DE360404C - Vorrichtung zur Gewinnung der Wurzeln von Schilf u. dgl. - Google Patents

Vorrichtung zur Gewinnung der Wurzeln von Schilf u. dgl.

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DE360404C
DE360404C DES50430D DES0050430D DE360404C DE 360404 C DE360404 C DE 360404C DE S50430 D DES50430 D DE S50430D DE S0050430 D DES0050430 D DE S0050430D DE 360404 C DE360404 C DE 360404C
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CARL SPILLNER
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01DHARVESTING; MOWING
    • A01D44/00Harvesting of underwater plants, e.g. harvesting of seaweed

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Marine Sciences & Fisheries (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN
AM 2. OKTOBER 1922
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- M 360404 KLASSE 45 c GRUPPE
(S 50430III/45C)
Carl Spillner in Holzminden, Weser.
Vorrichtung zur Gewinnung der Wurzeln von Schilf u. dgl
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Juni 1919 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Loslösen der Wurzeln von Schilf und anderen Wasserpflanzen, um eine technische Verwertung dieser Stoffe zu ermöglichen.
Die neue Vorrichtung zeichnet sich gegenüber den bekannten Einrichtungen dadurch wesentlich und vorteilhaft aus, daß sie sehr einfach gebaut ist, deshalb.vergleichsweise sehr unempfindlich gegen Beschädigungen ist und trotzdem eine sehr große Leistungsfähigkeit besitzt.
Man hat zu dem fraglichen Zwecke umlau-
fende Messer, Sägen oder Fräser vorgeschlagen, außerdem sind zum Loslösen der Wurzeln Greifbagger benutzt worden, deren Leistungen aber so gering sind, daß sich die Gewinnung der Wurzeln nicht lohnend durchführen läßt. Mit dem Erfindungsgegenstand wird eine vollkommen ausreichende Leistung erreicht, um das Verfahren wirtschaftlich zu machen.
Das Neue besteht darin, daß die Wurzeln ίο durch im Boden unter' den Wurzeln entlanggezogene Messer ausgehoben werden, wobei der Tiefgang der Messer durch schlittenartige Kufen eingestellt werden kann.
Die gewonnenen Schilfwurzeln dienen zur Erzeugung hochwertiger Nahrungs- und Genußmittel, indem ihr Zucker zu Alkohol verarbeitet wird, während das Schilfrohr teils als Viehfutter dient, teils zu Geweben verarbeitet wird. Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise so Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt: Abb. ι eine Seitenansicht teilweise im Schnitt, Abb. 2 eine Draufsicht,
Abb. 3 einen Schnitt durch einen Teil der as Seitenwand f mit Schiene i und Messer k,
Abb. 4 einen Schnitt durch einen Teil der Bodenplatte e mit den daran befestigten Teilen. Die Einrichtung besteht aus Messern a, a1, die an Schienen i befestigt sind. Diese Schienen i tragen auch die Kufen b, b1, die in Schlitzen d ' verschoben werden können. Mit dem Boden e sind die Seitenwände f, f1 und schrägen Wände c, c1 wasserdicht verbunden; der dadurch entstehende Hohlraum g kann mit einer geeigneten Füllung, wie Wasser, oder mit einem spezifisch schwereren Material gefüllt werden. h und hx sind Ösen zur Befestigung der Zugseile für die Vorrichtung, h und k1 sind Seitenmesser.
Zur Gewinnung der Schilfwurzeln werden die Schilfpflanzen zunächst abgemähc, so daß nur noch längere oder kürzere Stoppeln stehenbleiben. Hierauf wird die Vorrichtung auf die verbleibenden Stoppeln gebracht und sinkt entsprechend der Beschaffenheit des Bodens so weit ein, bis die Kufen b, b1 ein weiteres Einsinken hindern. Diese Kufen werden für Vorrichtungen mittleren Umfanges, etwa 2,5 m lang und entsprechend breit gemacht. _ Das Schilfrohr legt sich bei der Bewegung der Vorrichtung um und bildet hierdurch eine verhältnismäßig feste Grundfläche.
Durch leichte Schrägstellung und infolge seines Eigengewichtes, das der Bodenbeschaffenheit dadurch angepaßt werde'n kann, daß der Hohlraum g leer oder gefüllt ist, drückt sich das Messer α in das Erdreich ein. Wird nun durch die lose befestigten Drahtseile, die zu einer am Ufer oder auf einem verankerten Prahm befindlichen Winde führen, ein Zug auf das Messer ausgeübt, so dringt die Schneide dabei so weit in die Erde, bis sie die durch die Kufen b, b1 bestimmte Tiefe erreicht hat. Beim Vorwärtsbewegen werden nunmehr die Wurzeln durchschnitten oder abgerissen. Sie gleiten die Schrägfläche c entlang, wobei sich schon ein Teil der anhaftenden Erde absondert. Die Schilfstoppeln und die Wurzeln steigen infolge ihres eigenen Auftriebes an die Wasseroberfläche und werden dort gesammelt. Die Wurzeln können aber auch direkt von der Vorrichtung in eine anschließende Waschtrommel geleitet und dort vollständig gereinigt werden.
Ist die Vorrichtung an dem Endpunkt der einen Bewegungsrichtung angekommen, dann wird sie um die Länge des Messers α seitlich verschoben und die an der entgegengesetzten Seite angebrachten Drahtseile angezogen. Dies wird so lange wiederholt, bis die in Frage kommenden Flächen vollständig abgeerntet sind.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zur Gewinnung der Wurzeln von Schilf u. dgl., gekennzeichnet durch an senkrechten Schienen (i) befestigte Messer (a, a1), die im Boden unter den Wurzeln entlanggezogen werden, und deren Tiefgang durch Kufen (b) geregelt wird, die durch Schlitz und Bolzen verstellbar an den Tragschienen befestigt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Tragschienen (i) ein aus wasserdicht verbundenen Wänden (c, e, f) gebildeter Hohlraum (g) vorgesehen ist, der mit Wasser oder einem sonstigen Material gefüllt werden kann, um die Vorrichtung den Bodenverhältnissen anpassen zu können.
3. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf den senkrechten Tragschienen (i) für die Messer in der Höhenlage verstellbare Schienen für den Angriff der Zugseile angebracht sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Berlin, gedruckt in der beichsdruCkereI.
DES50430D 1919-06-24 1919-06-24 Vorrichtung zur Gewinnung der Wurzeln von Schilf u. dgl. Expired DE360404C (de)

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