DE3608043C2 - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE3608043C2 DE3608043C2 DE3608043A DE3608043A DE3608043C2 DE 3608043 C2 DE3608043 C2 DE 3608043C2 DE 3608043 A DE3608043 A DE 3608043A DE 3608043 A DE3608043 A DE 3608043A DE 3608043 C2 DE3608043 C2 DE 3608043C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- weight
- ethylene
- chlorine
- catalyst
- chloride
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C17/00—Preparation of halogenated hydrocarbons
- C07C17/013—Preparation of halogenated hydrocarbons by addition of halogens
- C07C17/02—Preparation of halogenated hydrocarbons by addition of halogens to unsaturated hydrocarbons
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C17/00—Preparation of halogenated hydrocarbons
- C07C17/093—Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens
- C07C17/15—Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens with oxygen as auxiliary reagent, e.g. oxychlorination
- C07C17/152—Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens with oxygen as auxiliary reagent, e.g. oxychlorination of hydrocarbons
- C07C17/156—Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens with oxygen as auxiliary reagent, e.g. oxychlorination of hydrocarbons of unsaturated hydrocarbons
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
- Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
Description
Bekanntlich kann man 1,2-Dichlorethan (EDC) durch Oxichlorierung
von Ethylen in der Weise darstellen, daß man in einer ersten
Stufe überschüssiges Ethylen, Chlorwasserstoff und überschüssigen
Sauerstoff in Form von reiner Luft oder von mit Sauerstoff
angereicherter Luft in Gegenwart eines herkömmlichen Oxichlorierungskatalysators
durch entsprechende Einstellung der
Mengenverhältnisse der Ausgangsstoffe bei 220 bis 350°C
und einem Druck von 3 bis 8 bar absolut zur Reaktion bringt
(vgl. DE-A-14 93 213 GB 11 04 666 bzw. DE-C-33 46 464
EP-A 1 46 925). Die ethylenhaltigen Restgase dieser Stufe
werden nach Auskondensieren der Reaktionsprodukte, die sich
in eine organische, Roh-EDC enthaltende und eine wäßrige,
nicht umgesetzten Chlorwasserstoff enthaltende Phase trennen,
und nach anschließender Vorwärmung auf mindestens 50°C,
um Taupunktskorrosionen zu vermeiden, mit Chlor in etwa
stöchiometrischen Mengen, bezogen auf das im Restgasstrom
enthaltene Ethylen, vermischt. Das so erhaltene Gasgemisch
wird dann in einer nachgeschalteten zweiten Stufe bei 80
bis 320°C in Gegenwart von aktiviertem Aluminiumoxid als
Katalysator umgesetzt, wobei weiteres Roh-EDC entsteht. Das
in diesem Umsetzungsgemisch enthaltene EDC kann durch eine
zweistufige Kondensation, wobei die erste Stufe bei 20
bis 40°C und die zweite Stufe bei etwa -25°C arbeitet, nahezu
quantitativ aus dem verbleibenden, nun fast ethylenfreien
Restgasstrom abgetrennt werden (vgl. DE-B-17 93 051 GB 12 30 604).
Die Roh-EDC-Ströme beider Reaktionsstufen werden dann gemeinsam
sauer und alkalisch gewaschen sowie daraufhin einer destillativen
Entwässerung und Reinigung unterzogen.
Bei der geschilderten Verfahrensweise entstehen neben rohem EDC
als Zielprodukt sowohl in der ersten als auch in der zweiten
Reaktionsstufe insgesamt nicht unwesentliche Mengen an Sauerstoff
und Chlor enthaltenden Nebenprodukten, wie Chloral bzw.
Chloralhydrat und 2-Chlorethanol sowie in untergeordnetem Maße
auch 2,2-Dichlorethanol und 2,2,2-Trichlorethanol und daneben
auch 2,2′-Dichlordiethylether und Bis-2-chlorethoxyethan. Diese
sauerstoffhaltigen Nebenprodukte sind äußerst störend, da sie
teils relativ schlecht vom EDC abtrennbar sind (z. B. bildet
Chloral mit EDC ein Azeotrop), teils große Mengen an Laugen
für ihre hydrolytische Zersetzung verbrauchen. Sofern sie in
Rein-EDC enthalten sind, wirken sie bei der EDC-Spaltung
stark inhibierend und fördern die Nebenprodukt- und Koksbildung.
Daneben sind sie meist sehr korrosiv und erhöhen zudem
den CBS-Wert (chemischen Sauerstoffbedarf) des Reaktionsabwassers
stark, da sie teilweise in die wäßrige Phase über
und dort in Lösung gehen. Die Bildung dieser störenden Nebenprodukte
in der ersten Reaktionsstufe kann aufgrund von fest
vorgegebenen Betriebsparametern bzw. Katalysatoren nur in
sehr engen Grenzen beeinflußt werden. So ergibt es sich, daß
Chloral bzw. Chloralhydrat in der ersten bzw. zweiten Reaktionsstufe
zu etwa gleichen Teilen gebildet wird, während der Anteil
an gebildetem 2-Chlorethanol und seinen Homologen in der
ersten Reaktionsstufe nur etwa 20%, bezogen auf den Gesamtanfall,
beträgt. Die Hauptmenge an 2-Chlorethanol und seinen
Homologen entsteht somit in der zweiten Reaktionsstufe durch
Umsetzung von Ethylen mit Chlor in Gegenwart von Wasserdampf,
der tensionsgemäß im ethylenhaltigen Restgasstrom der Oxichlorierungsstufe
enthalten ist. Die Bildung von Chloral und
den anderen Nebenprodukten hängt ebenfalls ursächlich mit der
Reaktion zwischen Wasserdampf und Chlor zusammen. Während
Chloral bzw. Chloralhydrat durch Laugebehandlung aus dem
Roh-EDC leicht entfernbar ist, da es durch Alkalieinwirkung
spontan in Chloroform und Formiat zerlegt wird, gelingt die
rein extraktive Entfernung von 2-Chlorethanol bzw. seinen
Homologen aus dem Roh-EDC nur sehr unvollständig. Da diese
Chlorethanole unter den Bedingungen einer einstufigen Laugenwäsche
kaum hydrolisiert werden, müßte man für eine 99%ige
Entfernung dieser Chlorethanole aus dem Rohprodukt unter den
üblicherweise gegebenen Extraktionsbedingungen, beispielsweise
bei einer üblichen Chlorethanolkonzentration im Rohprodukt
bzw. bei üblichen Volumenverhältnissen von organischer zu
wäßriger Phase von etwa 4 bis 6 : 1, aufgrund des vorgegebenen
Verteilungskoeffizienten, für den das Nernstsche Gesetz
volle Gültigkeit hat, rein rechnerisch etwa 10 Waschstufen
hintereinanderschalten. Aus wirtschaftlichen Gründen arbeitet
man jedoch meist nur mit einer Laugewaschstufe, die zur restlosen
Chloralabtrennung und Neutralisation des Rohproduktes
völlig ausreicht, wobei jedoch die Chlorethanole nur zu etwa
40%, bezogen auf den Gesamtanfall in den beiden Reaktionsstufen,
aus dem Rohprodukt ausgewaschen werden. Die Verwendung
mehrerer Waschstufen oder einer Extraktionskolonne ist nicht
nur mit höheren Kapital- und Betriebskosten verbunden, sondern
erhöht auch den Gesamtabwasseranfall, wodurch die Kosten für
die Abwasserstrippung und die nachfolgende biologische Abwasseraufbereitung
ebenfalls stark in die Höhe gehen. Außerdem
drücken diese sauerstoffhaltigen Nebenprodukte den Umsatz
von Ethylen und Chlor zu EDC, d. h. die Selektivität.
