DE367306C - Vorrichtung zur Wiedergabe von Schallwellen mittels eines das Tonfolgerelief tragenden Bandes - Google Patents
Vorrichtung zur Wiedergabe von Schallwellen mittels eines das Tonfolgerelief tragenden BandesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine "Vorrichtung, auf
mechanischem Wege Schallwellen mittels eines das Tonfolgerelief tragenden Bandes wiederzugeben.
Äihnlichen Vorrichtungen, die nicht rein
mechanisch, sondern auch, mittels Elektrizität arbeiten, haften manche 'Nachteile an, insofern
als infolge Auftretens eines ,elektrischen Feldes, wenn· die Verbindung mit dem Tonfolgerelief
durch eine Bürste !hergestellt wird, eine Diffusionswirikung eintritt, und auch die
punktfönmige Wirkung auf den Berührungspunkt des Stiftes mit dem Tonfolgerelief beschränkt
bleibt.
Im Gegensatz dazu; ermöglicht die rein mechanische Wiedergabe eine genaue (getreue)
Züsammenfügung der Töne, da. zum Abfühlen starre Nadeln oder Stifte, die mit
ihren (Berührungspunkten so nahe wie eben
nötig aneinandergelegt wenden können, verwandt werden. Infolgedessen· werden auch
alle Neibentöne, die sich du feinen Wellenbewegungen
der die Tonart bildenden Kurve
übertragen, wiedergegeben.
Es ist klar, daß, je genauer die Wiedergabe der Wellenbewegung stattfindet, desto mehr
der erzeugte Ton dem auf dem Tonfolgerelief verzeichneten matte kommt.
iDieseVorteile der rein mechanischen, gegenüber
der elektrischen Wiedergabe -von Schallwellen weist die vorliegende Erfindung noch
in erhöhtem Maße auf infolge der besonderen neuartigen iGestaltung und Anordnung der
Abführvorrichtung.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung be- 3·5
steht nun darin, daß das Tonfolgereliefband durch die diagramimatische Kurve in zwei
Felder 1 und 2 von verschiedener- Stärke ge-
teilt ist, auf welche eine 'Mehrzahl von FuM-stiften4
sich stützt, deren Berührungspunkte mit 'dem -Band in an sich bekannter Weise auf
einer quer zur Bewegungsrichtung des Bandes
liegenden Geralden liegen und derart mit der Membran mechanisch verbunden sind, daß sie,
je nachdem sie mit der einen oder anderen Feldfläche in Berührung kommen, ihre Wirkungen
kombiniert der Membran, welche die ίο verzeichneten Töne !wiedergibt, !mitteilen. Die
Ablesung der Schallwellen von dem Tonfolgerelief geschieht also rein mechanisch seitens
der 'Fühlstifte. Im übrigen betrifft die Erfindung die besondere Gestaltung der Teile
t5 dieser mechanischen Ablesevorrichitung.
Auf der schematischen Zeichnung ist in Abb. ι ein !Ausführungsbeispiel der Erfindung
in Oberansicht veranschaulicht. Abb. 2 ist eine entsprechende Seitenansicht in größerem
Maßstabe. Die Abb. 3 und 4 geben entsprechende Ansichten einer abweichenden
Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung wieder. Abb. 5 ist ein 'Querschnitt
einesin besonderer Art aufgenommenen Films, der dazu !bestimmt ist, mit den in Abb. 1 bis 4
dargestellten Hilfsmitteln zu einer klanglichen Wiedergabe benutzt .zu werden, und zwar mit
den nachfolgend noch anzugebenden Abweichungen,
Die Fiilmfläohen, welche als Hilfsmittel zur
Übertragung dienen, und die von der wiederzugebenden,
aufgezeichneten Kurve geschieden werden, bilden, vergrößert oder nicht vergrößert,
gegenseitig konstant oder veränderlieh im Sinn rechtwinklig gegen die Breite des
Films eine jede das Relief der anderen. So bildet z. B. der Film 1 in der ganzen schraffierten
Fläche 2 (Abb. 1) ein konstantes Relief, welches die aufgezeichnete Kurve 3 umgrenzt.
Dies kann erhalten werden, lindem man entweder einen Film aus beliebigem Material,
metallisch oder nichtmetallisch, geriffelt oder nichtgeriffelt, benutzt, oder einen Film, der
beispielsweise mit Achromatischer Gelatine überzogen ist. Anstatt eine Reldeffläche zu
erhalten, kann man offenbar auch eine krumme Fläche benutzen.
