DE3633652C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entsorgen von Lauge
aus Reinigungsmaschinen, insbesondere Flaschenreinigungs
maschinen, mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches 1.
Aus der DE-OS 27 23 004 ist ein Verfahren zum Erhöhen der
Laugenstandzeit in Reinigungsmaschinen bekannt, in denen die zu
reinigenden Gegenstände durch mindestens ein Lauge enthaltendes,
auf erhöhter Temperatur gehaltenes Reinigungsbad geführt werden,
wobei die Lauge aus dem die zu reinigenden Gegenstände aufneh
menden ersten Reinigungsbad in kontinuierlichem Umlauf über
Separatoren von Schmutzteilen befreit wird, so daß die über einen
den Separator enthaltenden Kreislauf geführte Laugenströmungs
menge einem stündlichen Umsatz von etwa der Gesamtmenge an Lauge
im ersten Reinigungsbad bis zu einem Mehrfachen dieser Gesamt
menge entspricht und die Konzentration des gereinigten Teiles der
Lauge vor dem Wiedereinleiten in das erste Reinigungsbad zur
Steuerung von Reinigungsmittelzugabe in dieses Bad kontinuierlich
gemessen und das Nachfüllen von Flüssigkeitsmenge durch Ein
führen von Flüssigkeit in das erste Reinigungsbad unter Steuerung
mittels Messung der Laugenstandshöhe in diesem Bad ausgeführt
wird. Der in dem Separator anfallende Schlamm enthält Lauge,
die zusammen mit dem Schlamm verworfen wird, so daß das bekannte
Verfahren mit beträchtlichen Laugenverlusten behaftet ist.
Ein kontinuierlich arbeitendes Verfahren zur Entsorgung von
Lauge aus Reinigungsmaschinen ist auch aus der DE-OS 32 07 225
bekannt. Bei diesem Verfahren wird der Schlamm durch ein Saug
bandfilter abgetrennt. Dem Saugbandfilter ist ein Reaktions
gefäß vorgeschaltet, in dem die verbrauchte Lauge mit einem
Flockungsmittel behandelt wird. Ein Bandfilter erfordert teure
Filterstoffe, so daß das bekannte Verfahren, insbesondere in
Verbindung mit der kontinuierlichen Arbeitsweise mit verhält
nismäßig hohen Betriebskosten verbunden ist.
Ein Eindickturm zur Trennung einer in einer Entstaubungsanlage
anfallenden Wasser-Staub-Suspension ist aus der DE-PS 34 06 383
bekannt. Die den Eindickturm verlassende eingedickte Suspension
wird in einem Zentrifugalabscheider entwässert.
Weiterhin wird in der DE-OS 27 25 562 darüber hinaus zusätzlich
angegeben, daß die Laugenströmungsmenge in dem den Separator
enthaltenden Kreislauf auf einen Wert reduziert wird, der einem
stündlichen Umsatz von nur einem Bruchteil, vorzugsweise einem
Drittel der Gesamtmenge von Lauge im ersten Reinigungsbad ent
spricht. Auch bei diesem bekannten Verfahren wirkt sich nachtei
lig aus, daß dem Laugenverlust keine besondere Bedeutung beige
messen wird.
Außerdem ist aus der DE-OS 29 20 737 ein Verfahren zum Reinigen
und Wiedergewinnen von aus Flaschenreinigungsmaschinen abge
lassenen Arbeitsflüssigkeiten bekannt, bei dem der Waschlauge
in der Vorweiche ein Oxydationsmittel zugegeben wird und anschlie
ßend die oxydierten Schadstoffpartikel durch Filtration ausge
schieden werden, daß die noch in der Lauge verbliebenen Schad
stoffe selektiv durch ein der Waschlauge zugegebenes Flockungs
mittel ausgeflockt und anschließend ausgefiltert werden, worauf
die so gereinigte Waschlauge in die Flaschenreinigungsmaschine
zurückgeführt wird. Das bekannte Verfahren gibt zwar Maßnahmen
zur Reinigung der Waschlauge an, aber das Verfahren weist den
Nachteil auf, daß die Entsorgung der anfallenden Schmutzstoffe
in der Waschlauge nicht berücksichtigt ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Ent
sorgen von Lauge aus Reinigungsmaschinen anzugeben, bei dem
der Laugenverlust beim Austrag der anfallenden Schmutzstoffe
möglichst gering gehalten wird.
