (A) verhindert.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die in bekannter Weise mit Abschlußorgan versehene Druckwasserleitung (O) dauernd in die Bier- u. dgl. Steigleitung (J) mündet. q.. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in die zum Bier- o. dgl. Steigrohr führende Druckwasserleitung (O) ein Behälter eingebaut ist, welcher mit lösenden und desinfizierenden Mitteln gefüllt wird, ehe man Druckwasser zur Desinfizierung und Reinigung des Steigrohres (J) einleitet.
DESCH62441D 1921-07-28 1921-07-28 Vorrichtung zur Rueckgewinnung des Druckmittels Expired DE368133C (de)

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