AT118816B - Verfahren und Ofen zur Gewinnung von Mischzinn oder bleifreier oder bleiarmer Lagermetalle aus Legierungen von Blei und Zinn, die daneben noch andere Metalle, insbesondere Antimon und Kupfer, enthalten. - Google Patents
Verfahren und Ofen zur Gewinnung von Mischzinn oder bleifreier oder bleiarmer Lagermetalle aus Legierungen von Blei und Zinn, die daneben noch andere Metalle, insbesondere Antimon und Kupfer, enthalten.Info
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<Desc/Clms Page number 1> Verfahren und Ofen zur Gewinnung von Mischzinn oder bleifreier oder bleiarmer Lagermetalle aus Legierungen von Blei und Zinn, die daneben noch andere Metalle, insbesondere Antimon und Kupfer, enthalten. EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 EMI2.2 <tb> <tb> Zinn <SEP> .................................... <SEP> 44% <tb> Blei................................... <SEP> 32% <tb> Antimon <SEP> 20 <SEP> %, <tb> Kupfer <SEP> 4 <SEP> % <tb> wird geschmolzen und die Schmelze auf 1820 C abgekühlt. Die eutektische Mischung von 55 Teilen Zinn und 41'4 Teilen Blei mit einem noch zulässigen Gehalt von 0'1 Teil Kupfer und 3'5 Teilen Antimon bleibt flüssig und wird abgestochen und der Rest des Antimons und Kupfers bleibt in festem Zustande zurück. Beispiel II : Herstellung eines Bleiarmen Lagermetalls. Ein Einsatz, bestehend aus EMI2.3 <tb> <tb> Zinn <SEP> 70%, <tb> Blei................................... <SEP> 13%, <tb> Antimon <SEP> 12% <SEP> und <tb> Kupfer <SEP> ............................... <SEP> 5% <tb> wird eingeschmolzen und die Schmelze auf 182 C abgekühlt. Auf 100 Teilen des Einsatzes erhält man in Form der flüssigbleibenden eutektischen Mischung 30 Teile Mischzinn (55 Teile Zinn, 41'4 Teile Blei mit dem zulässigen Gehalt von 0'1% Kupfer und 3'5% Antimon) und 70 Teile des in fester Form sich ausscheidende Lagermetall mit einem Gehalt von 76% Zinn, 16% Antimon, 7% Kupfer und 1% Blei. Die Ausführung. des Verfahrens kann in Flammöfen geschehen, die jedoch von den üblichen Flammöfen insofern abweichen müssen, als die Abmessungen, insbesondere die Tiefe des Herdes, so gross sein müssen, dass die Abkühlung der. geschmolzenen Masse so langsam fortschreitet, dass die Abscheidung der kristallisierenden Bestandteile von den flüssig bleibenden eintreten kann und nicht die ganze Masse durchwegs erstarrt. Beispielsweise kann man um ihre Längsachse drehbare zylindrische Öfen verwenden, wie sie als Kupferschmelzöfel1 verwendet werden. Ein solcher Ofen ist in der Zeichnung'in Fig. 1 im Schnitt dargestellt. Der Ofen besteht aus einem Mantel 1, der mit einem feuerfesten Futter 2 versehen ist. Die Stirnseiten des Ofens sind bis etwa zwei Drittel ihrer Höhe mit einer feuerfesten Ausmauerung 3 versehen, oberhalb deren auf der einen Seite die Flamme des. nicht dargestellten Gasbrenners in den Ofen eintritt, während auf der andern Seite die EMI2.4 und der Ofen langsam abkühlen gelassen. Da die Abkühlung von allen Seiten erfolgt, so findet die Kristallisation in der Aussenschicht 5 statt, während der Kern 6 flüssig bleibt. Sobald die Abkühlung genügend vorgeschritten ist, was durch Pyrometer festgestellt werden kann, wird ein genügend weit in das Ofeninnere hineinragendes Abstichrohr 7 geöffnet, so dass der flüssige Kern unter dem Einfluss des Atmosphärendruckes abfliessen kann, da die kristallinische Aussenschichte porös ist. Um den flüssigen Kern vollständig zu entfernen, wird der Ofen, der auf Rollen 8 gelagert ist, mittels eines geeigneten Antriebes entsprechend gedreht. Besonders bewährt hat sich ein Ofen derjenigen Bauart, der in Fig. 2 im Schnitt dargestellt ist. Der Ofen, der zweckmässig rechteckigen oder kreisförmigen Querschnitt hat, besteht aus einem aus feuerfestem Mauerwerk 9 hergestellten Herd von wesentlich grösserer Tiefe als bei den üblichen Flamm- öfen. Der Einsatz erfolgt durch eine Öffnung 10 und die Beheizung durch Gasbrenner 11, die über den Umfang des Ofens verteilt und bei rechteckigem Querschnitt zweckmässig je am Ende einer Wand mit der Mündung annähernd parallel zur benachbarten Wand angebracht sind. Hiedurch wird eine Drehflamme erzeugt, die die ganze Oberfläche des Einsatzes gleichmässig bespült und deren Verbrennungs- produkte durch einen Schornstein 12 abziehen. Nachdem der Einsatz geschmolzen ist, lässt man die Schmelze abkühlen. Da die Abkühlung im vorliegenden Falle nur von der Oberfläche her erfolgt, so sammeln sich die kristallisierenden Bestandteile in einer oberen Schicht 13 an, während die flüssig bleibenden Bestandteile sich bei 14im'unteren Teil des Herdes sammeln und durch eine Abstichöffnung 15 in einen Kessel 16 abgestochen werden können. Die Sohle des Herdes muss natürlich, wie angedeutet, nach der Abstichöffnung hin abfallen. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Gewinnung von Mischzinn aus Legierungen von Blei und Zinn, die daneben noch andere Metalle, insbesondere Antimon und Kupfer, enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass man die eingeschmolzenen Legierungen so weit abkühlt, dass nur die eutektische Mischung von Blei und Zinn flüssig bleibt und abgestochen werden kann.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsmaterial eine Legierung oder Legierungsgemische verwendet, die Blei und Zinn bereits im Verhältnis ihrer eutektischen Mischung enthalten. <Desc/Clms Page number 3>3. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, zwecks Herstellung bleifreier oder bleiarmer Lagermetalle od. dgl. aus bleihaltigen Legierungen, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsmaterial eine Legierung oder Legierungsgemische verwendet, die einen grossen Überschuss an Zinn enthalten, um nicht nur alles oder fast alles vorhandene Blei in Form der flüssig bleibenden Mischung an Zinn zu binden, sondern auch mit den andern in der erforderlichen Menge vorhandenen Metallen, wie Kupfer und Antimon, eine sich fest ausscheidende, als Lagermetall od. dgl. verwendbare Legierung der gewünschten Zusammensetzung zu bilden.4. Ofen mit zylindrischem liegenden Sehmelzraum zur Ausführung der Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass. das Abstiehrohr so weit in den Schmelzraum hineinragt, dass der beim Abkühlen sich als Kern ansammelnde flüssig bleibende Anteil, gegebenenfalls unter Drehung des Ofens um seine Längsachse, abgestochen werden kann. EMI3.1
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