DE366690C - Ballonhuelle fuer Luftschiffe - Google Patents
Ballonhuelle fuer LuftschiffeInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64B—LIGHTER-THAN AIR AIRCRAFT
- B64B1/00—Lighter-than-air aircraft
- B64B1/58—Arrangements or construction of gas-bags; Filling arrangements
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Description
- Ballonhülle für Luftschiffe. Die Erfindung betrifft eine Ballonhülle für Luftschiffe, Fesselballone u. dgl., insbesondere die Versteifung der Ballonhülle. Zur Versteifung solcher Ballonhüllen hat man bei bekannten Ausführungen schwere Konstruktionen angewendet. Der Erfindung gemäß wird eine besonders leichte Bauart dadurch erzielt, daß in der Längsrichtung des Ballons, sei es in der Mitte desselben oder in dessen Wandungen, eine oder mehrere druckfeste Versteifungen angeordnet werden, welche von der Vorder- zur Hinterspitze verlaufen und durch Querverbindungen des Ballons abgesteift sind. Zweckmäßig bestehen diese Querverbindungen aus Stoffwänden, die in verschiedenen, einander schneidenden Ebenen liegen, und zwar vorzugsweise in der senkrechten und in zwei zur Wagerechten geneigten Ebenen. Die Versteifungen bestehen zweckmäßig aus Stäben, die an der Kreuzungsstelle der Stoffwände in deren Ecken liegen und mit diesen zu einem Ganzen verbunden sind. Die von den Druckstäten senkrecht nach unten verlaufende Querverbindung dient zum Tragen der Gondel.
- Man hat bereits früher nach der Längsachse des Ballons ein Drahtseil angeordnet, das von der Vorder- bis zur Hinterspitze verläuft und durch nach der Ballonhülle führende Seile versteift ist. Indessen ist ein solches Drahtseil nicht in der Lage, die Druckkräfte aufzunehmen, die bei der Fahrt durch den auf die Ballonspitze wirkenden Winddruck sowie durch die wagerechte Komponente der von den Lasten ausgeübten Zugkräfte und durch die Biegungsbeanspruchung entstehen, da . dem Drahtseil die Druckfestigkeit fehlt, diese auch nicht durch die Querversteifungen ersetzt werden kann. Auch hat man die Ballonspitze bereits durch Rippen versteift, die ein Eindrücken der Spitze durch den Winddruck verhindern sollen. Diese Rippen erstrecken sich aber nur über einen Teil der Länge des Ballons. Diese sind daher nicht in der Lage, die Längsdrucke aufzunehmen.
- Die Zeichnung veranschaulicht zwei Ausführungsbeispiele im senkrechten Querschnitt.
- Die äußere Hülle i o des Ballons kann in der üblichen Weise aus Gewebe hergestellt werden. Etwa in der Längsachse des Ballons befindet sich ein als Druckstab ausgebildeter Versteifungskörper, der vorzugsweise aus vier Teilen besteht, die sich zu einem einzigen Druckstab von etwa elliptischem Querschnitt ergänzen.
- Diese vier Druckstäbe il, 1a, 13 und 1q. sind in dem Ausführungsbeispiel nach Abb. i in den von wagerechten und senkrechten Scheidewänden 15 und 16 gebildeten Ecken angeordnet, die vorzugsweise aus Gewebe bestehen, der Längsrichtung nach durch den Ballon verlaufen und an ihren Außenkanten durch Nähen oder auf andere Weise mit der Außenhülle verbunden sind. Die Enden der Druckstäbe sind zweckmäßig am vorderen und hinteren Ende der Hülle derart auf dem Körper befestigt, daß sie eine einheitliche Konstruktion bilden.
- Die Scheidewände 15 und 16 sind so bemessen, daß sie die Außenhülle an ihren Außenkanten etwas nach innen einziehen. Dadurch wird die Ballonhülle straft gehalten, wenn sie mit Gas gefüllt ist.
- In dem in Abb. a dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Druckstäbe i1, 12, 13 und 1.1. an den Schnittlinien der Scheidewände 15 und 16 mit der Außenhülle angeordnet. Ihre Wirkungsweise ist hierbei im wesentlichen dieselbe wie im Ausführungsbeispiel nach Abb. i. Die Druckstäbe sind entsprechend der gewölbten Form der Hülle nach außen gebogen und können sich daher nicht nach innen durchbiegen. Da sie außerdem durch die Scheidewände 15 und 16 gehalten werden, so können sie sich auch nicht nach außen durchbiegen. Außerdem haben die Stäbe infolge ihrer Befestigung auf der Ballonhülle die Wirkung, daß sich die Ballonhülle nicht in Falten legen kann.
