DE35945C - Verfahren zur Verhinderung des Steigens beim Umschmelzen des Garkupfers in Tiegeln - Google Patents

Verfahren zur Verhinderung des Steigens beim Umschmelzen des Garkupfers in Tiegeln

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DE35945C
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w. R. walton in Ansonia, Grfsch. New-Haven, Conn., V. St. A
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B15/00Obtaining copper
    • C22B15/0026Pyrometallurgy
    • C22B15/006Pyrometallurgy working up of molten copper, e.g. refining

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 40: Hüttenwesen.
WILLIAM ROBERT WALTON in ANSONIA
(Grafschaft New-Haven, Connecticut, V. S. A.).
Patentirt im Deutschen Reiche vom ig. August 1885 ab.
Beim Giefsen von Kupferbarren, besonders solchen von Röhrenform für Rö.hren ohne Gufsnaht, Walzen u. dergl., war es bisher mit grofsen Schwierigkeiten verbunden, genügende Festigkeit zu erzielen und ein Sprödwerden des Kupfers zu verhindern.
Das flüssige Kupfer wird dem sogen. »Polen« unterworfen, welches durch Aufrühren mittelst einer grünen Polstange erfolgt; hierdurch wird ein heftiges Aufwallen des Kupfers bewirkt, und' scheint sich der Kohlenstoff des Holzes mit dem Sauerstoff des Kupfers zu verbinden, was genügt, um das gegossene Metall fest und hämmerbar zu machen. Dieses »Polen« kann beim Wiederschmelzen in Tiegeln wegen des Aufwallens nicht mit Vortheil angewendet werden.
Vorliegende Erfindung dient zur Behandlung des Kupfers in Tiegeln, um die Einwirkung der Atmosphäre auszuschliefsen und das Kupfer der Einwirkung des Kohlenstoffes auszusetzen, der genügt, um den Sauerstoff wegzunehmen und solches Kupfer in gegossenem Zustande fest zu machen und die Hämmerbarkeit und Dehnbarkeit zu erhöhen.
Man nimmt ungefähr 4 kg Zink, vielleicht in Form eines Carbonats, mischt dasselbe mit 36 1 gemahlener Kohle, feuchtet das Gemisch an, stellt eine steife Paste her, theilt dieselbe in vielleicht 24 Theile und stellt rohe Kugeln her, die bei gelinder Hitze getrocknet werden.
Das Kupfer wird in die im Ofen befindlichen. Tiegel eingebracht; schmilzt dasselbe, so wird eine solche Kugel auf das Kupfer fallen gelassen, welche nach und nach in Stücke zerfällt und beim Niederschmelzen des Kupfers dasselbe bedeckt. Hierdurch wird die Atmosphäre von der Oberfläche des Kupfers ausgeschlossen, während sich zu gleicher Zeit in der Masse das Zink entwickelt und etwa im Tiegel verbliebenen Sauerstoff austreibt.
Es könnte angenommen werden, dafs der Sauerstoff des Zinks in das Kupfer eindringt; dasselbe ist jedoch nicht der Fall, da die Kohle mit dem Kupfer in Berührung kommt und der Sauerstoff des Zinks durch Einwirkung der Hitze flüchtig wird; es findet keine Verbindung mit dem Kupfer statt, und wird das Zink verflüchtigt und durch den Rauchkanal weggeführt, während die Kohle auf der Oberfläche des Kupfers verbleibt und sich mit einem etwaigen Ueberschufs an Sauerstoff verbindet und verbrennt, während sich gleichzeitig der Kohlenstoff mit dem Kupfer verbinden soll, was genügt, um dasselbe nach seinem Giefsen fest zu erhalten.
Das auf diese Weise behandelte Kupfer soll vollkommen hämmerbar, vollständig hammergar und in der That durch diese Behandlung verbessert werden. Vorliegende Neuerung ist besonders dann verwendbar, wenn das Kupfer in einem Tiegel geschmolzen ist; sie kann aber auch Verwendung finden, wenn es auf dem Herd oder sonstwie geschmolzen ist.
Die unreinen Beimengungen des gewöhnlichen Kupfers werden als Schlacke an die Oberfläche gezogen, und wird das Kupfer so hergestellt, dafs es in kaltem oder in heifsem
Zustande besser bearbeitet werden kann und in Bezug auf die Ausdehnung und Zähigkeit eine gröfsere Probe aushält.
Obige Behandlungsweise kann für Kupfer zur Ausführung gelangen, das zur Herstellung beliebiger Artikel verwendet wird.
Das so behandelte Kupfer bleibt viel länger flüssig als solches, das auf gewöhnliche Weise behandelt ist, und kann das Kupfer auch auf eine sehr hohe Hitze gebracht, werden, ohne dafs es entkohlt wird und seine Zähigkeit verliert.
Beim Giefsen von Röhren oder sonstigen kleinen und dünnen Gufsstücken trägt ein geringes Zusetzen von Phosphor kurz vor der Reinigung wesentlich dazu bei, das Metall flüssig zu erhalten. Auch soll hierdurch während der Abkühlung in den Formen die Absorbirung von Sauerstoff aus der Atmosphäre verhindert werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Verhinderung des Steigens beim Umschmelzen des Garkupfers in Tiegeln, bestehend in der Anwendung eines Teiges von Zink, als Carbonat oder Oxyd, und gepulverter Holzkohle in Form von getrockneten, kubischen oder kugelförmigen Körpern.
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