DE366114C - Verfahren, um das Klebrigwerden bzw. Verharzen von natuerlichen und kuenstlichen Kautschuksorten bzw. kautschukaehnlichen Substanzen zu verhindern - Google Patents

Verfahren, um das Klebrigwerden bzw. Verharzen von natuerlichen und kuenstlichen Kautschuksorten bzw. kautschukaehnlichen Substanzen zu verhindern

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DE366114C
DE366114C DEF43563D DEF0043563D DE366114C DE 366114 C DE366114 C DE 366114C DE F43563 D DEF43563 D DE F43563D DE F0043563 D DEF0043563 D DE F0043563D DE 366114 C DE366114 C DE 366114C
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substances
rubber
gumming
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synthetic rubbers
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DEF43563D
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English (en)
Inventor
Dr August Jonas
E Tschunkur
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Bayer AG
Original Assignee
Farbenfabriken Vorm Friedr Bayer and Co
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/16Nitrogen-containing compounds
    • C08K5/17Amines; Quaternary ammonium compounds
    • C08K5/18Amines; Quaternary ammonium compounds with aromatically bound amino groups

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Medicinal Chemistry (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)

Description

  • Verfahren, um das Klgbrigwerden bzw. Verharzen von natürlichen und künstlichen Kautschuksorten bzw. kautschukähnlichen Substanzen zu verhindern. Es ist bekannt, daß Kautschuk und kautschukähnliche Substanzen, wie Guttapercha, Balata u. a., an der Luft, besonders unter der Einwirkung von Wärme und Licht sich durch Klebrig- bzw. Harzigwerden verändern und an Qualität einbüßen.
  • Dieselbe Erscheinung tritt aucli bei synthetischen Kautschuken und kautschukähnlichen Substanzen auf.
  • Es -wurde nun gefunden, daß man diesen Übelstand durch Behandlung der künstlichen öder natürlichen Kautschuk-sorten oder kautschtikähnlichen Substanzen mit solchen aromatischen und heterozyklischenVerbindungen beheben kann, die entweder zwei oder mehrere Aiminogruppen oder wenigstens eine Aiiiino-ruppe neben Hydroxylgruppen enthalten. Es können auch Derivate oder Substitutionsprodukte derartiger Verbindungen benutzt werden, die z. B. Arvlamino-, Alkylainino-, Aralkylaminogruppen oder substituierte Oxygruppen -usw. enthalten.
  • Diejenigen aromatischen und heterozvklischen Verbindungen, die nur Hydroxvlgruppen enthalten, :sollen zur Haltbarmachung von natürlichen Kautschtiksorten dienen.
  • 'Von den oben angeführten Verbindungen seien z. B. die folgenden erwähnt: Benzyl-mphenylendiamirt, Diphenyl-m-phenylen- bzw. -tolu3,lendiamin, Diaminodiphenylamin, Naphthylendiainine, wie i - 8- und I - 5-iNaphthylendiamin, i - 5#Diaminoanthrachinon, Diaminokarbazol, Benzidin, Tolidin, Drenzkatechin, Resorzin, Hydrochinin, a-Naphthol oder deren Äther, Pyroggallol, Dioxynaphthaline, wie I - 5-Dio.xynaphthalin, i - 5-Dioxyanthrachinon" -'#i-ninophenole, wie m-Amin-ophenol, Benzylm-aminophenol, o-Aminophenol, 'L#iono-methylp-aminokresol, Aminonaphthole, wie i-Oxy-4-aminonaphthol und ihre Äther u. a. Ebenso können Halogen-, Nitro- und andere Substitutionsprodukte der genannten Verbinduncren sowie Kondensationsprodukte derselben mit anderen Körpern, wie z. B. die Kondensationsprodukte aus a-IN aphthol, Resorzin, Arninophenol, i - 8-'-N'aphthylendiamin mit Al- dehyden, Ketonen, Säuren und Säurechlori-den, Verwendung fin#den.
