-
Zeichengerät; wie Lineale, Winkel, Kurvenlineale o. dgl. Vorliegende
Erfindung betrifft ein Zeichengerät, wie Lineale, Winkel, Kurvenlineale u. dgl.,
das sich gegenüber den bisher bekannten Zeichengeräten aus Metall dadurch kennzeichnet,
daß es einerseits aus dem neuesten Leichtmetall, dem sogenannten Elektronmetall,
das etwa nur halb so schwer wie Aluminium ist, besteht, wobei aber anderseits noch
eine besondere Ausbildung der Oberfläche in Betracht kommt.
-
Diese besondere Ausbildung besteht darin, daß die Oherfläche vermittels
Sandstrahlgehläses durch Ätzen o. dgl. entsprechend aufgerauht ist.
-
Erst durch die Vereinigung dieser- beiden Merkmale, nämlich der Verwendung
des ein geringes spezifisches Gewicht besitzenden I:lelctronn:etalls und dieAufratihungderOl:eriläche
desselben, wird ein aus Metall bestehendes Zeichengerät, wie Lineale, Winkel, Kurvenlineale
o.dgl., geschaffen, dem nicht nur die Vorteile, die in der Verwendung von Metall
liegen, zugute kommen, sondern bei dem zudem auch noch die Nachteile, die insbesondere
dein spezifisch schweren Metall eigen sind, in Wegfall kommen.
-
Bei der Verwendung von Metall zur Herstellung von Zeichengerät wird
an sich der Vorteil der größeren Haltbarkeit und der Beständigkeit gegen Werfen
u. dgl. erreicht, dagegen bildet das größere Gewicht einen Nachteil, weil hierdurch
nicht nur die Handhabung erschwert wird, sondern außerdem auch sehr oft Verletzungen
der Zeichenfläche mit in den Kauf genommen werden müßten, wenn zufolge der durch
das große Gewicht beeinflußten mangelnden Handhabung derartige Metallzeichengeräte
unbeabsichtigterweise aus der
Hand fallen. Beschädigungen waren
insbesondere dann, wenn z. B. die scharfe Spitze eines Winkels oder eine scharfe
Kante unsanft mit der Zeichenfläche in Berührung kam, stets unausbleiblich.
-
Gerade wegen dieses letzteren Mißstandes hat man, so angenehm sonst
die Vorteile der Metallwinkel usw. sind, auf die Verwendung in der Praxis Verzicht
geleistet. Selbst das an sich schon leichte Metall, Aluminium, konnte in dieser
Beziehung die Abneigung gegen Metallzeichengeräte nicht überwinden. Dies wird aber
sofort anders, wenn, wie nach vorliegender Erfindung, zu dem Zeichengerät das jetzt
erhältliche Elektronmetall, das um die Hälfte leichter wie Aluminium und kaum schwerer
wie Hartholz ist, verwendet wird.
-
Ein Zeichengerät, ausElektronmetall hergestellt, wird sich ebenso
sicher erfassen und gerade so bequem handhaben lassen wie ein solches aus Hartholz,
Hartgummi, Zelluloid o. dgl., hat dabei aber doch weit größere Widerstandsfähigkeit
gegen Beschädigung der Kanten und ist, trotzdem es aus Metall besteht, wegen des
geringen spezifischen Gewichtes des Elektronmetalles der Zeichenfläche nicht mehr
nachteilig, wie die aus Holz, Hartgumi, Zelluloid u. dgl. bestehenden Zeichengeräte.
-
Da die Zeichengeräte bei Verwendung von Elektronmetall ohne Schwierigkeit
aus einem Stück gestanzt werden können, so weisen sie gegenüber den aus mehreren
Teilen zusammengesetzten Zeichengeräten aus Holz, wie Winkeln u. dgl., nicht mir
eine größere Haltbarkeit auf, sondern sie geben auch sichere Gewähr dafür, daß der
Winkel stets genau dem ihm zukommenden Winkelgrad entspricht, denn es kann kein
Verziehen eintreten. Dabei ist das neue Zeichengerät aus Elektronmetall auch gegen
Feuchtigkeit oder mechanische Einflüsse in weitgehendstem Maße unempfindlich.
-
Dazu kommt noch, daß bei dem neuen Leichtmetall, Elektronmetall genannt,
zufolge des Umstandes, daß es etwa nur halb so schwer wie z. B. Aluminium ist, aus
der gleichen Gewichtsmenge das doppelte Quantum von Zeichengeräten sich herstellen
läßt, und da überdies noch der Kaufpreis für Elektronmetall gegen Aluminium geringer
ist, so ergibt sich, daß auf diese Weise die Herstellungskosten für das neue Zeichengerät,
aus einem Stück Elektronmetallblech gestanzt, wesentlich geringer sind wie die aus
jedem anderen Material. Die Rauhung der Oberfläche nach vorliegender Erfindung durch
Sandstrahlgebläse, :fitzen oder durch sonstwelche bekannte Mittel oder Verfahren
ist insofern von besonderer Wichtigkeit, als dadurch bei der im Gebrauch erfolgten
Belastung des Zeichengeräts durch den Druck der Finger eine gute Adhäsion auf der
Zeichenfläche erzielt wird, so daß das Zeichengerät im Belastungsfalle in erhöhtem
Maße gegen ein willkürliches Verschieben auf der Zeichenfläche gesichert ist.
-
Auf der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel eines solchen Zeichengerätes
ein Winkel in Abb. i in Ansicht und in Abb. 2 in einem Schnitt nach der in Abb.
i eingezeichneten Linie A-B in starker Vergrößerung dargestellt. Letztere Abbildung
soll insbesondere die Rauhung der Oberfläche ersehen lassen.
-
Abb.3 zeigt noch ein, weiteres Ausführungsbeispiel, bei welchem außerdem
noch in an sich bekannter Weise Durchbrechungen d von beliebiger Form und Größe
vorgesehen sind, durch die einerseits noch eine weitere Verminderung des Eigengewichtes
des Winkels erzielt werden soll, und die anderseits zugleich dazu beitragen, die
Griffigkeit des Zeichengerätes zu erhöhen. Durch diese Durchbrechungen werden in
gewissem Sinne weitere und gfößere Hohlräume auf der Ober-Räche des Zeichengerätes
geschaffen, durch die beim Anfassen des Zeichengerätes mittels der Hand die darunter
befindliche Papierfläche sich in stärkerem Maße in diese Durchbrechungen d einlegen
kann, wodurch die Sicherheit gegen willkürliches Verschieben des Zeichengerätes
während der Arbeit noch weiter gesteigert wird.
-
In zweckmäßiger Weise sind bei diesem Zeichengerät aus Elektronmetall
scharfe Spitzen, wie sie sich sonst an den Berührungspunkten der Seitenflächen eines
Dreiecks ergeben, durch Abrunden vermieden. Beim Arbeiten kommen diese scharfen
Spitien, wie sie beispielsweise bei den Holzwinkeln beibehalten sind, praktisch
ernstlich nicht in Frage, sie bilden immer eine Gefahr für die Zeichenfläche.