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Schaltung zum Übertragen von Signalen aus einem Leitungsabschnitt
in einen anderen, bei welcher die Übertragungsleitung eine Brücke für Ströme einer
gegebenen Frequenz besitzt. Die Erfindung bezieht sich auf Signalsysteme, insbesondere
auf Signalsysteme mit zusammengesetzten Telephon- und Telegraphenlinien.
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Erfindungsgemäß werden Signalapparate verwendet, welche Signalströme
von einer Frequenz, die für die Übertragung über einen Abschnitt der Linie geeignet
ist, in Signalströme von einer Frequenz umwandeln, welche sich zur Übertragung über
einen anderen Abschnitt der Linie eignet, derart, daß keine induktive Störung auf
langen Linien entsteht und keine Beeinträchtigung des Betriebes von Telegraphensystemen
hervorgerufen wird, welche mit niedrigen Spannungen arbeiten, und welche mit solchen
Linien verbunden sein können. Bei Verwendung von Röhrenverstärkern zur Vergrößerung
der Reichweite der Sprachübertragung gestatten erfindungsgemäß die Signalapparate
den Gebrauch von Signalströmen von solch geringer Stärke, wie sie über eine solche
Leitung ohne Verzerrung möglich ist, ohne daß besondere Relais zur Verwendung gelangen,
welche an jeder Verstärkerstation eine neue Signalstromquelle an die Leitung anschließen.
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Besonderheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachstehend#en Beschreibung.
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Wenn eine Leitung, nur für Telephonzwecke gebraucht wird, kann der
Signalt' ZD stroni, der für den Anruf oder für andere Zwecke übertragen wird, eine
Frequenz von etwa 16 Perioden haben, und der Signalapparat ist gewöhnlich so konstruiert,
daß er Ströme von ungefähr dieser Frequenz er.-zeugt und auf solche Ströme anspricht.
Wenn indessen die Leitung zusammengesetzt ist und sowohl für Telephon- als auch
für Telegraphenzwecke verwendet werden soll, dann können, wie sich herausgestellt
hat, Signalströme von einer Frequenz der obigen Größenordnung weder vom Schaltbrett
aus noch zum Schaltbrett übertragen werden. Die Ursache hierfür liegt darin, daß
die Frequenz dieser Signalströme ungefähr dieselbe ist, wie die Frequenz der Ströme,
die für Telegraphierzwecke gebraucht werden, und der Filterapparat, der diese Telegraphenströme
von den Telephonapparaten abhalten soll, schwächt die Signalströme und löscht
sie praktisch aus. Demgemäß muß der Signalstrom von einer Frequenz oberhalb der
Grenzfrequenz sein, die von dem Filter unterdrückt wird. Es hat sich nun herausgestellt,
daß ein Signalstrom von etwa 133
Perioden zur Übertragung über eine solche
zusammengesetzte Leitung besonders gut geeignet ist, obgleich irgendeine andere
Frequenz oberhalb der Grenzfrequenz des Filters ausreichend sein kann. Bei Verwendung
von Telephonverstärkern in einer solchen Leitung ist es nicht tunlich, 16periodische
Signalströme durch die Verstärker zu übertragen, es sei denn, daß eine besondere
Ausführungsform des Verstärkers, die für diesen Zweck geeignet ist, verwendet wird.
Dem,gemäß war es üblich, Relais mit den V,erstärkern zusammenarbeiten zu lassen,
derart, daß eine neue Quelle von Signalstrom an jede Verstärkerstation angeschlossen
wurde. In einer langen Fernleitung kann ein Draht von geringer Stärke in Verbindung
mit verschiedenen Verstärkern verwendet ,verden, um eine befriedig e nde Sprachübertragung
zu erzielen. Diese Methode, Relais anzuwenden, ist jedoch nicht befriedigend weged
der Verzögerung in der Signalübertragung, die hervorgerufen wird durch das aufeinanderfolgende
Ansprechen -der Anrufrelais, welche mit den Verstärkern in den verschiedenen Verstärkerstationen
verbunden sind. Es ist deshalb wünschenswert, daß die Signalströme durch die Telephonverstärker
übertragen werden, und um dies zu ermöglichen, ist es notwendig, daß diese Ströme
von geringerer Stärke sind, als dies gewöhnlich der Fall ist, damit sie beim Durchgang
durch den Verstärker infolge Überlastung der Vakuumröhre nicht verzerrt werden.
