DE36356C - Bewegungseinrichtung für den Stoffschieber an Nähmaschinen - Google Patents

Bewegungseinrichtung für den Stoffschieber an Nähmaschinen

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DE36356C
DE36356C DENDAT36356D DE36356DA DE36356C DE 36356 C DE36356 C DE 36356C DE NDAT36356 D DENDAT36356 D DE NDAT36356D DE 36356D A DE36356D A DE 36356DA DE 36356 C DE36356 C DE 36356C
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DE
Germany
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rod
eccentric
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knife
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT36356D
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English (en)
Original Assignee
CH. E. TIBBLES in Chicago, Staat Illinois, V. St. A
Publication of DE36356C publication Critical patent/DE36356C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B27/00Work-feeding means
    • D05B27/02Work-feeding means with feed dogs having horizontal and vertical movements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist;
Fig. ι eine Seitenansicht der Maschine,
Fig. 2 eine Ansicht der unteren Seite der Grundplatte,
Fig. 3 eine Detailansicht der Stichregulirstange,
Fig. 4 eine Seitenansicht der Stoffschieberstange des Stoffschiebers und Bewegungsexcenters, wobei die Trieb welle im Schnitt gezeichnet ist;
Fig. 5 ist eine untere Ansicht der Stoffschieberstarige, ihrer Befestigungen und der Triebwelle,
Fig. 6 eitie Seitenansicht der Stange und des Excenters für den Antrieb des die Stoffschieberstange hin- und herbewegenden Hebels,
Fig. 7 eine Grundansicht der in Fig. 6 gezeigten Stange und ein Querschnitt der Einrichtung zum Verändern der Bewegung des Stoffschieberexcenters;
Fig. 8 eine Endansicht einer Büchse auf der Triebwelle mit einem Bolzen zur Umsteuerung des Stoffschieberexcenters,
Fig. 9 zeigt die Nabe des Stoffschieberexcenters in der Ansicht und im Querschnitt;
Fig. 10 ist eine Ansicht und ein'Schnitt durch den Hebel zur Bewegung der Stoffschieberstange;
; Fig. 11 zeigt die Einrichtung eines beweglichen Bolzens, auf welchem der schwingende Hebel oscillirt.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Nähmaschine mit vierfacher, rechtwinklig zu ; einander gerichteter gezwungener Bewegung für den Stoffschieber derart, dafs der Stoff sowohl auf die nähende Person zu als auch von derselben wegbewegt oder auch stets vom Arbeiter weggeführt werden kann, einerlei, in welcher Richtung das Triebrad gedreht wird. ' ■ ' ·
Auf der Triebwelle B der Maschine ist mittelst Stellschraube 2 die Hülse B' verstellbar befestigt, durch welche der plungerartige Bolzen b'", Fig. 7, hindurchführt, der an seinem äufseren Ende einen kurzen, rechtwinkligen Hebel £"" hat, Fig. 2 und 8. Letztererschnappt in die verschieden tiefen Einschnitte η η' ein, um den Bolzen im erforderlichen Moment gegen die Feder n2 zurückzuziehen.
Neben der Hülse B' sitzt ferner auf B das Excenter e, welches durch Zwischenverbindungen die Stoffschieberstange hin und her bewegt und mit der cylindrischen Nabe e' versehen ist, deren Ende auf einen halben Umgang auf geringe Tiefe weggearbeitet ist. Die so erhaltene Vertiefung e", Fig. 9, wird auf der einen Seite durch den halbkreisförmigen Vorsprung e"' und auf der anderen Seite durch das Loch b" begrenzt, welches zur Aufnahme des Kolbenendes des Bolzens b"" eingerichtet ist, um die Nabe und das Excenter mit der Hülse B' zu Zeiten verkuppeln zu können.
Das Excenter e arbeitet zwischen den beiden hängenden Armen c c, die einstellbar an der Zugstange E sitzen, welche auf der einen Seite der Welle B liegt, so zwar, dafs sie bei ihrer Hin- und Herbewegung unter der Wirkung des Excenters weder dieses noch die Welle berührt. Die Arme c sind mit ihren geschlitzten Fufsplatten c' mittelst Stellschrauben an' der Stange E verstellbar angebracht, so dafs
jede Abnutzung leicht ausgeglichen werden kann.
