AT214156B - Goldlegierung und Verfahren zu ihrer Wärmebehandlung - Google Patents

Goldlegierung und Verfahren zu ihrer Wärmebehandlung

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AT214156B
AT214156B AT580358A AT580358A AT214156B AT 214156 B AT214156 B AT 214156B AT 580358 A AT580358 A AT 580358A AT 580358 A AT580358 A AT 580358A AT 214156 B AT214156 B AT 214156B
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sep
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gold
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heat treatment
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Edmond Brellier
Aram Haroutounian
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Edmond Brellier
Aram Haroutounian
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Goldlegierung und Verfahren zu ihrer Wärmebehandlung 
Es sind verschiedene Goldlegierungen mit besonderen mechanischen, physikalischen und chemischen Eigenschaften, wie beispielsweise hohem Oxydationswiderstand, grosser Härte und bzw. oder Starrheit, z. B. für die Spitzen von Füllhalterfedern, für Schmuck, Uhrengehäuse oder Zahnersatz und Zahnftillungen vorgeschlagen worden. Beispielsweise wurden in der USA-Patentschrift Nr. 1, 577, 995 sogenannte   "weisse"Goldlegierungen   beschrieben, welche ausser Gold noch Kupfer, Nickel und Zink enthalten. 



   Gegenstand vorliegender Erfindung sind Goldlegierungen von bestimmter Zusammensetzung mit einem Gehalt von Kupfer, Zink, Nickel und gegebenenfalls sehr geringen Mengen Mangan, welche der Gruppe der sogenannten "rosa" Legierungen angehören und welche nach einer Wärmebehandlung, die ebenfalls Gegenstand vorliegender Erfindung ist, besonders vorteilhafte mechanische, physikalische (einschliesslich elektrischer) und bzw. oder chemische Eigenschaften erlangen können. 



   Die erfindungsgemässen Goldlegierungen besitzen bei den normalen Korrosionseinwirkungen einen hohen Oxydationswiderstand. Durch die erfindungsgemässe Wärmebehandlung werden sie, je nach ihrer Zusammensetzung, insbesondere ihrem Goldgehalt, entweder weicher (besser schmied-und streckbar) oder härter und elastischer als übliche Goldlegierungen oder sie sind, wieder entsprechend ihrer besonderen Zusammensetzung, gegen   Wärmebehandlung   im wesentlichen gänzlich unempfindlich. In einigen Fällen erlangen die Legierungen auch einen aussergewöhnlich hohen Grad von Glätte und Glanz. 



   Gemäss der Erfindung sind Kupfer, Nickel und Zink, ausgedrückt in Gewichtsprozenten des Gesamtgehaltes dieser Legierungszusätze, in folgenden Mengen neben dem Gold vorhanden : 
 EMI1.1 
 
<tb> 
<tb> Kupfer <SEP> 65 <SEP> - <SEP> 90"10 <SEP> 
<tb> Nickel <SEP> 4 <SEP> - <SEP> 250/0 <SEP> 
<tb> Zink <SEP> 3-10%
<tb> 
 wobei der Goldgehalt   9 - 22   Karat, das sind 37,   5 - 920/0   des Gesamtgewichts der Legierung, ausmacht. 



   Der Gehalt an gegebenenfalls noch vorhandenem Mangan beträgt ungefähr bis zu   0, lao,   bezogen auf den Gesamtgehalt an Legierungszusätzen, bzw. ungefähr 0,   025%,   bezogen auf das Gesamtgewicht der Legierung. 



   Bei einem Goldgehalt von beispielsweise 50 Gew.-% würden demnach die Gewichtsanteile an Kupfer, Nickel und Zink. bezogen auf das Gesamtgewicht der Legierung, innerhalb der Bereiche von : 
 EMI1.2 
 
<tb> 
<tb> Kupfer <SEP> 32, <SEP> 5-45%
<tb> Nickel <SEP> 2-12, <SEP> 5% <SEP> 
<tb> Zink <SEP> 1, <SEP> 5 <SEP> - <SEP> 50/0 <SEP> 
<tb> 
 liegen, die sich für unterschiedliche Werte des normalerweise innerhalb des Bereiches von 9 bis 22 Karat, d. h. gewichtsmässig zwischen 37,   5-92%   liegenden Goldgehaltes, entsprechend ändern. 