Es bestand daher die Aufgabe, diese Nebenproduktbildung möglichst
zurückzudrängen, d. h. insbesondere in der zweiten Verfahrensstufe
in wirtschaftlicher Weise und universell durch
eine gezielte Reaktionsführung weitgehend zu unterdrücken
und dadurch gleichzeitig die Selektivität der Reaktion in der
zweiten Stufe bezüglich EDC-Ausbringung sowie die Umsätze und
somit auch die Ethylen- und Chlorausbeuten zu erhöhen.
Zahlreiche Vorschläge, diesem Ziel möglichst nahe zu kommen,
wurden inzwischen schon gemacht, sind aber teils aufgrund zu
hoher Kosten in wirtschaftlicher Weise nicht realisierbar,
teils nur in engen Grenzen wirksam und somit nicht allgemein
anwendbar bzw. per se unwirtschaftlich aufgrund erhöhten
Sauerstoffverbrauchs sowie schlechter Ausbeuten und Katalysatorstandzeiten.
Auch die Selektivitäten bleiben vielfach unbefriedigend.
So wurde bereits vorgeschlagen, zur Unterdrückung dieser
Nebenreaktionen das Wasser aus den ethylenhaltigen Restgasen
der Oxichlorierungsstufe vollständig abzutrennen und danach
erst die Restgase zusammen mit Chlor in den Chlorierungsreaktor
einzuspeisen.
Dieses Verfahren ist jedoch sehr aufwendig, beispielsweise
sind Wasserdampfkondensation aus dem Gasstrom durch Tiefkühlung
und chemische Trocknung oder Adsorption an geeigneten
Adsorbentien notwendig, und verbraucht große Energiemengen
insbesondere durch das Abkühlen und Wiedererhitzen des Gasstroms.
Die DE-A-27 33 502 (Chem. Abstr. 90, 137243 j) hingegen lehrt,
daß man die Chloral- und Chlorethanolbildung ohne Selektivitätseinbuße
reduzieren kann, wenn man den ethylenhaltigen Abgasstrom
aus der Oxichlorierungsstufe allein oder im Gemisch
mit stöchiometrischen Mengen an Chlor vor der eigentlichen
Umsetzung an aktiviertem Aluminiumoxid als Katalysator, d. h.
also vor Eintritt in die Reaktionszone, auf Temperaturen von
150 bis 200°C vorwärmt. Dadurch wird zwar die Ausbildung
dieser schädlichen, Sauerstoff enthaltenden Nebenprodukte
gegenüber der Fahrweise gemäß DE-B-17 93 051 drastisch gedrückt,
dieser Effekt tritt aber nur auf, wenn der ethylenhaltige
Restgasstrom aus einer Oxichlorierung, wie sie z. B. in
DE-A-14 93 213 beschrieben ist, nur 2 bis 4 Vol.% Ethylen enthält.
Betreibt man dagegen eine Oxichlorierung bei den mittlerweile
aus wirtschaftlichen Gründen notwendigen stark erhöhten
Durchsätzen, bezogen auf die Auslegungskapazität, z. B. gemäß
der DE-C-33 46 464, so fällt zwangsweise ein Restgasstrom
von etwa 5 bis 12 Vol.% Ethylengehalt an, weil durch Verwendung
von mit Sauerstoff angereicherter Luft der spezifische
Stickstoffballast, bezogen auf den Gesamtsauerstoffgehalt
der Sauerstoffquelle, entsprechend niedriger ist und somit
auch bei Anwendung vergleichbarer Sauerstoffüberschüsse in
der Oxichlorierung der Ethylengehalt im Restgas der Oxichlorierung
dementsprechend in die Höhe geht. Desgleichen erhöht
sich dadurch auch der Chlorpartialdruck im Restgas der Oxichlorierung,
weil das Chlor in etwa stöchiometrischen Mengen
zum im Oxichlorierungsrestgas vorhandenen Ethylen zugegeben
werden muß. Unter diesen Bedingungen zeigt sich jedoch, daß
die durch die DE-A-27 33 502 gelehrte Maßnahme zur Reduzierung
der unerwünschten Nebenproduktbildung nicht mehr im selben
Maße wirksam ist, weil durch Erhöhung des Chlorpartialdruckes
durch Wechselwirkung mit Wasserdampf entsprechend dem Massenwirkungsgesetz
zwangsläufig mehr unterchlorige Säure entstehen
muß, die durch Reaktion mit Ethylen letztlich zur Ausbildung
dieser unerwünschten Nebenprodukte beiträgt. Außerdem
werden bei diesem Verfahren relativ schlechte Ethylen- und
Chlorausbeuten sowie dadurch bedingt auch eine niedrigere
Selektivität, bezogen auf die EDC-Bildung, erreicht, weil ganz
allgemein bei höheren Temperaturen die Substitutionsreaktion
begünstigt wird.
In der DE-A-28 31 539 US 41 42 893 wird vorgeschlagen, dem
ethylenhaltigen Restgasstrom aus einer Oxichlorierung vor dem
Umsatz mit stöchiometrischen Mengen Chlor an aktiviertem
Aluminiumoxid als Katalysator Chlorwasserstoff zuzusetzen,
um speziell die 2-Chlorethanolbildung zu minimieren. Abgesehen
davon, daß dies keinen brauchbaren Weg zur universellen Unterdrückung
aller unerwünschten, sauerstoffhaltigen Nebenprodukte
darstellt, ist jedem Fachmann geläufig, daß aufgrund des
Massenwirkungsgesetzes der Disproportionierungsreaktion
zwischen Chlor und Wasser durch Zugabe von Chlorwasserstoff
die Ausbildung von unterchloriger Säure als Vorläufer der
2-Chlorethanolbildung zwar abgeschwächt werden kann, dabei
aber der zugesetzte Chlorwasserstoff, der an der Reaktion
nicht teilnimmt, teils über das Abgas, teils über bei -25°C
kondensiertes Restwasser als Säure verlorengeht, wodurch
die Chlorwasserstoffausbeute des gesamten zweistufigen Prozesses
stark geschmälert wird.
