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Apparat zum Messen von Gewindedurchmessern. Zum Messen der Flankendlurehmesser
von Gewindebohrern mit drei Schneiden (von dreiteiligen Gewindebohrern) gibt es
noch keine betriebspraktische Meße@nrichtung. Vorliegende Erfindung soll diese Lücke
ausfüllen.
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Trägt man in ein rechtwinkliges Koordinatensystem die Schnittpunkte
der Flankenh.albmesser und Steigungen beispielsweise des Löwenherzgewindes ein,
so liegen diese Schnittpunkte mit geringen Abweichungen auf einer schrägen Geraden.
In der Albb. r ist Aas dargestellt. Dieses Merkmal läßt sich zum Messen der DuTchmesser
dreiteiliger Gewindebohrer nutzbar machen.
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Die schrägliegende Gerade c in der Abb. r bildet beispielsweise mit
:der Abszi.ssenachse a den Winkel a - z8°. Halbiert man ,den Winkel a .du:reh die
schräge Gerade b, so bildet letztere mit der Abszissenachhs-e a den Winkel ß -9°.
Ordnet man in einem entsprechenden Aufbau drei Schiehen an, die um 12o° gegeneinander
versetzt sind (Abb.2) und von,denen ,der erste horizontal, tder zweite unter dem
Winkel ß, der :dritte unter dem Winkel: a li%-t, so stellen. sich di.e innenliegenden
Meßspitzen,der Schieber bei Einstellung auf einen, bestimmten Durchmesser automatisch
auf die richtige Gewindesteigung ein.
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Das Ansetzen ,der Schieber auf .die Schraubenlinie ödes Flankendurchmessers
ist in .der Abb.3 .schematisch dargestellt. Es bedarf nunmehr noch einer Übertragung
der Schieberbewegung auf eine Skala; sie wird weiter unten geschildert werden.
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Die Meßspitzen der .drei Schieber' können als Spitzen oder als Kimmen
ausgeführt werden. Sie sind vertikaleinige Zehntelmillimeter verschiebbar eingerichtet,
damit die geringen Abweichungen einzelner Gewinde :aus der Geraden c (Abt. z) heraus
sowie die ,geringen Differenzen, :die bei zu dünnen oder ,zu dicken Gewinden in
der Vertikallage ;der Meßspitzen auftreten, ausgeglichen werden können. Diese Versc'hi-ehungen,
die klein sind, lassen sich beispielsweise in einfacher Weise durch eine eritsprechende
Exzentrizität zwischen M.eßspitze und deren Führungsschaft erreichen.
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Eine Ausführungsform der soeben grundsätzlich geschilderten Meßeinrichtung
ist In ,der Abb. 4 wiedergegeben. Der Schieber a,
der im Schnitt
zu sehen ist (die schrägen Schieber b und c sind nicht zu sehen), ist in dem Aufbau
d gelagert undi kann durch Heben und Senken.. des Hohlkea ls e verschoben, d. h.
auf verschiedene Durchmessereingestellt werden. Die Spitze f des Schiebers ist :einige
Zehntelmillimeter vertikal verschiebbar. Der Schieber d wird durch :die Bügelfeder
g stets gegen die Hohlkegelfläche gedrückt, er läuft also beim Heben des Hohlkegels
automatisch zurück, er ist ferner durch die Feder 1a gegen Drehung gesichert. Das
Senken und Heben des Hohlkegels geschieht durch die Gewindemutter i, :die den Hohlkegel
!durch die federnde Verbindung k mitnimmt. Der Hohlkegel ist außerdem durch :den
Stift l geführt und gegen Drehung gesichert. Der auf den zu messenden Gewindedurchmesser
zu beziehende Vorschub der 'Schieber hängt von -der vertikalen Bewegung des Hohlkegels
ab, letztere wird durch die Gewindemutter i veranlaßt. Die Gewindemutter isst meßtrommelartig
ausgebildet und trägt die Skala 1n, deren Intervalle i mm breit sind und Hundertstel
Millimeter Gewindedurchmesser bed-euten. Damit :die Messung einwandfrei beobachtet
werden kann" ist der Hohlkegel e fensterartig durchbrochen, so daß nur die in Abb.5
schematisch angegebenen Führungsstege stehenbleiben. Außer der Feinskala in läßt
sich eine Grobskala an der Gewindespindel oder an dem Führungsbolzen l einrichten,
an :der :die Millimeterdurchmesser abzulesen sind.
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Die Ausführungsformen lassen .sich so ausbilden, daß nicht nur mit
drei Meßspitzen gearbeitet werden kann, sondern auch mit zwei <.>der mehr als
drei, sa;daß das Meßgerät gestattet" j,edien Gewindebolzen zu messen, ganz gleich,,
ob er igar nicht geteilt ist, oder ob er zwei, :drei oder mehrteilig beschaffen
isst. Es wird dazu zwischen denn beiden sdxräg angeordneten Schiebern b und c (Abb.
5) .gegenüber :denn horizontal angeordneten Schieber a ein zweiter Horizontalschiebern
.eingefügt. Da die beiden Schie-,hertr und, n d,einz heute üblichen Flankenmikrometer
entsprechen, muß die Meß-spitze von raumgekehrt als die Spitzen: von a,
b
und c ausgeführt sein.,. d. h., sind die Spitzen von a, b,
c kegelförmig, so muß die von n
eine Kimmne sein und umgekehrt.
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Eine Flarnkendurchmessermessu:n:g mit mehr als zwei Meßspitzen hat
auch den Vorteil gegenüber der Messung mit ;dem heute üblichen Flankenmikrometer,
welches wie -eine Rachenlehre benutzt wird, daß die gefühlsmäßige Beurteilung fortfällt,
weil, sofern an der Gewindemutter i eine Ratsche angebracht ist, ein immer gleichbleibender
Meßdruck gegeben. ist.
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Besonders erwähnenswert ist noch, daß die in Abb. i angegebenen Winkel
gleichzeitig für das Lh- und SI-Gewinde verwendet werden können. Der so eingerichtete
Apparat ist also verwendbar für die ganzen beiden Durchmesserreihen.:des L1- und
SI-Gewindes, und zwar innerhalb der Durchmesser für zw:ei-, drei- und mehrgeteilte
Gewindebolzen, wobei hauptsächlich mit kegelförmigen Spitzen gearbeitet werden kann:,
so daß nur in wenigen; Fällen ein: Auswechseln .der Kimmenspitz-e des Schiebers
n notwendig ist, während -das Auswechseln der Kegelspitzen nur beim Übergang von
einer zur anderen Gewindeart nötig wird.
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,Der Apparat läßt sich .auch so ausführen, :daß sich -die für einbestimmtes
Gewinde oder für bestimmte Teilungen notwendigen Schie-:berwi:nk el einstellen lassen,
so daß die Konstruktion universal anwendbar ist. Bei Anwendung einer .größeren .als
hier ,angegebenen Vertikalverschiebung der Meßspitzen lassen sich übrigens auch
bei nicht einstellbaren Schiebern :die für ein bestimmtes Arbeitsgebiet in Frage
kommenden Hauptgewinde in einem Meßapparat zusammenfassen.