DE367679C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines reinen Stickstoff-Kohlensaeure-Gemisches aus Verbrennungsgasen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines reinen Stickstoff-Kohlensaeure-Gemisches aus Verbrennungsgasen

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DE367679C
DE367679C DESCH60210D DESC060210D DE367679C DE 367679 C DE367679 C DE 367679C DE SCH60210 D DESCH60210 D DE SCH60210D DE SC060210 D DESC060210 D DE SC060210D DE 367679 C DE367679 C DE 367679C
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B21/00Nitrogen; Compounds thereof
    • C01B21/02Preparation of nitrogen

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines reinen Stickstoff-Kohlensäure-Getnisches aus Verbrennungsgasen. Es ist bekannt, reinen Stickstoff aus Luft durch Überleiten derselben über erhitztes Kupfer oder ein anderes ähnlich wirkendes Metall zu gewinnen. Es ist weiter bekannt, Stickstoff bzw. ein Stickstoff-Kohlensäure-Gemisch aus Verbrennungsgasen durch Überleiten derselben über eine oxydierbare und reduzierbare Substanz, z. B. ein Gemenge von Kupfer,und Kupferoxyd o. dgl. zu erzeugen, wobei unter gleichzeitiger Verwendung von reduzierenden Gasen der gesamte Sauerstoff der zugeführten Luft und der gesamte zur Verbrennung verwandte Kohlenstoff in Kohlensäure übergeführt wird, so daß das Endgas nur aus einem Gemisch von Stickstoff und .Kohlensäure besteht. Die Trennung der beiden Gase erfolgt in üblicher Weise.
  • Die Menge des erzeugten Stickstoffes ist im ersten Fall von der Menge des zur Verfügung stehenden Metalles abhängig. Der Prozeß kann durch Umleiten des Luftstromes über neue Metallschichten unter gleichzeitiger Reduktion der gebildeten Oxyde kontinuierlich gestaltet werden, beansprucht aber dann mindestens zwei voneinander getrennte Räume für den Vorgang der fortlaufenden Gaserzeugung, den einen für die Oxydation, den anderen für die Reduktion.
  • Im zweiten Fall ist das dauernde Vorhandensein der Mischung von Metall und Metalloxyd eine wichtige Vorbedingung für den beabsichtigten Verlauf des Prozesses. Die beständige Aufrechterhaltung einer solchen Mischung wird entweder im Zusammenbange mit der Verbrennung durch zeitweilige Verminderung der zugeführten Verbrennungsluft und dadurch hervorgerufene Bildung von reduzierenden Gasen herbeigeführt, wobei für das Gemisch eine eigene Retorte vorgesehen ist, oder sie wird unabhängig von dem Verbrennungsvorgang durch gesonderte Zumischurig von reduzierenden Gasen zu den Verbrennungsprodukten erreicht, wobei die Einwirkung des aus reduzierenden Gasen und Verbrennungsgasen bestehenden Gemenges auf das Metall-Metalloxyd-Gemisch in einem besonderen Kontaktofen vor sich geht.
  • In jedem Fall ist eine sorgfältige Beobachtung des Oxydationsvorganges und eine rechtzeitige Herbeiführung des Reduktionsvorganges seitens der Bedienung nötig.
  • Vorliegende Erfindung gestattet die Gewinnung eines reinent@iclstoft-Iqhler@s@,ure, Gemisches aus Verbrennungsgasen durdh überleiten derselben über. eine aus einem Metall und seinem Oxyd bestehende Kontaktsubstanz; sie kennzeichnet sich dadurch, daß die für die Reduktion des gebildeten -Metalloxydes nötigem reduzierenden Gase von den Verbrennungsgasen selbst erzeugt werden, ohne daß eine Beeinträchtigung des eigentlichen Verbrennungsvorgangs durch Verminderung der zugeführten Luftmenge; und ohne daß eine gesonderte Zuführung von reduzierenden Gasen zu den Verbrennungsgasen stattfindet. Das Verfahren besteht darin, daß nach vollzogener Verbrennung ein Teil der heißen Verbrennungsgase von denn Hauptstrom derselben abgezweigt wird, wobei der Nebenstrom mit Holzkohle, wie in vorliegendem Fall, oder einem sonst geeigneten Hilfsstoff, z. B. Benzol, Petroleum, Oxalsäure, reduzierende Gase erzeugt und dann wieder mit dem Hauptstrom zusammengeführt wird, um darauf mit diesem die Kontaktmasse zu durchstreichen.
