DE36374C - Neuerung bei dem Verfahren zur Verarbeitung unreiner Rohphosphate - Google Patents

Neuerung bei dem Verfahren zur Verarbeitung unreiner Rohphosphate

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DE36374C
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Germany
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phosphates
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DENDAT36374D
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Baron VON MALTZAN in Doberan in Mecklbg
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B11/00Fertilisers produced by wet-treating or leaching raw materials either with acids in such amounts and concentrations as to yield solutions followed by neutralisation, or with alkaline lyes
    • C05B11/04Fertilisers produced by wet-treating or leaching raw materials either with acids in such amounts and concentrations as to yield solutions followed by neutralisation, or with alkaline lyes using mineral acid
    • C05B11/14Fertilisers produced by wet-treating or leaching raw materials either with acids in such amounts and concentrations as to yield solutions followed by neutralisation, or with alkaline lyes using mineral acid using wet gaseous acids

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 16: Düngerbereitung;
Durch das Patent No. 32096 ist ein Verfahren bekannt geworden, nach welchem unreine Rohphosphate dadurch zu einem brauchbaren Düngemittel verarbeitet werden, dafs man die Rohphosphate bei geeigneter Temperatur mit schwefliger Säure behandelt und dann eine Oxydation des durch die Einwirkung der schwefligen Säure gebildeten schwefligsauren Kalkes bezw. Schwefelcalciums herbeiführt.
Nach vorliegender Erfindung soll der zweite Theil dieses Verfahrens eine Aenderung erleiden und die mit schwefliger. Säure behandelten Rohphosphate dadurch auf gefällte Präcipitate verarbeitet werden, dafs man die eine Hälfte des Schlackenpulvers mit der genau erforderlichen Menge einer geeigneten Mineralsäure aufschliefst und dann die andere Hälfte zusetzt. Es wird hierdurch das in der ersten Hälfte gebildete zweifachsaure Calciumphosphat bezw. die frei gewordene Phosphorsäure in zweibasisches Präcipitat übergeführt, welches meistens mit Gyps, Silicaten und Oxyden des Eisens, Mangans und Aluminiums gemengt ist. Da diese Verunreinigungen den Pflanzen nicht schädlich, theilweise sogar nützlich sind und die Löslichkeit des Präcipitats dadurch nicht beeinflufst wird, so ist das Product für die Landwirthschaft als Düngemittel direct verwerthbar. . Doch können die etwa noch in Lösung befindlichen Eisen- oder Madganverbindungen, sowie das bei Anwendung von Salzsäure entstehende Calciumchlorid entweder ausgewaschen oder mit etwas rohem Phosphat bezw. etwas Kalk zersetzt werden.
Das beschriebene Verfahren kann auch auf solche Rohphosphate Anwendung finden, welche nach Mafsgabe des Patentes No. 36366 mit Alkalichloriden vorbehandelt sind. Ferner kann die ganze Reaction in der Weise ausgeführt werden, dafs ein bestimmtes Quantum des Rohphosphats mit nur so viel Säure behandelt wird, dafs das dreibasische Kalkphosphat in zweibasisches übergeht.
Das eben erwähnte dreibasische Kalkphosphat kann übrigens in ein noch leichter assimilirbares Phosphat dadurch umgewandelt werden, dafs man es unter gleichzeitigem oder nachfolgendem Zusatz von Magnesiumsulfat in wässeriger Lösung mit schwefliger Säure behandelt und die Lösung nach der Trennung vom ausgeschiedenen Gyps mit kaustischer oder kohlensaurer Magnesia neutralisirt, so dafs zweibasisches Magnesiumphosphat ausfällt. Letzteres ist direct nach dem Auswaschen verwerthbar; die abgezogene Lauge kann entweder auf Magnesiumsulfit verarbeitet oder durch Calcination des Trockenrückstandes in Producte zersetzt werden, welche bei dem eben beschriebenen Procefs wiederverwendung finden können.

Claims (1)

  1. Patenτ-Ansprüche:
    ι . Das Verfahren, die nach Mafsgabe des Patentes No. 32096 bezw. No. 36366 mit schwefliger Säure bezw. Alkalichloriden vorbehandelten Rohphosphate auf ein leicht assimilirbares Düngemittel zu verarbeiten, dadurch, dafs ein Theil dieses Rohphosphats mit so viel reiner Mineralsäure behandelt wird, dafs die Phosphorsäure in Lösung geht und darauf so viel Rohphosphat zugesetzt wird, dafs sowohl die Phosphorsäure der ersten wie der zweiten Portion in zweibasisches Kalkphosphat übergeführt wird.
    Die Erzielung der gleichen Reaction dadurch, dafs ein bestimmtes Quantum des wie in 1. angegeben vorbehandelten Rohphosphats mit nur so viel Säure behandelt wird, dafs das dreibasische Kalkphosphat in zweibasisches übergeht.
    Die Darstellung von zweibasischem Magnesiumphosphat aus Kalkphosphaten dadurch, dafs man letztere unter gleichzeitigem oder nachfolgendem Zusatz von Magnesiumsulfat mit schwefliger Säure behandelt und die Lösung mit kaustischer Magnesia, sowie deren Hydrat, Carbonat oder Triphosphat fällt.
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