DE360993C - Elektrischer UEberstromschalter mit selbsttaetiger Wiedereinschaltung - Google Patents

Elektrischer UEberstromschalter mit selbsttaetiger Wiedereinschaltung

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DE360993C
DE360993C DEI20580D DEI0020580D DE360993C DE 360993 C DE360993 C DE 360993C DE I20580 D DEI20580 D DE I20580D DE I0020580 D DEI0020580 D DE I0020580D DE 360993 C DE360993 C DE 360993C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H75/00Protective overload circuit-breaking switches in which excess current opens the contacts by automatic release of mechanical energy stored by previous operation of power reset mechanism
    • H01H75/02Details
    • H01H75/04Reset mechanisms for automatically reclosing a limited number of times

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  • Mechanical Control Devices (AREA)

Description

360998
Die Erfindung 'betrifft einen elektrischen Überstromschalter mit selbsttätiger Wiedereinschaltung zum Einbau an beliebigem Orte auf Holz- oder Eisenmasten oder an Mauern, dessen Betätigung durch Gewicht, die Auslösung aber auf elektrothermischem Wege geschieht.
Die Erfindung wird am besten an Hand der Zeichnung erläutert, dieschematisch in Abb. ι ίο die Draufsicht einer solchen Schaltvorrichtung in Verbindung mit einem dreipoligen Starkstromschalter für hochgespannte elektrische Ströme zeigt. Abb. 2 ist ein Schnitt durch A-B von Abb. i, und Abb. 3 ist eine Seitenansicht des Getriebes.
ι ist eine Seilrolle, die fest auf die Triebachse 2 aufgekeilt ist. Auf dieser Seilrolle ist ein Drahtseil 3 befestigt, das, über Laufrollen laufend, an seinem' anderen Ende ein Geao wicht 4 trägt; dieses betätigt das Zeitschaltgetriebe und durch dasselbe den Bewegungshebel 5 des damit verbundenen dreipoligen Streckenschalters oder eines anderen Starkstromschalters. Auf der gleichen Achse 2 sitzt, ebenfalls starr damit verbunden, ein Sternrad 6, in welches eine -Sperrklinke 7 eingreift, die durch den Nocken 8 am Zeitschaltrad 9 dieses in der einen Drehrichtung mitnimmt, während bei entgegengesetzter Drehrichtung des Sternrades 6 bzw. der Achse 2 das Zeitschaltrad stehen bleibt. Auf dem Zeitschaltrad 9 sitzt ein Nocken 10, durch welchen die Verbindungsstange 11 und durch diesen der Bewegungshebel 5 des Streckenschalter^ bewegt wird. Auf dem gleichen Nocken 10 sitzt, starr damit verbunden, die Kurbel 12 mit dem Nocken 13. Dieser bewegt die Kolbenstange 14 mit dem Kolben 15, welcher in einem als Luftpumpe bzw. Dämpfer und Regulator dienenden Zylinder 16 gleitet. Der Zylinder ist an seinem anderen Ende geschlossen und in 17 beweglich gelagert. Er besitzt in der Nähe seines offenen Endes eine längliche, -größere öffnung 18 und in der Nähe des geschlossenen Teiles im Boden oder in der Seitenwandung eine ganz kleine Öffnung 19. Beide öffnungen dienen zum Einsaugen oder Entweichen der Luft, wenn der Kolben 15 bewegt wird. Die Öffnung 19 dient zum langsamen Einsaugen und Entweichen der Luft, während die größere, längliche Öffnung 18 die Luft rasch eintreten oder entweichen läßt, wenn der Kolben jenen Teil des Zylinders durchzieht. Die kleine öffnung verlangsamt und die größere Öffnung beschleunigt die Tätigkeit des Zeitschalters. An einem Punkte des äußeren Randes des Zeitsohaltrades 9 sitzt ein seitlicher Sperrstift 20; dieser stößt bei der Drehung des Zeitschaltrades gegen einen Sperrhaiken 21, der am federnden Ende des Armes 22 sitzt. Eine Rückwärtsbewegung des Zeitschaltrades hindert ein auf 22 sitzender kleiner Sperrhaken
Die selbsttätige Auslösung des Schalters geschieht elektrothermisch, anstatt wie zumeist elektromagnetisch. Der Sperrhaken 21 wird durch den Stift 24, der auf dem kol'benartigen Ventil 25 sitzt, durch dessen Druck auf den Arm 22 gelöst. Das Ventil 25 schließt das Ende der thermisch gut zu isolierenden Rohrleitung 26 luftdicht ab und wird durch Luftdruck, der in der Rohrleitung
26 bei Kurzschluß entsteht, nach außen gedrückt und stößt so den Stift 24 gegen den Arm 22.
Zur Erzeugung des Luftdruckes werden die unterbrochenen Leitungen durch die Röhren
27 hindurch geleitet. Zweckentsprechend .wird für das Zwischenstück durch die Röhren hindurch ein dünneres, schwer schmelzbares Leitungsstück 28, z. B. eine Drahtspirale aus Eisen oder ein Kohlenetäbchen von entsprechendem Querschnitt gewählt, in der Weise, daß bei einem Kurz- oder stärkerem Erd-Schluß das betreffende Verbindungsstück sich stark erhitzt. Durch diese Erhitzung im luftdicht geschlossenen Raum wird ein Überdruck