  • Die in den Verbrennungsgasen enthaltene Wärme erhitzt das ,#letall---%letalloxyd-Geinisch und bringt zugleich mittels des Nebenstroines die Holzkohle zum Glühen, schafft also die Vorbedingungen für die verlangten chemischen Reaktionen. Das Metall und das Oxvd der Kontaktmasse werden durch den Sauerstoff der Verbrennungsgase oxydiert bzw. durch die von dem Nebenstrom und der Holzkohle gebildeten reduzierenden Gase reduziert. Die glühende Holzkohle verwandelt die in den Verbrennungsgasen enthaltene Kohlensäure nach vorheriger Spaltung in Kohlenoxy d und Sauerstoff unter Zuhilfenahme ihres eigenen Kohlenstoffes völlig in Kohlenoxyd und zerlegt den in den Verbrennungsgasen evtl. vorhandenen Wasserdampf in Wasserstoff und Sauerstoff, wovon sich der Sauerstoff zusammen finit den von der Verbrennung stammenclen Sauerstoffresten mit dem Kohlenstoff der Holzkohle ebenfalls zu Kohlenoxyd verbindet, so daß an reduzierenden Gasen Kohlenoxyd und Wasserstoff vorhanden sind. Auf diese Weise kommt zugleich zwischen dem Verbrennungsvorgang und dem Reduktionsvorgang eine gegenseitige Abhängigkeit zustande, derart, daß einer mit größerem Luftüberschuß durchgeführten Verbrennung und einem dadurch bedingten höheren Sauerstoffgehalt der Verbrennungsgase, welcher für sich eine stärkere Oxv-lation des :\letalls der Kontaktmasse bedingt, ohne weiteres eine reichlichere Bildung von reduzierenden Gasen und damit eine vermehrte Reduktion entspricht, d. h. Verbrennung und Reduktion arbeiten selbsttätig in einem die dauernde Erhaltung eines Metall- und Metalloxyd-Gemisches-begünstigenden Sinne zusammen und erleichtern so die Überwachung des Prozesses. Die für die Durchführung-des Verfahrens dienende Vorrichtung kennzeichnet sich dadurch, daß Verbrennung, Teilung des Stromes der Verbrennungsgase, Bildung der reduzierenden Gase, Vereinigung der beiden Teilströme sowie Oxvdation und Reduktion des 31Tetall-:@letalloxyd-Gemisches in einem einzigen mit den entsprechenden Einrichtungen versehenen Ofen stattfinden. Dieser Ofen besitzt demnach zwei sich an den eigentlichen Verbrennungsraum anschließende getrennte Kanäle für die Führung der Verbrennungsgase, von denen der eine für den Hauptstrom, der andere für den Nebenstrom bestimmt ist. Die Teilung des Gasstromes erfolgt durch eine verstellbare Klappe o. dgl., welche den für den Nebenstrom bestimmten und für Aufnahme der Holzkohle oder eines anderen Hilfsstoffes eingerichteten Kanal von dem Verbrennungsraum trennt. Die beiden Kanäle sind wieder zusammengeführt und münden in einen zur Aufnahme der Kontaktmasse bestimmten Raum, aus dem das Endgas als Stickstoff-Kohlensäure-Gemisch entweicht. Die Verstellung der den Nebenstrom regulierenden Klappe kann entweder von Hand oder unter Benutzung entsprechender Apparate selbsttätig erfolgen.