•Zum Zwecke der Wiedergabe geht der so
eingerichtete Film unter einer gewissen Anzahl von Fühlstiften oder -nadeln. 4 mit
stampfen oder sehr feinen Spitzen hindurch, die nebeneinander an einer gemeinsamen j
Achse 5 sitzen, die sich quer zur Bewegungs- ! richtung des Films 1 (Abb. 2) über denselben
Mmveg erstreckt.
Diese Stifte oder Nadeln 4 können vollständig unabhängig voneinander sein oder teilweise
»usammerahängen, und zwar in elastischer
Weise. Beispieleweise können die Nadein 4 um die Achse 5 schwenkbar sein, die
quer über den; Film.; 1 sich erstreckt. Die Nadein
4 beeinflussen durch Stäbchen 6 von untereinander gleichen oder verschiedenen
Längen je nach dem eingeschlagenen Verfahren eine Achse 7, gegen welche sie mechanisch 6g
oder magnetisch angelehnt sind oder an der sie gelenkig befestigt sind, und uim welche Achse
die Stäbchen mit ihren Enden schwenken können. Diese Achse 7 ist an ihrem einen Ende
bei Punkt 8 gelenkig befestigt, während' ihr entgegengesetztes Ende 9 gelenkig oder nicht
gelenkig an einer Membran 10 sitzt, durch
welche die Wiedergabe stattfindet und die von einem verstärkenden Schalltrichter 11 umgeben
ist. Die Wirkungsweise ist folgende:
Wenn man annimmt, daß der Film 1 eine Oberfläche 2 mit konstantem Relief darbietet,
die durch die aufgezeichnete Kurve 3 begrenzt ist, und daß der Film sich im Sinne des Pfeiles
χ vorwärtsbewegt, so wird eine jede Nadel 4, die auf die reliefartige Oberfläche 2 auftrifft,
angehoben. Wenn man jedoch annimmt, daß an der Achse 7, die an ihrem einen Ende
bei 8 gelenkig 'beweglich ist, die Stäbchen 6 in ' verschiedenen Punkten angreifen, die dem
' Einfluß der verschiedenen Nadeln 4 entsprechen, so zeigt sich eine resultierende Bewegung
der Angriffsstellen am anderen Ende 9 der Achse 7, welches an der Membran
10 -sitzt, in einem Aus Schlags verhältnis,
j welches von dem Abstande abhängig ist, der das Stäbchen von der in Betracht kommen-
; den Nade trennt, wobei die Abstände von der j Gelenkstelle 8 der Achse 7 in Betracht kom-
! men und die Ausschläge umso größer sind, je näher die betreffenden Nadeln 4 sich der genannten
Gelenkstelle 8 befinden. Diese Aussahlagweite ist derart resultierend berechnet
und ausprobiert, daß; die Bewegungen der Membran 10 für die Wiedergabe identisch
denjenigen der Membran sind, die zur Aufnahme des Films 1 gedient hat. Wenn man
beispielsweise annimmt, daß die Breite y des Films ι einer Maximallbewegung ν der aufzeichnenden
Membran 10 entspricht, und daß s die Bewegung einer Nadel.4 darstellt, wie sie
der Relief form der Oberfläche 2 des Films 1 entspricht, so ergibt sich, daß das Produkt ζ
= V ist, woibei das Produkt 2 sich zusammensetzt
aus der Hubhöhe der betreffenden Nadel, welche vom Relief 'der Oberfläche 2 des
Films ι beeinflußt wird, und dem Längenverhältnis
des Hebelarmes der Achse 7 zwischen deren Gelenkpunkt 8 und' dem Punkte 9 (woselbst
der Angriff an der Membran 10 stattfindet) ziu dem Hebelarm der Achse 7 zwischen
ihrem Gelenkpiunkt 8 und dem Angriffspunkt der nächstlbenachibarten Nadel 4. Diese
Wirkungsbedingung ist leicht zu verwirklichen und muß proportional von jeder Nadel
erfüllt werden, sogar von derjenigen, die etwa unmittelbar an der Membran 10 angreift.
Es ist leicht erkennbar, daßi die Kumve3
auf dem Film i, die graphisch die aufgezeichneten Schwingungen darstellt, Bewegungen
der Membran io erzeugt, welche genau diese Schwingungen wiedergeben werden. Eine
jede Nadel 4 wird nur dann angehoben, wenn sie auf ein Relief trifft, und diese Hubbewegung
erteilt der wiedergebenden Membran. 10 einen Ausschlag·, der gleich demjenigen ist,
welchen die aufnehmende Membran während des primären Aufzeichnungsvorganges ausführte.
