DE360402C - Verfahren zum Trocknen von Lack- und Emaillewaren - Google Patents

Verfahren zum Trocknen von Lack- und Emaillewaren

Info

Publication number
DE360402C
DE360402C DEH79336D DEH0079336D DE360402C DE 360402 C DE360402 C DE 360402C DE H79336 D DEH79336 D DE H79336D DE H0079336 D DEH0079336 D DE H0079336D DE 360402 C DE360402 C DE 360402C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
goods
chamber
heat
drying
oven
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH79336D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEH79336D priority Critical patent/DE360402C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE360402C publication Critical patent/DE360402C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B25/00Details of general application not covered by group F26B21/00 or F26B23/00
    • F26B25/06Chambers, containers, or receptacles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zum Trocknen von Lack- und Emaillewaren. Beim Trocknen von Lackwaren usw. zeigt sich bei voller Ausnutzung des Ofen- oder Kammerinhaltes durch lückenloses Vollhängen mit Waren oft der Übelstand, daß die sich entwickelnden, Dünste den Lack von denjenigen Waren abbeizt, die am weitesten von der Wärmequelle des Ofens entfernt sind. Dies kommt daher, daß diese Waren kälter sind, als die Lackdünste, die von den heißeren Waren herstammen, so daß ein Niederschlagen der Dünste und hierdurch ein Abbeizen erfolgt. Bei den zur Zeit üblichen Ofen wird der Übelstand durch sehr weitläufiges Aufhängen der Waren und sehr reichlicher Einführung von erwärmter Luft zwar herabgesetzt oder auch beseitigt, doch sind große Ofenräume und sehr große Mengen erwärmter Luft erforderlich, die das Trocknen von Massenwaren schwerfällig und kostspielig machen.
  • Um diese Mängel zu beseitigen, soll nach dem vorliegenden Verfahren das Trocknen von Lackwaren grundsätzlich in mindestens zwei verschiedenen Kammern durchgeführt werden und zwar kommen die Waren zuerst in einen Raum mit hohen Wärmegraden, wo sie 3 bis 15 Minuten verbleiben und erhalten hier durch- Wärmestrahlung usw. eine noch höhere Eigenwärme. Alsdann werden sie von hier aus in die zweite Kammer eingebracht, die an und für sich einen geringeren Wärmegrad erhalten hat, b&spielsweise durch geringere Anheizung ihrer Wände. Auch wenn die in dieser zweiten Kammer umlaufenden Lackdünste vermischt mit Luft schon ziemlich gesättigt sind, was z. B. auch dadurch geschehen sein kann, daß diese letztere bereits durch die erste Kammer durchgeleitet war, so tritt doch ein Niederschlagen der Dünste nicht ein, weil die große Eigenwärme der Waren die Lackdünste bei ihrem Auftreffen stets von neuem wieder erwärmen und sie dadurch zur Aufnahme neuer Dünste brauchbar macht.
  • Nicht nur in der Nähe der Ofenwände, wo die Dünste durch diese neu nachgeheizt werden, sondern auch in der Ofenmitte tritt dies ein, so daß auch bei dichtestem Hängen der Waren und Zuführung geringer Luftmengen der gesamte Ofeninhalt gleichmäßig getrocknet und gelackt wird.
  • Beim Trocknen bestimmter Waren ist es von Vorteil, daß die Luft, die die heiße Kammer durchströmt, unmittelbar ins Freie geführt und dafür neue an der gleichen Wärmequelle erwärmte Luft in die zweite Kammer geleitet wird. Auch hierbei bietet das Verfahren den Vorteil, daß die Trocknung überall gleichmäßig und auch in der Mitte kein Abbeizen erfolgt, weil die heißen Waren auch in der Ofenmitte keine Abkühlung der Dünste zulassen.
  • Ist eine Heizquelle vorhanden, die reine Abgase liefert, so läßt das Verfahren die Einführung dieser Abgase in eine oder beide Kammern zu, wenn durch Zuführung von Frischluft dafür gesorgt ist, daß ihre Wärme nicht zu hoch ist. Ein Ausführungsbeispiel eines solchen Ofens ist in Abb. i im senkrechten und in Abb. 2 im wagerechten Schnitt dargestellt.
  • Beim Bau von Ofen zur Ausführung des Verfahrens ist dafür zu sorgen, daß die erste Kammer cc (Abb. i) möglichst große Hitze erhält und dadurch den Gegenständen möglichst hohe Hitze abgibt. Doch darf diese Hitze nicht zu hoch sein, damit Entzündungen der Lackdünste mit Sicherheit vermieden werden, was schon bei 500 bis 6oo ° C unter Umständen eintreten kann. Zu dem Behufe wird der Kammer Frischluft zugeführt und die Kammerwände überall dort verdoppelt, wo eine Erwärmung über 500' zu befürchten ist, insbesondere über dem Feuerraum. Die Frischluft kann alsdann vor Eintritt in die Kammer zwischen den doppelten Wänden umlaufen, um sich hier zu erwärmen, damit sie die Befähigung erhält, nicht nur möglichst viel Lackdünste aufzunehmen, sondern auch zur Anwärmung der Waren in der Kammer beizutragen. Die unterste Platte d kann außerdem noch Kanäle e, e er- halten, durch welche die Luft eingeführt wird, um ein Glühendwerden der Platte zu vermeiden.
  • Um für die erste Kammer einen möglichst hohen und gleichmäßigen Wärmegrad zu erzielen, können die Feuerungsabgase die Kammer im Raume f auch noch umspülen. Zweckmäßig kann dann auch die zweite Kammer über diesen Raum f angeordnet sein, wie das Ausführungsbeispiel in der Zeichnung es darstellt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Trocknen von Lack- und Emaillewaren in mehreren Kammern mit verschieden hohen Wärmegraden, -dadurch gekennzeichnet, daß die Waren zuerst in die heißeste Kammer gebracht und hier so hoch erhitzt werden, daß sie in den Kammern mit niedrigerem Wärmegrad, in welche sie dann gebracht werden, -bis zur Beendigung der Trocknung eine so große Eigenwärme behalten, daß sie die zwischen ihnen zur Beschleunigung der Trocknung eingeführten Gase (Luft usw.) auch dann an Wärme übertreffen, und sie deshalb etwas anheizen können, nachdem diese Gase die heißeste Kammer bereits durchzogen haben.
DEH79336D 1919-12-16 1919-12-16 Verfahren zum Trocknen von Lack- und Emaillewaren Expired DE360402C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH79336D DE360402C (de) 1919-12-16 1919-12-16 Verfahren zum Trocknen von Lack- und Emaillewaren