   Die   erfindungsgemässe   Wärmebehandlung besteht in einer an sich für Goldlegierungen bereits bekannten Aufeinanderfolge einer Erwärmung auf eine erhöhte, aber unter dem Schmelzpunkt der Legierung liegende Temperatur, plötzlichem Abschrecken auf Umgebungstemperatur, Wiedererwärmen auf eine niedrigere Temperatur als die zuerst angewendete und Abkühlung an der Luft. Überraschenderweise wurde gefunden, dass bei Anwendung einer derartigen Behandlung auf Legierungen mit einer Zusammensetzung innerhalb der erfindungsgemässen Bereiche in Abhängigkeit von ihrem jeweiligen Goldgehalt ganz verschiedene Eigenschaften resultieren   können :  
Wenn der Goldgehalt (gewichtsmässig) weniger als   60%   oder mehr als   80%   beträgt, macht die Wärmebehandlung die Legierung weich ;

   wenn aber der Goldgehalt zwischen den obigen Werten von   60%   und 

 <Desc/Clms Page number 2> 

   80%   liegt, härtet die Wärmebehandlung die Legierung und macht sie elastischer. Wenn jedoch der Goldgehalt gewichtsmässig etwa   60%   oder   80%   beträgt, ist die Legierung gegen die   vorerwähnte   oder gegen jede Wärmebehandlung im wesentlichen unempfindlich. 
 EMI2.1 
 (oder Warm-) bearbeitung, beispielsweise Walzen,Drahtziehen oder Stanzen, erfordern. Selbstverständlich werden diese Arbeitsgänge vor der der Legierung Härte und Elastizität verleihenden Wärmebehandlung durchgeführt. 



   Zu den industriellen Anwendungsgebieten, für die sich die in den Bereich der Erfindung fallenden Legierungen besonders eignen, gehören die Elektronik, die Schmuckherstellung und   die Dentaltechnik.   



  Aus solchen Legierungen können Federn und Kontakte mit hoher mechanischer Festigkeit und Elastizität,   Gegenstände   mit hoher Stossfestigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Verschleissfestigkeit sowie zusammengesetzte Gegenstände mit verschiedenen Teilen aus einer weichen bzw. einer harten Legierung, die besonders in der Dentaltechnik zweckmässig sind, hergestellt werden. 



   Das Wesen der Erfindung, ihre Ziele und die Art ihrer Anwendung in der Praxis werden an Hand der nachfolgenden beispielsweisen, jedoch den Erfindungsbereich nicht beschränkenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. 
 EMI2.2 
 



   In der Zeichnung stellen die Kurven I und II erfindungsgemässe, wie vorstehend definierte Legierungen dar, wobei sich die Kurve I auf den   ursprünglichen "geschmiedeten   (oder   gehämmerten)"Zustand   und die Kurve II auf den Zustand nach einer nachfolgenden Wärmebehandlung bezieht, die aus folgenden Stufen besteht : vorangehendem vierstündigem Glühen bei 300 C,
Erwärmen in einer reduzierenden Atmosphäre auf 700 C, einstündigem Nachglühen in derselben Atmosphäre bei derselben Temperatur, plötzlichem Abschrecken in Flüssigkeit, beispielsweise in Alkohol, auf Umgebungstemperatur,
Wiedererwärmen auf   250 C,   einstUndigem Nachglühen bei der letztgenannten Temperatur und
Abkühlen in Luft bis auf Umgebungstemperatur. 



   Die Punkte   I'und II'betreffen   eine übliche, etwa rosafarbene Goldlegierung von 18 Karat, wobei sich der Punkt   I'auf der*"geschmiedeten"Zustand   und der Punkt II'auf den Zustand nach einer nachfolgenden, wie oben für Kurve II definierten Wärmebehandlung beziehen. 



