DE3639201C2 - - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
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- F42C9/00—Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition
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Description
Die Erfindung betrifft eine Friktionseinrichtung für den Tempier
vorgang an Geschoßzeitzündern nach dem Oberbegriff des Patentan
spruches 1.
Aus der DE-PS 22 00 540 ist eine Einrichtung zur Tempierung eines
Geschoßzünders bekannt. Der Zünder bei dieser Einrichtung besteht
aus einer feststehenden Spitze, einem drehbaren Teil und einem fest
stehenden unteren Teil. Der drehbare Teil ist der Tempierring und
dient zur Einstellung einer vorbestimmten Zündzeit oder Verzögerungs
zeit. Zu diesem Zweck ist der Tempierring um max. 360° verdrehbar
und besitzt eine Vorrichtung, um mit einer vollen Umdrehung auch
größere Verzugszeiten einstellen zu können. Um die einmal einge
stellte Zündzeit oder Verzögerungszeit des Zünders durch Handhabung
nicht unbeabsichtigt zu verstellen, sind bei diesen Zündern im Regel
fall besondere Vorkehrungen getroffen. Diese bestehen in der Praxis
meistens aus einzelnen, auf einem Kreisring angeordneten Schrau
benbolzen.
Als Nachteil hat sich herausgestellt, daß einmal die Montage re
lativ aufwendig ist, ferner ein ungleichmäßiges Einschrauben der
Bolzen nicht ganz verhindert werden kann und daß die auftretenden
Axialkräfte voll auf einzelne Schraubenbolzen gehen und Verstauchun
gen an den Gehäusen nicht zu vermeiden sind.
Die GB-PS 18 127 A.D. 1899 offenbart einen Zünder für Geschosse mit einem
Zeitring, zu dem koaxial ein Ergänzungsring aus einem weichen Metall
angeordnet ist. Dieser Ergänzungsring besitzt axial zum Zeitring
ausgerichtete Lappen bzw. Ringstege, die in zugeordnete Ausnehmungen
des Zeitringes durch Druck kraftschlüssig eingreifen. Dabei ver
formen sich die spitz zulaufenden Ringstege plastisch, so daß eine
Wiederverwendung zumindest des Ergänzungsringes nicht möglich ist.
Da die Ringstege frei vorstehen, ist außerdem ihre Beschädigung
möglich. Bei einem Fall des Zünders aus bestimmter Höhe ist sogar
mit einem Bruch der verformten Ringstege zu rechnen. Die sichere
Haltung eines eingestellten Drehmomentes über einen längeren Zeit
raum ist nicht gewährleistet.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Friktionseinrichtung der eingangs
genannten Art zu schaffen, mit welcher sich das bei Zeitzündern
übliche Zeiteinstelldrehmoment exakt einstellen und halten läßt
und zusätzlich eine formschlüssige Verbindung des Gehäusemittel
teiles mit dem Gehäuseunterteil möglich ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale
des Patentanspruches 1 gelöst. Erfinderische Ausgestaltungen dieser
kennzeichnenden Merkmale sind in den weiteren Patentansprüchen 2
bis 4 genannt.
Mit dieser Erfindung werden die Vorteile erzielt, daß ein besseres
Langzeitverhalten erreicht wird und insgesamt nur wenige Bauteile
zur Schaffung eines wirksamen Friktionssystems benötigt werden,
mit dem sich das bei den Zeitzündern übliche Zeiteinstelldrehmoment
von 1 bis 15 Nm einstellen läßt. Gleichzeitig wird mit dieser Art
eines Friktionssystems eine formschlüssige Verbindung des Tempier
ringes als Gehäusemittelteil mit dem festehenden Gehäuseunterteil
erreicht.
Die zentral auf dem Zapfen des feststehenden Gehäuseunterteils auf
schraubbare Friktionsmutter ist einfach handhabbar und in Anlage
mit dem Friktionsring einfach auf einen vorbestimmten Wert eines
Einstelldrehmomentes schraubbar.
Der Friktionsring ist allseitig eingespannt und dadurch auch im
Dauereinsatz nicht verformbar. Bei empfindlichen Stößen auf den
Zeitzünder findet eine Verstellung des eingestellten Drehmomentes
nicht statt. Außerdem sind die einzelnen und miteinander in Wirk
verbindung stehenden Bauteile nach einfacher Demontage wiederver
wendbar.
In der Zeichnung ist ein Beispiel der Erfindung dargestellt. Es
zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Geschoß-Zeitzünders;
Fig. 2 einen Längsschnitt durch den Geschoß-Zeitzünder gemäß
Fig. 1.
Nach Fig. 1 besitzt der Geschoß-Zeitzünder 10 an seinem rückwärtigen
Ende einen Gewindeansatz 11 zur Befestigung auf einem Geschoß. Der
Geschoß-Zeitzünder 10 besteht im wesentlichen aus einer oberen Zün
derspitze 7, die aufgeschraubt ist, einem drehbaren Gehäusemittel
teil, und einem festehenenden Gehäuseunterteil 5. Das Gehäusemittel
teil ist als Tempierring 6 ausgebildet. Durch die Drehung des Tem
pierringes 6 wird der Zünder tempiert, was bedeutet, daß eine vor
bestimmte Verzögerungszeit oder Zünderzeit eingestellt wird.