  • .Xan kann auch, statt die obengenannten Körper (Konservierungsmittel) einzeln zu verwenden-, init Erfolg Gemische mehrerer zwecks Konservierung des Kautschuks beimischen.
  • Was die Art des Vermischens bzw. der Behandlung des Kautschuks. mit den oben-U genannten Körpern (Konservierungsmitteln) anbetrifft, so kann dieselbe je nach der Natur dieser Stoffe sehr verschieden sein. Man kann z. B. die Konservierungsmittel vor oder bei der Vulkan.isation für sich oder mit Ölen oder festen organischen oder anorganischen Füllstoffen vermischt depi 1-Zautscliuli: zusetzen oder- auch den Kaiitschtik mit Lösungen Wer mit Dämpfen dieser 1-Zonservierungsmittel behandeln. Ferner kann man auch den in üblicher Weise z.B. in Benzol in Lösung gebrachten Kautschuk mit den obengenannten Konservierungsmitteln versetzen.
  • Zur Herstellung von haltbaren künstlichen Kautschuken kann man auch in der Weise verfahren, daß man die obengenannten Konservierungsmittel schon bei der Polvmerisation der hierzu dienenden polymerisierbaren Kohlenwasserstoffe, wie Erythren. Isopren, 2-3-Dirnethylbutadien und anderen, zusetzt.
  • Die schützende '#Virkung dieser Konservierungsmittel erstreckt si ch auch auf die Vulkanisate der Kautschuke und ihre Regenerate.
  • Beispiel i.
  • Verwalzt man das nach K o n d a k o w im journal für praktische Chemie, Band 64, Seite iog unrl iio beschriebene Polv.merisationsprodukt des ß-y-Dimethvlbut#idieils möglichst innig mit i Prozent i-ä-i\aphthylendiamin und setzt das so präparierte kondakowsche Produkt der Einwirkung von Luft, Wärme und Licht aus, so zeigt sich in kurzer Zeit ein großer Unterschied der Haltbarkeit gegenüber dem gleichen Produkt, das keinen konservierenden Zusatz erhalten hat. Naturkautschuk in ähnlicher Weise mit i Prozent i-8-2'#Taphth)#lendiamin behandelt zeigt in der Haltbarkeit ein ähnliches Verhalten, B c i s p i e 1 2.
  • rler nach dem Verfahren der Patetitschriften 250335, :254548, 2#o69o u. a. hergestellten Polymerisationsprodukte in Benzol t, ler Solvent-Naphtha werden mit einer Lösung von o-Aminophenol vermischt, und zwar so, daß auf ioo Teile Polymerisat etwa o,5 Teile .)-Arnirlophenol kommt. Dle nach rlein Verdunsten dieser Lösung zurückbleibenden Häute zeigen, schon bei diesem gerin.-en Zusatz von Konservierungsmittel gegenüber dern nicht behandelten Produkt eine weit -rößere Beständi gkeit Z> gegIln -- die Einwirkung von Luft, Licht und Wärme.

Claims (2)

  1. PATE2NT-AxspRüci-iE: i. Verfahren, um das Klebrigwerden bzw. Verharzen von natürlichen und künstlichen Kautschuksorten. bzw. kautschukähnlichen Substanzen zu verhindern, darin bestehend-, daß man diese Substanzen mit solchen aromatischen und heterozvklischen Körpern. oder ihren Derivaten und Substitutionsprodukten behandelt, die zwei oder mehrere Aminogruppen ofler wenigstens eine Aminogruppe neben Hydroxyl-ruppen oder derartig substituierte Gruppen im aromatischen Kern enthalten.
  2. 2. Verfahren, um das Klebrignverden bzw. Verharzen von natürlichen Kautschtiksorten zu verhindern, darin bestehend, daß man diese Substanzen mit solchen aromatischen und het-erozvk-lischen Körpern oder ihren Derivaten und Substitutionsprodukten behandelt, die Oxygruppen oder derartige subsL-ti-lierte Gruppen enthalten.
DEF43563D 1918-08-22 1918-08-22 Verfahren, um das Klebrigwerden bzw. Verharzen von natuerlichen und kuenstlichen Kautschuksorten bzw. kautschukaehnlichen Substanzen zu verhindern Expired DE366114C (de)

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