   Die graphische Darstellung zeigt, dass, wenn der Goldgehalt einer erfindungsgemässen Legierung in der Nähe von   60%   oder   801o   liegt, die Wärmebehandlung sehr geringe Wirkung auf ihre Härte hat. Wenn der Goldgehalt jedoch wesentlich unter   60%   oder wesentlich über   80%   liegt, verursacht die Wärmebehandlung eine überraschende   Härteminderung,   während bei einem Goldgehalt innerhalb des Bereiches von   60%   bis 80% die Wärmebehandlung die Härte steigert, wobei die Spitzenhärte bei einem Goldgehalt in der Nähe von 75% = 18 Karat auftritt. Die Legierung mit diesem Goldgehalt hat eine Elastizität, die 
 EMI2.3 
 
 EMI2.4 
 
 EMI2.5 
 und Mangan kolorimetrisch bestimmt wurden. 



   Eine 18-karätige Probe dieser Zusammensetzung wurde in einem Hochfrequenzofen in Stickstoffatmosphäre geschmolzen. Die Temperaturen wurden nach Zeit mit Hilfe eines elektronischen Potentiometers aufgezeichnet, der mit einem Chromel-Alumel-Thermoelement verbunden war, dessen Wärmeanschluss in den Tiegel eingetaucht wurde. Die Schmelz- und Erstarrungsvorgänge werden dreimal aufeinanderfolgend wiederholt, und es werden im wesentlichen identische   Temperatur-Zeitkurven   erzielt, die jedesmal einen Erstarrungspunkt von etwa 8990C zeigen. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Eine an einem Draht der spezifischen Legierung vorgenommene Röntgenuntersuchung zeigt, dass seine Kristallstruktur in kaltbearbeitetem Zustand einem flächenzentrierten Würfel gleichkommt, dessen Parameter a etwa 3,   86 X 10-8   cm beträgt. In dieser Hinsicht ist die spezifische Legierung mit Gold vergleichbar,   dessen Kristall einen flächenzentrierten   Würfel mit einem Parameter a von etwa   4, 07 X 10-8   cm darstellt. 
 EMI3.1 
 sind besonders bei elektronischen Anwendungsarten wertvoll. 



   Die Zerreissprobe wurde auf einer"Amsler"-Maschine durchgeführt mit einem Versuchsstück der spezifischen Legierung, das nach dem plötzlichen Abschrecken von   etwa 7000C   mit nachfolgendem Wiedererwärmen auf etwa 2000C und einstündigem Nachglühen bei derselben Temperatur die nachfolgenden Abmessungen aufweist : 
 EMI3.2 
 wurde, beträgt 26 mm. 



   Die Ergebnisse dieses Versuches sind folgende :
Elastizitätsgrenze = 77, 5   kg/mm2  
Zerreissfestigkeit = 96   kg/mm2  
Bruchdehnung (beim Zerreissen) =   50/0.   



   Härteprüfungen an Versuchsstücken von 1 und 2 mm Dicke derselben Legierung vor und nach der beschriebenen Wärmebehandlung auf einer "Vickers-Amsler"-Maschine mit 10 kg Belastung und gemessen nach dem Massstab 10 haben die in der nachstehenden, die Ergebnisse einer Anzahl von Versuchen aufzeigenden, Tabelle I aufgeführten Ergebnisse erbracht :

   
Tabelle 1 
 EMI3.3 
 
<tb> 
<tb> 2 <SEP> mm-Versuchsstücke <SEP> Vickers-Härte-Massstab <SEP> 10
<tb> Ursprünglicher <SEP> Zustand <SEP> 230,235, <SEP> 235,240, <SEP> 232
<tb> nach <SEP> Kaltbearbeitung <SEP> "Walzen" <SEP> 270 <SEP> 
<tb> nach <SEP> darauffolgendem <SEP> Abschrecken
<tb> von <SEP> 7000C <SEP> 143,145, <SEP> 149,149, <SEP> 144
<tb> nach <SEP> darauffolgendem <SEP> Wiedererwärmen
<tb> auf <SEP> 200 C <SEP> und
<tb> einstündigem <SEP> Nachglühen <SEP> bei
<tb> dieser <SEP> Temperatur <SEP> 247,260, <SEP> 247,254
<tb> nach <SEP> weiterem <SEP> Wiedererwärmen
<tb> auf <SEP> 2600C <SEP> 220,220, <SEP> 229,208, <SEP> 211
<tb> 1 <SEP> mm-Versuchsstücke
<tb> nach <SEP> Abschrecken <SEP> von <SEP> 7000C <SEP> und
<tb> Wiedererwärmen <SEP> auf <SEP> 2000C <SEP> mit
<tb> einstündigem <SEP> Nachglühen <SEP> bei
<tb> dieser <SEP> Temperatur <SEP> 292,274, <SEP> 285,