Gemäß DE-A-26 49 533 (Chemical Abstr. 87, 38838 p) wird zwar die
Bildung von Chloral und 2-Chlorethanol relativ stark unterdrückt,
wenn man die Chlorierung von ethylenhaltigen Restgasen
aus einer Oxichlorierung in Gegenwart von aktiviertem
Aluminiumoxid vornimmt, das mit Kupfer-II-chlorid und/oder
Eisen-III-chlorid sowie zusätzlich mit Alkali- oder Erdalkalichloriden
imprägniert ist, wobei dieser Trägerkatalysator
mit Inertmaterial, beispielsweise mit α-Aluminiumoxid,
Quarz, Siliciumcarbid, Graphit oder deren Gemischen verdünnt
zur Anwendung kommt. Dieses Verfahren bringt jedoch vor allem
hinsichtlich Unterdrückung der Ausbildung von 2-Chlorethanol
nur einen relativ bescheidenen Erfolg. Denn selbst geringe
Mengen an im gewaschenen und neutralisierten Roh-EDC enthaltendem
2-Chlorethanol verursachen bei der destillativen
Reinigung des Roh-EDC's aufgrund ihres hohen Siedepunktes
starke Korrosionen, weil sich diese Restmenge an 2-Chlorethanol
im Sumpfprodukt der Kolonne zur Abtrennung der
Schwersieder anreichern und bei der weiteren Aufarbeitung
dieses Blasenproduktes je nach vorliegender Konzentration
äußerst störend wirken. 2-Chlorethanol wirkt nämlich aufgrund
seines hohen Dipolmoments derart polarisierend auf in
trockenem, organischem Sumpfprodukt der Schwersiederkolonne
gelösten Chlorwasserstoff, der durch thermische Zersetzung
von höhersiedenden Chlorkohlenwasserstoffnebenprodukten gebildet
wird, daß der Chlorwasserstoff teilweise in dissoziierter
Form vorliegt und somit stark korrosiv wird.
Außerdem reagiert 2-Chlorethanol mit Chlorwasserstoff teilweise
unter Wasserabspaltung, wodurch die Korrosionen verstärkt
werden. Daneben erreicht man bei diesem Verfahren nur
relativ mäßige Ethylenumsätze sowie niedrige Selektivitäten,
bezüglich EDC-Bildung, und mäßige EDC-Ausbeuten, bezogen
auf Ethylen. Bekanntlich katalysieren nämlich Kupfer-II-chlorid
und vor allem Eisen-III-chlorid sowohl die Hydrochlorierung
von Ethylen zu Ethylchlorid als auch die substituierende
Chlorierung von EDC zu wertlosem 1,1,2-Trichlorethan, vor
allem wenn man in der Gasphase arbeitet. Ferner haben derartige
Trägerkatalysatoren
relativ kurze Standzeiten, weil
Kupfer-II-chlorid und Eisen-III-chlorid aufgrund ihrer hohen
Flüchtigkeit bei erhöhten Temperaturen relativ schnell vom
Träger absublimieren und somit eine allmählich voranschreitende
Verarmung des Trägerkatalysators an Wirksubstanz auftritt.
Durch die Zugabe kleinerer Mengen an Alkali- oder Erdalkalichloriden
kann die Flüchtigkeit von Kupfer-II-chlorid und
Eisen-III-chlorid zwar etwas gebremst werden, eine deutliche
Absenkung des Partialdruckes dieser beiden Aktivkomponenten
ist jedoch nur durch hohe Zugabe von Alkali- oder Erdalkalichloriden
unter Ausbildung definierter eutektischer Gemische
möglich, die wiederum jedoch weit weniger katalytisch aktiv
sind als die reinen Aktivkomponenten.
Es wurde nun ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von
1,2-Dichlorethan durch Gasphasenchlorierung von ethylenhaltigen
Restgasen gefunden, das all die genannten Nachteile vermeidet,
und mit dem es gelingt bei hohen Selektivitäten,
EDC-Ausbeuten und Chlor- bzw. Ethylenumsätzen die Bildung
aller schädlichen Sauerstoff und Chlor enthaltenden Nebenprodukte
weitgehend zu unterdrücken. Das erfindungsgemäße
Verfahren eignet sich zur Gasphasenchlorierung von Restgasen
aus einer Oxichlorierung mit einem Ethylengehalt von 2 bis
12 Vol%, wobei sich Ethylen und Chlor nahezu vollständig miteinander
zu EDC hoher Reinheit umsetzen und lange Katalysatorstandzeiten
erzielt werden.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von 1,2-Dichlorethan
durch Chlorierung von ethylenhaltigen Restgasen, die nach Abkühlung,
weitgehender Kondensation und Abtrennung der organischen
Reaktionsprodukte und des Reaktionswassers bei
der Oxichlorierung von Ethylen anfallen, mit Chlor, in
Gegenwart eines Katalysators, bestehend aus einem, mit
einer oder mehreren Metallverbindung(en) imprägnierten,
Trägermaterial, bei Drücken von 1 bis 7 bar absolut,
Temperaturen von 100 bis 300°C, sowie Raumgeschwindigkeiten
unter Normalbedingungen (0°C, 1013 hPa) von 100
bis 5000 h-1 (m3/h/m3) unter Vorwärmung des Restgases auf mindestens
50°C vor der Chlorzugabe, das
dadurch gekennzeichnet, ist,
daß man ein Restgas mit einem Ethylengehalt von 2 bis 12 Vol.-%
in Gegenwart eines Katalysators mit Chlor umsetzt,
der als Metallverbindung(en) 1 bis 30 Gew.-%, bezogen auf
das Trägermaterial, Chlorid(e) und/oder Oxide von Mangan
und/oder Nickel und/oder Kobalt der Oxidationsstufe
II enthält. Die Chloride und Oxide
der genannten Metalle können in Form verschiedener Gemische
oder auch einzeln auf dem Träger aufgebracht sein.
Die Konzentration der erfindungsgemäß eingesetzten Schwermetallchloride
und/oder -Oxide auf dem Katalysatorträger beträgt
jeweils 1 bis 30 Gew.%, vorzugsweise je
5 bis 15 Gew.%, insbesondere je ca. 10 Gew.%, jeweils bezogen
auf das Trägermaterial, wobei bei Anwendungen von Gemischen
die Gesamtmenge aller gemeinsam verwendeten Schwermetallchloride
und/oder -Oxide mehr bevorzugt 30 Gew.%, bezogen auf
den Träger, nicht überschreiten soll. Als Katalysatorträger
verwendet man vorzugsweise aktiviertes Aluminiumoxid, Aluminiumoxidhydrat,
Kieselgel, Aluminiumsilikat oder deren Gemische.
