DE362252C - Verfahren zur Entgasung wasserreicher Brennstoffe - Google Patents

Verfahren zur Entgasung wasserreicher Brennstoffe

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DE362252C
DE362252C DET24373D DET0024373D DE362252C DE 362252 C DE362252 C DE 362252C DE T24373 D DET24373 D DE T24373D DE T0024373 D DET0024373 D DE T0024373D DE 362252 C DE362252 C DE 362252C
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B1/00Retorts
    • C10B1/10Rotary retorts

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)
  • Muffle Furnaces And Rotary Kilns (AREA)

Description

  • Verfahren zur Entgasung wasserreicher Brennstoffe. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Entgasung wasserreicher Brennstoffe, bei dem die Vortrocknung des Materials und die Verschwelung in zwei zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten in einem Drehofen durchgeführt werden. Bei den bekannten Verfahren erfolgt die Heizung des Drehofens von außen her durch die Wand, um eine genaue Regelung der günstigsten Schweltemperatur zu erreichen und um eine Vermischung der Schwelgase mit den Heizgasen und damit eine ungünstige Beeinflussung ersterer zu verhindern.
  • Bei der mittelbaren Heizung wird der Brennstoffaufwand für die Entgasung stets größer sein als bei der Schwelung von Brennstoffen mit unmittelbarer Wärmeübertragung, wie z. B. in Gaserzeugern. Bei vielen, besonders hochwertigen Brennstoffen wird dieser Unterschied wegen der sonstigen Verteile des Drehofens nicht in Betracht kommen. Je minderwertiger der Brennstoff ist, desto mehr Einfluß auf die Wirtschaftlichkeit besitzt jedoch der Selbstverbrauch für die Heizung, und es ist naheliegend, daß dieser Selbstverbrauch außerordentlich ungünstig wird, wenn die Brennstoffe sehr wasserhaltig sind.
  • Wenn z. B. eine Rohbraunkohle mit 50 Prozent Wasser zugrunde gelegt und angenommen wird, daß der Wärmeaufwand für die Entgasung des trockenen Brennstoffes 300 bis 400 WE betrage, so wird die Vortrocknung in dem gleichen Drehofen weitere 300 WE benötigen. Diese Wärme ist, weil sie mit den Schwelgasen (oder einfach als Brüden) weggeht, nicht zurückzugewinnen. Da aber die mittelbare Beheizung wegen des notwendigen großen Wärmeaufwandes zwischen Ofenwand und Heizgas nur etwa mit einem Wirkungsgrad von etwa 6o bis 70 Prozent durchgeführt werden kann, ist dieser Wirkungsgrad auch für die Vortrocknung des Brennstoffes maßgebend.
  • Gemäß der Erfindung wird in an sich bekannter Weise die Schwelzone von außen beheizt, während das Schwelgut in der Trockenzone unmittelbar durch die Abgase der. Feuerung der Schwelzone erhitzt wird. Bei dieser Art der Beheizung wird ein erheblich günstigerer Wirkungsgrad für die Vortrocknung und somit für das gesamte Verfahren erzielt.
  • Auf der Zeichnung ist eine zur Ausführung des Verfahrens bestimmte Vorrichtung beispielsweise im senkrechten Längsschnitt dargestellt.
  • Der Drehofen besteht aus zwei Teilen cr und b. Der Teil a ist für die Vortrocknung des Brennstoffes bestimmt und der Teil b für die Entgasung. Zwischen den beiden Teilen befindet sich eine Scheidewand. Der Teil h ist in eine Verbrennungskammer c eingebaut, die mittels einer beliebigen Feuerung (in der Zeichnung einer Gasfeuerung) d beheizt wird. Die Abgase dieser Verbrennungskammer, welche mindestens eine Temperatur von 400 bis 500° C aufweisen und im Falle einer höheren Temperatur noch mit Frischluft vermengt werden, um eine niedrigere Eingangstemperatur dieses Gasgemisches in die Trockentrommel zu erzielen, gelangen aus der Verbrennungskammer c durch die Rohrleitung e und den Ventilator f durch das Rohr g in die Trockentrommel. lz ist der Anschlußstutzen für Frischluft vor dem Ventilator, wo mittels Schieberstellung der Luftzutritt geregelt oder abgestellt werden kann, falls die Abgastemperatur genügend niedrig ist.
  • Die Heizgase treten aus dem Rohr g in den Ofenteil a ein und bewegen sich hier im Gegenstrom zum Brennstoff von der Scheidewand zur Aufgabeseite, wo sie durch das Abzugsrohr i den Drehofen verlassen. Der Brennstoff selbst wird durch einen Trichter lo aufgegeben, durchwandert den Trocknungsraum und trifft auf die doppelte Scheidewand 1, welche so gebaut ist, daß der in dem unteren Teil der Trommel liegende Brennstoff einen ziemlich gasdichten Verschluß zwischen den Teilen a und b herstellt. Es wird dies dadurch erreicht, daß zwischen den beiden Platten der Scheidewand ein schneckenartig gelegter Gang angebracht ist, der bei der Drehung des Ofens dem Brennstoff den Übertritt von a nach b gestattet, aber einen merklichen Durchtritt von Gas verhindert.
  • Diese Trennung der Teile a und b kann übrigens auch auf irgendeine andere Art ausgebildet «-erden; die Anordnung muß nur so getroffen sein, daß nicht die Gesamtmenge der Abgase und Schwaden in den Schwelraum b gelangt. Geringe durchtretende Mengen haben keine wesentliche Bedeutung. Das fertige Halbgut verläßt den Ofen durch den Trichter n1, während bei n die Schwelgase abgesaugt werden.
  • An Stelle eines Drehofens mit Scheidewand können auch zwei Drehöfen verwendet werden.

Claims (2)

  1. PATEN T-ANsPRÜcFIE: i. Verfahren zur Entgasung wasserreicher Brennstoffe, bei dem die Vortrocknung des Materials und die Verschwelung in zwei zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten in einem Drehofen durchgeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwelzone von außen beheizt und das Schwelgut in der Trockenzone unmittelbar durch die Abgase der Feuerung der Schwelzone erhitzt wird.
  2. 2. Drehofen zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Schwelraum und dem Vortrockenraum eine doppelte Scheidewand mit einem schneckenartigen Gang angeordnet ist, der einen allmählichen Übergang des vorgetrockneten Brennstöffes in den Schwelraum durch Drehung der Trommel gestattet.
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