DE3608173C2 - Datenübertragungssystem und Verfahren zur Datenübertragung zwischen mehreren Datenverarbeitungsgeräten - Google Patents
Datenübertragungssystem und Verfahren zur Datenübertragung zwischen mehreren DatenverarbeitungsgerätenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Daten
übertragung über ein Übertragungsmedium zwischen mehreren
Datenverarbeitungsgeräten (Teilnehmern) gemäß Patentanspruch 1 sowie auf eine Kommu
nikationseinrichtung zur Ausführung eines solchen Übertragungs
verfahrens gemäß Patentanspruch 20.
Mit Hilfe von Computer-Netzwerken ist es üblich, Daten
und Befehle zwischen einer Vielzahl von Datenverarbeitungs
geräten, beispielsweise Computern, Druckern, Speichern oder
dergleichen zu übertragen. Für geographisch begrenzte Netz
werke wurden sogenannte LANs (local area networks) oder
Ortsbereichsnetzwerke entwickelt, um mehrere Computer, Ter
minals und Peripheriegeräte zusammenzuschließen, die üb
licherweise in demselben Gebäude oder in benachbarten Gebäu
den angeordnet sind. Übliche Übertragungsmedien für LANs
sind Koaxialkabel, verdrillte Zweidrahtleitungen und Licht
leiteranordnungen. Es gibt unterschiedliche Kabeltopologien,
wie beispielsweise lineare, baumartige, ringförmige und seg
mentierte Topologien. Die Ausbreitungsverzögerung der Signa
le ist bei LANs naturgemäß relativ gering.
Obwohl LANs die Funktionen verteilter Verarbeitung und
Übertragung zwischen Datenverarbeitungsgeräten erfüllen, ha
ben bisher eine Anzahl von Faktoren eine verbreitete Ak
zeptanz von LANs, wie beispielsweise dem Ethernet (US-
PS 4,063,220) verhindert. Trotz der Anstrengungen zur
Kostensenkung bei der Verwendung der VLSI-Technologie kann
beispielsweise ein typischer LAN-Knotenpunkt eine beträcht
lichen Prozentsatz der Gesamtkosten eines PCs darstellen.
Außerdem finden bei den meisten LANs komplexe Verkabelungs
techniken Verwendung und machen einen Systemverwalter not
wendig, der die Installation, die Anpassung und Wartung des
LANs besonders ausgebildet ist. Darüber hinaus verwenden
viele LANs relativ komplexe Protokolle, um einen Datenver
kehr zwischen verschiedenen, mit dem LAN gekoppelten Geräten
unter unterschiedlichen Bedingungen zu ermöglichen.
In der Zeitschrift Elektronik 26, 28.12.1984, Seiten 55
bis 60 werden verschiedene LAN-Konzepte miteinander ver
glichen und anschließend beispielhaft das lokale Netzwerk
1chipnet näher vorgestellt. Dort findet sich eine kurze Be
schreibung des CSMA/CD-Verfahrens als Teil des Protokolls
des Ethernet. Ein Teilnehmer, der eine Übertragung von Daten
zu einem empfangenden Teilnehmer wünscht, prüft bei diesem
bekannten Protokoll zunächst, ob das Netzwerk frei ist.
Stellt er ein freies Netzwerk fest, so beginnt er nach einer
sich zufällig ändernden Wartezeit die Aussendung eines er
sten Signals. Nach der Übertragung von Daten an den Empfän
ger sendet der Empfänger ein Quittungssignal zurück zum Sen
der. Da das Rücksenden der Quittung erst nach einer im all
gemeinen längeren Datensendung erfolgt, wird ein Fehler im
Verbindungsaufbau (beispielsweise durch Kollision) erst nach
einer längeren Zeitspanne festgestellt. Dann muß zu einem
späteren Zeitpunkt die gesamte Datenübertragung wiederholt
werden.
Aus der DE 25 57 896 A1 ist eine Anordnung bekannt, bei
der die Daten sofort, nachdem die Leitung frei geworden ist,
gesendet werden, wobei das sendende Gerät sofort sämtliche
anderen Übertragungen blockiert. Dennoch kann es aufgrund
von Laufzeitverzögerungen auf dem Übertragungsmedium zu Kol
lisionen kommen. Bei Feststellung einer Kollision
(gleichzeitiges Senden zweier Geräte) werden beide Übertra
gungen sofort abgebrochen. Anschließend durchlaufen beide
Sendestationen eine Wartezeit zufälliger Dauer, bevor sie
erneut mit dem Senden beginnen.
Aus den Veröffentlichungen EP 0 076 880 A1 und EP 0 074 865 A2
sind lokale Netzwerke bekannt, bei denen stets Si
gnalpakete fester Länge übertragen werden. Der Empfänger
quittiert den korrekten Empfang eines Pakets mit einem Bestätigungssignal
(ACK). Die Regeln für die Übertragung die
ser Pakete stellen das sogenannte Paket-Protokoll dar. Vor
der Übertragung eines Pakets prüft der sendende Teilnehmer
zunächst, ob das Übertragungsmedium frei ist. Anschließend
wird eine Warteperiode abgewartet, deren Länge von einer Zu
fallszahl im Intervall [0, S] bestimmt wird. Wenn nach Ablauf
der Warteperiode zufälliger Dauer das Übertragungsmedium im
mer noch frei ist, wird ein Paket gesendet. Anschließend
wird nach Ablauf einer Bestätigungszeitdauer geprüft, ob
zwischenzeitlich eine Bestätigung vom Empfänger zurückgesen
det worden ist. In Abhängigkeit vom Ergebnis dieser Überprü
fung wird ein Bit in einem Statusregister gesetzt. Das Pa
ket-Protokoll überträgt ein Paket wiederholt solange, bis
ein Bestätigungssignal empfangen worden ist (es ist aller
dings eine maximale Anzahl von Wiederholungen vorgegeben).
Ein auf dieses Paket-Protokoll aufsetzendes Nachrichten-Pro
tokoll bestimmt den Inhalt der Pakete, beispielsweise ob es
sich um ein RTS- oder CTS-Steuerpaket oder um ein Nutzdaten
paket handelt. Um Nutzdaten zu übertragen, müssen daher min
destens drei Pakete gesendet und drei diesen Paketen ent
sprechende Bestätigungssignale zurückgesendet werden. Das
aus diesen Druckschriften bekannte zweistufige Protokoll ist
relativ kompliziert und zeitaufwendig.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Kollisionswahrschein
lichkeit bei gleichzeitiger Minimierung der Zeitdauer des
protokollgemäßen Nachrichtenverkehrs zu verringern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 bzw. ein Kommunika
tionssystem mit den Merkmalen des Patentanspruchs 20 gelöst.