Die spezifische Oberfläche des Katalysatorträgers
sollte nach BET besonders vorzugsweise 20 bis 200 m2/g betragen.
Gemäß einer besonderen Ausführungsform kann der
Trägerkatalysator zusätzlich auch bis 20 Gew.% Kupfer-II-
chlorid sowie 0,5 bis 10 Gew.% Alkali- oder Erdalkalichloride
bzw. deren Gemische, jeweils bezogen auf das Trägermaterial,
enthalten. Die Herstellung dieser Trägerkatalysatoren erfolgt
in an sich bekannter Weise, beispielsweise durch Imprägnieren.
So ist es auch möglich, als Trägermaterial herkömmliche
Festbett-Oxichlorierungskatalysatoren zu verwenden,
die mit einem oder mehreren der erfindungsgemäß verwendeten
Schwermetall-Chloride und/oder -Oxide imprägniert werden. Der
erfindungsgemäße Trägerkatalysator kann unverdünnt oder auch
verdünnt mit Inertmaterial, wie α-Aluminiumoxid, Quarz,
Siliciumcarbid, Graphit, keramischem Sintermaterial o. dgl.
zur Anwendung kommen, dabei werden die nicht oxidierbaren
Substanzen bevorzugt.
Der Trägerkatalysator kann in beliebiger Form zum Einsatz gebracht
werden. Bevorzugt sind die Kugel-, die Tabletten-,
die Ring- oder die Sattelformen oder Strangpreßlinge, d. h.
jegliche Formen, die den Austrag des Katalysators erschweren
und vorzugsweise nur geringe Druck- und Strömungsgeschwindigkeitsverluste
hervorrufen.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist nicht auf bestimmte Oxichlorierungsbedingungen
beschränkt und kann daher in Verbindung
mit einem beliebigen Oxichlorierungsverfahren universell
angewendet werden, bei dem Luft bzw. mit Sauerstoff
angereicherte Luft und Ethylen im Überschuß, bezogen auf die
Stöchiometrie zu Chlorwasserstoff, zum Einsatz kommen.
Der Gasstrom aus der Oxichlorierung wird zuerst
so weit abgekühlt, daß eine weitgehende Kondensation und Abscheidung
der organischen Reaktionsprodukte und des Reaktionswassers
bzw. eine möglichst quantitative Auswaschung nicht
umgesetzten Chlorwasserstoffs von dem zurückbleibenden,
ethylenhaltigen Restgasstrom erreicht wird. Dieser Restgasstrom
enthält dann vorzugsweise etwa 2 bis 12 Vol.% Ethylen,
1 bis 3 Vol.% Sauerstoff, 75 bis 85 Vol.% Stickstoff,
0,5 bis 1,5 Vol.% Kohlenmonoxid, 0,5 bis 1,5 Vol.% Kohlendioxid,
1 bis 4 Vol.% Wasserdampf, 2 bis 6 Vol.% EDC sowie
0,1 bis 0,5 Vol.% Ethylchlorid.
Nach Vorwärmung und etwa stöchiometrischer Chlorzugabe, bezogen
auf den Ethylengehalt des Restgases aus der Oxichlorierung,
wird dieses Gasgemisch in Gegenwart des erfindungsgemäß
verwendeten Trägerkatalysators umgesetzt. Nach beendeter
Umsetzung werden die aus dem Oxichlorierungsreaktor austretenden
Reaktionsgase vorzugsweise auf 20 bis 40°C gekühlt,
wobei Teilkondensation eintritt und die kondensierten
organischen Bestandteile vom Gasstrom abgetrennt und wiedergewonnen
werden. Daraufhin wird der verbleibende Restgasstrom
vorzugsweise auf etwa -25°C abgekühlt, wobei weiteres
organisches Material und Restwasserdampf auskondensieren,
und anschließend einer Abgasverbrennungsanlage bzw. Abgasreinigungsanlage
zugeführt.
Überraschenderweise gelingt es bei Verwendung des erfindungsgemäß
eingesetzten Katalysators, sämtliche Sauerstoff und
Chlor enthaltenden Nebenprodukte selbst bei Vorliegen erhöhter
Ethylen- und damit auch Chlorkonzentrationen extrem
niedrig zu halten und die Umsetzung von Chlor mit Ethylen
in Richtung EDC bei hohen Ausbeuten sehr selektiv zu gestalten,
obwohl bekanntlich aufgrund des Massenwirkungsgesetzes mit steigender
Ethylenkonzentration im Restgas einer Oxichlorierung
sowohl die Ausbildung Sauerstoff und Chlor enthaltender Nebenprodukte
gefördert wird als auch die substituierende Weiterchlorierung
von gebildetem EDC sich erhöht, weil mit steigender
Ethylenkonzentration und damit vermehrt frei werdender
Reaktionswärme die Steuerung der Reaktionstemperatur ganz
allgemein erschwert wird. Daneben bringt das erfindungsgemäße
Verfahren einen erheblichen technischen Fortschritt,
weil die erfindungsgemäßen Trägerkatalysatoren eine sehr
lange Lebensdauer von mehreren Jahren gewährleisten.
Die Erfindung wird in den nachfolgenden Beispielen weiter
erläutert.
Es wurden gemäß Tabelle 1 Nr. A bis J die Schwermetall-
Chloride und/oder -Oxide bzw. deren Gemische mit zusätzlichen
Mengen an Kupfer-II-chlorid und Alkali- oder Erdalkalichloriden
in Wasser gelöst. Danach wurde diese Lösung auf
Trägermaterialien gemäß Tabelle 1 Nr. A bis J aufgebracht.
Die Imprägnierung erfolgte so, daß die Salze und/oder Oxide
gerade in so viel Wasser gelöst wurden, wie je 950 cm3 der
einzelnen Trägermaterialien aufsaugen konnten, um zu gewährleisten,
daß die Wirksubstanz gut verteilt und im gewünschten
Konzentrationsbereich auf dem Trägermaterial vorhanden
war. Insgesamt wurden pro Versuch je 950 cm3 der verschiedenen
Trägerkatalysatoren hergestellt, die nach dem Imprägniervorgang
jeweils bei 150°C im Stickstoffstrom bis zur Gewichtskonstanz
getrocknet wurden.
Der Reaktor bestand aus einem senkrecht stehenden 2 m langen
Nickelrohr von 26 mm lichter Weite, welches in einer Länge
von 180 cm mit thermostatisiertem Thermoöl beheizt wurde.
Der Reaktor wurde jeweils mit 950 cm3 Katalysator beschickt.
Am oberen und unteren Ende des Reaktors befand sich je eine
10 cm dicke Schicht aus Inertmaterial, z. B. keramische Berlsättel.