  • Die Zeichnung zeigt eine zur Ausführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung; Abb. i stellt den Aufriß, Abb.2 den Seitenriß, Abb. 3 den Grundriß derselben dar. Abb. i ist ein senkrechter Längsschnitt der Abb. 3, Abb. 2 und Abb. 3 sind Ansichtszeichnungen. In den Abbildungen ist i der mit einer Öffnung 2 für den Gaseintritt und einer Öffnung 3 für den Lufteintritt versehene, durch eine Platte 4 abgeschlossene Unterteil des Ofens, in dem ein Gasverteiler 5 untergebracht ist. Der Gasaustritt aus dem Verteiler 5 erfolgt durch die mit feinen Bohrungen versehenen Düsen 6, in die Rohre 7, der Luftaustritt durch besondere die Rohre 7 umgebende Rohre B. Die Rohre 7 und 8 endigen in dem eigentlichen Verbrennungsraum 9, wo die Vereinigung von Luft und Gas stattfindet und damit die Verbrennung eingeleitet wird. Die Fortsetzung des Verbrennungsraumes 9 wird von einem der Führung des Hauptstromes dienenden Kanal io gebildet, während zugleich der für die Führung des Nebenstromes bestimmte Kanal i i von dem Verbrennungsraum 9 abgezweigt ist. Zwischen Verbrennungsraum 9 und Kanal i i ist eine drehbare Klappe 12 angeordnet, die den Abschluß zwischen Verbrennungsraum 9 und Kanal i i besorgt. In dem Kanal i i befindet sich bei Verwendung von Holzkohle als Hilfsstoff ein Rost 13, der mittels Schnecke 14 automatisch oder von Hand von dem Kohlenbehälter 15 aus beschickt werden kann, wobei der Zutritt von Außenluft sowohl während der Beschickung des Rostes 13 als auch während des Auffüllens des Behälters 15 mit frischem Material mittels des aus den Schiebern 16 und 17 bestehenden Doppelverschlusses vermieden wird. Der Behälter 18 dient als Aschenkasten und ist zwecks Ermöglichung einer unter Ausschaltung der Außenluft stattfindenden Entleerung mit einem Doppelverschluß gleicher Bauart wie der Kohlenbehälter 15 versehen. Oberhalb des Rostes 13 sind die Kanäle io und i i wieder zu einem Kanal i9 vereinigt, der in den mit der Kontaktmasse versehenen Aufsatt 2o führt. Die Kontaktmasse ist in einem zylindrischen Kupferblechrahmen 21 derart eingebaut, daß für die Verbrennungsgase hei möglichst großer Berührungsfläche mit der Kontaktmasse zwecks Geschwindigkeitsverminderung für den Durchgang ein möglich-,t reichlicher Durchgangsquerschnitt freigegeben wird, so daß für das Zustandekommen der chemischen Vorgänge genügend Zeit geschaffen wird. Die Kontaktmasse besteht aus einer Reihe von in den Rahmen 21 eingesetzten und mit Fassungen 22 versehenen Kupferblechspiralen 23 von entsprechender Breite mit abwechselnd rechts- und linksgängiger Wicklung, deren teilweise Oxydation erst im Ofen vorgenommen zu werden braucht. Der Aufsatz 2o des Ofens ist oben durch einen Deckel 24 abgeschlossen, an dem behufs bequemen Ausbaues der Kontaktmasse der Rahmen 21 der letzteren so befestigt ist, daß die Kontaktmasse mittels der Spindel 25 und der Muttern 26 in ihrer Höhenlage verstellt werden kann. Der Deckel 24 ist außerdem als Explosionsklappe ausgebildet und wird durch Feder 27, Federteller 28 und Traverse 29 mit Hilfe der Bolzen 30 und der Muttern 31 auf seinen Sitz gepreßt. Eine ähnliche Explosionsklappe 32 mit Feder 33, Federteller 34, Traverse 35, Bolzen 36 und Muttern 37 ist über dem Verbrennungsraum g angeordnet. Der an dem Aufsatz 2o des Ofens vorgesehene Stutzen 38 dient für den Austritt der Gase. An sonstigen Armaturen besitzt die Vorrichtung ein Schauloch 39 für den Verbrennungsraum g, eire Schauloch .ao für den Rost 13, ferner eine unabhängig von der zum Betriebe des Ofens dienenden Gas-und Luftzuführung mit Gas und Luft versorgte Dauerzündflamme 41. Der Ofen ist mit Schamotte 42 gefüttert und mit einem Eisenmantel 43 armiert.
  • Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende: Durch die Gaseintrittsöffnung.2 wird in einem Generator oder sonstwie erzeugtes Gas, durch die Lufteintrittsöffnung 3 Druckluft in den Verbrennungsraum g eingeführt. Die Anordnung des mit den Düsen 6 versehenen Gasverteilers 5 und die dadurch bedingte Ausführung mehrerer aus den Rohren 7 und 8 zusammengesetzten Brenner sorgen für eine innige Mischung von Gas und Luft und sichern eine möglichst vollkommene Verbrennung. Die Verbrennungsgase strömen bei geschlossener Klappe 12 alle durch den Kanal io und ig, von,da durch die Kontaktmasse und -treten durch den Stutzen 38 aus dem Ofen aus. Ist die Klappe 12 ganz oder teilweise geöffnet, so teilt sich der Strom der Verbrennungsgase; der Hauptstrom nimmt seinen Weg durch Kanal io, ein je nach Stellung der Klappe 12 größerer oder kleinerer Teil der Verbrennungsgase tritt als Nebenstrom durch die von Klappe 12 freigegebene Offnung in den Kanal i i ein, streicht auf seinem Weg durch den mit Holzkohle beschickten Rost 13, mischt sich nach seinen Austritt aus Kanal i i in Kanal ig wieder mit dein Hauptstrom des Kanals io, strömt mit diesem zusammen durch die Kontaktmasse und verläßt den Ofen durch den Stutzen 38. Bei geschlossener Klappe 12, wenn also eine Teilung des Stromes der Verbrennungsgase nicht erfolgt, erhitzen die Verbrennungsgase die Kontaktmasse und geben unter Bildung von Kupferoxyd so lange ihren Sauerstoff an die Kontaktmasse ab, bis die ganze Oberfläche derselben oxydiert ist. Bei ganz oder teilweise geöffneter Klappe 12 wird ein Teil der Verbrennungsgase abgezweigt und gelangt als Nebenstrom durch Kanal i i zu dem Rost 13, wo er zunächst die auf demselben befindliche Kohle zum Glühen bringt. Die in dem Nebenstrom enthaltene Kohlensäure wird von dir glühenden Holzkohle in Kohlenoxyd und Sauerstoff zerlegt; dabei verbindet sich der Kohlenstoff der Holzkohle mit dem freigewordenen Sauerstoff ebenfalls zu Kohlenoxyd; der in dem Nebenstrom enthaltene Wasserdampf zerfällt unter dem Einfluß der Kohle in Wasserstoff und Sauerstoff und gibt mit dem Kohlenstoff der Holzkohle ein Gemisch von Kohlenoxyd und Wasserstoff; die in dem Nebenstrom enthaltenen von dem für die Verbrennung nötigen Luftüberschuß herrührenden Sauerstoffreste bilden mit dein Kohlenstoff der Holzkohle ebenfalls Kohlenoxyd. Der Nebenstrom, der jetzt außer Stickstoff die reduzierenden Gase Kohlenoxyd und Wasserstoff enthält, bildet nach seiner Vereinigung mit dem Hauptstrom mit diesem ein Gemenge von Stickstoff, Sauerstoff, Kohlenoxyd und Wasserstoff. Beim Passieren durch die von den Verbrennungsgasen erhitzte Kontaktmasse 23 wird das vorhandene Kohlenoxyd und der Wasserstoff für die Reduktion von Kupferoxyd unter Bildung von Kohlensäure und Wasser, der in dem Gemenge vorhandene Sauerstoff für die Oxydation des Kupfers unter Bildung von neuem Kupferexyd aufgebraucht. Durch geeignete Wahl der Verhältnisse für die Verbrennung, d. h. bei annähernd gleichbleibendem Druck von Luft und Gas, ferner bei entsprechend reichlicher Bemessung der Kontaktmasse 23 hat man, gute Verbrennung vorausgesetzt, die Möglichkeit, ohne besondere Regulierung immer ein reines Stickstoff-Kohlensäure-Gemisch zu erhalten, wenn für die Klappe i2 eine Stellung bestimmt wird, in der durch den ?NTehenstrom ungefähr soviel an reduzierenden Gasen erzeugt wird, als zur Aufzehrung des gebildeten Kupferoxydes nötig ist; es läßt sich also gewissermaßen ein Beharrungszustand erreichen. Kleine Druckänderungen spielen insofern keine Rolle, als sie nach oben und unten hin stattfinden und sich in ihrer mittleren Wirkung auf den Oxy dations- und Reduktionsvorgang ausgleichen. Die entsprechend reichlich bemessene Kontaktmasse wirkt lvie ein Akkumulator und nimmt solche Unregelmäßigkeiten leicht in sich auf. Bei Anwendung des Verfahrens wird die Überwachung des Betriebes durch den Umstand wesentlich vereinfacht, daß eine unter größerem Luftüherschuß durchgeführte