  285, <SEP> 283
<tb> 
 
Vergleichsweise liegt die Härte einer üblichen 18-karätigen Goldlegierung, gemessen nach dem gleichen Massstab, zwischen 120 und 160 (Vickers) Einheiten und ist gegen Wärmebehandlung im wesentlichen unempfindlich. 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 



   Weitere durchgeführte Wärmebehandlungsversuche mit unterschiedlichen   Abschreck- und   Wiederer-   wärmungstemperaturen   sowie unterschiedlichen Nachglühzeiten bei Wiedererwärmungstemperaturen an der gleichen (spezifischen) Legierung, sowohl in frischem Zustand ohne vorherige Behandlung als auch in umgeschmolzenem Zustand unter Einschluss von mehr oder weniger Schrott vorher bearbeiteter Gegen- 
 EMI4.1 
 
 EMI4.2 
 
<tb> 
<tb> Versuch <SEP> Herkunft <SEP> der <SEP> Legierung <SEP> Abschreck-Wiedererwär-Nachglüh-VickersNr.

   <SEP> temperatur <SEP> (OC) <SEP> mungstempe-zeit <SEP> (Stunden) <SEP> härte <SEP> 
<tb> ratur <SEP> ( C)
<tb> 1 <SEP> frisch <SEP> 500 <SEP> keine <SEP> keine <SEP> 185
<tb> 2 <SEP> (erschmolzen <SEP> ohne <SEP> wei- <SEP> 500 <SEP> 100 <SEP> 4 <SEP> 180
<tb> tere <SEP> Vorbehandlung)
<tb> 3 <SEP> (erschmolzen <SEP> ohne <SEP> wei- <SEP> 700 <SEP> 300 <SEP> 1 <SEP> 296-300
<tb> tere <SEP> Vorbehandlung)
<tb> 4 <SEP> (erschmolzen <SEP> ohne <SEP> wei- <SEP> 700 <SEP> 300 <SEP> 1 <SEP> 285-292
<tb> tere <SEP> Vorbehandlung)
<tb> 5 <SEP> (erschmolzen <SEP> ohne <SEP> wei- <SEP> 700 <SEP> 350 <SEP> 11/2 <SEP> 180-190
<tb> tere <SEP> Vorbehandlung),
<tb> 6 <SEP> (erschmolzen <SEP> ohne <SEP> wei- <SEP> 700 <SEP> 350 <SEP> 1 <SEP> 300
<tb> tere <SEP> Vorbehandlung)

  
<tb> 7 <SEP> (erschmolzen <SEP> ohne <SEP> wei- <SEP> 880-890 <SEP> keine <SEP> keine <SEP> 160
<tb> tere <SEP> Vorbehandlung)
<tb> 8 <SEP> umgeschmolzen <SEP> 700 <SEP> 250 <SEP> 1 <SEP> 284
<tb> 9 <SEP> umgeschmolzen <SEP> 700 <SEP> 300 <SEP> 1 <SEP> 223
<tb> 10 <SEP> (mit <SEP> Schrottzusatz) <SEP> 700 <SEP> 300 <SEP> 1 <SEP> 220-240
<tb> 11 <SEP> (mit <SEP> Schrottzusatz) <SEP> 700 <SEP> 350 <SEP> 1 <SEP> 1/2 <SEP> 175
<tb> 12 <SEP> (mit <SEP> Schrottzusatz) <SEP> 700 <SEP> 350 <SEP> 1 <SEP> 155
<tb> 
 
 EMI4.3 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 sonderem Nutzen sind, können erfolgreich aus erfindungsgemässen Legierungen hergestellt werden. 