Auch die Frequenz der Signalströme muß zur Übertragung durch die Telephonverstärker
geeignet sein, und es hat sich ergeben,
daß die Verstärker leichter
abgestimmt werden können für die Übertragung von 133-Perioden-Strömen oder Strömen
höherer Frequenz als für 16-Perio,den-Ströme.
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Um den niedrigfrequenten Signalstrom, der am Schaltbrett erzeugt wird,
in einen höherfrequenten Signalstrom zu verwandeln, hat man bisher Anordnungen mit
der Übertragungslinie verbunden, die als zusammengesetzte Anrufapparate bekannt
sind. Diese zusammengesetzten Anrufapparate enthielten gewöhnlich eine größere Anzahl
von abgestimmten Relais, von welch-en eine Type eingestellt war, um nur auf die
höherfrequenten Signalströme anzusprechen; und welche dazu .diente, mit den Leitern,
die zu den Schalttafelapparaten führen, eine lokale Quelle von niedrigfrequentem,
jene Apparate erregenden Anrufstrom zu verbinden. Die andere Type der abgestimmten
Relais wurde nur auf den auf die Leitung am Schaltbrett aufgedrückten Niederfrequenzsignalstrom
eingestellt, und sie dienten dazu, mit der abgehenden übertragungslinie eine Quelle
höherfrequenten Signalstroms zu verbinden.
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Gemäß einer Ausführungsform der Erfindun,g werden Einwegevakuumröhren
verschiedener Typen an Stelle der bisher bekannten Anordnungen verwendet. Der relativ
niederfrequente Signalstrom, der am Schaltbrett zur Verfügung steht, wird auf einen
Vakuumröhrenverstärker am Signalapparat aufgedrückt, der so eingerichtet ist, (laß
er als Erzeuger von Oberschwingungen arbeitet. Der von dort ausgehende Strom enthält
Oberschwingungen der ursprünglichen Welle und wird über einen Weg übertragen, der
zu der besonderen, zur Übertragun-g über die Linie notwendigen Frequenz annähernid
in Resonanz ist. Der Strom läuft dann durch einen Filter, wobei die nicht gewünschten
Frequenzen ausgelöscht werden, und wird dann durch eine oder mehrere zusätzliche
Vakuumröhren auf diejenige Stärke verstärkt, wie sie zum Signalisieren gewünscht
wird. Er wird dann auf die abgehendt Linie vermittels ejines Gleichstromrelais und
einer anderen als Gleichrichter wirkenden Vakuumröhre aufgedrückt.
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Der über die Linie ankommende Anrufstrom wird durch eine oder mehrere
Verstärkervakuumröhren auf die gewünschte Stärke gebracht und fließt dann durch
einen Vakuumröhrengleichrichter zu einem Gleichstromrelais, welches die Leiter,
die zu dem Schalttafelsignalapparat führen, mit einem als Oszillator wirkenden Vakuumröhrenverstärker
verbindet. Vermittels geeigneter Ab-
stimmung des abgehenden Stromkreises
des Oszillators und vermittels eines geeigneten Filters wird der Oszillator auf
die Leiter, die zum Schaltbrett führt, einen Strom aufdrücken, der eine Frequenz
besitzt, die geeignet ist, die dort befindlichen Anordnungen zu erregen.
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Gemäß einer anderen Anordnung der Erfindung wird der relativ niederfrequente
Signalstrom, der am Schaltbrett zur Verfügung steht, auf ein abgestimmtes Anrufempfangsrelalis
aufgedrückt, welch letzteres eine Quelle von Signalstrom von der Frequenz und der
Stärke, wie sie für die abgehende Linie gebraucht werden, anschaltet. Diese Stromquelle
kann entweder ein Oszillator sein, der so abgestimmt ist, daß er Ströme der gewünschten
Frequenz abgibt, oder sie kann ein Unterbrecher oder ein Generator sein. Der Signalstrom,
der über die Linie kommt und der beträchtlich geschwächt sein1 kann, wird zwecks
Verstärkung über eine oder mehrere Vakuumröhren geführt und fließt dann durch einen
Vakuumröhrengleichrichter zu einem Gleichstromrelais, welches die Leiter, die zum
Schalttafelsignal-apparat füh-
ren, mit einer Quelle nielderfrequenten Signalstroms,
wie er zur Ingangsetzung solcher Apparate geeignet ist, verbindet.
