DE22620C - Verfahren zur Darstellung von Kupfer-Zinn- und Kupfer-Zink-Legirungen mit oder ohne Zusatz von Blei, welche bestimmte Mengen Eisen oder Mangan enthalten - Google Patents
Verfahren zur Darstellung von Kupfer-Zinn- und Kupfer-Zink-Legirungen mit oder ohne Zusatz von Blei, welche bestimmte Mengen Eisen oder Mangan enthaltenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 40: Hüttenwesen.
ALEXANDER DICK in LONDON.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. November 1882 ab.
Es ist bereits bekannt, dafs Eisen in kleinen Quantitäten zu Kupfer-Zinn- und Kupfer-Zink-Legirungen
zugesetzt wird, um die Stärke, Zähigkeit und Härte dieser Legirungen zu erhöhen
(z.B. Aichmetall, Sterrometall etc.). Diese Legirungen fanden seinerzeit gute Aufnahme,
wurden aber später theilweise wieder aufgegeben, da die zur Herstellung derselben benutzten
Verfahren keine sicheren Resultate ergaben, und zwar deswegen, weil weder auf die
in den Legirungen gelösten Oxyde noch auf den genauen Gehalt derselben an Eisen Rücksicht
genommen wurde.
Vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf die Herstellung der in dem Titel angeführten
Legirungen in der Weise, dafs ganz bestimmte Quantitäten von Eisen in den resultirenden
Legirungen enthalten sind. Ferner bezieht sich diese Erfindung auf die Desoxydation der in
diesen Legirungen enthaltenen Oxyde, welche Desoxydation in dem Patent No. 18603 durch
einen Zusatz von Phosphoreisen ausgeführt ist, während im vorliegenden Falle ein Zusatz von
im 'Handel vorkommenden Mangankupfer verwendet wird. ' Auch lassen sich die beiden
Desoxydationsmethoden (mit Phosphoreisen und Mangankupfer) combinirt ausführen.
Durch den Zusatz von Mangankupfer wird ein besseres Resultat erreicht als durch den Zusatz
von Ferromangan, welches ebenfalls statt des vorerwähnten Zusatzes von Phosphoreisen
genommen wurde. Bei dem Zusatz von Ferromangan wird ein nachtheiliges Resultat durch
den in demselben gebundenen Kohlenstoff bewirkt, und bereitet auch das Schmelzen und die
völlige Umwandlung des Ferromangans wegen der hierbei nothwendigen hohen Temperatur
grofse Schwierigkeiten in dem Betriebe, so dafs die Erreichung von genauen Resultaten nicht
möglich ist.
Das neue Verfahren beruht darauf, dafs, wenn Eisen in geschmolzenem Zink erhitzt wird, letzteres
bis ca. 9 pCt. seines Gewichtes an Eisen auflöst; der genaue Sättigungspunkt des Zinkes
hängt von der Temperatur, in welcher dasselbe während des Processes erhalten wird, ab; es
mufs demgemäfs die Operation bei einer steten Temperatur geführt werden, also indem zur
Ausführung der Operation Oefen (wie z. B. Gasöfen) verwendet werden, welche den oder
die Tiegel, in welchen das geschmolzene Zink enthalten ist, stets auf einer gleichmäfsigen
Temperatur erhalten.
Bei dunkler Rothglut erhält man regelmäfsig 8,5 pCt. Eisengehalt in dem angewendeten
Zink.
Es ist zweckmäfsig, hierzu röhrenförmige Tiegel von ca. Y2 cbm Inhalt zu benutzen.
Diese Tiegel können unten im Boden eine Oeffnung, in welche eine aus ff. Material hergestellte
Röhre pafst, haben, durch welche das mit Eisen gesättigte Zink periodisch abgelassen
wird, während man das zu sättigende Zink oben in den offenen, mit Schmiedeeisenstücken
gefüllten Tiegel aufgiebt.
Die so hergestellte Legirung von Zink und Eisen, mit oder ohne Zusatz von reinem Zink,
wird in Barren gegossen und dann die nöthige
Quantität Kupfer oder Kupfer und Zinn beigemischt, so dafs hierdurch ermöglicht wird,
eine ganz bestimmte, bis zu 9 pCt. des Gewichtes an Zink steigende Quantität Eisen in
die endgültige Legirung hineinzuführen.