Die Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Verfahren durch die
kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Durch die
Verwendung einer Eindickanlage wird erreicht, daß der gesamte
anfallende Schmutz- und Sedimentanteil konzentriert wird, der
anschließend als stichfestes Sediment entsorgt werden kann.
Durch die starke Konzentration der anfallenden Schmutz- und
Sedimentanteile in der Eindickanlage wird weiterhin erreicht,
daß der Laugenverlust gering gehalten wird, weil in dem sich
ansammelnden Dickschlamm kaum noch Waschlauge enthalten ist.
Das Verfahren gemäß Anspruch 2 gewährleistet darüber hinaus
in Verbindung mit einer aus der DE-OS 32 07 225 an sich be
kannten Neutralisation mit Hilfe von gasförmigen Kohlendioxid,
daß das schließlich erhaltene stichfeste Sediment soweit ent
sorgt ist, daß es als Normalmüll auf jeder Mülldeponie gelagert
werden kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der einzigen
Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher erläutert.
Die Waschlaugen von vier gleichzeitig betriebenen Flaschen
reinigungsmaschinen 11 einer Reinigungsanlage 10
mit unterschiedlich großen Laugenbädern werden nach Schichtende in
hierfür angeordnete Sedimentationstanks 21 einer
Sedimentationsanlage 20 abgelassen.
Die Sedimentationstanks 21 haben eine zylindrisch-konische
Bauform und werden mit einer etwa 100 mm starken Wärmeschutzisolierung
unter VA-Blech versehen.
Da eine der Anlagen überwiegend aluminiumfolierte Mehrwegflaschen
reinigt, wird im Ausführungsbeispiel das sogenannte
Laugen-Vertauscherprinzip angewendet.
Bei solchen Anlagen wird die aluminiumbelastete Lauge nur einen Tag
in der Anlage gefahren und am nächsten Tag in einer
Normal/Euroflaschenanlage verwendet.
Die Entleerung der Laugenfüllung der einzelnen
Flaschenreinigungsmaschinen 11 erfolgt über nicht
dargestellte Absperrventile, die mit Rückmeldungen für Auf- und
Zu-Stellung der Ventile versehen sind. Über einen ebenfalls nicht
dargestellten Vor-Ort-Schaltkasten an der jeweiligen
Flaschenreinigungsmaschine 11 wird vom Bedienungspersonal
der Sedimentationstank 21 angewählt, der der entsprechenden
Flaschenreinigungsmaschine zugeordnet werden soll, wobei das
zugeordnete elektro-pneumatische Ventil geöffnet wird, das auch nicht
dargestellt ist.
Einige der Flaschenreinigungsmaschinen können nun lediglich leicht
verschmutzte Lauge mit Kleinpartikeln führen, während andere
Flaschenreinigungsmaschinen erhebliche Schmutzbelastungen bis hin zu
Großscherben, Kronkorken und Etiketten mit sich führen.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind Bandsieb-Schmutzaustragungsanlagen
15, beispielsweise Kettenförderanlagen, direkt neben den
Flaschenreinigungsmaschinen 11 aufgebaut, denen die
Laugenmengen durch Schwerkraft zufließen, um mitgeführte
Grobverschmutzungen von den Sedimentationstanks 21
fernzuhalten. Mit Öffnen von nicht gezeigten Schnellablaßventilen wird
von den jeweiligen Vor-Ort-Schaltkästen die jeweilige
Bandsieb-Schmutzaustragungsanlage eingeschaltet, um die vorhandenen
Grobverschmutzungen auszutragen. Hierbei ist vorher der entsprechende
Sedimentationstank über den entsprechenden Vor-Ort-Schaltkasten
auszuwählen, damit die Ventile geöffnet sind.
Die Flaschenreinigungsmaschinen werden nacheinander entleert, da nur
eine Ablaßschiene 19 zur Verfügung steht. Dabei beträgt die
Gesamtablaßzeit etwa 120 min., und zwar abhängig vom Laugenvolumen
der Flaschenreinigungsmaschinen, das maschinenbezogen unterschiedlich
sein kann.