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b ei
In den Abb. i und 2 zusanmiengenommen ist eine Ausführungsform
der Erfindung dargestellt, in Abb. .3 eine abgeänderte Ausführungsform und
in Abh. 4 eine dritte Ausführungsform. In den Abb. i und 2 Wird eine Übertragungslinie
gezeigt, in welcher die beiden Ab-
schnitte L, und L, durdh die Leiter i und
2 untereinander in Verbindung stehen. Ab-Z> schnitt L, ist mit dem Schalttafelapparat
verbunden, und Abschnitt L, ist ein Teil einer langen Fernteitung. In den Leitern
i und :2 sind die Kondensatoren 32 und 3o bzw. 33
und 31 enthalten.
Die Leiter i und 2 sinel zwischen den Kondensatoren 32 und 3o bzw.
33 und 31 durch den Leiter 3 Überbrückt. Leiter 3, zusammen
mit den Kondensatoren 30 und 31, dient dazu, einen Niederfrequenzfilter
zu bilden, welcher wohl die Übertragung der HochfrequenzsprechstrÖme gestattet,
nicht aber die von Strömen niederer Frequenz, wie solchen unter 200 Perioden, vom
Sch-alttafelapparat über die Leiter 6 und 7
zu den Signalanordnungen,
die mit Ab-
schnitt Ll, wie später ausgeführt werden wird, verbunden sind.
Kondensatoren 32
und 33 dienen dazu, zu verhindern, daß Leiter
3 eine Gleichstrombrücke zum Apparat an der Schalttafel bildet. Mit den Leitern
i und 2 sind die Leiter 4 und 5 und 6 und 7
verbunden, welche
Drosselspulen enthalten und so beschaffen sind, daß sie hohe Impedanz besitzen,
um den übertragungsverlust zu vermindern, der durchdie Verbindung des
Signalapparats
mit der übertragungslinie verursacht wird. Im Zusammenhang mit den Leitern4 und
5 steht der Filter8, der die Niederfrequenzsignalströme, die an der Schalttafel
erzeugt werden, sehr gut durchläßt, dagegen Ströme aller anderen Frequenzen abschwächt
und vernichtet. Mit dem Filter8 ist die '#Takuumröhre.4, verbunden, welche als Erzeuger
von harmonischen Schwingungen wirkt. Zwischen beiden liegt der veränderliche Widerstand
9 in Brücke, welcher auf den gewünschten Wert ein-estellt ist, um Interferenz
zu verhindern, die durch unerwünschte Impulse, wie z. B. beim Tele-,grahpieren,
entsteht. Mit der Vakuumröhre A, ist der Kondensator io verbunden,
der angeordnet ist, um einen parallelen Resonanzkreis in der gewünschten Niederfrequenz
-, etwa 16Perioden, in Verbindung mit den zur Vakuumröhre A, führefiden
Windungen i i zu bilden. Mit dem Ans-C7angsstromkreis der Vakuumröhre.4, ist der
Filter 12 verbunden, welcher so entworfen ist, daß Ströme von der gewünschten Frequenz
für Signalzwecke über die Linie L## leicht übertragen werden, etwa -Ströme-von der
Frequene 133Perioden, der aber Ströme aller anderen Frequenzen schwächt und auslöscht.
A., ist ein Vakuumröhrenverstärker, der angeoidnet ist zum Zwecke, die letzt--enannten
Ströme zu verstärken. .4. ist eine ",-'ak-uurnröhre, angeordnet zum Zwecke, als
Gleichrichter zu dienen, deren Ausgangsstromkreis das Relais ig steuert und dazu
dient. die Seiten des Abschnitts L. der Linie mit den Leitern, die zum Ausgangskreis
-des OberwellenerzeugersAjühren, zu verbinden.