Um die Desoxydation der in den angeführten eisenhaltigen Kupfer-Zinn- und Kupfer-Zink-Legirungen
enthaltenen Oxyde zu erreichen, wird das im Handel vorkommende Mangankupfer benutzt, welches auf verschiedene Art
hergestellt wird, von 2 bis 50 pCt. und mehr Mangan enthält und dessen genauer Gehalt an
Mangan und Kupfer von dem betreffenden Fabrikanten stets garantirt wird. Im allgemeinen
mufs zwar die Verwendung von Mangankupfer zur Verbesserung von Kupfer-Zink- und Kupfer-Zinn-Legirungen
als bekannt angesehen werden, indem dieses vielfach in Lehrbüchern empfohlen worden ist; nicht bekannt ist aber die Verwendung
dieses Zusatzes zur Herstellung von Kupfer - Zink - und Kupfer - Zinn - Legirungen,
welche eine bestimmte Quantität Eisen enthalten und in welchen das Eisen die gewünschte
Stärke, Zähigkeit und Härte bewirkt.
Bei Herstellung der Kupfer-Zinn-Eisen-Legirungen löst man das Eisen im Kupfer auf, indem
man eine abgewogene Quantität Schmiedeeisen in einer abgewogenen Quantität geschmolzenen
Kupfers längere Zeit stark erhitzt, und berechnet dann aus dem Gewichtsverlust des
Eisens den Gehalt von Eisen in dem Kupfer und führt dann dieses viel Eisen enthaltende
Kupfer nach Wunsch mehr oder weniger mit reinem Kupfer in die Legirung ein.
Der Zusatz des Mangankupfers wird entweder genau in derjenigen Quantität bewirkt, welche
zur Desoxydation der in den Legirungen enthaltenen Oxyde nöthig ist, und ist der hierzu
erforderliche Zusatz daran von jedem erfahrenen Arbeiter zu erkennen, dafs beim Schmelzen des
Metalles im Moment des genügenden Zusatzes ein hellerer Metallglanz entsteht, oder aber man
kann das Mangankupfer in einer gröfseren Quantität, als zur Desoxydation nöthig ist, zusetzen,
so dafs dann eine bestimmte Quantität Mangan in der fertigen Legirung vorhanden
bleibt, und kann diese Menge von 0,1 bis iopCt. der fertigen Legirung variirt werden.
Auch bei diesen Legirungen kann dann den Zwecken, zu welchen dieselben verwendet werden
sollen, entsprechend ein Zusatz von Blei in einer Quantität von 1 bis 10 pCt. der fertigen
Legirung entweder bei der Fabrikation der zu den Legirungen zu verwendenden Metalle
oder beim Zusammenschmelzen beigegeben werden.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:ι . Verfahren zur Herstellung von Kupfer-Zink- und Kupfer-Zink-Zinn-Legirungen, welche ganz bestimmte Quantitäten von Eisen enthalten, indem das Eisen im Zink bis zur vollkommenen Sättigung aufgelöst und dieses sodann, mit oder ohne Zusatz von reinem Zink, dem Kupfer oder Kupfer und Zinn zugesetzt wird.
- 2. Die Anwendung eines Zusatzes von Mangankupfer bei der Herstellung der Kupfer-Eisen-Zink- und Kupfer-Eisen-Zinn-Legirungen, um die in diesen Legirungen enthaltenen Oxyde zu desoxydiren, unter event. Benutzung eines Ueberschusses von diesem Zusatz, um eine bestimmte Quantität Mangan in die Legirung hineinzubringen.
- 3. Der Zusatz von 1 bis ι ο pCt. Blei zu den angeführten eisen- und mangänhaltigen Kupferlegirungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE22620C true DE22620C (de) |
Family
ID=299237
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT22620D Active DE22620C (de) | Verfahren zur Darstellung von Kupfer-Zinn- und Kupfer-Zink-Legirungen mit oder ohne Zusatz von Blei, welche bestimmte Mengen Eisen oder Mangan enthalten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE22620C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2946187A (en) * | 1958-05-28 | 1960-07-26 | Foster Wheeler Corp | Gas and steam cycle power plant having twin supercharged vapor generators |
| US3791137A (en) * | 1972-05-15 | 1974-02-12 | Secr Defence | Fluidized bed powerplant with helium circuit, indirect heat exchange and compressed air bypass control |
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0
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|---|---|---|---|---|
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| US3791137A (en) * | 1972-05-15 | 1974-02-12 | Secr Defence | Fluidized bed powerplant with helium circuit, indirect heat exchange and compressed air bypass control |
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