Die Stange E ist mit ihrem einen Ende in der an der Grundplatte A befestigten Büchse e"", Fig. 2, gelagert, welche mit Stellschraube e5 versehen ist; diese drückt gegen einen inneren losen, flachen Keil e6, auf welchem das Ende der Stange E liegt, so dafs also beim Anziehen der Schraube der Keil gegen die Stange E geschoben und eine etwaige Abnutzung auf diese Weise leicht ausgeglichen werden kann. Das andere Ende der Stange E ruht auf dem einen Ende des schwingenden Hebels H und ist mit demselben durch Zapfen h und Loch h' verbunden; an seinem anderen Ende hat der Hebel H den Schlitz h2, in welchen der am Ende der Stoffschieberstange F sitzende schwingende Zapfen g, Fig. 3 und 5, eingreift. Der bewegliche Drehpunkt, um welchen der Hebel H schwingt, befindet sich auf der Stichregulirstange G und besteht aus der Büchse /, Fig. 11, welche die Stange G umgiebt und genau auf den Hebel üTpafst; dieselbe ist an der Stange G mittelst der Kopfschraube i befestigt, auf der sie oscilliren kann. Um jedwede Abnutzung sofort ausgleichen zu können, ist zwischen Stange G und Hebel H eine Scheibe i" gelegt, gegen deren untere Seite eine Schraube V drückt, welche durch die Mitte der Schraube i hindurchgeht und mit Spannmutter versehen ist. Die Aenderung der Lage des beweglichen Drehpunktes infolge der Längsbewegung der Stange G bestimmt die Länge der Stoffschieberbewegung und folglich die Stichlänge in bekannter Weise, nur mit dem Unterschiede, dafs beim gröfsten Hube der Stoffschieberstange der bewegliche Drehpunkt im Mittelpunkt des Hebels H liegt, so dafs bei jeder beliebigen Stichlänge stets eine bedeutende Hebelwirkung zur Bewegung der Stoffschieberstange vorhanden ist.
Die letztere, F, ruht gleitbar in rechtwinkligen Hängelagern/', die an der Schiffchenbahnrippe durch Kopfschrauben befestigt sind, welche behufs Ermöglichung einer genauen Einstellung durch Schlitze 4, 4 hindurchgehen, während die zwischen Lager und Unterfläche der Stoffschieberstange eingeschobenen und mittelst Schrauben 6, 6, Fig. 5 , angedrückten Keile 5, 5 die verticale Verstellung der Stange F gestatten.
Die Stoffschieberzähne F' sitzen an einem Gleitblocke F", welcher sich in verticalen Führungen 7, 7 in der Stoffschieberstange frei bewegt und durch das auf der Triebwelle B sitzende Excenter f angetrieben wird. Der Schlitten F" ist ausgespart und umschliefst das durch Schraubef" einstellbare Druckstück/", gegen welches das Excenter/" wirkt, so dafs todter Gang durch Anziehen der Schraube leicht beseitigt werden kann.
Wie schon erwähnt, steht die Gleitstange E in keiner directen Berührung mit der Triebwelle, und berührt das Excenter e nur die Arme c c, im übrigen kann eine Abnutzung der Theile, welche nicht durch Versetzen der Arme c c ausgeglichen werden könnte, nicht stattfinden.
Der Bolzen b'" ist so lang, dafs er reichlich in das Loch b" eintritt, doch den Boden desselben nicht berührt, da anderenfalls das Excenter einem seitlichen Drucke ausgesetzt sein würde. Der seitlichen Verschiebung des letzteren wird durch einen Flantsch i, der auf der Stange E befestigt ist, sowie durch die Nabe e' vorgebeugt. Dasselbe könnte aber auch auf andere bekannte Weise, beispielsweise durch einen Stellring mit Stellschraube auf der Welle, erreicht werden, ebenso könnte die Hülse B' aus einem Stück mit der Triebwelle hergestellt und das Loch b" und die Vertiefung e" direct in die Fläche des Excenters anstatt in die eingefügte Nabe eingearbeitet sein.
Wenn der Bolzen b'" seinen Hebel b"" so gedreht hat, dafs er in den tiefsten Einschnitt 72 der Hülse B' einfällt, so drückt die Federn" sein Kolbenende in das Loch b" der Nabe e'. Da die Hülse B' fest auf der Triebwelle sitzt, so wird hierdurch das Excenter e mit der Welle verkuppelt, und zwar in einer solchen Stellung, dafs der Mittelradius seines gröfsten Ausschlagbogens genau rechtwinklig zum Mittelradius des gröfsten Ausschlagbogens des Excenters/ liegt. In dieser Stellung schieben die Excenter den Stoff auf den Arbeiter zu, während das Triebrad auf den Arbeiter zu gedreht wird, und rücken umgekehrt den Stoff vom Arbeiter weg, wenn das Rad von diesem weggedreht wird.