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Mit den Leitern 6 und 7 ist der Filter 20 verbunden,
der dazu dient, Signa:Iströme von einer Frequenz, die zum Gebrauch über den Abschnitt
L. der Linie geeignet -ist, und die in der Praxis -etwa eine Frequenz von
133
Perioden sein kann, leicht zu übertragen, der aber Ströme aller. anderen
Frequenzen schwächt oder vernichtet. Mit ;dem Filter'2o sind die Vakuurnröhren A4
und A, verbunden, die angeordnet sind, um die Signalströme, welche durch
Filter 2o Übertragen werden, zu verstärken, mit Röhre A4 steht der Kondensator 22
in Verbindung, der den Zweck hat. einen parallelen Resonanzkreis mit 133
Perioden im Zusammenhang mit den z# zu der '#Jaktiumröhre A, leitenden Windungen
zu bilden. Mit der VakuumröhreA, ist der veränderliche Widerstand 21 verbunden,
welcher als nicht-induktiver Nebenschlußwiderstand parallel zur Eingangswicklung
des Transformators:23 liegt, und -der angeordnet ist, um die obenerwähnten irregulären
Strotnimpulse, welche durch den Filter 2o dringen könnten und dann mit die Signalapparate
stören würden, durch Nebenschluß al;zuleiten. Mit der VakuumröhreA, ist die VakuumröhreA,
verbunden, welche als Gleichrichter dienen soll. Der Ausgangsstromkreis der Vakuumröhre
A, steuert das Relais 27,
,velches dazu dient, die Seiten der Linie
L, mit einer für die Schalttafelapparate geeigneten Ouelle von Signalströmen zu
verbinden. 17iese Stromquelle enthält die Vakuumröhre A, welche als Oszillator
dienen soll und so abgestimmt ist, daß sie Ströme von der gewünschten Frequenz erzeugt.
Die Schwingungen, die durch die Vakuumröhre,4-, erzeugt werden, wdrden durch eine
Anzahl von Vakuumröhren, wie A, und A,
übertragen und auf den gewünschten
Grad verstärkt. Mit dem Ausgangskreis der Vakuumröhre A, ist der Filter
36 verbunden, der angeordnet ist, um Ströme von einer Frequenz, die zur Verwendung
in den Schalttafelapparaten geeignet ist, leicht zu übertragen, wie etwa Ströme
von einer Frequenz von 16 Perioden, der aber Ströme aller anderen Frequenzen schwächen
und praktisch vernichten wird.
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In ,#,bb. 3 ist eine abgeäffderte Ausführungsforrn der Erfindung
dargestellt, die geeignet ist, die Anordnungen in Abb.:2 zu ersetzen. Die Vakuumröhre
A, in Abb. 2, welche als Gleichrichter wirkt, ist in Abb. 3
durch das
Relais 6o ersetzt, welches abgestimmt ist, um auf Ströme von einer Frequenz, wie
sie von den Apparaten an der Schalttafel erzeugt werden, anzusprechen, etwa! auf
eine Frequenz von 16 Perioden. Das Relais 6o ist mit den Leitern 5 1 und
5:2
durch die Leiter 58 und 59 verbunden und dient zur Steuerung
des Relais 68, welches die Seiten der Linie L, mit den Vakuumröhren
A"" und A., verl#indet, die im wesentlichen jäen Vakuumröhrenanordnungen
A,
und A., in Abb. 2, entsprechen.
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In der abgeänderten Ausführungsform der Erfindung, wie sie in Abb..4
dargestellt ist, sind die AbschnitteL, und L, der Übertraa le durch die Leiter
ioo und ioi un-"ungslin tereinander verbunden. Mit den Leitern ioo und ioi ist der
Filterkreis 107 verbunden, der den Durchgang der Sprechströme über die Leiter
ioo und ioi gestattet, aber die übertraigung von Nielderfrequenzsignalstr8-nien
verhindert ' wie etwa Ströme von einer Prequenz unter 2ooPerioden. welche
an den Schalttafelapparaten erzeugt werden, die mit LinieL, verbunden sind, und
solchen, welche über die LinieL, kommen. In einer Brücke zwischen den Leitern ioo
und ioi ist das Relais 103 angeordnet, welches abgestimmt ist, so daß es
auf die niederfrequenten Signalströme, die an dem Schalttafelapparat erzeugt werden,
anspricht. Das Relais 103
sieTiert -das liefal#S
f f 4, das Idie Seiten der Linie L, mit einer Quelle von Signalstrbm
verbindet, der sich zum Gebrauch über die übertragungslinie eignet, wobei dieser
Strom in der Praxis eine Frequenz von 133 Perioden haben mag. Mit den Leitern ioo
und ioi sind vermittels einer Brücke, welche Windungen von hoher Impedanz enthält,
die VakuumröhrenanordnungenAsoi A". und A"
verbunden. Mit dem
zur VakuumröhreA", leitenden Stromkreis ist der Filterkreis io8 verbunden, welcher
die wirksame übertragung von Signalströmen, geeignet zum Gebrauch über die Linie
L, wie etwa 133-Perioden-Ströme, gestattet, dagegen Ströme anderer Frequenzen schwächt
und praktisch auslöscht. Das Widerstandselement iog ist veränderlich und wirkt als
Nebenschluß, um Interferenz infolge unerwünschter Impulse zu verhindern. Der Kondensator
i io ist angeordnet, um einen parallelen Resonanzkreis für 133 Perioden in
Verbindung mit den zum Transformator iii leitenden Windungen zu bilden. Die Vakuumröhren
A" und A", verstärken den Signalstrom auf den gewünschten Grad undsind mit
der VakuumröhreA", verbunden, welcher als Gleichrichter dient, um das Relais 112
zu steuern. Das Relais 112, steuert das Relais io2, wobei die Seiten der Linie L,
mit einer Signalstromquelle verbunden werden, die sich zur Ingangsetzung der Signalapparate
an der Schalttafel eignet, wobei dieser Strom in der Praxis ein' Frequenz von 16
Perioden haben mag.
