DE359482C - Verfahren zum Trocknen von landwirtschaftlichen Erzeugnissen - Google Patents

Verfahren zum Trocknen von landwirtschaftlichen Erzeugnissen

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DE359482C
DE359482C DES48086D DES0048086D DE359482C DE 359482 C DE359482 C DE 359482C DE S48086 D DES48086 D DE S48086D DE S0048086 D DES0048086 D DE S0048086D DE 359482 C DE359482 C DE 359482C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B15/00Machines or apparatus for drying objects with progressive movement; Machines or apparatus with progressive movement for drying batches of material in compact form

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zum Trocknen von landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Die Erfindung bezieht sich auf stufenartig wirkende Kanaltrockner für landwirtschaftliche Erzeugnisse, besonders für frische Nahrungsmittel, bei welchen das zu trocknende Gut allmählich in mehreren Stufen getrocknet wird, indem in der ersten Stufe die Abwelkung mittels frischer Kaltluft, in der zweiten das Vorwärmen, in der dritten das Erhitzen auf die Höchstwärme und in der vierten die endgültige Trocknung und die Abkühlung vor sich gehen.
  • Zweck der Erfindung ist, das Trockncn der Erzeugnisse mit möglichst kleinem Wärmeverbrauch tunlichst wirtschaftlich zu gestalten. Dies soll durch eine möglichst vollkommene Ausnützung der durch die zum Trocknen verwendeten Wärmequelle gelieferten Wärme in der Weise ermöglicht werden, daß zur Erwärmung der in den Trockenkanal einzuführenden Luft auf die verschiedenen Wärmegrade eine Regeneratoranlage angeordnet wird, in welcher aussch'ießlich die höchste Erhitzung der Luft unter Benutzung einer frischen Wärmequelle vor sich geht, während zur Vorwärmung die bereits einmal benutzte Wärmequelle und die von dem getrockneten warmen Gut abgegebene Wärmemenge benutzt wird, derart, daß sämtliche Kammern der Regeneratoranlage nacheinander sämtliche Wirkungsstufen durchmachen.
  • Die Einrichtung ist entsprechend der Natur der zu trocknenden Stoffe für eine Trocknung bei verhältnismäßig niederen Wärmegraden bestimmt; sie eignet sich aber auch für eine Ausführung des Trockenverfahrens, wonach, wie dies bei manchen Stoffen erforderlich ist, die Trocknung bei der Höchstwärme beginnt und nachher bei allmählich abnehmender Wärme weitergeführt und beendet wird.
  • In der Zeichnung veranschaulicht Abb. r einen wagerechten Schnitt durch den Trockenkanal, wobei der Weg der Luft und der Verbrennungsgase durch Pfeile dargestellt ist, Abb. 2 einen wagerechten Schnitt durch die Regeneratoranordnung mit den unteren Abzweigungen, Abb. 3 einen solchen mit den oberen Abzweigungen, Abb. q. die Ansicht einer Regeneratorsäule, Abb. 5 und 6 wagerechte Schnitte durch eine andere Ausführung der Regeneratoranordnung mit den unteren und den oberen Abzweigungen, -Abb. 7 einen senkrechten Längsschnitt derselben.
  • In den Abb. 2 bis 7 sind die in offenem Zustande befindlichen Ventile durch kleine leere Kreise, die in geschlossenem Zustande befindlichen durch ,ausgefüllte Kreise, veran-. schaulicht.
  • Der Trockner selbst besteht gemäß Abb. x aus einem U-förmigen, liegenden Kanal, der an beiden Enden of:"en ist und den die die Trockenrahmen tragenden Gestellwagen auf Sctiencn oder an Drahtseilen hängend durchlaufen. Der Betrieb kann ein fortlaufender sein, wenn nämlich mittels entsprcchender motorischer Kraft die Förderwagen in fortgesetzter Bewegung gehalten werden, oder auch ein unterbrochener, wenn mit oder ohne Hilfe -einer b@ sonderen motorischen Kraft in bestimmten Zeitabständen je ein Förderwagen am Ende des Trockncrs ausgezogen und gleichzeitig ein anderer mit frischer Ware beladen am Eingange desselben eingeführt wird.
