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Vorrichtung zum Ordnen von Ösen, Knöpfen, Schnürhaken und ähnlichen
Gegenständen. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom z. Juni igi i
die Priorität auf Grund der Anmeldung in Großbritannien vom g. März igi8 beansprucht.
Es sind Vorrichtungen bekannt, welche dazu dienen, ungeordnet in einen Behälter
eingeworfene Schuhösen, Knöpfe, Niete, Agraffen u. dgl. in einer bestimmten Stellung
zuordnen, aufzureihen und der Verwendungsstelle zuzuführen. Derartige Einrichtungen
sind z. B. an Öseneinsetzmaschinen in der Schuhfabrikation allgemein in Benutzung.
Bei einer bestimmten Einrichtung dieser Art (vgl. amerikanisches Patent 1049525)
werden die Ösen auf einem umlaufenden Teller aufgeworfen und durch dessen Drehung
einem Schlitz im Rande des den Teller umgebenden Gehäuses zugeführt, durch welchen
sie nur aufrecht stehend hindurchtreten können. Der Schlitz läßt sowohl diejenigen
Ösen, die auf dem Flansch stehen, hindurchtreten als diejenigen, die auf dem Schaftende
stehen. Die in letzterer Stellung befindlichen Ösen werden durch eine Gabelung der
die Ösen abführenden Gleitbahn ausgesondert und in einen besonderen Behälter geleitet,
der von Zeit zu Zeit in die Ordnungsvorrichtung wieder entleert wird. Durch diese
periodische Zuführung falsch liegender Werkstücke wird die Leistungsfähigkeit der
Vorrichtung erheblich beeinträchtigt, und wenn es sich darum handelt, eine solche
Vorrichtung anzuwenden, um Ösen o. dgl. für weitere Bearbeitung, z. B. Lackieren,
Prägen, Überziehen u. dgl. in gri;ßerer Menge zu ordnen, so ist die Einrichtung
nach dem amerikanischen Patent nicht mehr zu gebrauchen. Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird eine größere Leistungsfähigkeit der Vorrichtung dadurch erreicht,
daß der Schlitz im Mantel des die Werkstücke einschließenden Gehäuses besonders
gestaltet ist und die Werkstücke nur in einer einzigen bestimmten Stellung durchtreten
läßt, während die übrigen V# erkstücke entweder überhaupt nicht in den Schlitz gelangen
oder sofort wieder herausbefLrdert werden und in den großen Haufen zurückkehren.
kklan kann mittels einer solchen Einrichtung eine ganze Reihe von Gleitwegen zur
Aufnahme von Ösen speisen, wie es für die weitere Verarbeitung erwünscht ist. Eine
noch schnellere Arbeit der Vorrichtung wird dadurch herbeigeführt, daß der die Werkstücke
den Gleitwegen zuführende Tisch Kegelform hat, so daß die in der Mitte eingeworfenen
Ösen durch ihr Eigengewicht und durch die Zentrifugalkraft
schnell
nach dem Rande abgeführt werden und in die Gleitwege eintreten. Damit die Zufuhr
von Ösen zu dem Behälter im. bestimmten Verhältnis zu der von der Umlaufzahl abhängigen
Leistungsfähigkeit der Ordnungsvorrichtung erhalten bleibt, wird der umlaufende
Tisch benutzt, um, die Zufuhr der Ösen aus dem Vorratsbehälter zu steuern.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der
Erfindung dargestellt. Abb. i ist eine Vorderansicht der für die Erfindung in Betracht
kommenden Teile einer Vorrichtung zum. Aussondern und Zuführen von Ösen.
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Abb.2 ist eine Einzelansicht im Schnitt. Abb. 3 ist ein Schnitt nach
der Linie 3-3 der Abb. 2.
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Abb. 4 ist ein Schaubild der in der Abb. 2 dargestellten Teile.
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Abb.5 zeigt die Teile der Abb.2 in einer anderen Lage.
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Abb.6 ist ein Schnitt durch den Vorratsbehälter.
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Abb. 7 ist ein Schaubild des den Tisch überlappenden Flansches.
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Das Maschinengestell io trägt ein Gehäuse 12, dessen Boden durch einen
drehbaren Tisch 14 gebildet wird. Die Gegenstände, die in der richtigen Stellung
zu bestimmten Punkten geleitet werden sollen, sind in ungeordneter Masse in einem
Behälter 16 untergebracht. Die Gestalt des Gehäuses 12 entspricht der Kreisform
des Tisches 14, der von einer in dem Maschinengestell io gelagerten senkrechten
Welle 18 getragen wird. Auf der in dem Maschinengestell gelagerten Antriebswelle
2o sitzen feste und lose Riemenscheiben 22, 2.1. Die Wellen i8 und 2o sind durch
Kegelräder 26, 28 miteinander verbunden. Abb.5 läßt erkennen, daß an dem Maschinengestell
ein Laufring 30 ausgebildet ist, in dem den Randteil des Tisches 1.1 stützende
Kugeln 32 untergebracht sind.