Die Drehung des Tempierringes 6 ist jeweils ein Maß für die einge
stellte Verzögerungszeit oder Zünderzeit. Zu diesem Zweck ist der
Tempierring 6 maximal 360° verdrehbar. Durch eine solche volle Um
drehung kann eine entsprechend zugehörige Zeit in Sekunden einge
stellt werden.
Um mit einer vollen Umdrehung auch größere Zünderzeiten einstellen
zu können, enthält der Zünder besondere Einrichtungen, wie Stellbol
zen, um so durch eine Umschaltung einen größeren Zeitbereich zu
erfassen. Die auf der Skale 18 des Gehäuseunterteils 5 eingezeichneten
Daten bedeuten die Zünderzeit oder die Verzögerungszeit in Sekunden.
Das Gehäuseunterteil 5 weist einen axial vorstehenden zentralen
Zapfen 20 mit einem Außengewinde auf. Auf diesen Zapfen 20 ist das
Friktionssystem dergestalt aufgebaut, daß zunächst die Friktions
mutter 3 in den Tempierring 6 eingelegt wird. Die Friktionsmutter
3 ist mit einer in Richtung zur Zünderspitze 7 konisch nach außen
geneigten Fläche 4 versehen. In den verbleibenden Ringraum zwischen
der Friktionsmutter 3 und den Tempierring 6 mit einer in gleicher
Richtung geneigten Innenfläche 9 wie die Fläche 4 der Friktions
mutter 3 ist der eigentliche Friktionsring 1 mit seinen ebenfalls
korrespondierend geneigten Flächen 8 und 19 eingesetzt. Der so be
stückte Tempierring 6 wird nun auf den vorstehenden Zapfen 20 des
feststehenden Gehäuseunterteils 5 aufgesetzt, wobei die Friktions
mutter 3 mit ihrem Innengewinde 2 auf das Gewinde des Zapfens 20
unter Mitdrehen des gesamten Tempierringes 6 auf das Gehäuseunter
teil 5 aufgeschraubt wird, bis ein vorgeschriebenes Drehmoment und
dabei zugleich die formschlüssige Verbindung des Gehäuseunterteils
5 und des Tempierringes 6 erreicht sind. Das übliche Zeiteinstell
drehmoment beträgt 1 bis 15 Nm.
Auf den Tempierring 6 wird anschließend die Zünderspitze 7 aufge
schraubt.
Das Aufschrauben der Friktionsmutter 3 erfolgt vorzugsweise durch
ein Werkzeug, welches in die Formtaschen 21 der Friktionsmutter
3 zwecks Drehung dieser Friktionsmutter 3 eingreift. Die Formtaschen
21 sind von der Oberfläche der Friktionsmutter 3 axial in diese
eingearbeitet.
Im Inneren des Geschoß-Zeitzünders 10 sind auf der Zünderlängsachse
22 in koaxialer Anordnung der Übergangsstößel 12 und der weitere
Übertragungsstößel 14 angeordnet, an den sich wiederum koaxial aus
gerichtet die Zündnadel 13 anschließt. Bei einem Axialstoß wird
vom Übertragungsstößel 14 her die Zündnadel 13 in bekannter Weise
in einen hier nicht dargestellten Detonator gestoßen. Der Übertra
gungsstößel 14 befindet sich in einer Buchse 15. Mit 16 ist ein
Mitnehmerbolzen bezeichnet, der eine Verbindung zur Tempierscheibe
17 für die Zünderlaufzeit-Einstellung herstellt.
Claims (4)
1. Friktionseinrichtung für den Tempiervorgang an Geschoß-Zeitzündern,
mit einem zur Einstellung der Zündzeit um die Zünderlängsachse
drehbaren, als Gehäusemittelteil ausgebildeten Tempierring, mit
einem konzentrisch zur Zünderlängsachse angeordneten Friktions
ring, der eine konisch geneigte Innenringfläche aufweist und
mit einem konzentrisch zur Zünderlängsachse in Anlage an den
Friktionsring angeordneten Befestigungsmittel, das auf dem zen
tralen Zapfen des feststehenden Gehäuseunterteils aufschraubbar
ist,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß der Friktionsring (1) eine in die gleiche Richtung wie die Innenringfläche (8) geneigte Außenringfläche (19) auf weist,
- - daß der Friktionsring (1) innerhalb des Tempierringes (6) angeordnet ist,
- - daß das Befestigungsmittel eine Friktionsmutter (3) ist, die innerhalb des Friktionsringes (1) angeordnet ist und
- - daß die aneinander anliegenden Flächen (4, 8, 9, 19) der Friktionsmutter (3), des Friktionsringes (1) und des Tempier ringes (6) parallel zueinander verlaufen.
2. Friktionseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Friktionsring (1) geschlitzt ist.
3. Friktionseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Friktionsmutter (3) von ihrer Oberseite axial eingebrach
te Formtaschen (21) für die Drehmitnahme durch ein Werkzeug auf
weist.
4. Friktionseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die geneigten Flächen (4, 8, 9, 19) unter einem spitzen Win
kel von bis zu 30° zur Zünderlängsachse (22) geneigt sind.
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19863639201 DE3639201A1 (de) | 1986-11-15 | 1986-11-15 | Friktionseinrichtung fuer den tempiervorgang an geschosszuendern |
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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| DE3639201C2 true DE3639201C2 (de) | 1991-06-27 |
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