In dem abweichenden Ausführu>ngsbeispiel gemäß Abb. 5 bietet der Film 1 nicht eine mit
'5 Eindrücken- versehene Oberfläche von konstantem Relief, sondern die Stärke der Fläche
nimmt von dem einem Rande in der Richtung gagen den anderen Rand ,zu. Man arbeitet
mit der so geneigten Fläche, d. h. mit den versohiedenen
Reliefhöhen in, den verschiedenen Fühlpunkten unter gleichen Bedingungen wie
denen, die durch die Einrichtung der Fühlnadeln 4 gegeben sind.
In ider Vorrichtung nach Abb. 3 and 4 ist
die Membran- durch Aneinanderreihung elastischer Lamellen gebildet, die einzeln von den
entsprechenden Nadeln beeinflußt werden. Diese Lamellen 10' sind- über Fiizränder 12
gezogen, die ihre Bewegbarkeit zulassen und die · beispielsweise von dem Rande eines
stethoskopischen Hohlkörpers 13 ausgehen. Die Nadeln 4 sied gelenkig an einer gemeinschaftlichien
Drehachse 5 befestigt, welche gegen die Breite des Filrabandes 1 geneigt
-35 verläuft, wenn es sich um einen Film mit ansteigender
Relieffläche handelt, wie er in Abb. S dargestellt ist.
Jedes Anheben einer -Nadel 4 läßt den In-nen-
raum der Kammer, 13 sich !hinsichtlich seines Volumens, verändern. Letzterer ist durch
Schallrohre -mit Abhörern verbunden oder trägt einen Trichter.
Die Volumenänderungen der Kammer 13 entsprechen also der auf dem Film 1 befmdliehen
Kurve, jedoch genügt es für eine genaue Wiedergabe, wenn . die Schwankungen, denen das Luftvolumen ausgesetzt ist, eine
proportionale Aussahlagweite zu derjenigen besitzen, welche durch die Schwingungen in
der graphischen Kurve auf dem Film 1 vorhanden ist. Aus diesem Grunde bedient man
sich einer Oberfläche von verschiedenen Reliefhöhen. Die Reliefhöihe kann, wie bereits angegeben,
von der Filmfeante gegen die Kurve 3 hin ansteigen (Abb. 4). Entsprechend dieser
Wirkungsbedingung und dadurch:, daß man die Hebelarme, -welche die Nadlein 4 'betätigen,
verschieden wählt, werden die Schwingungen des in der Kammer enthaltenen Luftvolumens
genau die aufgezeichneten Schwingungen wiedergeben.
Im übrigen wird eine jede (Schwingung mit einer ähnlichen Ausschlagweite wiedergegeben
werden, wie diejenige ist, die an der primären Membran gelegentlich der Aufnahme zustande
kam.
Man könnte in diesem Falle ebenfalls einen Film mit konstanter Relieffläche !verwenden,
wie es zu Anfang beschrieben wurde, jedoch
genügt es in diesem Falle, zwischen den verschiedenen Nadeln 4 und- den Lamellen 10',
welche die Membran bilden und die Kammer abschließen, Hebel anzuordnen, welche unter Innehaltung der aufgestellten Wirkungsregel die Bewegungen der genannten Nadeln 4
ausführen und deren Hebellängen vom FiImrande rzur analytischen Kurve des Films zunehmen.
Claims (3)
1. Vorrichtung zur Wiedergabe von Schallwellen mittels eines· das Tonfolgerelief
tragenden Bandes, auf dem quer »ur Bewegungsrichtung des Bandes liegende
Fühlstifte nachgiebig aufliegen, dadurch gekennzeichnet, daß das das Tonfolgerelief
tragende Band durch die diagrammatische Kurve in zwei Felder (1, 2) von
verschiedenen Stärken geteilt ist und die Fühlstifte (4) derart mit der Membran
mechanisch verbunden sind, daß sie, je nachdem sie mit dem einen oder dem anderen
Felde in Berührung1 kommen, ihre Wirkungen kombiniert der Membran mitteilen.
2. Vor richtung.nach· Anspruch 1, bei der
die Fühlstifte auf einer gemeinsamen Achse gelenkig befestigt sind, dadurch! gekennzeichnet,
daß die Fühlstifte (4) Stabverlängerungen (6) besitzen, die auf einer Achse (7) einwirken, die quer zur Bewegungsrichtung
des Tonfolgereliefibandes angeordnet und deren eines Ende gelenkig
gelagert ist, während ihr anderes Ende (9) mit der. Membran (10) in Verbindung
steht.
3. Vorrichtung nach Anspruch! 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verlängerungsstäbe (6) der Fühlstifte (4) an ihren freien
Enden Lamellen (10') tragen, die in ihrer Gesamtheit die Membran und den Boden
einer stethoskopischen Kammer (13) bilden.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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