- Während die bekannten Verstrebungen der Ballonhüllen von Luftschiffen sehr zerbrechlich und kostspielig sind, zeichnet sich die neue Verstrebung durch große Festigkeit und geringen Preis aus. Ein weiterer Vorteil liegt darin, daß der Ballon ohne Schaden einen Teil seines Gases verlieren kann und daß die Ballonhülle unter den verschiedensten Einflüssen ihre richtige Form beibehält. Die neue Verstrebung gibt ferner eine Sicherheit ' gegen Verdrehung des Ballons. Die Hülle hat nur die Aufgabe, das Gas einzuschließen. Die Beanspruchung durch andere Kräfte ist wesentlich geringer als bei bekannten Ausführungen, in denen eine Längsversteifung nicht vorgesehen ist.
- Alle Druckbeanspruchungen werden durch den Druckstab und den Gasdruck aufgenommen. Die Knickbeanspruchung des Druckstabes ist trotz seiner Länge infolge der Verbindung mit der Außenhülle und den Querwänden gering. Daher ist die Festigkeit der Konstruktion trotz der geringen Stärke und des geringen Gewichtes der Druckstäbe groß. Die Scheidewände 15 und 16 nehmen die Querkräfte auf.
- Die neue Bauart ermöglicht den Bau eines bedeutend längeren und schlankeren unstarren Ballons, als bisher möglich war. Der Ballon ist nach seinem äußeren Ansehen und nach seinem Gesamtverhalten ein unstarrer Ballon. Die Scheidewände und die Druckstäbe sind so zueinander angeordnet, daß sie sich in ihrer Kräftewirkung gegenseitig ergänzen.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRÜcHE: i. Ballonhülle für Luftschiffe, $allone usw., gekennzeichnet durch eine in der Längsrichtung von der Vorder- zur Hinterspitze verlaufende druckfeste Versteifung, die durch Querverbindungen des Ballons abgesteift ist. z. Ballonhülle nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Querverbindungen aus Stoffwänden bestehen, die in verschiedenen, einander schneidenden Ebenen, und zwar vorzugsweise in der senkrechten. und in zwei zur Wagerechten geneigten Ebenen angeordnet sind. 3. Ballon nach Anspruch a, dadurch gekennzeichnet, daß die druckfeste Versteifung aus Stäben besteht, die an der Kreuzungsstelle der Stoffwände in deren Ecken liegen und mit dieser zu einem Ganzen verbunden sind. Ballon nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die druckfeste Versteifung aus Einzelstäben besteht, die an den Kreuzungsstellen der in bekannter Weise nach innen eingezogenen äußeren Stoffhülle mit den Stoffwänden liegen. 5. Ballonhülle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß .die Gondel an der senkrechten, quer durch den Ballon verlaufenden Scheidewand aufgehängt ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US366690XA | 1918-10-25 | 1918-10-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE366690C true DE366690C (de) | 1923-01-10 |
Family
ID=21889960
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG51443D Expired DE366690C (de) | 1918-10-25 | 1920-07-10 | Ballonhuelle fuer Luftschiffe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE366690C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE767898C (de) * | 1938-09-25 | 1954-09-27 | Messerschmitt Boelkow Blohm | Hoehenkammer fuer Flugzeuge |
| EP1319593A3 (de) * | 2001-12-13 | 2004-01-21 | The Director-General Of The Institute Of Space And Astronautical Science | Membranstruktur |
-
1920
- 1920-07-10 DE DEG51443D patent/DE366690C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE767898C (de) * | 1938-09-25 | 1954-09-27 | Messerschmitt Boelkow Blohm | Hoehenkammer fuer Flugzeuge |
| EP1319593A3 (de) * | 2001-12-13 | 2004-01-21 | The Director-General Of The Institute Of Space And Astronautical Science | Membranstruktur |
| US6983910B2 (en) | 2001-12-13 | 2006-01-10 | Independent Administrative Institution, The Japan Aerospace Exploration Agency | Membrane structure |
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