Soll der Stoff ohne Rücksicht auf die Drehungsrichtung der Triebwelle stets vom Arbeiter weggeschoben werden, so wird der Bolzen b'" aus dem Loche b" herausgezogen und der Hebel b"" in den weniger tiefen Einschnitt n' gedreht, wobei der Bolzen b"' in die Vertiefung e" eintritt und sich die Nabe e' also in jeder Richtung frei um eine halbe Umdrehung drehen kann, bis sie entweder gegen den Vorsprung e'" oder den Vorsprunge6 am Loche b" anstöfst. Wenn die Triebwelle nunmehr in der einen Richtung gedreht wird, so hemmt die Reibung das Excenter, bis das Ende des Bolzens b"" gegen die Nase e'" anschlägt , worauf das Excenter auf der Welle bis zu einem Punkte rechtwinklig zur Stellung des Excenters/ gedreht wird und die Maschine den Stoff vom Arbeiter wegbewegt. Wird die Triebwelle in umgekehrter Richtung gedreht, so hemmt die Reibung das Excenter um eine halbe Umdrehung, bis das Ende des Bolzens b'" gegen den Vorsprung e5 am Loche b"
stöfst und das Excenter e entgegengesetzt zur vorherigen Richtung und rechtwinklig zum Excenter/" und folglich in solche Lage dreht, dafs der Stoff wieder vom Arbeiter weggerückt wird.
Man erzielt, also auf diese "Weise eine vierfache , gezwungene, genau geradlinige und rechtwinklig zu einander erfolgende Bewegung für den Stoffschieber, wobei gleichzeitig auch jede Abnutzung ausgeglichen wird. Eine vierfache rechtwinklige Bewegung für den Stoffschieber ist allerdings bereits früher ausgeführt worden, dabei würde aber die Stoffschieberstange in einer oder mehreren Richtungen durch eine oder mehrere Federn bewegt; die Anwendung von Federn schliefst jedoch die positive, gezwungene, genau gleichzeitige Bewegung in entgegengesetzter Richtung aus, was hier indessen erreicht ist. Der mit der Anwendung von Federn verknüpfte Uebelstand besteht darin, dafs eine Feder für die Stoffschiebung nicht stark genug ist, und selbst im anderen Fall würde die Rückwirkung der Federn nicht schnell genug erfolgen, um die Stoffschieberstange in genau derselben Zeit zu bewegen, wie dies die vorliegende Erfindung für zwangsläufige Bewegung thut, so dafs die Stoffschiebung nicht in derselben Zeit in jeder Richtung erfolgen würde.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Eine Bewegungseinrichtung mit vierfacher zwangsläufiger Bewegung für den Stoffschieber, bei welcher einerseits die Stoffschieberstange (F) durch einen auf der Stichregulirstange (G) verstellbaren schwingenden Hebel (H) mittelst einer Zugstange (E) von einem Excenter (e) aus Bewegung empfängt, welches mit einer auf der Triebwelle einstellbar aufgesteckten Kuppelungshülse (B') entsprechend verkuppelt werden kann, während andererseits die Bewegung der Stoffschieberzähne (F') durch ein zweites Excenter (f) geradlinig unter rechtem Winkel zur Bewegungsrichtung der Stoffschieberstange erfolgt.
    An der unter i. gekennzeichneten Bewegungseinrichtung für den Stoffschieber:
    a) die Anwendung des bei e" halbkreisförmig ausgesparten und mit Loch b" versehenen Excenters e für die Zugstange E in Verbindung mit der an der Bewegung der Triebwelle -B theilnehmenden Kuppelungshülse jB', welche mit den ungleichen Einschnitten η η' und dem kolbenartigen, mit in letztere eintretendem Anschlaghebel b"" ver-
    >'- sehenen Mitnehmerbolzen b'" construirt ist;
    b) die Herstellung des Drehpunktes für den schwingenden Hebel (H) auf der Stichregulirstange G mittelst der um den Hebel herum greifenden Büchse /, wobei die Abnutzung der Theile durch die aus Platte i", Schraube i und Schraube i' mit Klemmmutter bestehen de Einrichtung leicht ausgeglichen werden kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT36356D Bewegungseinrichtung für den Stoffschieber an Nähmaschinen Expired - Lifetime DE36356C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1258604A1 (de) * 2001-05-18 2002-11-20 DeVilbiss Air Power Company Scheibenförmige Ölsprühanlage

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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