Bei Atmosphärendruck und einer Heizmanteltemperatur
von 135°C wurden nacheinander die Gasströme gemäß Tabelle 1
Versuchsnr. A bis J nach entsprechender Wassersättigung und
Vorwärmung, teilweise auch unter HCl-Zugabe, zusammen mit
stöchiometrischen Mengen an Chlor, bezogen auf den jeweiligen
Ethylengehalt, am oberen Ende des Reaktors aufgegeben und
bei einer mittleren Temperatur im Katalysatorbett von etwa
170 bis 200°C zur Umsetzung gebracht. Nach Austritt aus dem
Reaktorunterteil wurde das Reaktionsgemisch zunächst in
einem Wasserkühler gekühlt, wobei Teilkondensation eintrat,
und daraufhin in einer Kältefalle auf -35°C gebracht, wobei
weiteres Kondensat anfiel. Die verbleibende Restgasmenge
wurde in den Laborabzug abgeleitet. Die gesammelten Kondensate
wurden in eine organische und eine wässrige Phase getrennt
und jeweils gaschromatographisch auf Chloral bzw.
Chloralhydrat, 2-Chlorethanol, 2,2-Dichlorethanol, 2,2,2-Trichlorethanol,
2,2′-Dichlordiethylether und Bis-2-chlorethoxy-
ethan untersucht. In der Tabelle 1 erscheinen unter
der Rubrik "Zusammensetzung des Kondensats" die Gewichtsanteile
der einzelnen sauerstoffhaltigen Chlorverbindungen als
Summe aus organischer plus wäßriger Phase.
Die Katalysatoren der Zusammensetzung gemäß Tabelle 2
Nr. K bis S wurden analog Beispiel 1 hergestellt. Die Umsetzung
der ethylenhaltigen Gasströme gemäß Tabelle 2
Nr. K bis S mit Chlor erfolgte unter den gleichen Bedingungen,
wie in Beispiel 1 beschrieben, desgleichen die Kondensation
und die gaschromatographische Untersuchung der Kondensate sowie
die Auswertung unter der Rubrik "Zusammensetzung des Kondensates"
in Tabelle 2.
Beim Vergleich der beiden Tabellen zeigt sich deutlich die
Überlegenheit des erfindungsgemäßen Verfahrens gegenüber dem
Stand der Technik. Speziell aus den Versuchen L und M ersieht
man sehr gut, daß einmal die erhöhte Vorwärmung nicht denselben
guten Effekt bringt wie das erfindungsgemäße Verfahren
und zum anderen bei höheren Ethylengehalten eine erhöhte
Vorwärmung keine allzu große Wirkung mehr bezüglich Nebenproduktunterdrückung
zeigt. Die Versuche N und O verdeutlichen
auch die Überlegenheit des erfindungsgemäßen Verfahrens
gegenüber dem Verfahren der Zugabe von Chlorwasserstoff,
wobei in diesem Fall eine erhöhte Vorwärmung gar keinen zusätzlichen
Effekt bringt. Die Versuche P bis S zeigen, daß
sowohl Kupfer-II-chlorid als auch vor allem Eisen-III-chlorid
die Hydrochlorierung von Ethylen stark beschleunigen, sowie
sich nicht in dem gleich guten Maße wie das erfindungsgemäße
Verfahren auf die Unterdrückung der Nebenprodukte - besonders
augenfällig beim 2-Chlorethanol - auswirken.
Überraschend ist ferner, daß die hydrochlorierende Wirkung
von Kupfer-II-chlorid in Gegenwart der erfindungsgemäßen
Katalysatoren nicht in Erscheinung tritt (siehe Versuche E
und J).
Der Katalysator wurde gemäß Beispiel 1 hergestellt, indem
ein kugelförmiger Oxichlorierungskatalysator, der 10 Gew.%
Kupfer-II-chlorid und 3,5 Gew.% Kaliumchlorid enthielt, mit
10 Gew.% Mangan-II-chlorid imprägniert wurde. Der fertige
Katalysator wurde dann in einen Chlorierungsreaktor nach
folgendem Füllplan eingebracht:
1/3 der Reaktorlänge oben:70 Vol.% "Norton 704" + 30 Vol.% Katalysator
1/3 der Reaktorlänge mitte:50 Vol.% "Norton 704" + 50 Vol.% Katalysator
1/3 der Reaktorlänge unten:100 Vol.% Katalysator
"Norton 704" ist ein handelsübliches inertes Verdünnungsmittel
auf Basis α-Aluminiumoxid und hat ebenfalls Kugelgestalt.
Nach Reaktion von 500 kmol/h Chlorwasserstoff, 288 kmol/h
Ethylen und 500 kmol/h Luft, die durch Zugabe von Sauerstoff
auf 30 Vol.% Sauerstoffgehalt angereichert war, und Kondensation
des Reaktionsgemisches gemäß DE-A-14 93 213 fiel bei
einem Druck von 5 bar absolut sowie einer Temperatur von
45°C ein Restgasstrom in einer Menge von 9 800 m3/h (bezogen
auf Normalbedingungen) im wesentlichen folgende Zusammensetzung
an:
7,5Vol.% Ethylen
3Vol.% Sauerstoff
2Vol.% Wasserdampf
je 0,7Vol.% Kohlenmonoxid und Kohlendioxid
4Vol.% EDC-Dampf
0,5Vol.% Ehtylchloriddampf und
81,5Vol.% N2
Dieser Gasstrom wurde zunächst auf ca. 110°C vorgewärmt,
anschließend mit 32,5 kmol/h Chlordampf vermischt (Molverhältnis
Ethylen : Chlor = 1,003) und in einen Chlorierungsreaktor
geleitet. Dieser Reaktor war als Röhrenbündelreaktor
mit einem Dampfmantel versehen, in dem Wasserdampf mit
1,5 bar Überdruck und angewärmtes Wasser zum Erhitzen auf
Betriebsbedingungen bzw. zum Abkühlen verwendet werden. Die
Rohre des Reaktors waren mit dem eingangs beschriebenen
Katalysator entsprechend dem oben angeführten Füllplan gefüllt.
Das Reaktorvolumen betrug insgesamt 4 000 l. Somit
betrug die Raumströmungsgeschwindigkeit bezogen auf Normalbedingungen
(0°C, 1 013 hPa) etwa 2 630 h-1. Im Reaktor trat
eine Reaktion zwischen Ethylen und Chlor zu überwiegend 1,2-
Dichlorethan
auf. Die maximale Temperatur dieses Verfahrens
der Gasphasenchlorierung im Katalysatorbett betrug 260°C.
Das aus dem Reaktor austretende Gasgemisch wurde hintereinander
in zwei Stufen auf 40°C bzw. -25°C abgekühlt, wobei
in beiden Kühlstufen Kondensation eintrat. Die in einer
Menge von 3 185 kg/h anfallenden Kondensate wurden vom Gasstrom
abgetrennt und gemeinsam der EDC-Wäsche (zusammen
mit Roh-EDC aus der Oxichlorierungsstufe) zugeführt.