entstehen, der den Stift 24 betätigt. Zum Isolieren der Leitungsdrähte von den Röhren und untereinander sind einerseits an den beiden Enden Porzellantüllen 29 oder Isolatoren! eingebaut und anderseits zwischen den Röhren 21J und der Rohrleitung 26 Porzellanröhren 30 mit Rillen oder Abtropfrändern 31 vorgesehen, in welche die Abzweigstutzen eingekittet werden.
Die Arbeitsweise dieses Zeitschalters ist folgende: Bei Kurz- oder Erdschlüssen wird die Stromdichte erhöht und dadurch das Zwischenstück 28 erhitzt. Durch Erhitzen der Luft entsteht Überdruck in den Röhren »5 27 und der Rohrleitung 26, der auf das Ventil 25 mit dem Stift 24 derart wirkt, daß der Arm 22- bewegt und der Sperrhaken 21 gelöst wird, der den Sperrstift 20 freigibt. Das Gewicht 4 dreht die Achse 2 in der durch den Pfeil angedeuteten Richtung und nimmt das Zeitschaltrad durch das Sternrad 6 mit Sperrklinke 7 mit. Dadurch betätigt einerseits der Nocken 10 'den Bewegungshebel des Schalters und anderseits der Nocken 13 den Kolben 15, der sich in der ersten Arbeitsphase über der länglichen, größeren öffnung 18 befindet. Die Drehbewegung des Zeitschalters und damit das Öffnen des Schalters wird während dieser Periode eine sehr rasche sein, bis der Kolben 15 über die Öffnung 18 hinaus gelangt, dann wird seine Bewegung infolge langsamen Entweichens der Luft durch die Öffnung 19 gedämpft, ebenso in der darauffolgenden Phase des Kollbenaufganges bzw. Einschaltens. Sobald aber der Kolben wieder über die Öffnung" 18 gelangt, hört die Dämpfung auf und da« Einschalten erfolgt schnappartig. Die Dauer der Unterbrechung wird somit geregelt durch die Größe 'des Zylinders 16 und der öffnung
19. Besteht im Augenblick des Wiedereinsohaltens der Kurzschluß noch, so erfolgt sofort eine weitere Auslösung des Getriebes; im anderen: Falle wird das Getriebe angehalten durch den in seine Ruhelage zurückgekehrten Sperrhaken 20. Die Anzahl der selbsttätigen Auslösungen bei andauerndem Kurzschluß hängt von der Seillänge ab, an -welcher das Gewicht 4 aufgehängt ist. Sie kann jederzeit beschränkt werden durch Anbringen eines Auflagepunktes 32 für das Gewicht in entsprechender Höhe an dem Mast oder der Mauer.
Durch irgendein bekanntes Mittel wird nach einer selbsttätigen Betätigung die Achse 2 mit der Seilrolle r zurückgedreht, bis das Drahtseil wieder vollständig auf der Seilrolle aufgerollt ist. Durch bekannte Mittel kann ferner eine Signalscheibe oder eine Fernmeldevorrichtung durch das ablaufende Seil betätigt werden, um den Vorgang weiter zu melden.
Soll der Schalter von Hand betätigt werden, so wird durch ein Gestänge oder Drahtseil -der Scdiieberhebel 33 derart /verschoben, daß sein Ende 34 so auf den federnden Hebelarm drückt, daß der Sperrhaken 21 den Sperrstift 24 freigibt. Gleichzeitig schiebt sich ein anderer Sperrhaken 35 auf der entgegengesetzten Seite gegen das Zeitsahaltrad 9 und verhindert ein sofortiges selbsttätiges Wiedereinschalten. Ein Zurückstellen des Schalterhebels 33 gibt das Zeitschaltrad wieder frei, und der Schalter wird wieder durch Gewichtkraft geschlossen.
Bei Einbau im Freien ist das Getriebe zum Schutz gegen atmosphärische Einflüsse auf passende Weise abgedeckt.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Elektrischer Überstromschalter mit selbsttätiger Wiedereinschaltung, dadurch gekennzeichnet, daß in einem geschlossenen Rohr ein sich bei Überstrom erwärmendes 'Leitungsstück angeordnet ist, und durch die Erwärmung und Ausdehnung der Luft ein Zeitwerk ausgelöst wird, das den Schalter aus- und wieder einschaltet, so oft als es die Einstellung zuläßt.
2. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Auslösung bei 20, 21, 22 ein gewichtbeslastetes (4) Schaltrad (9) freigegeben wird, das sowohl das Schaltgestänge (11) als auch eine Dämpfungspumpe antreibt.
3. Schalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltdauer und ihre sohnappartigie Anfangs- und Endperiode in an sich bekannter Weise durch die Bemessung der Zyiinderöffnungen an den Hubenden des Kolbens bestimmt wird.
.4. Schalter nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslösung des Schalters von Hand mittels eines mit zwei Haken (34, 35) versehenen Schiebers (33) erfolgen kann, wobei der eine Haken (34) die Sperrung des Schaltrades (9) aufhebt, während der andere Haken (35) das Schaltrad1 (9) nach Schalteröffnung wieder sperrt und so ein selbsttätiges Wiedereinschalten verhindert, bis der Schieber wieder von Hand zurückgestellt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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