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Die Wirkungsweise der in den Abb. i und 2 dargestellten Ausführungsform
-,der Erfindung ist folgendermaßen: Der Signalstrom, der durch Apparate an der Schalttafel
erzeugt wird, möge für Anrufzwecke in der Praxis eine Frequenz von etwa 16 Periaden
haben und im folgenden als 16 - Perioden-Strom bezeichnet werden. Der Niederfrequenz-16-Perioden-Anrufstrora#
wird über die. Linie L, und über die Leiter i und 2-und von dort über die Leiter
4 und 5 des Filterkreises 8 übertragen. Dieser crestattet die Übertragung
dieser nieklerfrequenten 16-Periaden-Ströme, aber schwächt und löscht praktisch
die Ströme anderer Frequenzen aus. Demamemäß werden diese 16-Perioden-Anrufströme
durch die Filter auf die links gelegene Windung des Transformators i i übertragen.
Parallel mitider linken Windung des Transformators ii liegt der nicht-induktive
Widerstand 9, welcher alle irregulären Stromimpulse, wie Schalttafelinipulse,
welche durch den Filter 8 durchdringen und die sonst die Signalapparate stören
würden, im Nebenschluß ableitet. Mit der linken Windung des Transforinatofs ii ist
ferner der Kondensator io verbunden, welcher einen Schwingungskreis für- 16P'ericden
mit dem Transformator ii bildet, so daß das Potential, das auf die linke Windung
des Transformators ii aufgedrückt wird, maximalen Stromfluß durch den Transformator
bei dieser Frequenz bewirkt. Der Anrufstrom, der durch die linke Windung des Transformators
ii übertragen wird, wird einen Strom in der rechtsgelegenen Windung des Transformators
induzieren. Diese ist mit dem als Erzeuger von Oberwellen wirken--den Vakuumröhrenapparat
A, verbunden. Wird nun genügend Niederfrequenzenergie geliefert, um die Vakuumröhre#
des Oberwellenerzeugers zu überlasten, so wird die hineinfließende Welle verzerrt,
und der herausfließende Strom - enthält Oberschwingungen der ursprünglichen
Welle. Da der hineinfließende Stroni eine Frequenz von etwa 16 Perioden haben soll,
so wird eine der Oberschwingungen eine Frequenz von etwa 133 Perioden haben. Ein
Strom von dieser letztgenannten Frequenz ist in der Praxis geeignet zur übertragung
über (die Linie L, Demgemäß ist mit dem Ausgangsstromkreis der Vakuumröhre
A, ein Filter 12 verbunden, welcher Ströme von einer Frequenz von etwa 133
Perioden Überträgt, während er gleichzeitig Ströme anderer Frequenzen unterdrückt.
Demgemäß wird ein 133-Periaden-Anrufstroni durch den Filterkreis i--> zu dem in
die Vakuumröhre A, führenden Stromkreis übertragen werden. Die Va-1,tiumröhre,4,
dient als Verstärker und bringt den 133-Periaden-Stroni auf die gewünschte Stärke.