Das verbleibende Restgas wurde druckgeregelt einer Abgasverbrennungsanlage
zugeführt. Das gemeinsame Kondensat aus
beiden Kühlstufen hatte folgende Zusammensetzung:
98,35Gew.% 1,2-Dichlorethan
0,50Gew.% 1,1,2-Trichlorethan
0,48Gew.% Ethylchlorid
0,005Gew.% trans-1,2-Dichlorethylen
0,018Gew.% 1,1-Dichlorethan
0,007Gew.% cis-1,2-Dichlorethylen
0,064Gew.% Chloroform
0,105Gew.% Tetrachlorkohlenstoff
0,38Gew.% Chloral
0,09Gew.% 2-Chlorethanol
0,005Gew.% 2,2-Dichlorethanol
0,0008Gew.% 2,2,2-Trichlorethanol
≦ωτ5Gew.ppm 2,2′-Dichlordiethylether
≦ωτ1Gew.ppm Bis-2-chlorethoxyethan
Der zur Verbrennung gelangende Abgasstrom von 8 300 m3/h
(bezogen auf Normalbedingungen) war folgendermaßen zusammengesetzt:
94,5Vol.% Stickstoff
0,8Vol.% Kohlenmonoxid
0,8Vol.% Kohlendioxid
3,5Vol.% Sauerstoff
0,17Vol.% Ethylchlorid
0,17Vol.% 1,2-Dichlorethan
0,05Vol.% Chlorwasserstoff
0,01Vol.% Ethylen
5Vol.ppm Chlor
Daraus errechneten sich Umsätze von 99,99%, bezogen auf
Chlor, bzw. 99,8%, bezogen auf Ethylen. Die Ausbeuten betrugen
98,6% der Theorie, bezogen auf Ethylen, bzw. 98,9%
der Theorie, bezogen auf Chlor. Die Selektivität bezüglich
EDC-Bildung betrug demnach 96,9%, bezogen auf Ethylen bzw.
97,3% bezogen auf Chlor. Der Katalysator zeigte auch nach
einer Betriebszeit von über 1 Jahr noch keine Ermüdungserscheinungen.
Der Katalysator wurde gemäß Beispiel 1 durch Imprägnieren
eines kugelförmigen Oxichlorierungskatalysators, der 10 Gew.%
Kupfer-II-chlorid und 3,5 Gew.% Kaliumchlorid enthielt, mit
10 Gew.% Eisen-III-chlorid hergestellt und gemäß dem Füllplan
analog Beispiel 2 mit "Norton 704" verdünnt in den
Chlorierungsreaktor eingefüllt.
Es wurde derselbe Gasstrom aus der Oxichlorierung, wie in
Beispiel 2 beschrieben, unter analogen Bedingungen mit Chlor
umgesetzt bzw. hinterher abgekühlt. Dabei fielen folgende
Kondensat- bzw. Abgasmengen an:
3 086 kg/h organisches Kondensat
8 305 Nm3/h Abgas zur Verbrennung
3 086 kg/h organisches Kondensat
8 305 Nm3/h Abgas zur Verbrennung
Zusammensetzung des organischen Kondensates:
97,13Gew.% 1,2-Dichlorethan
0,75Gew.% 1,1,2-Trichlorethan
0,85Gew.% Ethylchlorid
0,03Gew.% trans 1,2-Dichlorethylen
0,02Gew.% 1,1-Dichlorethan
0,02Gew.% cis 1,2-Dichlorethylen
0,08Gew.% Chloroform
0,16Gew.% Tetrachlorkohlenstoff
0,57Gew.% Chloral
0,32Gew.% 2-Chlorethanol
0,018Gew.% 2,2-Dichlorethanol
0,003Gew.% 2,2,2-Trichlorethanol
0,05Gew.% 2,2′-Dichlordiethylether
0,009Gew.% Bis-2-chlorethoxyethan
Zusammensetzung des Abgases:
94,35Vol.% Stickstoff
0,8Vol.% Kohlenmonoxid
0,9Vol.% Kohlendioxid
3,4Vol.% Sauerstoff
0,18Vol.% Ethylchlorid
0,17Vol.% 1,2-Dichlorethan
0,06Vol.% Chlorwasserstoff
0,10Vol.% Ethylen
0,01Vol.% Chlor
Daraus errechneten sich Umsätze von 99,88%, bezogen auf
Chlor, bzw. 98,9%, bezogen auf Ethylen. Die Ausbeuten betrugen
95,9% der Theorie, bezogen auf Chlor, und 95,5%
der Theorie, bezogen auf Ethylen. Die Selektivität bezüglich
EDC-Bildung betrug 91,9%, bezogen auf Ethylen, und 92,2%,
bezogen auf Chlor. Nach 8 Monaten Laufzeit wurde eine allmählich
voranschreitende Katalysatorermüdung erkennbar, da
sowohl Chlor als auch Ethylen immer mehr ins Abgas des
Chlorierungsreaktors durchschlugen.
Man verwendete den Katalysator des Beispiels 2 mit analogem
Befüllplan wie in Beispiel 2 beschrieben.