Wenn eine der Flaschenreinigungsmaschinen 11 vom Laugeninhalt entleert
ist, kann über eine nicht dargestellte Leermeldesonde im
Vor-Ort-Schaltkasten eine Blinkleuchte aufleuchten. Danach ist vom
Bedienungspersonal das Absperrventil zu schließen, wobei die am Ventil
angebrachten Endlagenschalter die Blinkleuchte abschalten (nicht
gezeigt). Die weiteren Flaschenreinigungsmaschinen können jetzt
nacheinander in gleicher Weise entleert werden.
Nach Entleerung der Flaschenreinigungsmaschinen 11 in die
vorgewählten Sedimentationstanks 21 beginnt der
Sedimentationsprozeß der Schmutzstoffe in den Konusbereich der
Sedimentationstanks. In Abhängigkeit des Schichtbetriebes an einer
solchen Reinigungsanlage 10 verbleibt die Reinigungslauge nun in den
Sedimentationstanks, und zwar etwa 6 Stunden. Rechtzeitig vor
Schichtbeginn wird die Rückführung und Vertauschung der Laugen wie
folgt vorgenommen. Das Bedienungspersonal wählt an dem nicht
dargestellten Vor-Ort-Schaltkasten einer jeden
Flaschenreinigungsmaschine 11 das Laugenfassungsvolumen
vor und bestimmt, welche Flaschenreinigungsmaschine mit welcher Lauge
aus den Sedimentationstanks 21 befüllt werden soll.
Danach erfolgt die Freigabe einer Rückführpumpe, die nicht dargestellt
ist. Die Lauge wird der jeweils zuerst angewählten
Flaschenreinigungsmaschine zugeführt, wobei die Pumpe so lange fördert,
bis das vorgewählte Laugenfassungsvolumen der entsprechenden
Flaschenreinigungsmaschine erreicht ist. Dazu wird vorteilhafterweise
an jeder Flaschenreinigungsmaschine eine Sonde angebracht, die den
Laugenfüllstandspegel anzeigt und bei Erreichen des vorgewählten
Laugenpegels ein Signal abgibt, damit das nicht dargestellte
Einfüllventil abgeschaltet und gleichzeitig die nächste
Flaschenreinigungsmaschine zur Befüllung freigegeben wird, indem
das entsprechende Einfüllventil geöffnet wird.
Die Befüllung wird, wie oben beschrieben, über eine Einfüllschiene 25
durchgeführt und endet bei Erreichen des jeweiligen Sollaugenpegels.
Vorteilhafterweise ist bei einer solchen Reinigungsanlage 10
vorgesehen, daß die Rückführpumpe bei Erreichen eines Mindestfüllstandes
im entsprechenden Sedimentationstank abgeschaltet und das entsprechende
Füllventil an der Flaschenreinigungsmaschine geschlossen wird, um ein
Trockenlaufen der Rückführpumpe zu verhindern.
Nach Beendigung des Rückfüllvorganges verbleiben in den Konen der
jeweiligen Sedimentationstanks etwa 7 m3 Restlauge mit den
sedimentierten Schmutzstoffen.
Die verbleibenden Sedimente werden während der Arbeitsschicht, in der
sich die Reinigungslaugen in den Flaschenreinigungsmaschinen 11
befinden, tankweise über eine Abzugsschiene 26 abgezogen
und einer Eindickanlage 30 mit einem Eindickturm 31 mittels einer
Pumpe, beispielsweise einer Membranpumpe, zugeführt, die ebenfalls
nicht dargestellt ist. Der Eindickturm 31 ist im wesentlichen auch
ein zylindrisch-konischer Tankbehälter. Das zulaufende Sediment wird
über innere Einbauten bis zum Bodenbereich des Behälters geführt und
über ein Innenrohr wieder nach oben geleitet. Der Überlauf befindet
sich seitlich im oberen Bereich des Behälters.
Über die hervorgerufene Verdrängungsströmung wird eine weitere
Sedimentation im Konusbereich des Eindickturms 31 erreicht. Die
überlaufende Lauge wird einem Reinigungslaugentank 32 zugeführt.
Von dort aus wird die so gereinigte Lauge in den Sedimentationstank
mit dem größten Nutzvolumen zurückgepumpt. Die hier gesammelte, im
wesentlichen gereinigte Lauge wird bei der nächsten Laugenrückführung
in die Flaschenreinigungsmaschinen zur Ergänzung der Sedimentverluste
verwendet.
