DE461537C - Wasserenthaertungsapparat - Google Patents
WasserenthaertungsapparatInfo
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-
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
22. JUNI 1928
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 85 b GRUPPE
Wayne Tank & Pump Co. in Fort Wayne, Ind., V. StA.
Wasserenthärtungsapparat. Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. August 1924 ab.
ist in Anspruch genommen.
Die Erfindung bezieht sich auf Wasserenthärtungsapparate, bei denen das zu enthärtende
Wasser zunächst durch eine Schicht von zerkleinertem Wasserenthärtungsmaterial,
wie Zeolith, geführt wird, diese Schicht nach Erschöpfung des Materials durch Rückspülung
gewaschen wird, worauf ein Regenerierungsmittel, beispielsweise eine Salzlösung,
durch die Materialschicht geführt wird, um das erschöpfte Zeolith- o. dgl. Material zu regenerieren
und schließlich die Regenerierungslauge o. dgl. wieder aus dem Material ausgewaschen wird, das dann zum Enthärten
von Wasser wieder benutzt werden kann.
Es ist bei Enthärtungsapparaten dieser Art bekannt, das für die Regenerierung benutzte
Salz in einem besonderen Gefäß zu lösen und die Lösung dem Enthärtungsbehälter zuzuführen.
Gegenüber diesen bekannten Einrichtungen kennzeichnet sich die Erfindung einmal dadurch, daß das Gefäß in seiner Größe
der für eine einmalige Regenerierung der Enthärtungsmasse des betreffenden Apparates
erforderlichen Salzmenge angepaßt und in die das Rohwasser zum Enthärtungsbehälter führende
Leitung eingeschaltet ist, derart, daß das Salzgefäß während des Enthärtungsvorganges
lediglich als Leitung für das Rohwasser dient. Das Salzgefäß tritt also gemäß der
Erfindung während des Arbeitens des Enthärtungsapparates dauernd in Tätigkeit, nämlich
zeitweise als Wasserleitung und zeitweise als Kammer zur Bildung der für die Regenerierung
bestimmten Salzlösung.
Weitere Verbesserungen beziehen sich auf die besondere Ausbildung und Anordnung des
Salzgefäßes und seine Verbindung mit dem Enthärtungsbehälter sowie den Roh- und Weichwasserleitungen.
Die Erfindung ist in ilen Zeichnungen beispielsweise
veranschaulicht, und zwar zeigt:
Abb. ι eine Seitenansicht des Apparates vom Salzfaß her gesehen;
Abb. 2 ist eine Ansicht von einer gegenüber der Stellung nach Abb. 1 um einen rechten
Winkel versetzten Seite, wobei das Salzgefäß und der anschließende Teil des Enthärtungsbehälters in senkrechtem Schnitt dargestellt
sind;
Abb. 3 ist ein wagerechter Schnitt nach Linie 3-3 der Abb. 1.
Der Apparat besteht im wesentlichen aus einem zylindrischen, aufrechtstehenden Behälter
i, der teilweise mit einer körnigen Zeolithmasse 2 gefüllt ist. Das zu enthärtende
Rohwasser wird oben durch das Rohr 3 zu- und das weiche Wasser unten durch das'
Rohr 4, das Steigrohr 5 mit Ventil 6 und den
Auslaß 23 abgeführt. Beim Rückspülen fließt das Wasser durch das Rohr 4 in den
Behälter 1 ein und durch das Rohr 3 aus.
Das Regenerierungsgefäß 7, das zweckmäßig aus Gußeisen besteht, ist mit einem
Kanal 24 versehen, der eine Fortsetzung des Rohres 8 darstellt und durch eine Wand 9 gebildet
wird, die sich bis in die Nähe des Bodens des Gefäßes erstreckt. In diesem Boden
sind Öffnungen 25, 26 vorgesehen, die mit Rohren 10, 11 in Verbindung stehen.
Oben ist das Gefäß 7 mit einem Klappdekkel 12 versehen, der mit Hilfe einer Schraube
14 auf die mit einer Packung 13 ausgerüstete öffnung gepreßt werden kann. Unterhalb
des Gefäßes 7 befindet sich eine Gruppe von Kontrollventilen, an die sich seitlich der Abwasserauslaß
16 und der Rohwasserauslaß 17, oben die Leitungen 10 und 11 und unten die
Leitung 18 anschließt. Das Ventilsystem setzt sich aus dem Einlaßventil 19, dem oberen
Entleerungsventil 20, dem Rückspülventil 2i, dem unteren Entleerungsventil 22 und
dem Auslaßventil 6 zusammen. Dies sind die einzigen zur Überwachung der Strömung der
Flüssigkeiten durch den Apparat beim Enthärten, Rückspülen, Regenerieren und Auswaschen
erforderlichen Ventile.
Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende: Es sei angenommen, daß die Ventile
20, 21 und 22 geschlossen, die Ventile 6 und 19 aber geöffnet sind (Ventilstellung während
des Enthärtungsvorganges), und daß die wasserenthärtende Eigenschaft der Zeolithmasse
im wesentlichen erschöpft ist. Die Ventile 6 und 19 werden dann geschlossen, und Ventil 21
wird geöffnet, um zum Zwecke der Rückspülung rohes Wasser unten in den Behälter 1
einzuführen, während Ventil 20 geöffnet wird, um das Spülwasser durch den Auslaß
16 abzuleiten, nachdem es aufwärts durch die Zeolithmasse geströmt ist, die dabei aufgelockert
wird. Dann wird das Ventil 21 geschlossen, während das Ventil 20 offen bleibt.
Man löst nunmehr den Deckel 12 des Salzgefäßes 7, so daß Luft Zutritt findet. Das Gefäß
kann sich deshalb durch das Ventil 20 entleeren, das dann geschlossen wird. Das Ge-faß
7 wird nun mit der erforderlichen Menge von frischem Salz und Wasser gefüllt, welch
letzteres durch vorsichtiges öffnen des Ventils 19 eingelassen wird. Nachdem sämtliche
Luft aus der Speisevorrichtung ausgetrieben ist, wird das Ventil 19 geschlossen, der Dekkel
12 wieder aufgebracht und mittels der Schraube 14 befestigt. Jetzt wird das Salz
von oben nach unten durch die erschöpfte Zeolithmasse gespült, indem man die Ventile
19 und 22 öffnet. Jedes einzelne dieser Ventile kann dazu benutzt werden um die Strömung
der Salzlösung abwärts durch die Zeolithmasse 2 zu leiten und die Geschwindigkeit
der Strömung so einzustellen, daß die Masse regeneriert wird, und daß die verbrauchte
Salzlauge durch die Rohre 4, 5, das Ventil 22 und den Ablaß stutzen 16 austritt.
Es ist ersichtlich, daß das Rohwasser in das Gefäß 7 durch das Rohr 10 in der Weise einströmt,
daß es das im oberen Teil des Gefäßes befindende Salz durchdringt, wobei die Lösung
des Salzes erfolgt, und daß die so gebildete Lauge dann abwärts unter der Wand 9
durchfließt. Dieser Umlauf sichert eine gründliche Lösung des Salzes. Die Lauge fließt dann nach oben durch das Rohr 8 und in
den oberen Teil des Wasserenthärtungsapparates.
Nachdem sämtliches Salz gelöst ist und die gesamte Lauge das Gefäß 7 verlassen hat und
durch die Zeolithmasse geströmt ist, läßt man das frische Rohwasser weiterströmen, bis die
Lauge aus der Zeolithmasse ausgewaschen ist. Dann wird das Ventil 22 geschlossen und das
Ventil 6 geöffnet, so daß das weiter zufließende Rohwasser als frisches Weichwasser
wieder durch die Leitung 4, 5 bei 23 ausfließen und benutzt werden kann.
Die große Einfachheit des Betriebes liegt auf der Hand. Natürlich kann der Apparat in
mannigfacher Weise geändert werden, ohne daß dadurch das Wesen der Erfindung berührt
würde. Beispielsweise können die Ventile 19, 20, 21 und 22 durch ein Vier wegeventil
ersetzt werden, oder es kann ein einziges Fünfwegeventil an Stelle dieser Ventile und
des Ventils 6 treten.
Claims (4)
- .Patentansprüche:i. Wasserenthärtungsapparat mit einem die feinkörnige, z. B. aus Zeolith bestehende Enthärtungsmasse enthaltenden Behälter und einem Gefäß für das zur Bildung der Regenerierungslauge bestimmte Salz, dadurch gekennzeichnet, daß das Salzgefäß (7), dessen Größe der für eine normale Regenerierung erforderlichen Salzmenge angepaßt ist, in die das Rohwasser zum Enthärtungsbehälter führende Leitung (17, 10, 8) eingeschaltet ist.
- 2. Apparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Salzgefäß (7) gleichzeitig in der mit der Rohwasserzuleitung teilweise gemeinsamen Rückspülwasserleitung (8, 11, 16) liegt.
- 3. Apparat nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Salzgefäß (7) eine besondere, bis in die Nähe des Bodens reichende Abteilung (24) enthält, in die von oben die mit dem oberen Teil des Enthärtungsbehälters (1) verbundene Leitung (8) einmündet, während die Roh-wasserzuführungsleitting (Ίο) an einer gegen die genannte Abteilung (24) versetzt liegenden Stelle von unten her in das Salzgefäß eintritt.
- 4. Apparat nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch zwei sich unten an das Salzgefäß (7) anschließende Leitungen (10, ii)f- die sich zu der mit dem unteren Teil des Enthärtungsbehälters verbundenen Leitung (5) vereinigen und je mit zwei Ventilen (19, 21 bzw. 20, 22) ausgerüstet sind, zwischen denen die Abwasserleitung (16) bzw. die Rohwasserzuleitung (17) angeschlossen ist, während das Weichwasser durch eine von der Leitung(5) abzweigende, durch ein fünftes Ventil(6) überwachte Zweigleitung abgeführt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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Country Status (3)
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| DE (1) | DE461537C (de) |
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Families Citing this family (2)
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