Bei dem erfindungsgemäßen Protokoll wird bei freiem
Übertragungsmedium zunächst eine erste Warteperiode vorgege
bener Zeitdauer und anschließend eine zweite Warteperiode
zufälliger Zeitdauer abgewartet, bevor mit der Übertragung
von Handshake-Signalen begonnen wird. Durch die erste Warte
periode vorgegebener Zeitdauer wird gesichert, daß die ge
samte Wartezeit eine Mindestzeit übersteigt. Zunächst wird
ein erstes Signal vom sendenden Teilnehmer zum empfangenden
Teilnehmer übertragen. Anschließend wird ein zweites Signal
vom empfangenden Teilnehmer zum sendenden Teilnehmer zurück
gesendet. Nach Empfang des zweiten Signals vom sendenden
Teilnehmer werden Daten zu dem empfangenden Teilnehmer nur
dann gesendet, wenn das zweite Signal innerhalb einer maxi
malen Paketabstandszeit nach Senden des ersten Signals emp
fangen worden ist. Wenn das zweite Signal nicht innerhalb
der maximalen Paketabstandszeit empfangen wurde, werden
keine Daten gesendet. Das erfindungsgemäße Protokoll hat den
Vorteil, daß eine zeitaufwendige Übertragung von Daten erst
dann begonnen wird, wenn ein erfolgreicher RTS-CTS-Handshake
stattfand. Durch Überwachung der Zeitbedingung der maximalen
Paketabstandszeit wird eine Kollision frühzeitig erfaßt und
das Übertragungsmedium frühzeitig für andere Übertragungen
freigegeben.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen gekennzeichnet.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläu
tert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 ein Ortsbereichsnetzwerk, das zur Umsetzung
der Lehre der Erfindung geeignet ist;
Fig. 2 ein Zeitdiagramm, das die erfindungsgemäße
Verwendung einer frequenzmodulierten (FM-0)
Codierung veranschaulicht;
Fig. 3 das von der Erfindung verwendete Rahmenformat
zur Datenübertragung an verschiedene Daten
verarbeitungsgeräte, die an das Ortsbereichs
netzwerk angekoppelt sind;
Fig. 4 die erfindungsgemäß vorgesehene Verwendung
eines Synchronisationsimpulses vor der Über
tragung eines Rahmens;
Fig. 5 einen Anfragerahmen (ENQ), der erfindungsge
mäß während der dynamischen Adreßzuordnung
benutzt wird;
Fig. 6 ein Flußdiagramm, das die von einem angekoppel
ten Datenverarbeitungsgerät während der dynami
schen Adreßzuordnung benutzte Folge von Operati
onen veranschaulicht;
Fig. 7 schematisch die Verwendung von handshake-Signa
len zwischen sendenden und empfangenden Daten
verarbeitungsgeräten vor der Übertragung eines
Datenrahmens;
Fig. 8a und 8b ein Flußdiagramm, das die Operationsfol
ge eines sendenden Geräts zur Gewinnung eines
Kabelzugriffs veranschaulicht;
Fig. 9 eine schematische Darstellung der Übertragung
eines "RTS"-Rahmens durch ein sendendes Gerät
nach der Abtastung eines freien Kabels;
Fig. 10 ein Blockschaltbild der erfindungsgemäß vorgese
henen Verwendung eines Seriensteuergeräts, das
mit dem Ortsbereichsnetzwerk gekoppelt ist;
Fig. 11 die bei der Erfindung vorgesehene Kollisionsver
meidungsmethode einschließlich Zurückstellung;
Fig. 12 den Kollisions- und Auflösungsmechanismus der
Erfindung, wobei zwei "RTS"-Signale in einem
Ortsbereichsnetzwerk kollidieren; und
Fig. 13a und 13b ein die Erzeugung der Zufallswartepe
riode R darstellendes Flußdiagramm.
Beschrieben wird ein Ortsbereichsnetzwerk mit einer Einrich
tung und einem Verfahren zur Datenübertragung zwischen einer
Vielzahl von Datenverarbeitungsresourcen, die an ein gemeinsa
mes Kabel angeschlossen sind. In der folgenden Beschreibung
werden zu Erläuterungszwecken spezielle Zahlen, Bytes, Regi
ster, Adressen, Zeiten, Signale und Formate usw. angegeben, um
die Erfindung besser verständlich zu machen. Es ist für den
Fachmann jedoch klar, daß die Erfindung auch ohne diese beson
deren Detailangaben realisiert werden kann. In anderen Fällen
sind bekannte Schaltungen und Geräte in Blockschaltbildform
gezeigt, um die Erfindung nicht mit unnötigen Einzelheiten zu
belasten.
Im folgenden wird auf Fig. 1 Bezug genommen. Die Erfindung
kann eine Vielzahl von Datenverarbeitungsgeräten, bezeichnet
mit den Bezugszeichen 25 bis 28, sowie Peripheriegeräte, wie
einen Drucker 30 (oder andere Geräte, z. B. einen Gesamtspei
cher, ein Plattenlaufwerk o. dgl.) enthalten. Für die Zwecke
der vorliegenden Beschreibung werden alle Datenverarbeitungs-
und Peripheriegeräte, die an das erfindungsgemäße Ortsbe
reichsnetzwerk angekoppelt sind, insgesamt als "Teilnehmer"
bezeichnet. Wie gezeigt, sind die Datenverarbeitungsgeräte 25,
26, 27, 28 und der Drucker 30 zur gegenseitigen Datenübertra
gung über ein gemeinsames Kabel (Übertragungsmedium) 32 miteinander verbunden. Die
verschiedenen Geräte sind an das Kabel 32 durch Verbindungsmo
duln 34 angekoppelt, die bei dem bevorzugten Ausführungsbei
spiel einen passiven Koppeltransformator, Widerstands- und
Kapazitätsschaltungen enthalten und im Stand der Technik zum
Ankoppeln sowohl von Datenverarbeitungsgeräten als auch von
anderen Geräten an das Kabel 32 bekannt sind. Das Kabel 32 ist
so abgeschlossen, daß Signalreflexionen eliminiert werden. Bei
dem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das Kabel 32 mit 100
Ohm Widerständen abgeschlossen und besteht aus einem verdrill
ten Leitungspaarkabel. Es ist für den Fachmann klar, daß das
Kabel 32 irgendein gemeinsam benutztes Medium, wie ein Koaxi
alkabel, eine Faseroptik, ein Funkkanal o. dgl. sein kann. Da
bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel die Teilnehmer pas
siv an das Kabel 32 angekoppelt sind, unterbricht das Fehlen
eines Teilnehmers oder eines Verbindungsmoduls die Datenüber
tragung über das Kabel 32 nicht.
Wie beschrieben werden wird, stellt die Erfindung ein lokales
oder örtliches Netz zur Verfügung, das eine synchrone Serien
kommunikation und Datenübertragung zwischen Datenverarbei
tungsgeräten 25 bis 28 und anderen Peripheriegeräten, wie dem
Drucker 30 ermöglicht, und zwar unter Verwendung von Protokol
len und Kollisionsverhinderungs- und -bestimmungsverfahren und
-einrichtungen. Die erfindungsgemäß vorgesehene Architektur
und die Protokolle minimieren komplizierte handshake- und
Kollisionsbestimmungsmaßnahmen, die bei bekannten Systemen
erforderlich sind, und erlauben eine extrem schnelle Serien
kommunikation über das Kabel 32. Die Erfindung erlaubt den
Zugriff zu verschiedenen Resourcen, die an das Netz angeschal
tet sind, z. B. zu in örtlichen Speichern oder Platten gespei
cherten Daten, und die gemeinsame Verwendung globaler Drucker,
ohne komplizierte oder aktive Abschlußschaltungen an den Ka
belenden oder vordefinierte Adressen für jedes an das Kabel 32
angekoppelte Gerät zu benötigen. Bei dem beschriebenen Ausfüh
rungsbeispiel arbeitet die Erfindung mit etwa 230 Kilobits pro
Sekunde durch ein abgeschirmtes verdrilltes Leiterpaarkabel 32
und wird versorgt entsprechend der EIA-Norm RS-422 abgegliche
nen Spannungsspezifikationen.
Im folgenden wird auf Fig. 2 Bezug genommen. Daten werden
verschlüsselt und zum Kabel 32 übertragen unter Verwendung
einer Eigentaktmethode, die als FM-0 (Bi-Phasenabstand) be
kannt ist, wobei jede Bitzelle bei einer Dauer von typischer
weise 4,34 µs an ihrem Ende durch einen Zustandsübergang begrenzt
ist, wodurch die notwendige Zeitinformation an den
Empfänger gegeben wird. Wie dargestellt, werden Nullen so
codiert, daß ein zusätzlicher Nulldurchlauf in der Zellenmitte
vorgesehen wird, so daß zwei Nulldurchläufe für jede 4,34 µs
Zelle festgestellt werden. Eine logische Eins ist in einer
speziellen Zelle durch einen Nulldurchgang am Zellenende ge
kennzeichnet. Durch die Verwendung der FM-0 Codierung wird die
Taktinformation in dem Datensignal selbst übertragen, wodurch
die Erfindung einen synchronen Betrieb gewährleistet.