Dieser Str,(xn wird dann Über #die Leiter 13, 15 und 14, 16 Übertragen. Ein Teil
des Stromes, der über die Leiter 13 und 14 verläuft, wird idurch, den Transformator
34 zum VakuumröhrenapparatA" der als ein Gleichrichter wirkt, übertragen. Der Anrufwechselstrom
wird ;demgemäß gleichgerichtet und auf Leiter übertragen, die zum GleichstromreIais
ig führen, das hierbei erregt wird. Das Relais ig verbindet dann die Seiten der
Übertragungslinie L, mit den Leitern 15 und 16, die ihrerseits mit den Leitern
13 und 14 veilbundensind, worauf früher schon hingewiesen wurde. Anrufstrom geeigneter
Frequenz und Stärke wird idann ü-ber diese Leiter auf die LinieL" übergehen.
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Der Anrufstrom, der über die Linie L, hereinkommt, möge eine- Frequenz
von etwa 133
Perioden haben. Der 133-Perioden-Anrufstrom, der über #die Linie
L, kommt, fließt über die Leiter i und 2 und von dort über die Leiter
6 und- 7,zu dein Filterkreis :2o, der Ströme von etwa x33 Perioden durchläßt,
aber Ströme anderer Frequenzen schwächt. Demgemäß wird der 133-PeriodenAnrufstrom
idurch den Filter 2o und über die rechte
Windung des Transformators
:23 verlaufen. Parallel zum Transformator 23 ist der nichtinduktive Nebenschlußwilderstand
21 angeordnet, um irgendwelche irregulären Stromimpulse abzuleiten. Mitder rechten
Windung des Transformators 23 ist ferner der Kondensator :22 verbunden, der
einen Schwingungskreis von 133 Perioden mit dem Transformator 23 bildet,
so daß der maximale Stromfluß durch den Transformator bei dieser Frequenz entsteht.
Dieser induziert einen Strom in der linken Windung des Transformators
23, -welcher durch die Vakuumröhren A, und A, übertragen
wird, die ihn auf die gewünschte Größe v#erstärken.
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Während nur zwei Röhrenverstärker dargestellt sind, könnte natürlich
eine größere Z>
oder kleinere Anzahl verwendet werden, je
nachdem die
Anrufströme, die über Linie L.,
hereinkommen, sehr schwächer oder stärker
sind; sie werden durchdie hohen Impedanzen ,
welche in den Leitungen
6 und 7 enthalten sind, wesentlich geschwächt werden. Der Anrufstrorn
wird nunmehr von dem Ausgangsstromkreis der Vakuumröhre A, über die rechten
Windungen des Transformators auf die Vakuumröhre A, übertragen, welche als
Gleichrichter dient und demgemäß den Anrufstrorn in Gleichstrom verwandelt, der
über die Leiter :25 un,d:26 des Gleichstromrelais 27
erregt wird. Dieses Relais
trennt die Seiten der Linie L, von den Leitung-en i und 2 und verbindet die Linie
L, mit den Leitern 28
und 29, welche zu den Vakuumröhrenanordnungen
A, A" und A, führten. Der Eingangskreis,der Vakuumröhre
A7 ist mit deren Ausgangskreig induktiv gekoppelt, und demgemäß wird die
Vakuumröhre A., als Oszillator wirken und Wechselströme erzeugen. Diese Wechselströme
wer-den durch die Valwumröhren A, und A, verstärkt auf den
Filterkreis 36 übertragen, -welcher nur Ströme, die eine Frequenz von etwa
16 Perioden haben, durchläßt. Demgemäß werden 16-Perio#den-Anrufströme über die
Leiter 28 und :29 und über die Seiten der Linie L, zum Schalttaf elapparat
Übertragen werden.
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Die Wirk-un,-s)#,v#eise der Anordnungen, die in Abb. 3 dargestellt
sind, ist die folgende-Der 16-Perioden-Anrufstrom, der an der Schalttafel erzeugt
wird, gelangt über die Leiter 51 und 52 und über die Leiter 53 und
55 zum Filterkreis 61. Filterkreis 61, Vakuumröhre A", Filter 64 und
Vakuumröhre A., entsprechen im wesentlichen dem Filter 8, der
Vakuumröhre 4, dem Filter 12 und der Vakuumröhre A, der Abb. 2-. Demgemäß
wird,der 16-P.erioä-,n-Anrufstrom über die Leiter 53 und 55 durch
Filter 61 zum OberwellenerzeugerA"" übertragen. 133-Perioden-,Anruf.,troni wird
dann durch Filter 64 und den Verstärker A" und durch die linke Windun- des
Transformators 65 ini wesentlichen in (derselben Art, wie mit Bezug auf Abb.
