DE360402C - Verfahren zum Trocknen von Lack- und Emaillewaren - Google Patents
Verfahren zum Trocknen von Lack- und EmaillewarenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F26—DRYING
- F26B—DRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
- F26B25/00—Details of general application not covered by group F26B21/00 or F26B23/00
- F26B25/06—Chambers, containers, or receptacles
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Drying Of Solid Materials (AREA)
Description
- Verfahren zum Trocknen von Lack- und Emaillewaren. Beim Trocknen von Lackwaren usw. zeigt sich bei voller Ausnutzung des Ofen- oder Kammerinhaltes durch lückenloses Vollhängen mit Waren oft der Übelstand, daß die sich entwickelnden, Dünste den Lack von denjenigen Waren abbeizt, die am weitesten von der Wärmequelle des Ofens entfernt sind. Dies kommt daher, daß diese Waren kälter sind, als die Lackdünste, die von den heißeren Waren herstammen, so daß ein Niederschlagen der Dünste und hierdurch ein Abbeizen erfolgt. Bei den zur Zeit üblichen Ofen wird der Übelstand durch sehr weitläufiges Aufhängen der Waren und sehr reichlicher Einführung von erwärmter Luft zwar herabgesetzt oder auch beseitigt, doch sind große Ofenräume und sehr große Mengen erwärmter Luft erforderlich, die das Trocknen von Massenwaren schwerfällig und kostspielig machen.
- Um diese Mängel zu beseitigen, soll nach dem vorliegenden Verfahren das Trocknen von Lackwaren grundsätzlich in mindestens zwei verschiedenen Kammern durchgeführt werden und zwar kommen die Waren zuerst in einen Raum mit hohen Wärmegraden, wo sie 3 bis 15 Minuten verbleiben und erhalten hier durch- Wärmestrahlung usw. eine noch höhere Eigenwärme. Alsdann werden sie von hier aus in die zweite Kammer eingebracht, die an und für sich einen geringeren Wärmegrad erhalten hat, b&spielsweise durch geringere Anheizung ihrer Wände. Auch wenn die in dieser zweiten Kammer umlaufenden Lackdünste vermischt mit Luft schon ziemlich gesättigt sind, was z. B. auch dadurch geschehen sein kann, daß diese letztere bereits durch die erste Kammer durchgeleitet war, so tritt doch ein Niederschlagen der Dünste nicht ein, weil die große Eigenwärme der Waren die Lackdünste bei ihrem Auftreffen stets von neuem wieder erwärmen und sie dadurch zur Aufnahme neuer Dünste brauchbar macht.
- Nicht nur in der Nähe der Ofenwände, wo die Dünste durch diese neu nachgeheizt werden, sondern auch in der Ofenmitte tritt dies ein, so daß auch bei dichtestem Hängen der Waren und Zuführung geringer Luftmengen der gesamte Ofeninhalt gleichmäßig getrocknet und gelackt wird.
- Beim Trocknen bestimmter Waren ist es von Vorteil, daß die Luft, die die heiße Kammer durchströmt, unmittelbar ins Freie geführt und dafür neue an der gleichen Wärmequelle erwärmte Luft in die zweite Kammer geleitet wird. Auch hierbei bietet das Verfahren den Vorteil, daß die Trocknung überall gleichmäßig und auch in der Mitte kein Abbeizen erfolgt, weil die heißen Waren auch in der Ofenmitte keine Abkühlung der Dünste zulassen.
- Ist eine Heizquelle vorhanden, die reine Abgase liefert, so läßt das Verfahren die Einführung dieser Abgase in eine oder beide Kammern zu, wenn durch Zuführung von Frischluft dafür gesorgt ist, daß ihre Wärme nicht zu hoch ist. Ein Ausführungsbeispiel eines solchen Ofens ist in Abb. i im senkrechten und in Abb. 2 im wagerechten Schnitt dargestellt.
- Beim Bau von Ofen zur Ausführung des Verfahrens ist dafür zu sorgen, daß die erste Kammer cc (Abb. i) möglichst große Hitze erhält und dadurch den Gegenständen möglichst hohe Hitze abgibt. Doch darf diese Hitze nicht zu hoch sein, damit Entzündungen der Lackdünste mit Sicherheit vermieden werden, was schon bei 500 bis 6oo ° C unter Umständen eintreten kann. Zu dem Behufe wird der Kammer Frischluft zugeführt und die Kammerwände überall dort verdoppelt, wo eine Erwärmung über 500' zu befürchten ist, insbesondere über dem Feuerraum. Die Frischluft kann alsdann vor Eintritt in die Kammer zwischen den doppelten Wänden umlaufen, um sich hier zu erwärmen, damit sie die Befähigung erhält, nicht nur möglichst viel Lackdünste aufzunehmen, sondern auch zur Anwärmung der Waren in der Kammer beizutragen. Die unterste Platte d kann außerdem noch Kanäle e, e er- halten, durch welche die Luft eingeführt wird, um ein Glühendwerden der Platte zu vermeiden.
- Um für die erste Kammer einen möglichst hohen und gleichmäßigen Wärmegrad zu erzielen, können die Feuerungsabgase die Kammer im Raume f auch noch umspülen. Zweckmäßig kann dann auch die zweite Kammer über diesen Raum f angeordnet sein, wie das Ausführungsbeispiel in der Zeichnung es darstellt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Trocknen von Lack- und Emaillewaren in mehreren Kammern mit verschieden hohen Wärmegraden, -dadurch gekennzeichnet, daß die Waren zuerst in die heißeste Kammer gebracht und hier so hoch erhitzt werden, daß sie in den Kammern mit niedrigerem Wärmegrad, in welche sie dann gebracht werden, -bis zur Beendigung der Trocknung eine so große Eigenwärme behalten, daß sie die zwischen ihnen zur Beschleunigung der Trocknung eingeführten Gase (Luft usw.) auch dann an Wärme übertreffen, und sie deshalb etwas anheizen können, nachdem diese Gase die heißeste Kammer bereits durchzogen haben.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH79336D DE360402C (de) | 1919-12-16 | 1919-12-16 | Verfahren zum Trocknen von Lack- und Emaillewaren |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEH79336D DE360402C (de) | 1919-12-16 | 1919-12-16 | Verfahren zum Trocknen von Lack- und Emaillewaren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE360402C true DE360402C (de) | 1922-10-02 |
Family
ID=7163562
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEH79336D Expired DE360402C (de) | 1919-12-16 | 1919-12-16 | Verfahren zum Trocknen von Lack- und Emaillewaren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE360402C (de) |
-
1919
- 1919-12-16 DE DEH79336D patent/DE360402C/de not_active Expired
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