Im folgenden wird auf Fig. 3 Bezug genommen. Die Erfindung
verwendet eine als "Rahmen" (Signale) 36 bekannte Basiseinheit für die
Datenübertragung. Der Rahmen 36 enthält einen Vorspann (pream
ble), bestehend aus zwei oder mehr Synchronisationsbytes (Synchronisations-Flag-Byte) 38
und 40 ("flags"). Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel
enthält jedes Synchronisationsbyte die Bits 01111110. Bekannt
lich ermöglichen Synchronisationsbytes 38 und 40 den an das
Kabel 32 angekoppelten empfangenden Datenverarbeitungseinhei
ten eine Synchronisation ihrer Empfangsschaltungen und einen
Erhalt der notwendigen Taktinformation (durch Verwendung der
FM-0-Codierung). Hinter den Synchronisationsbytes 38 und 40
ist eine 8-Bit-Bestimmungsadresse (Bestimmungsadreßbyte) 41 vorgesehen, welche die
Adresse desjenigen Datenverarbeitungsteilnehmers angibt, für
die der Rahmen vorgesehen ist. Eine Quellenadresse (Quelladreßbyte) 42 enthält
eine 8-Bit-Adresse des den Informationsrahmen sendenden Daten
verarbeitungsteilnehmers. Ein "Typ"-Feld 45 dient zur Bezeich
nung des Rahmentyps, der unter Verwendung verschiedener Codes
gesendet wird. So kann beispielsweise das Typfeld 45 einen
Bestätigungsrahmen (ACK), einen Anfragerahmen (ENQ) sowie einen
RTS- und CTS-Rahmen bezeichnen, wie weiter unten genauer be
schrieben werden wird. Das Typ-Feld wird gefolgt von einem
Multi-Byte-Datenfeld (möglicherweise der Länge 0), das Ur
sprungsdaten, Nachrichten o. dgl. für die Übertragung zwischen
an das Kabel 32 angekoppelten Teilnehmern enthalten kann. Nach
dem Datenfeld (Datenbytes) 48 folgt eine 16-Bit-Rahmenprüffolge, die als
Funktion des Inhalts der Quellenadresse, der Bestimmungsadres
se, der Typ- und Datenfelder berechnet wird. Bei dem beschrie
benen Ausführungsbeispiel wird die Rahmenprüffolge (FCS) unter
Verwendung des CRC-CCITT Polynomialstandards definiert. Die
Rahmenprüffolge 50 wird gefolgt von einem 8-Bit-Synchronisati
ons("flag")nachspann 52 (bestehend aus den logischen Bits
01111110) und einer Abbruchfolge 53, welche aus elf oder mehr
Einsen in einer Reihe besteht. Die Abbruchfolge 53 dient dazu,
das Ende des Rahmens 36 den an das Kabel 32 angeschlossenen
Teilnehmern zu bezeichnen. Wie beschrieben werden wird, wird
der Rahmen 36 über die Leitung 32 in einer seriellen synchro
nisierten Weise unter Verwendung einer handshake-Folge von
Steuerrahmen übertragen, die wiederum von dem Datenrahmen 36
gemäß Fig. 3 gefolgt werden.
Wie in Fig. 4 gezeigt ist, sendet ein im Sendebetrieb befind
licher, an das Kabel 32 angekoppelter Teilnehmer vor der Über
tragung eines Rahmens einen Synchronisationsimpuls 56, der von
einer Ruheperiode von mehr als 2 Bitzeiten und weniger als 10
Bitzeiten gefolgt ist. Der Impuls 56 kann irgendein einen
Nullübergang enthaltendes Signal aufweisen. Bei dem beschrie
benen Ausführungsbeispiel verwendet jeder an das Kabel 32
angekoppelte Teilnehmer ein Zilog Z8530 SCC Serienverbindungs
steuerchip 79 (Fig. 10), das über einen Leitungstreiber 80 und
einen Leitungsempfänger 82 zum Kabel 32 zugreift. (Vgl. Zilog
Technical Manual, Z8030/Z8530 SCC Serial Communications Con
troller, Januar 1983.) Das Z8530 SCC Gerät 79 enthält eine
Schaltung, die in einem "Such"-Modus nach Synchronisations
(flag)bits sucht. Wie oben erwähnt, benutzt die Erfindung ein
Synchronisations(flag)byte mit den Bitzuständen 01111110.
Außerdem hat das Serienkommunikationssteuerchip die Fähigkeit,
einen fehlenden Taktzyklus festzustellen und ein fehlendes
Taktbit innerhalb des Geräts zu setzen, wenn es einem vorgegebenen
Nulldurchgang folgt, eine vorgegebene Periode (länger
als die Zeit eines Bits) verstreicht, ohne daß ein nachfolgen
der Nulldurchgang des einlaufenden Signals RxD auftritt.
Der von dem mit dem Kabel 32 gekoppelten sendenden Teilnehmer
gelieferte Impuls 56 wird als Takt für alle empfangenden Teil
nehmer verwendet. Da dieser Impuls jedoch von einer Ruheperio
de länger als 2 Bitzeiten gefolgt wird, wird ein fehlender
Takt festgestellt, und das fehlende Taktbit wird in dem
SCC-Gerät 79 jedes mit dem Kabel 32 verbundenen Teilnehmers
gesetzt, wodurch den Teilnehmern kenntlich gemacht wird, daß
das Kabel 32 in Benutzung ist. Bei dem bevorzugten Ausfüh
rungsbeispiel wird der Synchronisationsimpuls 56 durch momen
tane Aktivierung des Leitungstreibers 80 für wenigstens eine
Bitzeit gewonnen. Dies bewirkt für die Zeit der Impulsdauer
eine Übertragung des Signals TxD auf das Kabel 32, wodurch
wenigstens ein Nulldurchgang im Synchronisationsimpuls 56
sichergestellt wird. Außerdem löscht die Feststellung von
Synchronisations-(flag)Bits (d. h. 38 und 40) das "Such"bit im
Z8530-Gerät und erlaubt jedem Teilnehmer, der an das Kabel 32
angekoppelt ist, eine wirksamere Feststellung, ob das Kabel 32
vor dem Senden eines Rahmens in Benutzung ist. Außerdem werden
die notwendigen Synchronisationsbits gebildet, welche dem
empfangenden Teilnehmer eine Taktanpassung an den einlaufenden
Datenrahmen ermöglichen. Es ist einzusehen, daß anstelle eines
gemäß vorliegender Beschreibung verwendeten Z8530 SCC-Geräts
zur Feststellung fehlender Taktzyklen und Synchronisationsby
tes auch andere Schaltungen für gleiche Funktionen einsetzbar
sind.
Jeder an das Kabel 32 angekoppelte Teilnehmer wird durch eine
spezielle Binäradresse entlang des Kabels identifiziert. Eine
Eigenart der Erfindung besteht darin, daß ein an das Kabel 32
angekoppelter Teilnehmer keine vordefinierte Daueradresse
benötigt. So kann beispielsweise das Gerät 27 vom Kabel 32
abgetrennt und danach mit einem anderen Kabel an einer anderen
Stelle neu gekoppelt werden, ohne Konfiguration einer Adresse.
Wenn ein Teilnehmer neu an das Kabel 32 angekoppelt wird, wird
nach einem speziellen Protokoll vorgegangen, und zwar derart,
daß eine Adresse dynamisch erzeugt und durch den Teilnehmer
selbst sich zugeordnet wird. Bei dem bevorzugten Ausführungs
beispiel wird die Adresse jedes Teilnehmers unter Verwendung
eines 8-Bit-Identifizierers identifiziert (wobei kein Teilneh
mer eine 0-Adresse oder eine Adresse von 255 haben kann).