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An dem Maschinengestell ist ein den Tisch 14 umgebender Ring 34 befestigt,
dessen Flansch 36 den Randteil des Tisches überlappt (Abb. 2). An dem Ring 34 sind
Rinnen 38 ausgebildet, in die in richtiger Stellung befindliche Ösen eintreten können.
Die Maschine ist mit einer Anzahl von Gleitwegen 4o ausgerüstet, deren obere Enden
in die Rinnen 38 münden. Die Rinnen 38 reichen durch die ganze Breite des Ringes
34 und des Flansches 36 hindurch. Der Randteil des Tisches 14 bildet die Bodenwandungen
der Rinnen 38 bis zu dem Berührungspunkt des Umfanges des Tisches mit dem Körper
des Ringes 34. An dem äußeren Teil des Ringes 34 sind mit der Oberfläche des Tisches
14 bündige Flächen 42 ausgebildet, auf denen die Ösen aufliegen können.
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Die Oberfläche des Tisches 14 weist in dem. dargestellten Ausführungsbeispiel
des Erfindungsgegenstandes die Form, eines Kegelstumpfes auf. Die Kegelform des
Randteiles des Tisches ermöglicht die Ausnützung der Schwerkraft, so daß die Ösen
gleichmäßig verteilt gegen den Umfang des Tisches geleitet werden.
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Die Flächen 49, des Ringes 34 und der Flansch 36 sind entsprechend
der Kegelform des Tisches geneigt ausgebildet. Die Tiefe der Rinnen 38 ist so bemessen,
daß sie die Höhenausdehnung der größten, in die Rinne einzuführenden Ösen etwas
übertrifft. Die lichte Weite des auf dem Ring 34 aufruhenden Gehäuses 12 ist etwas
kleiner als die lichte Weite des Flansches 36, und zwar beträgt dieser Unterschied
ungefähr die Hälfte eines Ösendurchmessers. Innerhalb des Gehäuses 12 ist eine ringförmige
Lehre 44 vorgesehen, deren unteres Ende sich in solcher Entfernung von dem Tisch
befindet, daß nur aufrechtstehende Ösen sich unterhalb der Lehre vorbeibewegen können.
Die Abb. 2 und 5 lassen erkennen, daß die Rille 46 zwischen der Lehre 44 und dem
Tisch 14 nur Ösen eintreten läßt, die die durch die Bezugszeichen a und
x angedeuteten Lagen einnehmen. Die Lehre (Abb. 5) 44 bewirkt auf diese Weise
ein anfängliches Aussondern der in ungeordneter Masse auf den Tisch auffallenden
Ösen, so daß sich zunächst die aufrechtstehenden Ösen in der Rille 46 ansammeln.
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Während dieser anfänglichen Stufe des Aussonderns der Ösen liegen
die letzteren gemengt mit dem Osenflansch oder mit dem Ösenschaft auf dem Tisch
auf. Gemäß der Erfindung sollen nur diejenigen Ösen weitergeleitet werden, deren
Flansch dem Tisch 14 zugekehrt ist. Die mit nach unten weisendem. Schaft ankommenden
Ösen werden in noch zu beschreibender Weise gegen den Mittelpunkt des Tisches zurückgeschleudert.
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Die Lehre 44 kann mit Bezug auf den Tisch durch eine Schraube 48 eingestellt
werden, die in das Gehäuse 12 hineingeschraubt ist. Das konische Ende der Schraube
48 findet in einer konischen Vertiefung 5o der Lehre 44 Aufnahme. Durch Anziehen
oder Lockern der Schraube 48 kann die Lehre angehoben oder gesenkt werden. Die untere
Fläche der Lehre 44 ist gleichlaufend zu der Kegelform des Tisches 14, so daß die
Rille 46 eine durchaus gleichmäßige Höhe aufweist.
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Abb. 3 zeigt im, Querschnitt die Gestalt einer der Rinnen 38. Die
seitlichen Nuten 50, 52 der Rinnen entsprechen der ungefähren Breitenausdehnung
eines Osenflansches.
