DE36172C - Blitzableiter mit Selbstprüfer - Google Patents

Blitzableiter mit Selbstprüfer

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DE36172C
DE36172C DENDAT36172D DE36172DA DE36172C DE 36172 C DE36172 C DE 36172C DE NDAT36172 D DENDAT36172 D DE NDAT36172D DE 36172D A DE36172D A DE 36172DA DE 36172 C DE36172 C DE 36172C
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DENDAT36172D
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F. DlENENTHAL in Siegen, Westfalen
Publication of DE36172C publication Critical patent/DE36172C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02GINSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
    • H02G13/00Installations of lightning conductors; Fastening thereof to supporting structure
    • HELECTRICITY
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    • H02G13/00Installations of lightning conductors; Fastening thereof to supporting structure
    • H02G13/60Detecting; Measuring; Sensing; Testing; Simulating
    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02GINSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
    • H02G13/00Installations of lightning conductors; Fastening thereof to supporting structure
    • H02G13/80Discharge by conduction or dissipation, e.g. rods, arresters, spark gaps

Landscapes

  • Elimination Of Static Electricity (AREA)

Description

et
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 37: Hochbauwesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. September 1885 ab.
Der auf beiliegender Zeichnung dargestellte Blitzableiter mit Selbstprüfer besteht aus drei Haupttheilen:
1. der Fangstange mit Befestigungsmechanismus,
2. dem Leitungskupferseil mit der eingesponnenen Rohrseele und
3. dem Selbstprüfapparat.
A. Die Fangstange mit Befestigungsmechanismus besteht aus der im Feuer echt vergoldeten silbernen Spitze a, welche im unteren Theil die 3 mm weite Durchbohrung e und die beiden seitwärts gebohrten, nach aufsen geneigten Oeffnungen // besitzt, ferner aus der kupfernen Fangstangenspitze bb, die in ihrer Längsachse 7 mm mit durchbohrt ist, im unteren geraden Theil aufsen ein Schraubengewinde k k und innen eine cylindrische Ausbohrung von ι 5 mm Weite und Länge erhält, sowie weiter aus dem kupfernen Leitungsseils, welches aus 18 kupfernen Drähten besteht, die um eine feste, aber dehnbare und dichte, 3 mm im Lichten weite Rohrseele i i dicht umsponnen sind und im oberen, 20 cm langen Ende die Kupferrohrseele h h in dichter Befestigung mit eingesponnen erhält; dieses Kupferrohr ist im Ganzen 31 cm lang, steht demnach ca. 11 cm vor dem Leitungsdrahtseilende h1 hervor.
Um nun diese beschriebenen Theile zu einer ca. 3,5 m langen Fangstange zu vereinigen, wird das kupferne Leitungsseil mit eingesponnener Rohrseele und kupfernen Aufsatzröhrchen durch das äufsere schmiedeiserne Schutzrohr dd gezogen, das Kupferrohrende Z?1 durch die Fangstangenspitze b b geschoben und in die kleine untere Ausbohrung g g der silbernen Spitze α gesteckt und dicht verlöthet, gleichfalls das obere Drahtseilende ü in die untere Ausbohrung k k der kupfernen Fangstangenspitze fest eingefügt und hart verlöthet und zur Vereinigung der Fangstangenspitze b b mit dem Schutzrohr dd die Reductionsmuffe cc dicht aufgeschraubt.
Der Befestigungsmechanismus der Fangstange ist durch Details dargestellt. Die äufsere Fangstange d erhält am unteren Ende die Muffe c angeschraubt, an der seitlich einander gegenüberstehend die Zapfenyy angeschweifst sind. Diese bekommen ihre Lagerung in der Ausbohrung der halb gabelförmigen Eisen ν τ, die, nach oben konisch zulaufend, sich um das untere Ende von d legen und um welche von oben die Schliefsmuffe w W hinübergeschoben wird. Alsdann werden die beiden Eisen ν ν im unteren Theil dicht mit einander verschraubt und auf dem Dachfirst mit Holzschrauben befestigt.
B. Das Leitungskupferseil ssi besteht, wie schon oben erwähnt, aus 18 kupfernen Drähten, die um eine feste, dichte und doch dehnbare Rohrseele dicht zu einem Seil umsponnen sind. Dasselbe erhält seine Befestigung auf dem Dache und an den Wänden des Gebäudes nach alter bekannter Weise und wird auf dem kürzesten Wege zum Erdboden geleitet. Ueber dem Erdboden jedoch tritt die Rohrseele i aus dem Leitungsseil heraus, während die Kupferdrähte als Seil bezw. Erdleitung s zum Grundwasser geführt werden.