Die Operationsfolge, welche ein Teilnehmer ausführt, um eine
Adresse zu bestimmen und sich selbst zuzuordnen, wird im fol
genden kurz anhand von Fig. 6 erläutert. Es ist einleuchtend,
daß kein Teilnehmer dieselbe Adresse wie ein bereits arbeiten
der Teilnehmer haben darf, wenn nicht der Service unterbrochen
werden soll. In der Praxis kann die Adresse von Teilnehmern
zwischen Hauptdatenverarbeitungsgeräten und Hilfsgeräten
("servers") zugeordnet werden, zu denen Hauptrahmen oder ande
re Maschinen gehören können. Bei dem beschriebenen Ausfüh
rungsbeispiel sind Adressen 1 bis 127 Universalteilnehmern und
Adressen 128 bis 254 Hilfsteilnehmern zugeordnet. Wie in Fig.
6 gezeigt, erzeugt jeder Teilnehmer nach der Ankopplung an das
Kabel 32 eine beliebige Zufallszahl oder -nummer innerhalb
eines vorgegebenen Bereichs oder erhält eine Startnummer von
einem Langzeitspeicher (beispielsweise einem Festwertspeicher
oder einem magnetischen Aufzeichnungsmedium), die als "Vor
schlag" bezeichnet wird. Diese Zufallsnummer (oder "Vor
schlag") wird als Versuchsadresse behandelt, und der Teilneh
mer sendet einen Anfragerahmen (ENQ), der die Versuchsadresse
als Bestimmungsadresse benutzt. Der gesendete Anfragerahmen
hat die in Fig. 5 dargestellte Form und weist einen Anfangsim
puls 56 auf, der um wenigstens zwei Bitzeiten getrennt und vor
den Synchronisations(flag)bytes 38 und 40, zuvor beschrieben
mit Bezugnahme auf Fig. 3, erzeugt wird. Die Bestimmungsadres
se 41 der Fig. 5 sowie die Quellenadresse 42 enthält die will
kürlich oder aufgrund des Vorschlags erzeugte Versuchsadresse.
Zu beachten ist, daß das Typfeld 45 in Fig. 5 einen Binärcode
enthält, der den Rahmen der Fig. 5 als Anfragerahmen (ENQ)
zur Verwendung bei der Adressenzuordnung identifiziert. Dieser
ENQ-Rahmen wird über das Kabel 32 übertragen. In dem Falle,
daß einem anderen Teilnehmer die Zufallsadresse bereits zuvor
zugeordnet worden ist, sendet der die Versuchsadresse bereits
benutzende Teilnehmer nach Empfang des ENQ-Rahmens als Antwort
einen Bestätigungsrahmen (ACK) zurück zum sendenden Teilneh
mer. In der Praxis ist der ACK-Rahmen ähnlich dem ENQ-Rahmen
gemäß Fig. 5 aufgebaut, mit der Ausnahme, daß das Typbyte
einen Binärcode enthält, der das Paket als ACK identifiziert.
Wie in Fig. 6 dargestellt, muß der sendende Teilnehmer bei
Empfang des ACK-Rahmens eine andere beliebige Nummer bzw. Zahl
als Versuchsadresse erzeugen und danach die Sendung dieser
neuen Versuchsadresse über das Kabel 32 wiederholen. In dem
Falle, daß kein ACK-Rahmen empfangen wird, setzt der neu an
das Kabel angekoppelte Teilnehmer die Übertragung von ENQ-Rah
men auf das Kabel solange fort, bis eine vorgegebene Maximal
anzahl von Versuchen stattgefunden hat. Wenn nach einer vorge
gebenen Anzahl von Versuchen kein ACK-Rahmen eingeht, ordnet
sich der sendende Teilnehmer die Versuchsadresse als endgülti
ge Adresse für alle zukünftigen Datenübertragungen über das
Kabel 32 zu. Die wiederholte Sendung von ENQ-Rahmen dient zur
Vermeidung von Fällen, bei denen ein spezieller Teilnehmer,
der die Versuchsadresse benutzt, augenblicklich belegt ist und
daher den Empfang einer Anfrage verfehlt.
Sobald eine endgültige Adresse einem Teilnehmer zugeordnet
ist, kann dieser mit anderen, mit dem Kabel 32 gekoppelten
Teilnehmern in Verbindung treten, wobei ein handshake-Protokoll
und ein weiter unten beschriebener Kollisionsvermeidungs
mechanismus verwendet wird. Im folgenden wird auf die Fig.
7, 8a, 8b und 9 Bezug genommen. Eine Datenübertragung zwischen
mit dem Kabel 32 gekoppelten Teilnehmern findet über einen
Dreiwege-handshake-Prozeß statt. Der Zweck der handshake-Folge
besteht in der Steuerung des Zugriffs zum mehrfach ausgenutz
ten Kabel 32 in einer geordneten Weise derart, daß die Wahr
scheinlichkeit einer Kollision verringert wird. Jede Daten
übertragung einschließlich des handshakes (bekannt als "Dia
log") muß um einer Inter-Dialog-Mindestabstandszeit (Mindest-IDG = Interdialog Gap) getrennt
sein, die bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel 400 µs
beträgt. Außerdem müssen die Rahmen (frames) innerhalb einer
Datenübertragung (Dialog) einander innerhalb einer maximalen
Zwischen-Rahmen-Abstandszeit (maximalen IFG = Inter Frame Gap) von bei dem beschriebenen Ausfüh
rungsbeispiel 200 µs folgen. Eine Kollision wird als gegeben
angesehen, wenn zwei oder mehr Teilnehmer gleichzeitig auf dem
Kabel 32 senden.
Im folgenden wird auf die Fig. 7 und 8a sowie 8b Bezug
genommen. Der sendende Teilnehmer, beispielsweise die Daten
verarbeitungsstation 25, die mit einem anderen an das Kabel 32
angekoppelten Teilnehmer in Verbindung treten will, führt die
im Flußdiagramm gemäß den Fig. 8a und 8b angegebenen Opera
tionen aus. Ein sendender Teilnehmer stellt vor der Datenüber
tragung fest, ob das "Such-"Bit im Z8530-SCC-Seriensteuergerät
oder einer anderen Maschine ein Synchronisations-(flag)Byte
über das Kabel 32 festgestellt hat. Wenn ein Synchronisati
ons-(flag)Byte festgestellt wurde, dem kein Abbruchbyte folg
te, so ist das Kabel 32 derzeit belegt bzw. in Gebrauch, und
der den Sendebetrieb anstrebende Teilnehmer stellt seine Über
tragung zurück. In dem Falle, daß kein Synchronisationsimpuls
56 oder Synchronisations-(flag)Bytes (38 und 40) festgestellt
werden, führt der die Datenübertragung wünschende Teilnehmer
eine Eingangs- oder Frontenden-Warteoperation aus, die am besten in Fig. 8a
dargestellt ist. Die Frontenden-Warteoperation besteht aus
einer Folge von vier Warteperioden, von denen jede bei dem
beschriebenen Ausführungsbeispiel eine Dauer von 100 µs hat,
nach denen jeweils die flag-Erkennung ("Suchbit") geprüft
wird, um festzustellen, ob ein Synchronisations-(flag)Byte auf
dem Kabel 32 empfangen worden ist. Die Feststellung eines
flag-Bytes zeigt, daß ein anderer Teilnehmer das Kabel 32 im
Augenblick belegt. In einem solchen Falle muß der sendende
Teilnehmer darauf warten, daß die flag-Erkennung (Suchbit)
gelöscht wird, wodurch das Ende der Kabelbelegung angezeigt
wird. An dieser Stelle wird die gesamte Frontenden-Wartefolge
gemäß Fig. 8a und 8b wiederholt.
Wenn andererseits ein flag-Byte nicht festgestellt wird, so
zeigt dies an, daß kein anderer Teilnehmer während der Front
enden-Wartefolge versucht hat, das Kabel zu benutzen, und
daraufhin wird eine Zufallswarteoperation ausgeführt. Außerdem
wird während der Frontenden-Warteoperation die Synchronisati
onsimpulsfeststellung gelöscht, nachdem die erste 100 µs War
teperiode abgelaufen ist.
