DE36403C - Apparat zur Befeuerung von Oefen mittelst Theer oder Petroleum - Google Patents

Apparat zur Befeuerung von Oefen mittelst Theer oder Petroleum

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DE36403C
DE36403C DENDAT36403D DE36403DA DE36403C DE 36403 C DE36403 C DE 36403C DE NDAT36403 D DENDAT36403 D DE NDAT36403D DE 36403D A DE36403D A DE 36403DA DE 36403 C DE36403 C DE 36403C
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DENDAT36403D
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W. HORN in Bremen, Gaswerk
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23DBURNERS
    • F23D5/00Burners in which liquid fuel evaporates in the combustion space, with or without chemical conversion of evaporated fuel

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Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24: Federungsanlagen.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 28. Februar 1886 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine für industrielle Oefen aller Art geeignete Einrichtung zur Befeuerung derselben mit Theer, Petroleum oder anderen brennbaren Flüssigkeiten, welche sich von allen bisher bekannten Einrichtungen analoger Art dadurch unterscheidet, dafs sie gleichzeitig als Feuerthür ausgebildet ist und sich deshalb äufserst bequem bei vorhandenen Feuerungen durch Auswechselung der gewöhnlichen Feuerthür anbringen läfst, während man umgekehrt durch Einhängung der letzteren ohne* Weiteres wieder zur alten Feuerungsweise zurückkehren kann.
Auf beiliegender Zeichnung zeigt Fig. 1 die Einrichtung in ihrer Anwendung auf einen Retortenofen in Ansicht, Fig. 2 im Längen-1 schnitt. Fig. 3 und 4 stellen den Apparat für sich in gröfserem Mafsstabe in Ansicht und Schnitt dar.
Der, wie schon angedeutet, als Feuerthür ausgebildete Apparat besteht aus einem eisernen, mit Chamotte ausgefütterten, nach dem Ofen hin offenen Kasten A, welcher wie eine gewöhnliche Feuerungsthür in die Platte α der vorderen Ofenwand eingehängt werden kann.
Der zu diesem Zwecke mit Einhängeösen b und Verschlufshaken c versehene Kasten A wird nach oben hin zweckmäfsig durch einen lose aufliegenden Deckel d geschlossen, der ein etwa 100 mm weites, nach unten zu sich konisch erweiterndes Loch e besitzt, unter welchem mittelst geeigneter Hängeeisen eine schmiedeiserne oder metallene, ebenfalls etwa 100 mm grofse Calotte/ in umgekehrter Lage aufgehängt ist, Fig. 4. Auf dem Deckel ist eine Einlaufrinne g angeordnet, welche die Flüssigkeit, die zur Feuerung dienen soll, mitten auf die Calotte ergiefst, von welcher sie nach allen Seiten zu am Rande abträufelt und sich auf die nach dem Brennraum zu geneigte Chamottefütterung H am Boden des Behälters A ergiefst, der zweckmäfsig ein Stück in den Brennraum hineinreichen kann.
In den beiden Seitenwänden des Kastens A sind je zwei Luftöffnungen i angebracht; ferner ist ein zu gleichem Zwecke dienender Schlitz k unmittelbar unterhalb des Deckels d in der Vorderwand vorgesehen, in welcher aufserdem ein durch eine Klappe verschliefsbares Schauloch Z angebracht ist.
Endlich läfst noch die Platte α unterhalb des Kastens A einen Schlitz von etwa io mm zum Lufteintritt unterhalb des Bodens des Kastens frei.
Der etwa 500 mm hohe Behälter B, welcher die Brennflüssigkeit enthält, ist seitlich möglichst bequem angebracht. Aus demselben fliefst die Flüssigkeit durch das ca. 13 mm starke Rohr m bezw. die dasselbe verschliefsende, mit einer Bohrung von 2 mm versehenen Kappe zunächst in ein Zwischengefäfs C, aus welchem sie durch das Rohr π von ca. 26 mm Weite nach der Einlaufrinne g gelangt.
Auf das Ende des Rohres η ist ein T-Rohrstück aufgeschraubt, in dessen verticalem Schenkel der eigentliche 10 mm weite Einlauf eingesetzt ist, so dafs beim Oeffhen oder Abheben des Deckels d behufs Reinigung des Kastens A der Einlauf nach oben gedreht werden kann.
Als Brennflüssigkeit kann, wie bereits erwähnt, Theer oder auch Petroleum und andere Kohlenwasserstoffe benutzt werden.
Der Theer etc. fällt aus der Einlaufrinne g auf die Calotte f und tropft von dieser auf den Boden des Kastens A ab, woselbst er zur Verbrennung kommt. Auf dieser Sohle bildet sich zunächst eine lose, dicke Theerlage, welche mittelst Drahthaken von den Wänden fernzuhalten ist, sobald sie bis zu den seitlichen Luftlöchern steigt.
Der Theer brennt nun flüssig weiter und tropft allmälig in dem Mafse frischer Zufuhr an der Vorderkante der Sohle ab, wobei er durch den unterhalb des Kastens eintretenden Luftstrom zur vollkommenen und rauchfreien Verbrennung gebracht wird.
Ein sich als Rückstand bildender Theerkoks wird etwa alle 6 Stunden einmal nach hinten in den Herd geschoben, woselbst sich eine ruhende Glut bildet, die durch die zutretende Secundärluft allmälig vollständig verbrannt wird. Die Schlackenauszugsöffnung bleibt geschlossen. Die beschriebene Flüssigkeitsfeuerung, welche in beiliegender Zeichnung für Retortenofen dargestellt ist, kann selbstredend auch bei Dampfkessel- und anderen Feuerungen Anwendung finden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Apparat zur Verbrennung von Flüssigkeiten, insbesondere Theer, Petroleum u. dergl., bestehend aus einem mit Chamotte ausgefütterten, mit geneigter Sohle h versehenen Kasten A, welcher an Stelle der Feuerungsthür eingehängt wird und mit Lufteintrittsöfmungen i und k und einem Deckel d versehen ist, welcher die Einlaufrinne g und unterhalb des Einlaufloches e eine Vertheilungscalotte / trägt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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