350 kmol/h Chlorwasserstoff, 193 kmol/h Ethylen und 480 kmol/h
Luft wurden unter Oxichlorierungsbedingungen zu EDC und Wasser
umgesetzt. Nach Kondensation der organischen Reaktionsprodukte
bei 45°C und 4,5 bar absolut verblieb ein Restgasstrom
von 9 950 m3/h (bezogen auf Normalbedingungen) mit folgender
Zusammensetzung:
3,8Vol.% Ethylen
2,5Vol.% O2
2,2Vol.% Wasserdampf
0,5Vol.% Kohlenmonoxid
0,4Vol.% Kohlendioxid
4Vol.% EDC-Dampf
0,4Vol.% Ethylchloriddampf und
85,2Vol.% N2
Dieser Gasstrom wurde auf 110°C vorgewärmt und mit 16,8 kmol/h
Chlor versetzt (C2H4 : Cl2 = 1,006 molar). Die Umsetzung erfolgte
in dem gleichen Reaktor wie in Beispiel 2 beschrieben,
d. h. also bei einer Raumströmungsgeschwindigkeit, bezogen
auf Normalbedingungen (0°C, 1 013 hPa) von etwa 2 580 h-1,
wobei sich im Katalysatorbett Maximaltemperaturen von etwa
165°C einstellten. Nach Kühlung auf 40°C bzw. -25°C fiel
ein Kondensat folgender Zusammensetzung an:
98,55Gew.% 1,2-Dichlorethan
0,23Gew.% 1,1,2-Trichlorethan
0,46Gew.% Ethylchlorid
0,004Gew.% trans 1,2-Dichlorethylen
0,01Gew.% 1,1-Dichlorethan
0,006Gew.% cis 1,2-Dichlorethylen
0,06Gew.% Chloroform
0,10Gew.% Tetrachlorkohlenstoff
0,38Gew.% Chloral
0,18Gew.% 2-Chlorethanol
0,008Gew.% 2,2-Dichlorethanol
0,002Gew.% 2,2,2-Trichlorethanol
≦ωτ10Gew.ppm 2,2′-Dichlordiethylether
≦ωτ 1Gew.ppm Bis-2-chlorethoxyethan
Man verwendete den Katalysator des Vergleichsbeispiels 2
mit analoger Verdünnung. Analog Beispiel 3 wurde der dort
beschriebene Abgasstrom der Oxichlorierung im Chlorierungsreaktor
gemäß Beispiel 2 bei Maximaltemperaturen von 165°C
im Katalysatorbett mit Chlor umgesetzt. Nach Kühlung und
Kondensation fiel ein Kondensat folgender Zusammensetzung
an:
97,80Gew.% 1,2-Dichlorethan
0,26Gew.% 1,1,2-Trichlorethan
0,68Gew.% Ethylchlorid
0,028Gew.% trans 1,2-Dichlorethylen
0,016Gew.% 1,1-Dichlorethan
0,018Gew.% cis 1,2-Dichlorethylen
0,056Gew.% Chloroform
0,15Gew.% Tetrachlorkohlenstoff
0,48Gew.% Chloral
0,42Gew.% 2-Chlorethanol
0,025Gew.% 2,2-Dichlorethanol
0,007Gew.% 2,2,2-Trichlorethanol
0,07Gew.% 2,2′-Dichlordiethylether
0,012Gew.% Bis-2-chlorethoxyethan
Aus den Beispielen 2 und 3 ist ersichtlich, daß trotz Erhöhung
der Katalysatortemperatur bei Anwendung der erfindungsgemäßen
Katalysatoren überraschenderweise die Nebenproduktbildung
nur unwesentlich ansteigt. Das Beispiel 2
zeigt auch die Überlegenheit des erfindungsgemäßen Verfahrens
über den Stand der Technik hinsichtlich Umsatz, Ausbeute
und Selektivität (siehe Vergleichsbeispiel 2).
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von 1,2-Dichlorethan durch Umsetzung
von ethylenhaltigen Reaktionsgasen, die nach Abkühlung,
weitgehender Kondensation und Abtrennung der organischen
Reaktionsprodukte und des Reaktionswassers bei
der Oxichlorierung von Ethylen anfallen, mit Chlor, in
Gegenwart eines Katalysators, bestehend aus einem, mit
einer oder mehreren Metallverbindung(en) imprägnierten,
Trägermaterial, bei Drücken von 1 bis 7 bar absolut,
bei Temperaturen von 100°C bis 300°C, sowie Raumgeschwindigkeiten
unter Normalbedingungen (0°C, 1013 hPa) von 100
bis 5000 h-1 unter Vorwärmung des Restgases auf mindestens
50°C vor der Chlorzugabe,
dadurch gekennzeichnet,
daß man ein Restgas mit einem Ethylengehalt von 2 bis 12 Vol.-%
in Gegenwart eines Katalysators mit Chlor umsetzt,
der als Metallverbindung(en) 1 bis 30 Gew.-%, bezogen auf
das Trägermaterial, Chlorid(e) und/oder Oxid(e) von Mangan
und/oder Nickel und/oder Kobalt der Oxidationsstufe
II enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Konzentration der auf den Katalysatorträger aufgebrachten
Chloride und/oder Oxide von Mangan und/oder
Nickel und/oder Kobalt der Oxidationsstufe II jeweils 5
bis 15 Gew.-%, bezogen auf das Trägermaterial, beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß man einen Katalysator einsetzt, der zusätzlich
bis zu 20 Gew.-% Kupfer-II-chlorid, sowie 0,5 bis 10 Gew.-%
Alkali- oder Erdalkalichloride, bzw. deren Gemische,
jeweils bezogen auf das Trägermaterial, enthält.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Katalysatorträger aktiviertes
Aluminiumoxid, Aluminiumoxidhydrat, Kieselgel, Aluminiumsilikat
oder deren Gemische einsetzt.
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863608043 DE3608043A1 (de) | 1986-03-11 | 1986-03-11 | Verbessertes verfahren zur herstellung von 1,2-dichlorethan durch gasphasenchlorierung von ethylenhaltigen gasen |
| BE0/217646A BE906103A (fr) | 1986-03-11 | 1986-12-30 | Procede perfectionne pour preparer du dichloro-1,2 ethane par chloration de gaz contenant de l'ethylene. |
| US07/013,285 US4754088A (en) | 1986-03-11 | 1987-02-11 | Process for oxychlorination of ethylene |
| SE8700973A SE467973B (sv) | 1986-03-11 | 1987-03-09 | Foerfarande foer framstaellning av 1,2-dikloretan genom gasfasklorering av etenhaltiga gaser |
| JP62054284A JPS62221639A (ja) | 1986-03-11 | 1987-03-11 | 1,2−ジクロルエタンの製造法 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863608043 DE3608043A1 (de) | 1986-03-11 | 1986-03-11 | Verbessertes verfahren zur herstellung von 1,2-dichlorethan durch gasphasenchlorierung von ethylenhaltigen gasen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3608043A1 DE3608043A1 (de) | 1987-09-17 |
| DE3608043C2 true DE3608043C2 (de) | 1988-11-10 |
Family
ID=6296046
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863608043 Granted DE3608043A1 (de) | 1986-03-11 | 1986-03-11 | Verbessertes verfahren zur herstellung von 1,2-dichlorethan durch gasphasenchlorierung von ethylenhaltigen gasen |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4754088A (de) |
| JP (1) | JPS62221639A (de) |
| BE (1) | BE906103A (de) |
| DE (1) | DE3608043A1 (de) |
| SE (1) | SE467973B (de) |
Families Citing this family (13)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2672887B1 (fr) * | 1991-02-15 | 1993-05-07 | Atochem | Procede de synthese du 1,2-dichloroethane par oxychloration de l'ethylene au moyen du tetrachlorure de carbone. |
| US5696309A (en) * | 1995-04-17 | 1997-12-09 | Laroche Industries, Inc. | Purification of halogenated carbon compounds |
