DE359552C - Verfahren zum Betrieb von senkrechten Schiffshebewerken, bei denen der Trog durch inWasserschaechten gleitende Gegengewichte ausgewuchtet wird - Google Patents

Verfahren zum Betrieb von senkrechten Schiffshebewerken, bei denen der Trog durch inWasserschaechten gleitende Gegengewichte ausgewuchtet wird

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DE359552C
DE359552C DES49999D DES0049999D DE359552C DE 359552 C DE359552 C DE 359552C DE S49999 D DES49999 D DE S49999D DE S0049999 D DES0049999 D DE S0049999D DE 359552 C DE359552 C DE 359552C
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    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
    • E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02C—SHIP-LIFTING DEVICES OR MECHANISMS
    • E02C5/00—Mechanisms for lifting ships vertically

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Barrages (AREA)

Description

  • Verfahren zum Betrieb von senkrechten Schiffshebewerken, bei denen der Trog durch in Wasserschächten gleitende Gegengewichte ausgewuchtet wird. Bei den bisher beschriebenen Schiffshebewerken, welche teils mit Auftriebwirkung, teils mit Hebel arbeiten, war stets eine Antriebmaschine erforderlich, welche die Anlage des Werkes kostspielig machte und eine größere Zahl von geschultem Betriebspersonal benötigte.
  • Vorliegende Erfindung besteht in einer Vereinigung von Gleichgewichts- und Auftriebwirkung nach neuen Grundsätzen zu dem Zwecke, bei einfachster baulicher Anordnung alle erforderlichen Kräfte zum Bewegen aus einem Wasserüberdruck unmittelbar zu entnehmen und bei einfachster Bedienung des Schiffshebewerkes möglicherweise jeglicheAntriebmaschine auszuschalten.
  • In beiliegender Zeichnung stellen dar: Abb. i einen Querschnitt A-B senkrecht zur Längsachse des einfahrenden Schiffes, Abb. z die Draufsicht auf einen Teil der Anlage.
  • Das zu hebende Schiff d fährt in einen bei Schiffshebewerken gebräuchlichen Trog b zwischen zwei Mauern c und d ein, welche sich talwärts an die Wand der Talsperre oder des Dammes e anschließen, der die obere Haltung (Kanalsohle y) gegen die untere abschließt. Das Bauwerk kann gegebenenfalls aber auch ganz oder teilweise im Gebiet der oberen Haltung liegen, so daß beispielsweise ff den erwähnten Abschluß gegen die obere Haltung darstellt.
  • Der dauernd zwischen den Mauern befindliche Trog b hängt in einer größeren Zahl von Seilen oder Kabeln g, welche an seiner Wandung unverschieblich befestigt sind. Die Kabel führen über Rollen li, i, h, 1, welche mit gemeinsamen Achsen m, n, o, p in Achslagern r, s auf einer beispielsweise zur Versteifung und Druckverteilung aus Trägern q bestehenden oberen Decke aufgestellt sind. Die Kabel führen unmittelbar hinter den Rollen in Schächte t. An den Enden der Kabel sind Gewichte 2s aus Stein, Eisen oder einem anderen Stoff mit hohem spezifischem Gewicht befestigt. Die Schächte t sind miteinander zum Teil durch wagerechte Kanäle v in der Mauerwerksohle w verbunden. Das Prinzip der Schiffshebung beruht darauf, daß. das Gewicht sämtlicher Gegengewichte z, im ungetauchten Zustand größer, nach Eintauchen im Wasser durch den bekannten Gewichtsverlust (gleich dem Gewicht des verdrängten Wassers) kleiner ist als das Gewicht des mit Wasser gefüllten Troges.
  • Voraussetzung ist, daß der Trog sich auch in der tiefsten Lage (in der Abb. i gestrichelt dargestellt) nicht im Wasser befindet: Er wird gegen die untere und obere Haltung mittels der bekanntenAbschlußvorrichtung (Trogtor y' und Abschlußtor z) abgeschlossen. Der Raum zwischen den Mauern ist also in Troghöhe ohne Wasser. Unter dem Trog darf Wasser stehen.
  • Soll nun ein Schift z. B. von unten nach oben gebracht werden, so wird der Trog zurächst an die Einfahrt x der unteren Haltung wasserdicht angeschlossen. Hierauf werden Tore y' und z geöffnet, indem sie gehoben oder in die seitliche Aussparung z' geschoben werden, und das Schiff fährt ein. Dann werden die Tore y@, z geschlossen und der Trog von der Einfahrt x getrennt. Die Gegengewichte befinden sich in Höhe der oberen Haltung, weil zunächst die Schächte t mitWasser bis zum oberenWasserspiegel gefüllt sind und die Gegengewichte, wie oben bemerkt, infolge ihres geringeren Gewichtes im Wasser etwas leichter sind als der Trog, mithin bei Gleichgewichtszustand mit dem Trog zum Teil aus dem Wasserspiegel heraustreten müssen.