   Teile einer 18-karätigen Legierung mit einer Zusammensetzung und einer Wärmebehandlung gemäss de. Erfindung nehmen einen grösseren Glanz an und sind nicht so leicht zu zerkratzen wie Teile aus übli- chem 18-karätigem Gold. 



   Die erfindungsgemässen Legierungen können ohne grosse Schwierigkeiten erzeugt werden. Es können
Tiegel aus feuerfestem Material oder üblichem Graphit verwendet werden, die in jeder beliebigen Weise, z. B. durch einen Gasniederdruckbrenner oder   einen"Mecker"-Pressluftbrenner   oder durch einen Induk- tionsofen erwärmt werden. 



   Als Beispiel kann die nachfolgende Verfahrensweise gelten :   Eine"Primär"-Legierung,   die ausser dem Gold alle Bestandteile der endgültigen Legierung in den angegebenen Anteilen enthält, wird zunächst wie folgt hergestellt :
Eine Prise Borax (die die nachfolgenden Arbeitsgänge erleichtert) wird in einen Graphittiegel geeig- neter Grösse gegeben. Dann wird das Nickel eingeführt und der Tiegel bis auf den Schmelzpunkt des
Nickels erwärmt. Als nächstes wird unter Beibehaltung der Erwärmung das Kupfer zugesetzt, indem der
Inhalt mit einem Graphit-Rtihrstab umgerührt wird, bis das Kupfer völlig aufgelöst ist. Dann wird das
Zink und (gegebenenfalls) das Mangan zugesetzt.

   Wenn alle diese Metalle vollständig geschmolzen und   grlindlich   vermischt sind, wird die so   gebildete"Primär"-Legierung   durch Abschrecken in Wasser auf
Umgebungstemperatur granuliert. 



   Es sei hier erwähnt, dass statt des getrennten Einführens von Kupfer und Zink ein Messing der geeig- neten Zusammensetzung verwendet werden kann, was das Schmelzen beschleunigt und gleichmässiger macht. 



   Der nächste Arbeitsgang ist das Einbringen einer geeigneten Menge der granulierten"Primär"-Le- gierung zusammen mit einer Prise Borax in einen Tiegel aus feuerfestem Material und das Überdecken der Legierung mit einer geeigneten (sich auf den erforderlichen Endgoldgehalt beziehenden) Menge Fein- gold. Der Tiegel wird dann erwärmt, während sein Inhalt bis zu seinem Schmelzen mit einem Graphit-   RUhrstab   umgerührt wird. Wenn der Inhalt völlig homogenisiert worden ist, wird die gewonnene homoge- nisierte Legierung in Barrenformen gegossen, und die in dieser Weise erzeugten Barren werden in üblicher
Weise kalt (oder warm) bearbeitet. 



   Darauf wird die oben geschilderte Wärmebehandlung auf das Erzeugnis angewendet. 



   Die vorhergehende Erzeugung   einer "Primär"-Legierung   aus andern Metallen als Gold ermöglicht die genauere Steuerung der "Dosierung" des Goldes zur Vervollständigung der Endlegierung. Die vorstehend beschriebene Verfahrensweise ist auch insofern zweckmässig, als das oben auf   die"Primär"-Legierung   in den Tiegel gegebene Gold in gewissem Umfang die Metalle der"Primär"-Legierung bei Beginn des
Schmelzens vor Oxydation schützt. 



   Das vorstehend beschriebene Verfahren zur Erzeugung einer erfindungsgemässen 18-karätigen Goldlegierung ist mutatis mutandis auf   die. Erzeugung ähnlicher   Legierungen mit unterschiedlichen Goldgehal- ten anwendbar. 



   Es können aber auch alle Bestandteile der Endlegierung einschliesslich Gold in einer einzigen
Schmelze vermischt werden. 