C. Der Selbstprüfapparat, kurz »Selbstprüfer« genannt, wird über dem Erdboden an dem Ende der herausgetretenen Rohrseele i befestigt.
Derselbe besteht aus der Glaskugel n, welche oben und unten hohle Glaszapfen besitzt, die oben in die obere metallene Verschraubung m und unten mit dem Metallhahn q r r, sowie dem Ausgufs t dicht verschraubt und verkittet ist. Dieser Selbstprüfer wird sicherheitshalber unten an einer zugänglichen Gebäudewandstelle angebracht und mit einem verschliefsbaren hölzernen Schutzkasten versehen.
Um den Blitzableiter nun nebst Selbstprüfer ordnungsgemäfs betriebsfähig hinzustellen, werden vor Aufstellen der Fangstange die oberen beiden geneigten Löcher ff der Spitze a mit Zinkstöpsel dicht verlöthet und durch Schliefsen des Befestigungsmechanismus ν wy \ die Fangstange fest aufgerichtet. Alsdann füllt man den Glasballon des Selbstprüfers mit einer, gefärbten, also leicht sichtbaren, nicht verdunst- und nicht gefrierbaren Flüssigkeit bei geschlossenem Hahn q r t, schraubt den Ballon durch die Schraubenverbindung m luftdicht mit einander und öffnet den Hahn qrt. Ist nun die ganze Rohrseele i i des Blitzableiters luftdicht verarbeitet, so bleibt die Flüssigkeit bei geöffnetem Hahn in dem Glasballon stehen.
Findet nun später bei einem starken Gewitter , woselbst der Blitzableiter die Ausgleichung der verschiedenen Elektricitäten nicht mehr herstellen kann, ein Blitzschlag in die Fangstange statt, so wird derselbe sofort das Zinn der konischen Löcher ff der Spitze a erhitzen, schmelzen und nach aufsen abtropfen lassen. Dadurch tritt von oben die äufsere atmosphärische Luft in die Rohrseele des Blitzableiters und drückt sofort unten beim Prüfer η die gefüllte Flüssigkeit durch t heraus, entleert denselben also vollständig. Sollte ferner durch andere Störungen das Kupferseil mit seiner Rohrseele zerreifsen, so wird ebenfalls der Selbstprüfer entleert.
Die Anwendung des Selbstprüfers geschieht sowohl für einzelne Leitungen als auch für mehrere Leitungen eines Gebäudes; alsdann werden die verschiedenen Bleiseelen mit einander verbunden und an der Vereinigungsstelle der Prüfer angebracht, jedoch vorausgesetzt bei einer Erdleitung. Bei mehreren Erdleitungen müssen jedoch für jede Erdleitung ein Prüfer angebracht werden.
Zeigt ferner der Selbstprüfer eine Undichtigkeit in der Leitung an, welche am ersten durch das Fortschmelzen des Zinns an den FaTigspitzenöffnungen ff vermuthet wird, so läfst sich durch Lösen bezw. Hinaufschieben der Muffe n> des Fangstangenbefestigungsmechanismus die Fangstange herunterlegen und vom Dache aus die Spitze auf Dichtigkeit prüfen und im Falle eines Herausgeschmolzenseins des Zinnstöpsels von ff diese Oeffnungen sich wieder neu verlornen. Durch dieses Herunterlegen bis fast unter rechtem Winkel leidet weder das Drahtseil noch dessen Rohrseele an der Stelle s i.
Diese Art Fangstangen lassen sich sowohl auf Thurmdachspitzen wie auf jedem Dachfirst eines Gebäudes, sowie auch an Mastbä'umen anbringen und befestigen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Blitzableiter mit Selbstprüfer, bei dem das Leitungsseil aus einem mit Draht umsponnenen hohlen Rohr gebildet wird, welches mit den in der Auffangspitze befindlichen, mit leicht schmelzbarem Metall verschlossenen Oeffnungen eff und mit dem mit nicht gefrierbarer Flüssigkeit gefüllten Gefäfs η communicirt, zum Zweck, ein sichtbares Zeichen zu erhalten, wenn ein Blitzschlag den Blitzableiter getroffen hat, indem dann das leichtflüssige Metall in den Oeffnungen eff schmilzt und durch das Eintreten der atmosphärischen Luft in diese Oeffnungen das Ausfliefsen der in dem Gefäfs η befindlichen Flüssigkeit bewirkt wird.
    Hierzu ι B]att Zeichnungen.
DENDAT36172D Blitzableiter mit Selbstprüfer Expired - Lifetime DE36172C (de)

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