| US5569798A (en) * | 1995-04-17 | 1996-10-29 | Laroche Industries, Inc. | Chlorination of halogenated carbon compounds for purification purposes |
| US6933417B1 (en) | 1999-11-22 | 2005-08-23 | Dow Global Technologies Inc. | Process for vinyl chloride manufacture from ethane and ethylene with partial CHl recovery from reactor effluent |
| US6797845B1 (en) | 1999-11-22 | 2004-09-28 | Dow Global Technologies Inc. | Process for vinyl chloride manufacture from ethane and ethylene with immediate HCl recovery from reactor effluent |
| US6909024B1 (en) * | 1999-11-22 | 2005-06-21 | The Dow Chemical Company | Process for the conversion of ethylene to vinyl chloride and novel catalyst compositions useful for such process |
| US6680415B1 (en) * | 1999-11-22 | 2004-01-20 | Dow Global Technologies Inc. | Oxyhalogenation process using catalyst having porous rare earth halide support |
| JP4275952B2 (ja) * | 2001-05-23 | 2009-06-10 | ダウ グローバル テクノロジーズ インコーポレイティド | C3+炭化水素の酸化的ハロゲン化および任意的な脱水素 |
| US20040152929A1 (en) * | 2002-05-08 | 2004-08-05 | Clarke William D | Process for vinyl chloride manufacture from ethane and ethylene with air feed and alternative hcl processing methods |
| TWI341218B (en) * | 2005-11-14 | 2011-05-01 | Oxy Vinyls Lp | Catalyst compositions and process for oxychlorination |
| EP2914378B1 (de) * | 2012-11-05 | 2020-05-20 | BASF Corporation | Katalysator zur oxychlorierung von ethylen zu 1,2-dichlorethan |
| US9248434B2 (en) | 2012-11-06 | 2016-02-02 | Basf Corporation | Catalyst for the oxychlorination of ethylene to 1, 2-dichloroethane |
| FR3055628A1 (fr) * | 2016-09-07 | 2018-03-09 | Centre National De La Recherche Scientifique | Pre-catalyseur a base de cobalt ou de nickel et son utilisation dans la polymerisation d'olefines |
Family Cites Families (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1104666A (en) * | 1964-05-29 | 1968-02-28 | Stauffer Chemical Co | Oxychlorination of ethylene to ethylenedichloride |
| DE1793835C3 (de) * | 1967-07-31 | 1979-06-21 | Stauffer Chemical Co | Verfahren zur gleichzeitigen Herstellung von 1,2-Dichlorethan und chlorfreiem Chlorwasserstoff aus Ethylen und chlorhaltigem Chlorwasserstoff |
| US4046822A (en) * | 1971-10-26 | 1977-09-06 | Stauffer Chemical Company | Method for recovering ethylene values |
| CA1075195A (en) * | 1976-08-02 | 1980-04-08 | George J. Houlachi | Arsenic removal from electrolytes |
| DE2733502C3 (de) * | 1977-07-25 | 1980-09-25 | Wacker-Chemie Gmbh, 8000 Muenchen | Verfahren zur Herstellung von 1,2-Dichloräthan aus Äthylen enthaltenden Restgasen, die aus einer Oxychlorierung stammen |
| NO782434L (no) * | 1977-09-14 | 1979-03-15 | Continental Oil Co | Fremgangsmaate ved redusering av uomsatt ethylen resulterende fra fremstilling av vinylklorid fra ethylen |
| DE3346464A1 (de) * | 1983-12-22 | 1985-06-27 | Wacker-Chemie GmbH, 8000 München | Verfahren zur oxichlorierung von ethylen |
-
1986
- 1986-03-11 DE DE19863608043 patent/DE3608043A1/de active Granted
- 1986-12-30 BE BE0/217646A patent/BE906103A/fr not_active IP Right Cessation
-
1987
- 1987-02-11 US US07/013,285 patent/US4754088A/en not_active Expired - Lifetime
- 1987-03-09 SE SE8700973A patent/SE467973B/sv not_active IP Right Cessation
- 1987-03-11 JP JP62054284A patent/JPS62221639A/ja active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| SE8700973L (sv) | 1987-09-12 |
| BE906103A (fr) | 1987-06-30 |
| SE467973B (sv) | 1992-10-12 |
| US4754088A (en) | 1988-06-28 |
| JPH0240049B2 (de) | 1990-09-10 |
| JPS62221639A (ja) | 1987-09-29 |
| SE8700973D0 (sv) | 1987-03-09 |
| DE3608043A1 (de) | 1987-09-17 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69620461T2 (de) | Verfahren zur herstellung von 1,1,1,3,3,-pentafluoropropanen | |
| DE3608043C2 (de) | ||
| DE2314786A1 (de) | Verfahren zur gewinnung von chlorwasserstoff | |
| DE1417725B2 (de) | Verwendung eines Katalysators auf der Basis von Halogeniden des Kupfers, des Lanthans oder der Lanthaniden und der Alkalimetalle für die Oxychlorierung bzw. Oxybromierung von Kohlenwasserstoffen | |
| DE10252859A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von 1,2-Dichlorethan und von Vinylchlorid | |
| DE2536286A1 (de) | Verfahren zur gewinnung von 1,2- dichloraethan | |
| DE69408437T2 (de) | Oxychlorierungsverfahren | |
| DE2258820C3 (de) | Verfahren zur Reinigung von α, ω-Dichloralkanen, die 2 bis 10 Kohlenstoffatome aufweisen | |
| DE3044854A1 (de) | "verfahren zur herstellung von 1,2-dichlorethan" | |
| DE69603530T2 (de) | Verfahren zur Herstellung von 1,1-Difluorethan | |
| DE1793805C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Vinylchlorid | |
| EP0042530B1 (de) | Verfahren zur Reinigung von Thionylchlorid | |
| DE3735801A1 (de) | Verfahren zur reinigung von thionylchlorid | |
| EP0002501B1 (de) | Verfahren zur Rückführung von nichtumgesetztem 1.2-Dichloräthan aus der 1.2-Dichloräthanspaltung | |
| DE1443033A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Methylchloroform | |
| EP0452909B1 (de) | Verfahren zur Reinigung von nicht umgesetztem 1,2-Dichlorethan aus einem 1,2-Dichlorethan-Pyrolyseprozess | |
| DE2536261C3 (de) | Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von o- und p-Chlortoluol | |
| DE1238452B (de) | Verfahren zur Herstellung von 3-Brom-3-chlor-1, 1, 2, 2-tetrafluorpropan | |
| DE2364095C3 (de) | Verfahren zur technischen Herstellung von 1,2-Dichloräthan | |
| DE69705562T2 (de) | Verfahren zur Transformation der leichtsiedenden Nebenprodukte gebildet bei der thermischen Spaltung von 1,2-Dichlorethan | |
| DE1468807C3 (de) | Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung chlorierter Äthylenderivate | |
| DE3334225C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von 1,2-Dichlorethan | |
| DE2843383C3 (de) | Aufarbeitung des bei der Herstellung von Cyanurchlorid anfallenden Restgases | |
| DE2845403A1 (de) | Katalysator fuer die herstellung von vinylchlorid und dessen verwendung | |
| DE1468757C (de) | Verfahren zur Chlorierung von Olefi nen mit Kupfer (II) /Kupfer (I) chlond als Chlorierungsmittel |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: BASF AG, 67063 LUDWIGSHAFEN, DE |