Bevor die in Fig. 8b dargestellte Zufallswarteoperation ausge
führt wird, wird eine Zufallswartenummer bzw. -zahl R erzeugt
(die Einzelheiten bezüglich der Erzeugung von R werden weiter
unten erörtert). Wie dargestellt, laufen die Zufallswarteope
rationszyklen R-mal durch eine Basisoperation von 100 µs,
bevor eine Prüfung vorgenommen wird, um zu sehen, ob ein flag
festgestellt worden ist (Suchbit gelöscht). Wenn zu irgendei
nem Zeitpunkt ein flag festgestellt wird, so benutzt ein ande
rer Teilnehmer das Kabel 32, und der sendende Teilnehmer muß
seine Übertragung zurückstellen bzw. aufschieben. Wenn jedoch
am Ende der Zufallswartefolge das Kabel weiter ruhig bleibt
(nicht in Benutzung ist), so wird eine letzte Prüfung vorge
nommen, um zu sehen, ob ein Synchronisationsimpuls festgestellt
worden ist, bevor ein RTS-Rahmen in der nachfolgend
beschriebenen Weise gesendet wird.
Wenn das Kabel 32 über diese willkürlich erzeugte Warteperiode
R freibleibt, fährt der sendende Teilnehmer mit der Übertra
gung eines Synchronisationsimpulses 56 fort, gefolgt durch
einen "RTS"-Rahmen über das Kabel 32 zum empfangenden Teilneh
mer. Ein RTS-Rahmen ist im wesentlichen in derselben Weise wie
ein ENQ-Rahmen gemäß Fig. 5 aufgebaut; das Typfeld enthält
jedoch einen Binärcode, der den Rahmen als RTS-Rahmen und
nicht als ENQ-Rahmen identifiziert. Der empfangende Teilnehmer
sendet nach Empfang des RTS-Rahmens vom sendenden Teilnehmer
einen "CTS"-Rahmen zurück zum ursprünglich sendenden Teilneh
mer, und zwar innerhalb der durch den maximalen Zwischenrah
menabstand (IFG) gebildeten Periode. Wie im Falle des RTS-Rah
mens ist ein CTS-Rahmen, der vom empfangenden Teilnehmer über
tragen wird, im wesentlichen ebenso wie das ENQ-Paket gemäß
Fig. 5 aufgebaut, mit der Ausnahme, daß das Typfeld einen den
Rahmen als CTS identifizierenden Code enthält. Sobald der
ursprünglich sendende Teilnehmer, beispielsweise die Datenver
arbeitungseinheit 25, den CTS-Rahmen empfängt, wird ein voller
Datenrahmen 36 entsprechend Darstellung in Fig. 3 zum empfan
genden Teilnehmer innerhalb eines IFG nach Empfang des CTS-
Rahmens gesendet. In dem Falle, daß die Sendung eines CTS-
oder Daten-Rahmens innerhalb einer IFG nicht auftritt, nimmt
der sendende Teilnehmer an, daß eine Kollision aufgetreten ist
oder der Bestimmungsteilnehmer inaktiv oder in anderer Weise
unerreichbar ist.
Wenn eine Generalnachricht an alle mit dem Kabel 32 gekoppel
ten Teilnehmer erwünscht ist, sendet der sendende Teilnehmer
einen RTS-Rahmen mit einer Bestimmungsadresse von 255 an alle
Teilnehmer der Leitung und wartet für eine IFG-Periode bis zur
Sendung eines Datenrahmens 36, der auch eine Bestimmungsadresse
von 255 hat. Demgemäß wartet der sendende Teilnehmer im
Falle einer Generalnachricht über das Kabel 32 nicht auf rück
laufende CTS-Rahmen, sondern fährt unverzüglich mit der Sen
dung der Generalnachricht fort, sobald nach dem Senden eines
RTS-Rahmens eine IFG-Periode verstrichen ist. Durch Bildung
eines Bestimmungsadreßfeldes 41 mit dem einer Sendeadresse
entsprechenden besonderen Wert (255) innerhalb des RTS-Rahmens
braucht nur ein RTS-Rahmen an alle Teilnehmer unter den ver
schiedenen Adressen entlang des Kabels 32 gesendet zu werden.
Es ist für den Fachmann klar, daß der Zweck des oben beschrie
benen dreistufigen handshake-Protokolls darin besteht, Kolli
sionen durch Begrenzung derjenigen Perioden zu vermeiden, in
denen Kollisionen mit hoher Wahrscheinlichkeit auftreten (ty
pischerweise während der RTS- und CTS-Rahmen-Austausche), und
den zeitlichen Kabelzugriff der vor dem Beginn einer Sendung
auf ein freies Kabel 32 wartenden Sender auszudehnen. Ein
erfolgreicher RTS-CTS-Rahmen-Austausch zeigt, daß keine Kolli
sion aufgetreten ist und daß alle Teilnehmer, welche in den
Sendebetrieb gehen wollen, die einlaufenden Datenrahmen abge
tastet haben und bis zur Beendigung des laufenden Datenaus
tauschs warten, bevor sie einen Versuch zur Übernahme der
Kabelkontrolle unternehmen.
In dem Falle, daß ein anderer Teilnehmer während des oben
beschriebenen RTS-CTS-Rahmen-Austausches einen Sendebetrieb
beginnt, wird der CTS-Rahmen nicht in geeigneter Weise empfan
gen (z. B. die Rahmenprüffolge ist ungültig), und der sendende
Teilnehmer kann dann annehmen, daß eine Kollision aufgetreten
ist. Eine Kollision verhindert einen vollständigen RTS- und
CTS-Rahmen-Austausch und verhindert dadurch das Auftreten
eines geeigneten handshakes. Wenn ein Daten über das Kabel 32
zu senden wünschender Teilnehmer feststellt, daß das Kabel
gegenwärtig belegt ist, stellt er den Sendebetrieb seines
eigenen RTS solange zurück, bis das Kabel frei wird (siehe
Fig. 11 und 12).
Im folgenden wird unter Bezugnahme auf die Fig. 9, 13a und
13b die erfindungsgemäß auszuführende Operationsfolge zur
Gewinnung des Werts der Zufallswartenummer R (zuvor unter
Bezugnahme auf Fig. 8 erläutert) beschrieben. Die Erfindung
ändert dynamisch die Zufallswartenummer R in Abhängigkeit von
der jüngsten Kabelverkehrsvorgeschichte (cable traffic history). Das dazu erfindungsgemäß
benutzte Verfahren unterstellt, daß bei der Annahme von Kolli
sionen für jüngst gesendete Datenrahmen das Kabel 32 derzeit
stark belastet und umstritten ist. Eine Zufallswarteperiode R
vor einem neuen Sendeversuch verteilt den Buszugriff zeitlich
auf die sich um die Kabelbenutzung bemühenden verschiedenen
Teilnehmer. Demgemäß werden die in Fig. 13a und 13b darge
stellten Operationen ausgeführt, um die Zufallswartenummer R
entsprechend der Operationsfolge gemäß den Fig. 8a und 8b
zu erzeugen und einzustellen. Erfindungsgemäß sind 8-Bit-
Schieberegister vorgesehen, um Kollisions- und Aufschubvorge
schichten für jeden mit dem Kabel 32 gekoppelten Teilnehmer
verfolgen zu können. Für die Zwecke der vorliegenden Beschrei
bung bezeichnet die Variable "C" ein 8-Bit-Schieberegister,
das zum Verfolgen der Kollisionsvorgeschichte über die letzten
acht, von einem Teilnehmer zu senden versuchten Nachrichten
verwendet wird, und eine Variable "D" bezeichnet ein 8-Bit-
Schieberegister, das die Aufschubvorgeschichte für wenigstens
acht Nachrichten darstellt, welche zu übertragen versucht
worden sind. Wie oben gesagt, wird eine Kollision unterstellt,
wenn das RTS-CTS-Rahmen-handshake-Protokoll innerhalb der
IFG-Periode nicht auftritt, und ein Aufschub (Zurückstellen)
scheint aufzutreten, wenn ein Teilnehmer vor dem Senden einer
Nachricht ein flag-Byte oder einen Synchronisationsimpuls 56
feststellt, der anzeigt, daß das Kabel belegt ist. Eine Vari
able "G" ist als 4-Bit-Globalmaske definiert, die eine Zahl
zur Bezeichnung eines Modifikationsfaktors darstellt, der alle
vorhergehenden Nachrichten darstellt, welche der Teilnehmer zu
senden versucht hat. Eine Variable "L" wird als lokale Maske
definiert, die Versuche zum Senden der laufenden Nachricht
durch einen an das Kabel 32 angekoppelten Teilnehmer dar
stellt. Zusätzlich wird NC als Anzahl von Kollisionen defi
niert, welche für ein spezielles Datenpaket angenommen worden
sind, und ND wird definiert als Anzahl von Aufschüben, die
vor dem Senden des laufenden Datenpakets vorgetreten worden
sind.