  • Die Trocknung selbst zerfällt im Kanal in vier (in Abb, z mit I, II, III und IV bezeichnete) Abschnitte, und zwar in Abschnitt I, in welchem die über die frische Ware eingesaugte kalte Außenluft die Abwelkung bewirkt, in Abschnitt II, in welchem die, wie nachfolgend beschrieben, durch die Öffnung K des offenen Kanals eingesaugte Kaltluft bei a mittels des Luftrades E in die Vorwärmsäule der Regeneratorgruppe eingesaugt wird, und diese durchströmend, bei n in eine im Rauchkanal X liegende Leitung tritt, in dieser weitergeführt, noch weiter erwärmt wird und bei b wieder in den Trockenkanal eintritt. Hier verteilt sie sich nach. zwei Richtungen; der größere Teil strömt weiter gegen die Saugöffnung c, der kleinere Teil wird zur Saugöffnung a zurückgesaugt, wo sie sich mit der eingesaugten Frischluft vereinigt.
  • Im Abschnitt III durchströmt die bei c eingesaugte, bereits vorgewärmte Luft die auf die höchste Temperatur gebrachte Säule der Regeneratorgruppe, tritt nachher beim in die im Rauchkanal liegende Leitung und tritt, nach dem sie sich darin noch weiter erwärmt hat, bei d wieder in den Trockenkanal ein. Hier teilt sich die ausströmende Luft wiederum nach zwei Richtungen; der größere Teil strömt gegen c vorwärts, während der kleinere Teil nach c zurückkehrt, sich hier mit der aus dem Vorwärmabschnitt cinströmendenLuft vereinigt und mit derselben vereint weiterströmt.
  • Im Abschnitt IV, schreitet das auf die höchste Temperatur aufgewärmte, jedoch noch nicht vollkommen getrocknete Gut mit dem Gestellwagen vorwärts und trifft auf immer kältere Luft, die bei g von demselben Luftrad E eingesaugt wird, der durch die Öffnung a die bei K eingesaugte Kaltluft in die Vorwärmesäule der Regeneratorgruppe treibt. Hierbei erwärmt sich die eingesaugte Luft und wird zur Aufnahme weiterer Wasserdünste geeignet, während sich das getrocknete Gut samt den Gestellen abkühlt und bis zum gewünschten Maße Feuchtigkeit verliert. . Ein Teil der vorgewärmten Luft trifft bei e mit der durch Wasserdämpfe gesättigten Luft zusammen und tritt mit dieser vereint wieder in die Kühlsäule der Regeneratorgruppe, wo sie sich abkühlt, während sich die Kühlsäule dabei erwärmt; die derart vereinigte abgekühlte Luft aber gelangt in den Feuerraum des Ofens oder Kessels.
  • Statt des beEchriebenen U-förmigen Trockenkanals kann auch ein halbkreisförmiger oder hufeisenförmiger und nicht nur ein liegender, sondern auch ein stehender Trockenkanal verwendet werden. Das das Wesen der Erfindung bildende Verfahren kann aber auch auf andere bereits bekannte und benutzte Trockenvorrichtungen angewendet- werden, wenn für die Einführung der den verschiedenen Aufgaben dienenden Luftströme in .entsprechende Abteilungen und Richtungen gesorgt wird.
  • Als Wärmequelle können die Rauchgase eines Ofens oder Kessels verwendet werden. Diese Rauchgase werden zur aufeinanderfolgenden Erhitzung der Säulen des in Abb. 2 und 3 veranschaulichten Regenerators benutzt. Es kann jedoch auch eine solche Vorrichtung verwendet werden, in der frischer Dampf oder Abdampf oder statt des Dampfes die aus den Öfen kommenden Rauchgase durch Heizröhren geführt werden. Eine solche durch gleichzeitig strömenden Dampf oder Gase geheizte Anlage ist in Abb. 5 bis 7 veranschaulicht. In Anbetracht des Umstandes, daß zum Betriebe der Lüfter und der Fördervorrichtungen gewöhnlich eine Dampfmaschine benutzt wird, ist es wirtschaftlicher, wenn zur Heizung die Rauchgase des Dampfkessels benutzt werden und die etwa fehlende"yyWärmemenge durch die Rauchgase eines besonderen Ofens ergänzt wird.