  • Beim Öffnen eines Ventils e' sinkt das Wasser der Schächte t, welches aus einer gemeinsamen Verbindung g' aller Kanäle durch ein Rohr austritt, gleichmäßig bis zum Unter-,vasserspiegel. Die Gegengewichte u sinken mit, weil sie außerhalb des Wassers schwerer als der gefüllte Trog sind und das Schiff wird bis zur oberen Haltung (Wasserspiegel i') gehoben. Dort wird Tor y' nach wasserdichtem Anschluß, wie oben beschrieben, zusammen mit Tor z geöffnet, nach Ausfahren des Schiffes und etwaigem Einfahren eines an-. deren y' und z wieder geschlossen und die Verbindung von y' und z gelöst. Durch Schließen des Ventils e' und öffnen eines benachbarten Ventils k' eines Rohres in mit Filter n' strömt aus der oberen Haltung das Wasser durch Rohr m und die Verbindungsrohre g' gleichmäßig in alle Kanäle v und füllt die Schächte t wieder bis zum Oberwasserspiegel. Das Schift sinkt entsprechend bis zur unteren Haltung, weil die Gegengewichte nach obiger Beschreibung im Wasser leichter als der Trog werden und mit dem Wasserspiegel steigen.
  • Es wurde indessen bisher bei dieser reinen Gleichgewichtsbewegung nicht die zu leistende Arbeit zur Überwindung der Rollenreibung und Seilsteifheit berücksichtigt. Diese Arbeit bedarf einer Kraftquelle. Im Bild tritt der Mangel dieser Kraftquelle dadurch in Erscheinung, daß, wenn beispielsweise im Gleichgewichtszustand dieHälfte eines jeden Gegengewichts im Wasser sein müßte, das Gegengewicht bei Ankunft unten vielleicht nur bis zu % in das Wasser tauchte; oder, oben angekommen, umgekehrt zu 3(, im Wasser bleiben würde. Während des Hubs und der Senkung des Trogs kann durch übermäßiges Heraustreten aus dem oder Tauchen in das Wasser durch die Gegengewichte u diese Reibungsarbeit geleistet werden. Zur Erzielung der Endstellung fehlt aber dieser Antrieb. Der Wasserspiegel in den Schächten wird deshalb künstlich über Oberwasser aufgehöht. Es sei ä die notwendige Aufhöhungsmenge des Oberwassers (Überwasser). Bei@Entleerung der gefüllten Schächte beginne die Abwärtsbewegung der Gegengewichte unter der Wasserspiegelhöhe i in den Schächten. Das Gegengewicht kommt mit Wasserspiegelhöhe q' in den Schächten unten an. Bei Wiederfüllung der Schleuse setzt es sich dann erst nach Füllung mit einerWassermenge c'(= ä) nach aufwärts in Bewegung und kommt erst nach Einbringung des Überwassers oben an. Es braucht aber nicht, wie in der Abbildung, die Mitte des Gegengewichts in Übereinstimmung mit den Kanalwasserspiegeln zu sein. Das Maß der nötigen Absenkung könnte beispielsweise a' plus b' sein. Dann müßten aber die Gegengewichte mindestens um das Maß b' höher stehen als in der Zeichnung und das Überwasser entsprechend höher. Das Wasser der Schächte wird nur nach Bedarf gemäß den jeweiligen Kanalwasserständen gefüllt und ab= gelassen. Dieses Maß zeigt zwecks rechtzeitigen Schieberverschlusses der Schiffstrog l,ei Anschluß am Haltungstor selbsttätig -etwa durch Kontaktklingelzeichen - an. Es wird ein größerer Höhenunterschied im Schachtwasserspiegel als nötig absichtlich gewählt, damit die Hubhöhe der Gegengewichte u durch leichtes Aufstoßen auf Hindernisse (z. B. Platten oder Stäbe, nötigenfalls mit Polster) nach unten (r') und nach oben (s') scharf begrenzt werden kann. Diese künstliche Aufhöhung des Wasserspiegels über Höhe des oberen Wasserspiegels kann durch dauernden Zufluß aus einer Wasserleitung n' herbeigeführt werden: Bei Verwendung einer durch Wasserkraft getriebenen Kreiselpumpe kann diese Füllung gleichzeitig mit der etwa nötigen Entfernung von Wasser aus der Kammer verknüpft werden.
  • Die Tröge können an beliebig viel Stangen w' am Mauerwerk geführt werden, um die etwa auftretenden geringen, Schwankungen zu verhüten.
  • Die Mauern d und e können nach bekannten Bauweisen über Unterwasser durch Eisenbauten und die Kanäle und Schächte sinngemäß als Eisenrohre ausgebildet werden.
  • Das Schiffshebewerk wirkt ähnlich einer Schleuse. Wählte man die Gegengewichte ic aus Wasser (in Trögen gleicher Höhe), so würde der Inhalt der beiderseitigen Schächte gleich dem Inhalt einer Schleuse gleicher Höhe und somit auch der Wasserverbrauch gleich dem einer Schleuse sein. Je spezifisch schwerer die Gegengewichte sind, desto kleiner können die Schächte werden. Bei Gewichten aus Eisen (spez. Gew. 8) wird der Wasserverbrauch ungefähr 11$ desjenigen einer Schleuse gleicher Höhe. Dabei ist aber die Füllzeit wegen des hohen Wasserdrucks bedeutend kürzer. Auch findet keine Beunruhigung des Schiffes durch das einströmende Schleusenwasser statt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUcH: Verfahren zum Betrieb von senkrechten Schiffshebewerken, bei denen der Trog durch inWasserschächten gleitende Gegengewichte ausgewuchtet wird, dadurch gekennzeichnet, daß diese untereinander und mit dem Ober- und Unterwasser verbundenen Schächte für die Auffahrt des Troges geleert und für seine Niederfahrt gefüllt werden, wobei die infolge von Rollenreibung, Seilsteifheit u. dgl. auftretenden Bewegungswiderstände durch einen Kraftüberschuß überwunden werden, der durch Aufhöhung des Wasserstandes in den Schächten über denWasserspiegel der Kanalhaltung hinaus gewonnen wird.
DES49999D Verfahren zum Betrieb von senkrechten Schiffshebewerken, bei denen der Trog durch inWasserschaechten gleitende Gegengewichte ausgewuchtet wird Expired DE359552C (de)

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