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Die zweite Stufe des Aussonderns der Ösen beginnt, ehe die Ösen in
Übereinstimmung mit den Rinnen 38 gelangen. Zu diesem. Zwecke sind an der unteren
Seite des den Tisch überlappenden Flansches 36 Nuten 54 ausgebildet, die den dem
Tisch zugekehrten Flansch der auf
demselben aufliegenden Ösen aufnehmen
können. Abb.4 läßt deutlich erkennen, daß die Nuten 54 in die Nuten 52 der Rinnen
38 münden. Die gestrichelten Linien der Abb. 5 zeigen eine Öse x, deren Schaft auf
dem. Tisch aufruht. Der Flansch 36 des Ringes 34 hält diese Öse in einer Lage, die
in kürzerer Entfernung von der Achse des Tisches steht, als die mit dem Flansch
auf dem. Tisch aufliegende Öse einnimmt. Die Nut 54 läßt den Ösenflansch
so weit gegen den Umfang des Tisches gleiten, daß der Osenschaft an der Innenfläche
des Flansches 36 anliegen kann. Die Nuten 54 halten in Zusammenwirkung mit den Lehren
44 die sich den Rinnen 38 nähernden Ösen in richtiger Lage. Sobald der Flansch einer
in der Rille 46 befindlichen Öse in die Nut 54 eingetreten ist, wird die Öse in
verläßlichster Weise in die Rinne 38 und von dort zu dem, beabsichtigten Punkt geleitet.
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Der Flansch der in den Abb.4 und 5 dargestellten, sich der Rinne 38
nähernden Öse x weist nach oben und trifft mit der einen Anschlag bildenden Ecke
55 der Wandung der Rinne 38 zusammen. Derart ankommende Ösen werden durch Zusammentreffen
mit den Ecken 55 gegen die Achse des Tisches 14 zurückgeschleudert und mit den in
ungeordneter Masse auf dem Tisch aufliegenden Ösen vermengt, so daß die zurückgeschleuderten
Ösen Gelegenheit haben sich wieder aufzurichten und sich den Rinnen 38 später in
richtiger Lage nähern können.
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Die der Drehung des Tisches 14 zuzuschreibende Fliehkraft sucht in
Zusammenwirkung mit der durch Schwerkraft auf der Kegelfläche des Tisches herabgleitenden
Ösen die Bewegung der Ösen in den Rinnen 38 zu beschleunigen. Die die Aufnahmeenden
der Gleitwege bildenden Rinnen 38 verlaufen tangential zu einem. Kreise, dessen
Durchmesser kleiner ist als der Umfang des Tisches 14 (Abb. 4). Der Randteil des
Tisches 14 bildet die Bodenwandungen der Rinnen 38 und sucht die in die Rinnen 38
eingetretenen Ösen zusätzlich zu deren durch die Fliehkraft und Schwerkraft herbeigeführten
Bewegungen von der Drehachse des Tisches hinwegzuleiten. Der Beginn des Zuführens
der ausgesonderten Ösen spielt sich somit ziemlich rasch ab, so daß_ die nachfolgenden
Ösen ohne Zeitverlust in die Rinnen 38 eintreten können.
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Die Ösen fallen aus dem Behälter i6 durch eine Öffnung 56. Diese Öffnung
wird durch Wände 58, 6o gebildet, von denen die Wand 6o zwecks Veränderns der Größe
der Öffnung 56 hochkant verstellbar ist. Eine Flügelmutter 64 sichert die Wand 6o
in eingestellter Lage. Zwecks Verhütens von Hemmungen in der Zufuhr der Ösen ist
eine Klopfvorrichtung 66 vorgesehen, die periodisch mit der verstellbaren Wand 6o
des Osenbehälters zusammentrifft. - Ein Arm 7o der Klopfvorrichtung 66 trifft mit
Rollen 72 zusammen, die an einer von der Welle 18 in Drehung versetzten Träger 74
angebracht sind. Der sich drehende Träger 74 spannt eine hinter der Klopfvorrichtung
vorgesehene Feder 76, die sich nach jedesmaligem Vorbeibewegen der Rollen 72 an
dem Arm, 70 entspannt und die Klopfvorrichtung gegen die Wandung 6o schnellt.
Auf diese Weise werden die sich in dem Behälter befindlichen Ösen gerüttelt, ohne
durch Zusammentreffen mit der Klopfvorrichtung beschädigt zu werden.
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An dem Träger 74 ist auch ein Glied 76' angebracht, welches während
jeder Umdrehung des Trägers 74 die Öffnung 56 durchstreicht und etwaige Verstopfungen
dieser Öffnung zu beseitigen sucht.