  • Die in Abb. 2 und 3 veranschaulichte Heizvorrichtung (Regeneratorgruppe) besteht aus vier zylinderförmigen hohlen Säulen (Abb. q.), deren jede mit Chamottziegeln oder mit Koks, Schlacke, Bimsstein oder anderen zur Wärmeaufnahme geeigneten groben, stückigen Stoffen ausgefüllt ist. Diese Regeneratorsäulen wirken abwechselnd in nacheinanderfolgendem Kreislaufe auf folgende Weise In der ersten Arbeitsstufe erwärmen die Rauchgase den Inhalt der Säule. In der zweiten Stufe nimmt die in entgegengesetzter Richtung eingesaugte und bereits vorgewärmte und aus dem Vorwärmabscl:nitte des Trockenkanales herkommende Luft so viel Wärme in der Säule auf, daß sie den gewünschten höchsten Wärmegrad annähernd erreicht, wird daß von dieser Wärme nur so viel fehlt, als die Luft in der aus Abb. i ersichtlichen, in demRauchkanal X liegenden Leitung von m bis d aufzunehmen vermag. In der dritten Arbeitsstufe wird durch die bereits zum Teil abgekühlte Säule in einer mit der vorangehenden gleichen Richtung die durch die in Abb. i mit a bezeichnete Öffnung eingesaugte kalte und die durch Öffnung g eingesaugte, durch die warmen Gestelle und Stoffe vorgewärmte Luft zum Zwecke der weiteren Erwärmung durchgetrieben, wonach die Luft in der Leitung von n bis b (Abb. i) durch die Rauchgase noch weiter erwärmt wird. Die in dieser Stufe eingesaugte Kaliluft nimmt die Wärme der Regeneratorsäule auf und kühlt letztere ab. In der darauffolgenden vierten und letzten Stufe tritt schließlich die durch die in Abb. i mit e bezeichnete Öffnung eingesaugte, mit Dünsten beladene. ausgenutzte Warmluft in die abgekühlte Säule in entgegengesetzter Richtung ein und kühlt ab, wobei sich die Wasserdämpfe gegebenenfalls teilweise niederschlagen und die Säule zur darauffolgenden, mittels Rauchgase bewirkten Heizstufe vorgewärmt wird. Hernach kann der Kreislauf von neuem beginnen. Abb. 2 und 3 zeigen den oberen und den unteren wagerechten Querschnitt der Regene, ratorgruppe; sie lassen gleichzeitig alle nötigen Handhabungen und den Betrieb der ganzen Gruppe in der ersten Stufe erkennen. Der Kreislauf des Betriebes der Regeneratorgruppe, wobei nach bestimmter Zeit eine allgemeine Umschaltung erfolgt, wird durch die folgende Tabelle veranschaulicht
    Säule Säule wird vorge- Säule kühlt ab Luft Säule auf Höchst-
    unter Heizung wärmt, Luft kühlt wird vorgewärmt Wärme,
    ab Luft wird erhitzt
    Nr. Nr. Nr. Nr.
    I. Schaltstufe . z 2 3 4
    1I. - 2 3 4 x
    IM - 3 4 x 2
    IV. - 4 r 2 3
    Strömungsrich- von oben nach von oben nach von unten nach von unten nach
    tung unten unten oben oben
    Zur Verwirklichung des obigen Betriebes erfordert jede Regeneratorsäule je vier Ein-und Ausführungsleitungen mit ebenso vielen Ventilen.
  • Die Leitungen und die Ventile sind in Abb. 2 mit a1, a2,- a3, a4; ß1, ß2, ß3, ß4, 711 Y2, Y3, y4; 61, 82, 63, 84> in. Abb. 3 mit a1, a2, CL3, G14; bl, b2, b3, b4; Ci,. C2, C3, c4; dl, d2, d3, d4 bezeichnet. Diese werden entsprechend der Gruppierung, u ix in Abb, 2 und 3 ersichtlich, in die acht Hauptleitungsstränge eingeschaltet. Diese sind: der die Rauchgase einführende Kanal, A mit Abzweigungen und Ventilen a1, a2, a3, a4, derdieRauchgaseabführendeKanalF mit Abzweigungen und Ventilen a1, a2, a3, a4, der die Luft zur höchsten Erwärmung führende Kanal B und der die auf Höchsttemperatur erwärmte Luft abführende Kanal C mit Abzweigungen und Ventilen 8i, 8,2, f3, f4 bzw. dl, d2, d3, d4, der zum Vorwärmer führende Kanal D und von hier wegführende Kanal G mit Abzweigungen und Ventilen y1, y2, Y3, Y4 bzw. cl, c2, c3. c4 und schließlich der zur Kühlsäule führende Kanal H und daraus wegführende Kanal J mit Abzweigungen und Ventilen b1, b2, b3, b4 bzw. ß1, ,32, ß3. ;1P4. Jeden Hauptkanal bedienen je vier, insgesamt demnach 32 Ventile, von denen gleichzeitig acht Ventile geöffnet sind. Die Ventile, die gleichzeitig zu öffnen sind, werden durch eine geeignete Vorrichtung auf an und für sich bekannte Weise derart zusammengeschaltet, daß den vier Stufen entsprechend nur vier aufeinanderfolgende Wechsel erforderlich sind. Die Schaltung der Ventile untereinander wird durch die folgende Tabelle veranschaulicht
    Gleichzeitig zu öffnende Ventile
    in Schaltstufe I dl a1 b2 ß2 'c3 Y3 d4 64
    _ _ II a2 a2 b3 ß3 C4 Y4 dl dl
    _ _ III a3 a3 b4 ß4 Cl Y1 d2 4
    - - IV a4 a4 b1 ß1 c2 Y2 d3 ö3.