Wie am besten in Fig. 13a und 13b dargestellt ist, wird die
Variable G vor dem Senden eines neuen Datenpakets wie folgt
eingestellt:
Wenn die Anzahl von gesetzten Bits (d. h. gleich 1) in dem 8-Bit-Register "C" größer als 2 ist, so werden alle Bits in dem "G" definierenden 4-Bit-Schieberegister um ein Bit nach links verschoben (das am niedrigsten bewer tete Bit (LSB) in Richtung des am höchsten bewerteten Bit (MSB)). Außerdem wird G0 (das am niedrigsten be wertete Bit des 4-Bit-Schieberegisters G) auf 1 ge stellt, und die acht Bits von C werden auf 0 gesetzt.
Wenn die Zahl von gesetzten Bits im 8-Bit-Register "C" kleiner oder gleich 2 ist, wird D geprüft, und wenn die in D gesetzte Anzahl von Bits kleiner als 2 ist, wird erfindungsgemäß der Inhalt von G um ein Bit nach rechts (MSB in Richtung LSB) verschoben; G3 (MSB von G) gleich 0 und der Wert von D gleich 255 gesetzt.
Wenn die Anzahl von gesetzten Bits (d. h. gleich 1) in dem 8-Bit-Register "C" größer als 2 ist, so werden alle Bits in dem "G" definierenden 4-Bit-Schieberegister um ein Bit nach links verschoben (das am niedrigsten bewer tete Bit (LSB) in Richtung des am höchsten bewerteten Bit (MSB)). Außerdem wird G0 (das am niedrigsten be wertete Bit des 4-Bit-Schieberegisters G) auf 1 ge stellt, und die acht Bits von C werden auf 0 gesetzt.
Wenn die Zahl von gesetzten Bits im 8-Bit-Register "C" kleiner oder gleich 2 ist, wird D geprüft, und wenn die in D gesetzte Anzahl von Bits kleiner als 2 ist, wird erfindungsgemäß der Inhalt von G um ein Bit nach rechts (MSB in Richtung LSB) verschoben; G3 (MSB von G) gleich 0 und der Wert von D gleich 255 gesetzt.
Sobald G eingestellt worden ist, verschiebt die Erfindung den
Inhalt der Register D und C um ein Bit nach links (in Richtung
MSB) und setzt das am niedrigsten bewertete Bit (LSB) von C
und D auf 0. In ähnlicher Weise werden auch die Variablen NC
und ND, welche die Anzahl von Kollisionen und Aufschüben für
eine besondere zu sendende Nachricht bezeichnen, auch auf 0
gesetzt. Ferner wird entsprechend der Darstellung in Fig. 13
der Wert von L sodann gleich dem Wert von G eingestellt.
Vor Beginn der Frontenden-Wartefolge, die anhand von Fig. 8a
beschrieben worden ist, bestimmt die Erfindung, ob ein flag
(d. h. flag-Byte) auf dem Kabel 32 festgestellt worden ist. In
dem Falle, daß kein flag-Byte festgestellt worden ist, führt
die Erfindung die in Fig. 8a für die Frontenden-Warteperiode
dargestellte Operationsfolge aus. Nach der festen Frontenden-
Wartefolge erzeugt die Erfindung eine Zufallsnummer "r" in
nerhalb eines vorgegebenen Bereichs und berechnet danach den
Wert von "R" durch logische "UND"-Verknüpfung des Werts von r
mit dem zuvor bestimmten Wert von L (lokale Maskenvariable).
Sobald der Wert von R bestimmt ist, folgt die Erfindung dem in
Fig. 8b gezeigten Zufallswartezyklus, und nach Beendigung der
Zufallswarteperiode wird der RTS-Rahmen entsprechend der Dar
stellung in Fig. 13b gesendet.
Wenn der CTS-Rahmen vom sendenden Teilnehmer innerhalb der
IFG-Periode empfangen wird, so wird der Datenrahmen gesendet,
und der Nachrichtendialog ist abgeschlossen. Wenn andererseits
ein flag vor Beginn der Frontenden-Wartefolge festgestellt
wird, wird eine Aufschubstellung vorgesehen, in der D0 (das
LSB des Registers D) auf 1 gesetzt und L0 auf 1 gesetzt
wird. Zusätzlich enthält die Aufschubeinstellung das Setzen
von ND auf ND + 1. Die flag-Feststellung (Suchbit) wird
erneut geprüft. Wie in Fig. 13 gezeigt ist, findet die Auf
schubeinstellung in Fällen statt, wo festgestellt wird, daß
die Leitung vor der Sendung belegt ist.
Wenn Das RTS/CTS-handshake nicht erfolgreich ist, wird eine
Kollision angenommen, und es erfolgt eine Kollisionseinstel
lung. C0 wird gleich 1 gesetzt, und der Wert von L wird um
ein Bit nach links verschoben (LSB auf MSB). Zusätzlich wird
L0 gleich 1 und NC gleich NC + 1 gesetzt, wie in Fig. 13b
dargestellt ist.
Es hat sich gezeigt, daß die Verwendung der in Fig. 13 darge
stellten Schritte zu einer dynamischen Einstellung des zufäl
lig erzeugten Werts von r derart führt, daß die Zeitperiode
(in Schritten von 100 µs), die ein Teilnehmer zusätzlich zur
Frontenden-Warteperiode vor einem Sendeversuch wartet, ent
sprechend der jüngsten Kabelverkehrsvorgeschichte (cable traffic history) geändert wird.
Diese Änderung der Zufallswarteperiode erhöht wesentlich die
Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen RTS/CTS-Rahmen-Austau
sches und verhindert dadurch Kollisionen über das Kabel 32.
Demgemäß wurden eine Einrichtung und ein Verfahren beschrie
ben, die in Verbindung mit einem Ortsnetz besonders zweckmäßig
sind. Die Erfindung schafft ein Netzwerk, das es einem Teil
nehmer ermöglicht, an irgendeinem Punkt des Kabels anzukoppeln
und sich selbst eine spezielle Adresse zuzuordnen. Außerdem
minimiert das erfindungsgemäß vorgesehene neuartige Kollisi
onsvermeidungsprotokoll die Wahrscheinlichkeit von Kollisionen
auf dem Kabel, und wenn eine Kollision auftritt, wird die
Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen späteren Sendewiederho
lung erhöht.
