DE50003C - Verfahren zur Darstellung von Zinklegirungen mit mehr als 9°/o Eisen oder Mangan - Google Patents
Verfahren zur Darstellung von Zinklegirungen mit mehr als 9°/o Eisen oder ManganInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22C—ALLOYS
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 40: Hüttenwesen.
(County of Middlesex, England).
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. September 1888 ab.
Das vorliegende Verfahren zur Darstellung j von metallischen Legirungen oder Verbindungen
ist auf die folgenden Thatsachen gegründet :
Das Legiren des Zinks mit Eisen, Mangan und verschiedenen anderen Metallen oder Legirungen
oder Verbindungen, welche einen viel höheren Schmelzpunkt als das Zink haben, ist
sehr schwierig, weil das Zink bei einer Temperatur in den dampfförmigen Zustand übergeht,
welche nur wenig höher ist als die Temperatur, bei welcher es schmilzt. Die Einführung
mancher dieser Metalle, Legirungen oder Verbindungen in Legirungen, welche Zink enthalten,
hat aber eine sehr günstige Wirkung auf solche Legirungen hinsichtlich ihrer Beschaffenheit
zur Folge.
Wenn die obenerwähnten Metalle oder Legirungen oder Verbindungen derselben in einem
Bade von geschmolzenem Zink längere Zeit hindurch untergetaucht werden, so absorbirt
das Zink einen gewissen Procentsatz derselben.
Der Procentsatz des absorbirten Metalles, der absorbirten Legirung oder Verbindung
hängt von der Temperatur des Zinkbades ab; die Maximalabsorption findet bei der Temperatur
statt, bei welcher das Zink zu verdampfen beginnt. Bert hier erwähnt o,!/2 pCt. als die
höchste Menge von Eisen, die er jemals mit Zink legirt gefunden habe.
Der Schmelz- und der Verdampfungspunkt des Zinks werden durch Zusatz von Arsen
oder Phosphor oder beiden Körpern entsprechend der Gröfse des Zusatzes erhöht.
Arsen und Phosphor üben eine stark desoxydirende Wirkung auf Metalle, Legirungen
oder Verbindungen aus, und wenn Metalle oder metallische Legirungen oder Verbindungen,
welche einen geringen. Procentsatz Arsen oder Phosphor enthalten, zu der Darstellung
von Legirungen oder Verbindungen benutzt werden, so werden diese Legirungen oder Verbindungen
sehr verbessert, vorausgesetzt, dafs die Menge des zugesetzten Arsens oder Phosphors
so bemessen war, dafs sie hinreichte, um die Materialien zu desoxydiren, dafs aber
nur eine sehr kleine Menge Arsen oder Phosphor (besonders Arsen) in der fertigen Legirung
oder Verbindung zurückbleibt.
Die vorliegende Erfindung besteht in einer derartigen Anwendung der obigen Thatsachen,
dafs eine Zinklegirung oder -Verbindung erhalten wird, welche mehr als 9 pCt. Eisen
oder Mangan besitzt. Zu diesem Zwecke werden Eisen, Mangan oder Legirungen dieser
Metalle, deren Schmelzpunkt über demjenigen des Zinks liegt, längere Zeit hindurch in ein
Bad von geschmolzenem Zink, welchem 2 bis 6 pCt. an Phosphor, Arsen oder beiden Elementen
zugesetzt sind, eingetaucht oder in demselben untergetaucht. Dabei wird das Bad
so nahe. als möglich auf der Temperatur erhalten, bei welcher die Zinkverdampfung beginnt.
Durch Anwendung dieser Methode sollen Legirungen erzeugt werden, die z. B. mehr als
10 pCt. Eisen enthalten, wenn bis zur Sättigung ein- oder untergetaucht wird.
Durch Aendern der Stärke des Bades, d. h. der Menge des darin enthaltenen Arsens oder
bezw. und Phosphors werden Bäder erhalten, deren Schmelz- und Verdampfungspunkte desto
höher als diejenigen des Zinks liegen, je gröfser der Procentsatz des Arsens oder bezw. und
Phosphors ist, welche Bäder daher fähig sind, im Sättigungspunkt bestimmte und steigende
Mengen von Eisen, Mangan oder Legirungen dieser Metalle aufzulösen.
Auf diese Weise sollen Legirungen von Zink mit den obenerwähnten Metallen etc. erzeugt
werden, welche nicht nur reicher an Eisen, Mangan etc., sondern auch viel gleichförmiger
sind, als dies durch die bisher bekannten Methoden erreichbar ist. Innerhalb gewisser
Grenzen kann ich ferner genau die gewünschte Menge der Metalle oder Legirungen in die zu
erzeugende Legirung einführen.
Das Arsen oder der Phosphor trägt mit dazu bei, die Oxydation des Zinkbades zu verhüten.
Wenn die zu digerirenden Materialien schon Arsen oder Phosphor enthalten, so legiren sie
sich schneller mit dem Zink.
Das Bad mufs so sehr als möglich vor der Einwirkung der Luft bewahrt werden.
Die wie beschrieben dargestellten arsen- oder bezw. und phosphorhaltigen Zinklegirungen
eignen sich besonders als Zusatz zu Kupfer, anderen Metallen oder Legirungen oder Verbindungen
derselben, wodurch vortreffliche Legirungen für Giefsereien etc. erhalten werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Darstellung von Zinklegirungen oder -Verbindungen mit mehr als 9 pCt. Eisen oder Mangan, darin bestehend, dafs Eisen, Mangan oder Legirungen dieser Metalle, deren Schmelzpunkt über demjenigen des Zinks liegt, längere Zeit hindurch in ein Bad von geschmolzenem Zink, welchem 2 bis 6 pCt. an Phosphor, Arsen oder beiden Elementen zugesetzt sind, ein- oder in demselben untergetaucht werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE50003C true DE50003C (de) |
Family
ID=324890
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT50003D Expired - Lifetime DE50003C (de) | Verfahren zur Darstellung von Zinklegirungen mit mehr als 9°/o Eisen oder Mangan |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE50003C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE744239C (de) * | 1941-05-30 | 1944-01-12 | Ig Farbenindustrie Ag | Herstellung eisenreicher Zinklegierungen |
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
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