    Die Ventile können als einfache Scheibenventile ausgeführt werden, wie zum Schließen von Rauchröhren üblich. In diesem Falle werden sie mittels Ketten- und Schneckenübertragung im Sinne der obigen Tabelle an vier Hauptketten angeschlossen, durch deren Anziehen oder Nachlassen gleichzeitig je acht Ventile geöffnet oder geschlossen werden. Im allgemeinen können zur gruppenweisen Steuerung der Ventile beliebige Gestänge verwendet werden, die, wie erwähnt, durch vier Steuervorrichtungen gesteuert werden können; ja die verschiedenen Bewegungen können sogar auf an und für sich bekannte Weise von einer einzigen Steuervorrichtung, z. B. von einer mit gegeneinander entsprechend versetzten Nocken versehenen Nockenscheibe ausgehen.
  • Im Falle der Heizung mittels gleichzeitig durchströmenden Dampfes oder Rauchgase besteht die Regeneratorgruppe nur aus drei Säulen. Denn in diesem Falle werden in der Stufe des Anwärmens der Dampf oder die Rauchgase, wie erwähnt, gleichzeitig mit der zu erwärmenden Luft eingeführt. Die innere Einrichtung der Säulen ist ebenfalls verschieden, in dem sie in diesem Falle aus einer Gruppe von dampf- oder gasführenden Röhren besteht.
  • Es ist vom Gesichtspunkte der Erfindung nicht wesentlich, wie diese Rohrleitungen angeordnet werden; es ist jedoch erforderlich, daß' die den Säulen zugeführte Luft mit dem in den Röhren geführten Dampf oder den Heizgasen auf möglichst großer Fläche in Berührung komme. Wesentlich ist hingegen der Kreislauf der Erwärmung und Abkühlung bei den in Abb. 5 und 6 im wagerechten Schnitte und in Abb.7 im Senkrechtschnitte veranschaulichten drei Säulen. Dies geschieht nach dem folgenden Grundsatze : In der ersten Stufe der Wirkung wird in die Rohrleitung von unten Heizdampf oder Heizgas und in entgegengesetzter Richtung die bereits vorgewärmte Luft in die Heizsäule 1 eingeführt. Hier wird annähernd die Höchstwärme erreicht; die weite-e Erhitzung und Weiterleitung der Luft geschieht auf die früher angegebene Weise. In der folgenden Stufe wird der aus Säule x weggeführte, bereits einmal ausgenutzte Heizdampf oder Gas in die Rohrleitung der Säule 2 eingeführt. Gleichzeitig wird in Säule?, zum Zwecke der Vorwärmung Luft eingeführt, die auf die bereits beschriebene Art im Abschnitt II des Trockenkanals und von hier zwecks weiterer Vorwärmung in Säule 2 gelangt. In der dritten Stufe wird schließlich in die durch die frische Luft abgekühlte Heizröhren der Säule 3 nicht mehr Dampf oder Heizgas eingeführt, sondern die aus dem Trokkenkanal bei e eingesaugte warme dunstbeladene Luft, die die Röhren und die in die Säule 3 eingesaugte frische Luft vorwärmt. Zwecks weiterer Ausnutzung des Heizgases wird ferner das aus den Röhren der Säule 2 austretende Gas in den den Trockenkanal halbkreisförmig umgebenden Rauchgaskanal X eingef ührt, und zwar dem Zwecke entsprechend entweder in eine besondere Rohrleitung oder in den Mantel selbst. Die bereits einmal ausgenutzte, dunsthaltige warme Luft wird aus Säule 3 unter den Feuerungsrost geführt, um das Feuer zu beleben.