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH79336D DE360402C (de) 1919-12-16 1919-12-16 Verfahren zum Trocknen von Lack- und Emaillewaren

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE360402C true DE360402C (de) 1922-10-02

Family

ID=7163562

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEH79336D Expired DE360402C (de) 1919-12-16 1919-12-16 Verfahren zum Trocknen von Lack- und Emaillewaren

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE360402C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3640727C2 (de)
DE615845C (de) Verfahren und Vorrichtungen zum Verdampfen von Fluessigkeiten
DE360402C (de) Verfahren zum Trocknen von Lack- und Emaillewaren
DE1471831A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Erhitzen von Glas zum Zwecke einer spaeteren thermischen Behandlung
DE2457152B2 (de) Ofen zur waermebehandlung von gegenstaenden
DE3642175A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum behandeln von lebensmittelware mit rauch
DE2907886A1 (de) Verfahren zur rauchgaslosen kohletrocknung
DE923719C (de) Verfahren zum Trocknen mit im Kreislauf gefuehrten Trockenmitteln
DE849838C (de) Verfahren zum Schwelen nichtbackender Brennstoffe, insbesondere OElschiefer
DE2137279C3 (de) Durchlauftrockner zum zweistufigen Trocknen lackierter oder bedruckter Gegenstände
DE619384C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Aufrechterhaltung einer gleichbleibenden Temperatur in Trockenraeumen fuer Schuettgut
DE286429C (de)
DE515911C (de) Verfahren zum Schwelen von feinkoernigen oder staubfoermigen bituminoesen Stoffen
DE19067C (de) Karbonisationsofen
DE2730310C2 (de) Verfahren zum Fördern von Rosten durch einen Tunnelofen
DE488450C (de) Verfahren zur gleichmaessigen Erwaermung von Metallen oder aehnlichen Stoffen und zum Einhalten einer gleichmaessigen Temperatur durch einen umlaufenden Heizgasstrom
DE3037897A1 (de) Verfahren und anlage zur warmfeuchtbehandlung von erzeugnissen, beispielsweise aus beton
CH313546A (de) Einrichtung zur Behandlung von Fleischwaren
DE1542369B2 (de) Kammerofen mit wanderndem feuer
DE461636C (de) Verfahren zur Herstellung von Stickstoffverbindungen
DE472803C (de) Verfahren zum Trockenkuehlen von Koks
DE362252C (de) Verfahren zur Entgasung wasserreicher Brennstoffe
AT207309B (de) Verfahren zur Herstellung von weißem Zement
DE491384C (de) Verfahren zur Verbesserung der Waermewirtschaft beim Schlammtrocknen in der Zementindustrie
DE897242C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Durchfuehrung von chemischen Reaktionen auf Textilgut bei erhoehter Temperatur