Verbrennung schon für sich ohne irgendwelche Verstellung der Klappe 12 eine stärkere Entwicklung von reduzierenden Gasen zur Folge hat; es ist also nur darauf zu achten, daß genügend Luft für die Verbrennung zur Verfügung steht, was leicht durch zeitweises Beobachten der Flamme mittels der Schaulöcher 39 und .Io geschehen kann. Sind große Unregelmäßigkeiten in der Zuführung von Luft und Gas zu erwarten, so kann die Klappe 12 von einem kontinuierlich arbeitenden Gasanalysator, der das Probegas etwa aus der Mitte der Kontaktmasse entnimmt, mit Hilfe einer elektrischen Steuerung und elektromotorischen Antriebs selbsttätig verstellt werden. Sobald sich in dem Probegas Sauerstoff: zeigt, erfolgt ein Offnen der Klappe und damit eine stärkere Entwicklung. von reduzierenden Gasen. Ist in dem Probegas kein Sauerstoff mehr enthalten, so wird die Klappe wieder in die ursprüngliche Lage zurückgedreht. In ähnlicher Weise läßt sich der Verbrennungsvorgang mit Hilfe der Veränderung der Luftzufuhr auf Grund des Kohlensäuregehaltes der Verbrennungsgase regulieren. Derartige Steuerungen können auch für mehrere Klappenstellungen eingerichtet sein; es entspricht dann jeder Klappenstellung ein gewisser Prozentsatz von Sauerstoff oder Kohlensäure für das aus dem Ofen entnommene Probegas.
  • Das Verfahren ist außer für Gasfeuerungen für jede andere Feuerungsanlage anwendbar, wenn die Kontaktmasse an geeigneter Stelle eingebaut und durch Teilung des Stromes der Verbrennungsgase sowie Benutzung eines geeigneten Hilfsstoffes für eine entsprechende Entwicklung von reduzierenden Gasen gesorgt wird.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines reinen Stickstoff-Kohlensäure-Geiniscli:s durch Überleitung eines Gemisches von i Verbrennungsgasen und reduzierenden Gasen über ein Gemisch von metallischem Kupfer und Kupferoxyd oder von eineue gleichwirkenden Metall mit seinem Oxyd, wobei ein solches Gemisch dauernd erhalten bleibt, dadurch gekennzeichnet, daß die für die Reduktion des gebildeten Metalloxydes nötigen reduzierenden Gase bei gleichzeitiger Ausnutzung der in den Verbrennungsgasen enthaltenen Wärme zur Temperaturerhöhung des Metall- und Metalloxv_i-Gemisches mitHilfe einesvondem Hauptstrom der Verbrennungsgase abgezweigten Nebenstromes unter Verwendung eines von dessen Verbrennungsgasen erhitzten Hilfsstoffes, wie Holzkohle, Petroleum, Benzol, Oxalsäure o. dgl., gebildet werden.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an den Verbrennungsraum (9) ein Kanal (io) für den Hauptstrom und ein Kanal (ii) für den Nebenstrom der Verbrennungsgase angeschlossen ist, wovon der letztere mittels der verstellbaren Klappe (12) vom Verbrennungsraum (9) getrennt und mit einer zur Aufnahme des Hilfsstoffes geeigneten Einrichtung ausgerüstet ist, daß Kanal (io) und Kanal (i i) im Kanal (i g) wieder vereinigt sind und daß Kanal (i9) durch den für die Aufnahme der Kontaktmasse (23) bestimmten Aufsatz (2o) des Ofens mit dem Austrittstutzen (36) in Verbindung steht.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Aufnahme der als Hilfsstoff verwendete Holzkohle in den Kanal (i i) für den Nebenstrom vorgesehene Einrichtung als Rost (13) ausgebildet ist, der durch eine entweder von Hand oder mechanisch zu betätigende Förderschnecke (ld.) beschickt wird, wobei sowohl die Beschickung als auch das Nachfüllen frischer Kohle und die Entnahme von Asche mit Hilfe von Doppelverschlüssen unter Abschluß der Außenluft vor sich geht. d.. Vorrichtung nach Anspruch :2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe (12) automatisch mit Hilfe eines Gasanalysators gesteuert wird, welcher nur die Lage der Klappe entsprechend dem Sauerstoffgehalt des aus der Mitte der Kontaktmasse entnommenen Probegases mit Hilfe elektrischer Schaltung verändert oder auch den Verbrennungsvorgang entsprechend dem Kohlensäuregehalt der Verbrennungsgase im Verbrennungsraum beeinflußt.
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