   Erfindungsgemässe Legierungen mit einem Goldgehalt zwischen etwa 60 und   80'%'haben   Eigenschaf- ten, die in gewissem Umfang denen von Berylliumbronzen vergleichbar sind, die durch die Eigentüm- lichkeit gekennzeichnet sind, dass sie in abgeschrecktem oder getempertem Zustand weicher sind als im "geschmiedeten" Zustand, während bei den meisten üblichen Industriemetallen und ihren Legierungen das Gegenteil der Fall ist. 



   Die erfindungsgemässen Legierungen können auch andere Bestandteile als die spezifisch erwähnten, allerdings in etwas kleineren Anteilen, enthalten ; und während der Herstellung können im Hinblick auf die Erleichterung der Homogenisation, des Schmelzens oder bzw. und des Legierens auch weitere, letztlich zu entfernende Bestandteile eingesetzt werden. In diesem Zusammenhang kann in gewissen Fällen die Einführung von zumindest teilweise aus dem Endprodukt zu entfernendem Kadmium zweckmässig sein. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Goldlegierung mit einem Gehalt an Kupfer, Nickel und Zink, dadurch gekennzeichnet, dass die auf die Gesamtmenge der genannten Legierungspartner bezogenen Gewichtsanteile innerhalb folgender Bereiche liegen : Kupfer 65 - 900/0, Nickel 4-25%, Zink. 3-10%, und der Goldgehalt 9 - 22 Karat, das sind 37, 5 - 920/0 des Gesamtgewichtes der Legierung, ausmacht. <Desc/Clms Page number 6>
    2. Goldlegierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie etwa 0,025 Gew. -0/0 Mangan, bezogen auf das Gesamtgewicht der Legierung, enthält.
    3. Goldlegierung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Goldgehalt zwischen 60 und 80% des Gesamtgewichtes der Legierung.
    4. Goldlegierung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Goldgehalt im Bereich von 37,5 bis 60% oder 80 bis 92 Gew.-%.
    5. Goldlegierung nach Anspruch1, gekennzeichnet durch einen Goldgehalt von ungefähr 60 Gew.
    6. Goldlegierung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Goldgehalt von ungefähr 80 Gew. -0/0. EMI6.1 0,02 0, 005% Mangan besteht.
    8. Verfahren zur Wärmebehandlung einer Goldlegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei welchem die Legierung auf eine erhöhte (unter dem Schmelzpunkt liegende) Temperatur gebracht, hierauf rasch abgeschreckt, wieder auf eine wesentlich niedrigere Temperatur erwärmt und dann in Luft abgekühlt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschreckung von eines Temperatur von ungefähr 7000C erfolgt und die Wiedererwärmung auf eine Temperatur von ungefähr 200 bis 350 C, gegebenenfalls unter mindestens einstündigem Nachglühen auf dieser Temperatur, vorgenommen wird.
    9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man die Legierung zunächst etwa vier Stunden bei 3000C glüht, dann auf etwa 7000C erwärmt, für etwa eine Stunde in einer reduzierenden Atmosphäre bei der letztgenannten Temperatur nachglüht, anschliessend in einer Flüssigkeit, beispielsweise Alkohol, auf Umgebungstemperatur abschreckt, darauf bis auf eine Temperatur von etwa 250 C wiedererwärmt und etwa eine Stunde bei dieser Temperatur nachglüht, worauf in Luft bis auf Umgebungstemperatur abgekühlt wird.
    10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine bereits"bearbeitete", d. h. einer plastischen Verformung, z. B. durch Hämmern, unterworfene Legierung der Wärmebehandlung unterzogen wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP3165622A1 (de) * 2015-11-05 2017-05-10 Nivarox-FAR S.A. Herstellungsverfahren eines drahtes aus einer goldlegierung

Cited By (3)

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EP3165622A1 (de) * 2015-11-05 2017-05-10 Nivarox-FAR S.A. Herstellungsverfahren eines drahtes aus einer goldlegierung
EP3165621A1 (de) * 2015-11-05 2017-05-10 Nivarox-FAR S.A. Herstellungsverfahren eines drahts aus goldlegierung
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