Claims (37)
1. Verfahren zur Datenübertragung über ein Übertragungsme
dium (32) zwischen mehreren Datenverarbeitungsgeräten
(Teilnehmern; 25-30), einschließlich eines sendenden und ei
nes empfangenden Teilnehmers, wobei
- a) das Übertragungsmedium abgetastet wird um zu bestimmen, ob das Übertragungsmedium Daten eines anderen Teilnehmers führt und dadurch in Benutzung ist;
- b) eine erste Warteperiode vorgegebener Zeitdauer abgewar tet wird, nachdem erfaßt wurde, daß das Übertragungsmedium frei und verfügbar ist, wobei während der ersten Warteperiode peri odisch wiederholt bestimmt wird, ob das Übertragungsmedium frei ist;
- c) eine Zufallsnummer innerhalb eines vorgegebenen Bereichs erzeugt wird;
- d) eine zusätzliche Warteperiode mit einer der Zufallsnum mer entsprechenden Zeitdauer gewartet wird, wobei während der zweiten Warteperiode wiederholt bestimmt wird, ob das Übertra gungsmedium frei ist;
- e) nach Ablauf der beiden Warteperioden ein erstes Signal von dem sendenden zu dem empfangenden Teilnehmer übertragen wird;
- f) nach Empfang des ersten Signals von dem empfangenden Teilnehmer ein zweites Signal zum sendenden Teilnehmer übertra gen wird; und
- g) nach Empfang des zweiten Signals vom sendenden Teilneh mer Daten zu dem empfangenden Teilnehmer gesendet werden, wenn das zweite Signal vom sendenden Teilnehmer innerhalb einer maximalen Zwischen-Rahmen-Abstandszeit (IFG = Inter Frame Gap) nach Senden des ersten Signals empfangen wurde, wobei die Daten innerhalb der maximalen Zwischen-Rahmen-Abstandszeit (IFG-Zeit) nach Absenden des zweiten Signals vom empfangenden Teilnehmer empfangen werden, und wobei keine Daten gesendet werden, wenn das zweite Signal nicht innerhalb der maximalen Zwischen- Rahmen-Abstandszeit empfangen wurde.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Kollisionssignal erzeugt wird, wenn das zweite Signal (CTS)
von dem empfangenden Teilnehmer innerhalb der maximalen
Zwischen-Rahmen-Abstandszeit (IFG) ausbleibt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Zufallsnummer R für die zweite Warteperiode nach
der folgenden Beziehung erzeugt wird:
R = r ∧ L
wobei:
r = eine Zufallszahl innerhalb eines vorgegebenen Zahlenbereichs;
∧ = eine logische UND-Operation;
L = eine lokale Variable, welche die Kollisions- und Aufschubgeschichte des sendenden Teilnehmers für die zu sendenden Daten darstellt.
R = r ∧ L
wobei:
r = eine Zufallszahl innerhalb eines vorgegebenen Zahlenbereichs;
∧ = eine logische UND-Operation;
L = eine lokale Variable, welche die Kollisions- und Aufschubgeschichte des sendenden Teilnehmers für die zu sendenden Daten darstellt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
bei der Erzeugung der Zufallsnummer R eine Globalmaskenvariable
G erzeugt wird, welche für die Kollisions- und Aufschubge
schichte des sendenden Teilnehmers für alle zuvor übertragenen
Daten repräsentativ ist und welche vor der Einleitung jeder
neuen Datenübertragung eingestellt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß G
aus vier Bits besteht und daß Variablen C und D definiert werden,
von denen C aus Bits besteht, die für die Anzahl von bei
vorhergehenden Datenübertragungsversuchen angenommenen Kolli
sionen repräsentativ sind, und D aus Bits besteht, die für die
Anzahl von Aufschüben bei früheren Datenübertragungsversuchen
repräsentativ sind.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Variable G derart eingestellt wird, daß dann, wenn die An
zahl von 1-Bits in C größer als 2 ist, gilt:
- a) die Bits von G werden um ein Bit in Richtung des am höchsten bewerteten Bits (MSB) verschoben,
- b) G0 (das 0-te Bit von G) wird auf 1 gesetzt;
- c) alle Bits von C werden gleich 0 gesetzt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß G
so eingestellt wird, daß dann, wenn die Anzahl von 1-Bits in D
kleiner als 2 ist, wie folgt vorgegangen wird:
- a) die Bits von G werden um ein Bit in Richtung des am niedrigsten bewerteten Bits (LSB) verschoben;
- b) G3 wird auf 0 gesetzt;
- c) es wird D = 255 gesetzt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
bei Erzeugung des Kollisionssignals:
- a) C0 (LSB von C) auf 1 gesetzt wird;
- b) die Bits in L um ein Bit in Richtung MSB verscho ben werden;
- c) L0 = 1 gesetzt wird;
- d) NC = NC + 1 gesetzt wird,
wobei NC die Anzahl von Kollisionen für frühere Datenübertragungsversuche ist.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
im Falle eines Aufschubes D derart eingestellt wird, daß:
- a) D0 = 1,
- b) L0 = 1 und
- c) ND = ND + 1 gesetzt wird,
wobei ND die Anzahl von Aufschüben bzw. Zu rückstellungen bei früheren Datenübertragungsver suchen ist.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß beim Prüfen, ob das Übertragungsmedium be
nutzt wird, festgestellt wird, ob ein Synchronisationsimpuls
auf dem Übertragungsmedium übertragen wird, wobei der Synchro
nisationsimpuls anderen übertragenen Signalen vorausläuft.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
der Synchronisationsimpuls den anderen Signalen um wenigstens
zwei Bit-Zeiten vorausläuft.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß als erstes Signal ein RTS-Rahmen mit wenig
stens einem Synchronisations-Flag-Byte mit einer vorgegebenen
Bitfolge und einem ein RTS-Byte enthaltenden Typ-Feld gesendet
wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
das Flag-Byte während des Prüfens, ob das Übertragungsmedium
benutzt wird, abgetastet wird, wobei die Erfassung eines ge
setzten Flag-Bytes zeigt, daß das Übertragungsmedium in Benut
zung ist.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß vom empfangenden Teilnehmer als zweites Si
gnal ein CTS-Rahmen mit wenigstens einem Synchronisations-Flag-
Byte mit einer vorgegebenen Bitfolge und einem ein CTS-Byte
enthaltenden Typ-Feld gesendet wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß vom sendenden Teilnehmer die Daten in der
Form eines Datenrahmens mit einer Vielzahl von Datenbytes, die
wenigstens einem Synchronisations-Flag-Byte mit einer vorgege
benen Bitfolge, einem Bestimmungsadreßbyte und einem Quel
lenadreßbyte folgen, übertragen werden.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß
der Datenrahmen außerdem eine Rahmenprüffolge (FCS) und eine
Abbruchfolge von Bits enthält, die beiden den Datenbytes fol
gen.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch
gekennzeichnet, daß die maximale Zwischen-Rahmen-Abstandszeit
etwa 200 µs beträgt.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß die Datenübertragungen über das Übertra
gungsmedium um eine vorgegebene Mindestzeit (IDG = interdialog
gap) voneinander getrennt werden.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch
gekennzeichnet, daß die Signale auf dem Übertragungsmedium un
ter Verwendung von FM-O-Codierung gesendet werden.