Einmal wöchentlich wird der sich im Konusbereich des Eindickturms 31
sammelnde hochalkalische Schlamm abgezogen, so daß der gesamte
Laugenkreislauf nur durch dieses Volumen ergänzt werden muß.
Der sich im Eindickturm 31 sammelnde Schlamm wird wöchentlich einmal
mit Hilfe einer Dickstoffpumpe (nicht gezeigt) in einen
Neutralisationsbehälter 33 gefördert. Der Neutralisationsbehälter ist
mit einem Kaltwasseranschluß 34 und einem Rührwerk versehen, um die
Dickmasse aufzudünnen und die Temperatur entsprechend abzusenken. Der
Verfahrensschritt dient zur Entlastung der nachgeschalteten
Neutralisationspumpe, die auch nicht dargestellt ist.
Die Neutralisation des aufgedünnten Schlamms erfolgt im Umpumpverfahren
über nachgeschaltete Rohrschleifen eines Rohrreaktors 35 unter
geregelter Zugabe von CO2-Gas über eine Rohrleitung 36. Der anfängliche
pH-Wert von etwa 13,7 wird durch die Zugabe von CO2 auf einen pH-Wert
von 9 reduziert. Die Reduktion des pH-Wertes erfolgt durch automatische
Regelung über eine nicht gezeigte Leitfähigkeitsmeßstation. Nach
erfolgter Neutralisation und Abkühlung ist der Schlamm für die
anschließende Entsorgung aufbereitet. Der aufbereitete Dünnschlamm
im Neutralisationsbehälter 33 wird über ein Dreiwegeventil zu
Siebcontainern 37 entsorgt. In der hierfür erforderlichen Rohrleitung
ist ein Koagulator 38 für die Zugabe von Flockungsmittel installiert.
Das Flockungsmittel, ein polymeres Elektrolyt, wird zuvor in einer
Flockungsmittelauflösestation 39 unter proportionaler Zugabe von
Wasser angesetzt und mittels Rührwerk gleichmäßig vermischt. Die
Aufbereitung des Flockungsmittels läuft zeitgleich mit der
Neutralisationsphase ab, so daß eine Entsorgung in die Siebcontainer
37 unmittelbar nach Beendigung der Neutralisation des aufgedünnten
Schlamms erfolgen kann. Die Dosierung des Flockungsmittels erfolgt
mittels nicht dargestellter Dosierpumpe proportional zur Menge des zu
entsorgenden neutralisierten Schlamms.
Der mit dem Flockungsmittel versetzte Schlamm wird anschließend direkt
dem Siebcontainer 37 zugeführt. Der Siebcontainer ist ein genormter
Abfallcontainer, der innen mit einer wasserdurchlässigen Auskleidung
versehen ist. Im Container erfolgt eine Trennung in feste und flüssige
Phase zunächst durch Schwerkraft. Die feste Phase wird im Siebcontainer
zurückgehalten, während die flüssige Phase, nämlich neutralisiertes,
relativ sauberes Abwasser, durch die Auskleidung hindurchtritt und
über einen Ablauf der Kanalisation zugeführt wird.
Der im Container verbleibende Schlamm wird innerhalb 24 Stunden
stichfest und kann auf einer Normalmülldeponie entsorgt werden.
Eine Flockung des Schlammes im hochalkalischen Bereich, also ohne
vorgeschaltete Neutralisation, ist technisch zwar ebenfalls
realisierbar, jedoch muß der dann gewonnene Schlamm auf einer
Sondermülldeponie entsorgt werden.
Neben den vier obenerwähnten Sedimentationstanks 21 der
Sedimentationsanlage 20 ist ein weiterer Tank gleicher Bauform als
Manipulationstank 27 installiert. Dieser Tank hat
im wesentlichen folgende Funktionen; er dient als Ersatztank bei
Ausfall eines Sedimentationstanks; weiter dient er als Entsorgungstank
zur schnellen Entsorgung eines kompletten Laugenbades einer
Flaschenreinigungsmaschine bei Überdosierung oder übermäßiger
Verschmutzung; weiterhin dient er zur möglichen Aufnahme von Reinlauge
aus dem Reinlaugenbehälter 32, der dem Eindickturm 31 nachgeschaltet
ist.