  • Diese zweite Ausführung der Regeneratorgruppe wird durch die Abb. 5, 6 und 7 für den Fall eines Arbeitsabschnittes der ganzen Gruppe erläutert. Der normale Kreislauf des Betriebes der Regeneratorengruppe aber wird durch die folgende Tabelle veranschaulicht
    Mit frischem Dampf Mit einmal benutztem Mit warmer ausgenutzter
    geheizte Säule Dampf geheizte Säule Trockenluft vorgewärmte
    Säule
    Nr. Nr. N r.
    -In Schaltstufe I . . . i 2 3
    _ - II . .
    `. 2 3
    _ III .i
    3 1 2
    Zwecks Verwirklichung dieses Kreislaufes ist jede Säule mit drei Ein- und drei Abführungskanälen und den entsprechenden Ventilen zur Ein- und Ausführung der zu erwärmenden Luft versehen, wie dies in Abb. 5 und 6 angedeutet ist. Diese sind: Kanal A1 zur Einführung und Kanal Dl zur Abführung der auf den höchsten `.1Tärmegrad zu erwärmenden oder bereits erwärmten Luft mit Ventilen a1, a2, a3 und a1, a2, a3, der aus Kanal F, der unteren Leitung hinaufführende Kanal B, und der abführende Kanal G, mit Ventilen b1, b2, b3 und Y" Y" Y, schließlich der die Kaltluft einführende Kanal C, und der die einmal vorgewärmte Luft abführende Kanal F, mit Ventilen c,, c2, c3 und ß1, ß2# ß, Die Zusammenschaltung der gleichzeitig zu öffnenden Ventile veranschaulicht folgende Tabelle
    Schaltstufe I a1 ü2 b2 Y2 e3 ß3
    - II a2 u2 b3 Y3 c, ß r@ 1
    - III a3 ü3 b, `y, e2 N2'
    Zur Gruppensteuerung der Ventile können entweder drei oder (wie in Verbindung mit dem ersten Ausführungsbeispiel beschrieben wurde) eine einzige gemeinschaftliche Steuerung dienen.
  • Da hier die Erwärmung der Luft durch eine besondere Rohrleitung bewirkt -wird, deren Arbeitsweise ebenfalls in einem bestimmten Kreislaufe vor sich geht, wurde dies in Abb. 7 bezüglich der Einschaltung in Stufe I, gesQndert veranschaulicht. Die offenen Ventile sind auch hier durch leere, die geschlossenen durch volle Kreise bezeichnet. Die in Doppellinien gezeichnete Rohrleitung zeigt den Weg des Frischdampfes, bevor derselbe zur Heizleitung der Säule i gelangt, dazu gehören die Ventile 1', 4' und 7'. Nachdem der Dampf die Heizleitung der Säule i durchströmt hat, gelangt dieser einmal benutzte Dampf durch die in Vollinien gezeichnete Rohrleitung vom oberen Teil der Säule i durch die Ventile io' und 5' in den unteren Teil der Heizrohre der Säule 2. Hierher gehören auch noch die Ventile 13', 16', 2' und 8'. Der bereits zweimal benutzte Dampf wird aus Säule 2 durch die in strichpunktierten Linien gezeichnete Dampfleitung und das Ventil 14' in den Rauchgaskanal X zu f geführt (Abb. i). In diese Leitung führen noch die Ventile 17' und ii'. Schließlich wird die von e (Abb. i) mittels des Saugers N durch die in unterbrochenen Linien gezeichnete Leitung und Ventil g' in die Heizröhre der Säule 3 gedrückte ausgenutzte Warmluft von oben durch die in punktierter Linie gezeichnete Leitung und Ventil 18' unter den Heizrost geleitet. Hierher gehören noch die Ventile 3', 6' bzw. 12', 15'.
  • Das kreislaufmäßige Öffnen der Ventile während der drei Betriebsstufen veranschaulicht folgende Tabelle:
    Schaltstufe I i' =o' 5' 14' g' 18'
    _ 11 4. 13. 8. 17. 3. 12.