20. Kommunikationseinrichtung zur Übertragung von Daten
zwischen mehreren über ein Übertragungsmedium (32) miteinander
gekoppelten Datenverarbeitungsgeräten (Teilnehmern; 25-30),
die einen sendenden und einen empfangenden Teilnehmer
einschließen,
wobei jeder der Teilnehmer über eine einen Leitungstreiber (80) und einen Leitungsempfänger (82) aufweisende Kommunikationsschnittstelle (29) und einen Ankopplungsmodul (34) mit dem Übertragungsmedium (32) gekoppelt ist,
zur Ausführung eines Verfahrens nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der sendende Teilnehmer aufweist:
einen Sensor zum Feststellen, ob das Übertragungsmedium (32) in Benutzung ist,
ein mit dem Sensor gekoppelten ersten Zeitgeber, der die Zeitgabe für eine erste Warteperiode vorgegebener Dauer bestimmt, sobald das Übertragungsmedium frei ist,
einen mit dem ersten Zeitgeber gekoppelten Zufallsnum mer-Generator zum Erzeugen einer einer zweiten Warteperiode entsprechenden Zufallsnummer R innerhalb eines vorgegebenen Bereichs, und
mit dem Zeitgeber gekoppelte erste Signalerzeugungsmit tel zum Erzeugen eines ersten Signals und zum Senden des ersten Signals an den empfangenden Teilnehmer nach Ablauf der beiden Warteperioden;
daß der empfangende Teilnehmer zweite Signalerzeugungsmit tel zum Erzeugen eines zweiten Signals nach Empfangen des er sten Signals und zum Zurücksenden des zweiten an den sendenden Teilnehmer aufweist; und
daß der sendende Teilnehmer ferner Signalempfangsmittel zum Empfangen des zweiten Signals, einen zweiten Zeitgeber, mit dessen Hilfe festgestellt werden kann, ob das zweite Signal innerhalb einer maximalen Zwischen-Rahmen-Abstandszeit (IFG) nach dem Senden des ersten Signals durch den sendenden Teilnehmer empfangen worden ist, und Datensendemittel zum Senden von Daten an den empfangenden Teilnehmer innerhalb der maximalen Zwischen-Rahmen-Abstandszeit (IFG) nach Empfang des zweiten Signals aufweist.
wobei jeder der Teilnehmer über eine einen Leitungstreiber (80) und einen Leitungsempfänger (82) aufweisende Kommunikationsschnittstelle (29) und einen Ankopplungsmodul (34) mit dem Übertragungsmedium (32) gekoppelt ist,
zur Ausführung eines Verfahrens nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der sendende Teilnehmer aufweist:
einen Sensor zum Feststellen, ob das Übertragungsmedium (32) in Benutzung ist,
ein mit dem Sensor gekoppelten ersten Zeitgeber, der die Zeitgabe für eine erste Warteperiode vorgegebener Dauer bestimmt, sobald das Übertragungsmedium frei ist,
einen mit dem ersten Zeitgeber gekoppelten Zufallsnum mer-Generator zum Erzeugen einer einer zweiten Warteperiode entsprechenden Zufallsnummer R innerhalb eines vorgegebenen Bereichs, und
mit dem Zeitgeber gekoppelte erste Signalerzeugungsmit tel zum Erzeugen eines ersten Signals und zum Senden des ersten Signals an den empfangenden Teilnehmer nach Ablauf der beiden Warteperioden;
daß der empfangende Teilnehmer zweite Signalerzeugungsmit tel zum Erzeugen eines zweiten Signals nach Empfangen des er sten Signals und zum Zurücksenden des zweiten an den sendenden Teilnehmer aufweist; und
daß der sendende Teilnehmer ferner Signalempfangsmittel zum Empfangen des zweiten Signals, einen zweiten Zeitgeber, mit dessen Hilfe festgestellt werden kann, ob das zweite Signal innerhalb einer maximalen Zwischen-Rahmen-Abstandszeit (IFG) nach dem Senden des ersten Signals durch den sendenden Teilnehmer empfangen worden ist, und Datensendemittel zum Senden von Daten an den empfangenden Teilnehmer innerhalb der maximalen Zwischen-Rahmen-Abstandszeit (IFG) nach Empfang des zweiten Signals aufweist.
21. Einrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet,
daß der sendende Teilnehmer einen Kollisionsindikator aufweist,
der ein Kollisionssignal bei fehlendem Empfang des zweiten Si
gnals vom empfangenden Teilnehmer durch die Signalempfangsmit
tel innerhalb der maximalen Zwischen-Rahmen-Abstandszeit (IFG)
erzeugt.
22. Einrichtung nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Zufallsnummer-Generator so ausgebildet ist,
daß er die Zufallsnummer R nach der folgenden Bedingung er
zeugt:
R = r ∧ L
wobei: r = eine Zufallszahl innerhalb eines vorgegebenen Zahlenbereiches;
∧ = eine logische UND-Operation;
L = eine lokale Variable, welche die Kollisions- und Aufschubgeschichte des sendenden Teilnehmers für die zu sendenden Daten darstellt.
R = r ∧ L
wobei: r = eine Zufallszahl innerhalb eines vorgegebenen Zahlenbereiches;
∧ = eine logische UND-Operation;
L = eine lokale Variable, welche die Kollisions- und Aufschubgeschichte des sendenden Teilnehmers für die zu sendenden Daten darstellt.
23. Einrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Globalmasken-Variable G vorgesehen ist, die für die
Kollisions- und Aufschubgeschichte des sendenden Teilnehmers
für alle zuvor übertragenen Daten repräsentativ ist, wobei die
Variable G vor der Einleitung jeder neuen Datenübertragung ein
stellbar ist.
24. Einrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 23, dadurch
gekennzeichnet, daß der Sensor eine Impulserkennungseinrichtung
zur Feststellung eines Synchronisationsimpulses (56) auf dem
Übertragungsmedium (32) aufweist, wobei der Synchronisa
tionsimpuls anderen, von an das Datenübertragungsmedium ange
koppelten Teilnehmern (25, 30) gesendeten Signalen (36) voraus
läuft.
25. Einrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet,
daß der Synchronisationsimpuls (56) den anderen Signalen (36)
um wenigstens zwei Bit-Zeiten vorausläuft.
26. Einrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 25, dadurch
gekennzeichnet, daß das erste Signal einen RTS-Rahmen mit we
nigstens einem Synchronisations-Flag-Byte (38, 40) aus einer
vorgegebenen Bitfolge und einem ein RTS-Byte aufweisenden Typ-
Feld (45) enthält.
27. Einrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sensor eine Schaltung zum Abtasten des Flag-Bytes (38,
40) enthält, wobei er beim Abtasten der Flag-Bytes erkennt, daß
das Übertragungsmedium (32) in Benutzung ist.
28. Einrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet,
daß das durch die Empfangsmittel des sendenden Teilnehmers auf
genommene zweite Signal einen CTS-Rahmen mit wenigstens einem
Synchronisations-Flag-Byte (38, 40) und einem ein CTS-Byte ent
haltenden Typ-Feld (45) aufweist.
29. Einrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet,
daß die von dem sendenden Teilnehmer gesendeten Daten in Form
eines Signales (Datenrahmens) (36) mit mehreren Datenbytes (48) vorliegen,
denen wenigstens ein Synchronisations-Flag-Byte (38, 40), ein
Bestimmungsadreßbyte (41) und ein Quellenadreßbyte (42) voraus
gehen.
30. Einrichtung nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet,
daß das Signal (Datenrahmen) (36) außerdem eine Rahmenprüffolge (FCS; 50)
und eine Abbruchfolge (53) von Bits enthält, die den Datenbytes
(48) folgen.
31. Einrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 30, dadurch
gekennzeichnet, daß die maximale Zwischen-Rahmen-Abstandszeit
(IFG) 200 µs beträgt.
32. Einrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 31, dadurch
gekennzeichnet, daß der Sensor ein serielles Kommunikations
steuergerät (SCC; Z8530) umfaßt.
33. Einrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 32, dadurch
gekennzeichnet, daß das Übertragungsmedium (32) ein verdrilltes
Leiterpaarkabel ist.
34. Einrichtung nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet,
daß das verdrillte Leiterpaarkabel (32) durch 100 Ohm-Wider
stände abgeschlossen ist.
35. Einrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 34, dadurch
gekennzeichnet, daß die Datenübertragungen über das Übertra
gungsmedium (32) durch eine Mindest-Dialogabstandszeit
(Mindest-IDG) getrennt sind.
36. Einrichtung nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mindest-Dialogabstandszeit (Mindest-IDG) 400 µs beträgt.
37. Einrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 36, dadurch
gekennzeichnet, daß die Signale auf dem Übertragungsmedium (32)
unter Verwendung einer FM-0-Codierung gesendet werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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