2 beschrieben, auf die rechten Windungen des Transformators 65 übertragen
und über die Leiter 66 und 67 weitergeleitet. Ein Abzweig des 16-Perioder.-Anrufstromes,
der an der Schalttafel erzeugt wird, wird über die Leiter 58 und
59 und #durch die «#,V-indungen des Relais 6o geführt, welcheg auf Ströme
von etwa 16 Perioden anspricht. Demgemäß, wenn der 16-Perioden-Anrufstroi-n über
die Linie übertragen wird, wird das Relais 6o .erregt und den folgenden Stromkreis
schließen: von Erde, Kontakt und Anker des Relais 6o, üaber Leiter 69, die
Windung (des Relais 68 zur Batterie und zur Erde. Das Schließen dieses Stromkreises
bringt Relais 68 zum Ansprechen und bewirkt !die Verbindun '-,der Seiten
der Leitung L, mit den Leitern 66 und 67, so daß 133-Perioden-Ailrtifstrom
über die Linie L, fließt.
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Die Wirkungsweise der Schaltung nach UNbl). 4 ist folgende: Der 16-Perioden-Anrufstrom,
der an der Schalttafel erzeugt wird, verläuft Über die Seiten der Linie L." über
die Leiter ioo und ioi, von dort über die'Leiter 104 und io5 und durch :die Windungen
des Relais 103. Das Relais 103 ist abgestimmt und spricht auf Ströme von
ungefähr dieser Frequenz an und wird,demgemäß den folgenden Stromkreis schließen-.
von Erde über Kontakt und Anker des Relais 103, Leiter io6, Windung des Relais 114
zur Batterie und Erde. Hierdurch wird das Relais 114 erregt, welches seinen Anker
anzieht und die Seiten der Linie L,# mit Leitern verbindet, die zu einer Quelle
für Strom geeigneter Frequenz, z. B. von ungefähr 133 Perioden, führen.
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Der 133-Perioiden-Anruf strorn, der über die Linie L, hereinkommt,
wird über die Leiter ioi und ioo, ferner über die Leiter 115 und 116, welche Windungen
von hoher Impedanz enthalten, zum Filter io8 fließen. Der Filterkreis io8 läßt nur
Ströme dieser Frequenz durch. Demgemäß wird (der 133-Perioden-Anrufstrom über Filter
io8 und die linke Windung des Transformators iii verlaufen. Parallel zu dem Transformator
i i i liegt der induktionslose Nebenschlußwiderstand iog, der etwa auftretende unreggelmäßige
Strom:impulse ableitet. Mit den linken Windun--en des Transformators i i i ist auch
der Kondensator i io verbunden, welcher einen Schwingungskreis mit dem Transformator
iii für 133 Perioden bildet, so daß ,der Anrufstrom in der link-en Windung des Transformatorsden.
maximalen Wert bei dieser Frequenz erreicht. Der induzierte Strom fließt nuntnehr
durch die rechte Windung des
Transformators i i i und idurch die
Vakuumröhren A", und A.", welche #die schwachen ankommenden
Anrufströme auf die gewünschte Stärke bringen. Der Anrufstrom gelangt dann zur Vakuumröhre
A"" welche als Gleichrichter wirkt und ;den Anrufwechselstrom in Gleichstrom verwandelt
Der letztgenannte Strom wird dann durch #d.ie Windungen des Gleidistromrelais 112
geschickt, wobei dieses erregt wird und folgenden.Stromkreis schließt: von Erde,
Anker undKontaktdes Relais i 12, Leiter 113, Windung des Relais io2 zur Batterie
und zur Erde. Hierdurch wird -das Relais io2 erregt und verbindet die Seiten der
Linie L:, mit Leitern, -die zu einer Stromquelle für die Speisung Üer Anrufapparate
an der Schaltta-fel führen, welche mit Strom von etwa 16 Perioden betrieben werden
möge.
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Während:der Signalstrorn, der geeignet ist, um Empfangsapparate an
der Schalttafel, zu erregen, als ein Strom von etwa 16 Perioden angenommen -worden
ist, und der zur Über-;Z -tragung über die Linie L, bestimmte als Strom von etwa
133 Perioden, ist ohne weiteres ersichtlich, daß, die Anordnungen gemäß ,dieser
Erfindung in ihrer Wirkungsweise nicht auf Ströme von idiesen Frequenzen. beschränkt
sind, sondern daß auch Anordnungen getroffen werden können, um mit Strömen von irgendwelchen
anderen Frequenzen zu arbeiten.