    .. 111 7' 16' 2' il' 6' 15'
    Zur Beförderung der Luft dienen Lüfter, und zwar im Falle der in Abb. 2 und 3 veranschaulichten Ausführung : Der Lüfter E (Abb. 2 und 3), der die kalte Luft aus a (Abb. x) absaugt und die vorgewärmte Luft durch Kanal D (Abb. 2) in die Vorwärmsäule, von hier durch Kanal G (Abb. 3) und Rohr n, b bei b (Abb. i) in Abschnitt I1 des Trockenkanals drückt; Lüfter M (Abb. 2 und 3), der die vorgewärmte Luft aus c (Abb. i) einsaugt und die auf Höchstwärme erhitzte Luft durch Kanal B (Abb. 2) in die auf Höchstwärme erhitzte Säule, von hier durch Kanal C (Abb. 3) und Röhren in, ä bei d (Abb. i) in Abschnitt III des Trockenkanals drückt; schließlich Lüfter N (Abb. 3), der die dunstreiche und zur Trocknung bereits benutzte Luft aus e (Abb. i) ansaugt und durch Kanal H (Abb. 3) in die Kühlsäule, von hier durch Kanal j (Abb. 2) zum Heizrost drückt. In den meisten Fällen wird auch ein vierter Lüfter nötig, der die Rauchgase über ihren langen Weg saugt und den Bau eines hohen Schornsteines entbehrlich macht. Bei der in Abb. 6 und 7 abgebildeten Ausführung arbeiten die Lüfter El, Ml und N1 in ähnlicher Weise.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Trocknen von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, besonders von frischen Nahrungsmitteln, in Kanaltrocknern mit Abschnitten von stufenartig steigender oder fallender mäßiger Wärme, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft zunächst auf die Höchstwärme unter Benutzung einer frischen Wärmequelle erhitzt wird, während die Erwärmung auf die Zwischenstufen mittels bereits zur Trocknung benutzter Heizgase und mittels zur Kühlung des getrockneten warmen Gutes verwendeter Luft geschieht, derart, daß sämtliche Kammern des Regenerators nacheinander sämtliche Wirkungsstufen durchmachen.
  2. 2. Trockenvorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekenn-. zeichnet durch vier Regeneratorsäulen (i, 2, 3, 4 Abb. 2 und 3), welche durch entsprechende Leitungs- (B, D, F, 1 bzw. A, H, G, C) und Ventilgruppen (al bis a4, ß1 bis (P4, 7l bis 741 dl bis üü" bzw. a1 bis a4, bi bis b4, cl bis c4, dl bis d4) derart miteinander und mit dem Trockenkanal (K) verbunden sind, daß sie nacheinander folgenden Kreislauf durchmachen: i. die Säule wird mittels Rauchgase erwärmt; 2. die bereits vorgewärmte Luft wird in entgegengesetzter Richtung eingeführt; 3. mittels frisch eingesaugter Luft wird die bereits einmal in Anspruch genommene wärmeübertragende Säule abgekühlt; 4. schließlich wird die abgekühlte Säule mittels der ausgenutzten, stark erwärmten dunstreichen Trockenabluft vorgewärmt, wobei die vier Säulen (_, 2, 3, 4) derartig zu einer Gruppe zusammengeschaltet sind, daß für jede der vier Wärmeaustauschstufen jeweilig je eine Säule dient.
  3. 3. Trockenvorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäß Anspruch i, bei welcher die Heizdämpfe oder Gase durch in den Regeneratorsäulen angeordnete Röhrengruppen geführt werden, wobei zwischen den Rohren Luft kreist, dadurch gekennzeichnet, daß drei Regeneratorsäulen (i, 2, 3 Abb. 5 bis 7) vorgesehen sind, welche durch entsprechende Leitungs- (G1, F1, Dl bzw. Ai, B1, C1) und Ventilgruppen (a, bis a, ß1 bis (33, y, bis y, bzw. a1 bis a3, b1 bis b3, cl bis c3 oder i' bis i8') derart miteinander und mit dem Trockenkanal (K) verbunden sind, daß die im Gegenstrom eingeführte Luft mittelbar zuerst mittels der aus der Trockenvorrichtung entweichenden warmen Luft, nachher mittels des bereits einmal verwendeten Heizdampfes oder Heizgases und schließlich mittels frischen Dampfes oder Gases erwärmt wird, und die-stufenweise erwärmte Luft in den im Anspruch i erwähnten Abschnitten durch den Trockenkanal (K) geführt wird.
  4. 4. Ausführung der Trockenvorrichtung gemäß Anspruch 2 bis 3, bei welcher der eigentliche Trockenkanal (K) eine Doppelwandung besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß die letztere als eine den Rauchkanal (X) bildende äußere Umhüllung ausgebildet ist, in deren Innern die Leitungsröhren (m, n) der Trockenluft angeordnet sind.
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