Um Fehlschaltungen bei der Entleerung der Flaschenreinigungsmaschine
zu vermeiden, wird die Lauge zunächst in einen entsprechend
vorgewählten Sedimentationstank abgelassen. Mit der Laugenrückführpumpe
kann dann der Manipulationstank über eine Umpumpschiene 28 befüllt
werden. Dieser Umpumpvorgang ist ein manueller Vorgang und kann aus
Sicherheitsgründen nicht über die Automatik gefahren werden.
Wenn die im Manipulationstank 27 befindliche Lauge verworfen werden
soll, so ist zunächst eine Neutralisation vorgesehen. Sie erfolgt wie
oben beschrieben im Umpumpverfahren über einen Rohrreaktor 29 unter
geregelter Zugabe von CO2-Gas. Durch Zugabe von Kaltwasser wird die
Temperatur entsprechend der vorgesehenen Grenzen reduziert, so daß
dann eine Abwasserentsorgung ohne weiteres vorgenommen werden kann.
Das im Behälter verbleibende Sediment wird anschließend über den
Eindickturm entsorgt.
Da der Manipulationstank nur ein begrenztes Volumen hat, wird die
Gesamtentsorgung gegebenenfalls schrittweise mit Hilfe der
vorgeschalteten Sedimentationstanks vorgenommen.
Für die Regelung und Steuerung der Reinigungsanlage 10 ist ein
freiprogrammierbares System einsetzbar. Dabei können die einzelnen
Regelungs- und Steuerungskreise auf drei Bedienebenen aufgeteilt
werden, und zwar Vor-Ort-Schaltkästen für die
Flaschenreinigungsmaschine; Hauptschaltkästen für die
Sedimentationstankanlage; Schaltkästen für die Eindickanlage.
Ein vollautomatischer Betrieb mit Einrichtung einer zentralen
Bedien- und Überwachungseinheit ist technisch ebenfalls leicht zu
realisieren.
Claims (4)
1. Verfahren zum Entsorgen von Lauge aus Reinigungsmaschinen,
insbesondere Flaschenreinigungsmaschinen (11), indem die
Lauge diskontinuierlich in zugehörige Sedimentationstanks (21)
entleert wird, wobei nach mehreren Stunden eine Sedimentation
der Schwebeteile hervorgerufen wird, so daß etwa 90% des Sediments
aus der Lauge abgesetzt wird, woraufhin die so größtenteils
gereinigte Lauge aus dem oberen Teil der Sedimentationstanks
abgepumpt und den Reinigungsmaschinen erneut zugeführt wird,
während der zurückgebliebene hochalkalische Schlamm weiter entsorgt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlamm und ein Teil der in
den Sedimentationstanks (21) verbliebenen Lauge
abgezogen und einer Eindickungsanlage (30) zugeführt wird, in der
der Schlamm weiter eingedickt wird, daß die sich im oberen Teil des
Eindickturms (31) ansammelnde geklärte Reinlauge kontinuierlich
abgezogen und nach Zwischenlagerung in einem Reinlaugenbehälter (32)
einem Sedimentationstank (21) oder einem
Manipulationstank (27) zugeführt wird, daß der sich im Eindickturm
(31) ansammelnde Schlamm an einer nachgeschalteten
Flockungsmittelstation (39) vorbeigeführt wird, bei der dem Schlamm
ein Flockungsmittel zugegeben wird, und daß der Schlamm anschließend
in einem oder mehreren Siebcontainern (37) entwässert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der sich im
Eindickturm (31) ansammelnde Schlamm zuerst einem
Neutralisationsbehälter (33) zugeführt wird, indem der Schlamm mit
Wasser aufgedünnt und nach Zugabe von CO2-Gas in einem Rohrreaktor
(35) neutralisiert wird, und daß dann der Schlamm an einer
nachgeschalteten Flockungsmittelstation (39) vorbeigeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Reinigungsmaschinen (11) mit gereinigter Lauge nach
dem Vertauscherprinzip befüllt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlamm
in dem oder den Siebcontainern (37) nach einer bestimmten Entwässerungszeit
soweit entwässert wird, daß der entwässerte Schlamm stichfest ist.
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